Fertiggestellte Küche Familien-Wohnküche mit schwierigem Grundriss

KerstinB

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Und noch etwas, was mir aufgefallen ist:
  • wo soll die Mikrowelle hin?
  • gerade bei landhausigem Stil empfinde ich eine lange Zeile mit den unterschiedlichen Arbeitshöhen als eher nicht-landhausig. Einzelne Blöcke, wo sich halt die unterschiedlichen Arbeitshöhen auch gut realisieren lassen, sehen irgendwie landhausiger aus.
  • Die Essplatznische könnte man natürlich auch in meiner Variante nach planunten noch vergrößern .. wäre da aber eigentlich nicht unbedingt nötig. In deiner Variante ist es nötig, damit man überhaupt noch die Unterschränke vom Buffetschrank öffnen kann.
  • Und ja .. bei der geöffneten GSP in deiner Variante wird dann ein Kaffeerest nicht an die Wand plattern, aber an die Tür zur Speisekammer ;-)
 

Dark Path

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Also,
die Mikrowelle kann erstmal weg bleiben. Wir kommen inzwischen 10 Jahre ohne aus. Wenn sich doch noch mal Bedarf ergibt, kommt sie ins Kämmerchen. Auf jeden Fall ist sie nicht so wichtig, dass sie einen eigenen Schrank braucht.

Kratzer kann es immer geben. Das muss nicht zwangsweise mit der Anordnung der Möbel zu tun haben sondern kann auch Ungeschick geschuldet sein.

Die Beladung einer Spülmaschine dauert hier zwischen einem und drei Tagen. Das ist individuell, es bedeutet m.E. nicht dass etwas nicht in Ordnung ist. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, allenfalls meine überempfindliche Nase. Es kann Fisch gegeben haben. Für unsere Nutzung ist es nun mal so: auf - rein - zu. Da kann sie auch an einem Platz sein, wo man durchgeht, und es muss nicht sogar extra Platz für die Ladeklappe bereitgehalten werden, egal wo.

Anordnung Block / Linie:
Blöcke und Inseln sind gerade Zeitgeist. In den 90er Jahren war das Krüppelwalmdach Zeitgeist, in den 80ern bunte Autos, in den 60ern Hornbrillen. Heute ist es Zeitgeist die Fenster anthrazit zu machen, Fugenanteile bei den Fliesen zu minimieren.
Zeitgeist ist Massengeschmack, er bildet und wandelt sich langsam, durch Werbung und Nachahmung.
Bei den Küchen dominiert grob gesagt die Insel-/Blockbildung und eine Spaltung in "modern" und "Landhaus".
Wie weit man aber den Zeitgeist mitgeht, ist reine Geschmackssache und vollkommen subjektiv.
Und bei mir ist es jetzt subjektiverweise, individuellerweise nun mal so, dass wir aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen und Arbeitsweise eben in manchen Dingen NICHT dem Zeitgeist folgen.
Ich hab es nochmal versucht mit der separaten Kochinsel, sh. Anhang. Es geht nicht. Mir behagt es nicht alles in Töpfen umzuhieven, mit einem heißen Topf abzuschüttender Nudeln die Pirouette durch den Laufweg zu drehen. Dass Mann bei jeder Gelegenheit kleckert und traddelt habe ich bereits erwähnt. Der kriegt es noch hin dass er dabei die Kleine übersieht. Von daher geht das mit Herd wo anders einfach nicht bei uns, und das ist auch ein Grund warum ich nicht von der Linienanordnung wegkomme.
Andere kommen halt mit Inseln zurecht wo alles frei ist und am Ende irgendwo die Spüle, auch schon oft gesehen, da frag ich mich auch warum man das Becken mit Spritzwasser an den Rand tut. Aber dafür wird es auch Gründe geben, dem Nutzer ist es vielleicht ganz wichtig viel zusammenhängende, leere Arbeitsfläche zu haben.
So what, ich muss mich darüber nicht aufregen und auch die Argumente dafür nicht als nichtig erklären, nur weil ich es mir anders besser vorstelle.
Gleiches mit Landhaus, wie sich das definiert, die Küchenhersteller sagen gerade das macht man mit Blöcken. Trotzdem geht es auch noch mit Zeile, sh. z.B. Google Bildersuche "Landhausküche ". Was man nun draus macht, ist wieder individuell abhängig von Raum, Nutzergewohnheiten, Ergonomiewünschen und Geschmack.
Na und allgemein, es hat doch auch alles mit Bauchgefühl zu tun? Es ist nichts unumstößlich, manches ändert sich noch wenn man drüber nachdenkt, sh. Mikrowelle.
Ich finde auch die Arbeitsfläche echt nicht wenig insgesamt. Das meiste wird sich rechts von der Spüle abspielen, und links ist doch die Abtropffläche auch da. Die zählt doch dazu. Und einmal umgedreht kann ich auf dem Ofenteil was abstellen.
 

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pari79

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Erst mal ein großes Kompliment, dass du sehr ausführlich über alle Planungen, Argumente und Gegenargumente nachdenkst. So macht der Thread viel mehr Spaß ;-)

Zeitgeist ist Massengeschmack, er bildet und wandelt sich langsam, durch Werbung und Nachahmung.
Bez. Küchen möchte ich in dem Punkt widersprechen. Der Wandel ist weniger "unlogisch" als bei Autofarben oder Klamotten. Der Trend zu großen Wohnküchen und Insel, an denen man gemeinsam kocht, hat u.a. zwei Ursachen:

1. Gesellschaftlich: Heute kocht macht zusammen. Während das früher Frau und Töchtern vorbehalten war, während die Herren im Esszimmer auf das Servieren warteten.

2. Technisch: Durch diverse Geräte, die es früher einfach nicht gab z.B. Dampfgarer, kocht man anders. Der Herd wird weniger wichtig, die Spüle und das Vorbereiten rücken ins Zentrum.

Mir behagt es nicht alles in Töpfen umzuhieven, mit einem heißen Topf abzuschüttender Nudeln die Pirouette durch den Laufweg zu drehen.
Die Argumente diesbezüglich kann ich einerseits gut verstehen, anderseits frage ich mich, was weniger unfallfreundlich ist:

Einmal drehen und vom Herd mit dem Topf an der Spüle sein. Oder zwar nicht drehen müssen, aber dafür an der Einkofferung vom Herd vorbei und deutlich weiter bis zur Spüle laufen?

Wie gesagt, da bin ich selbst unschlüssig. Was ich aber in jedem Fall ungünstig finde in deiner Planung aus #56 ist der Kühlschrank samt Anschlag. Durch den "Backofen-Komplex" kommt man da ja kaum gescheit dran.
 

isabella

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Ich gehe extrem gerne meine Wege und Zeitgeist ist auch für mich keine Kategorie. Auch für meine Küche hatte ich Schwierigkeiten damit, die richtige Stilbezeichnung zu finden. Ist halt mein Stil ;-)
Kennst Du diese Bücher hier?
Startseite -> Marktplatz -> Literatur -> Werner Vetter "So plant man Küchen" Link
Für mich waren sie in der Planungsphase sehr hilfreich.
 

Dark Path

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Nur kurz vom Handy aus dem Wäschekeller: Der Herd ist doch gar nicht eingekoffert, es hat nur den Höhenversprung zwischen ihm und Spüle.
Nutzungswandlung würde ich nicht so verallgemeinern, ich denke das ist wieder individuell je nach Familienkonstellation. Aber stimmt schon, dass man mehr auf Zugänglichkeit der Geräte achtet und nicht für einen Koch plant. Deshalb ist mir auch wichtig zwischen Spülenzeile und Ofen mindestens 115 cm zu haben.
 

Dark Path

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Auf dem Backofenkomplex kann ich zwischenlagern, Einkäufe, oder beim Rausholen fürs Tischdecken. Das wird da nicht so furchtbar hoch mit 115 cm.
Türanschlag andersrum hatte ich erst, aber dann ist es eigentlich nur gut zum Rausnehmen für Kochen beginnen bei der Spüle.
 

pari79

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Mein Fehler mit der seitlichen Einkofferung, das sah durch die unterschiedlichen Wandbeläge auf Skizze so für mich aus.

Die Kühlschranktür bleibt unpraktisch. Egal wie hoch er ist, wegen dem Backofenkomplex kommst du nicht seitlich an die Tür bzw. den Türgriff. Bedeutet, du musst vor den Kühlschrank und mit der Tür wieder rückwärst ...

Das wirst du innerhalb von Tagen verfluchen. Und die Ecke vom Backofenkomplex ist dann als Aua-Ecke bekannt. Die schreit danach dran zu stoßen, wenn man es man eiliger hat.
 

Omas Garten

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Mal ein ganz neuer Gedanke: wie wäre es, den GSP mit in den Kaminblock zu setzen? Backofen und GSP nebeneinander nach planoben öffnend. So wäre der der GSP zentraler und näher am Geschirrschrank. Reste kratzen, ggf. vorspülen, umdrehen und ab in den GSP. Wenn fertig, ist der Weh zur Anrichte nicht so weit.
Die planobere Zeile könnte dann um 60cm weiter nach planrechts ausgeweitet werden: Spüle drehen, Abtropfe ganz an die Kammerwand, links neben den Becken MUPL und schön Arbeitsfläche am Fenster zwischen Spüle, Kochfeld und Backofen. Alles mit wenigen Schritten erreichbar. Und was nicht mehr gebraucht wird, verschwindet mit dem gleichen kurzen Weg im Geschirrspüler.
Müsste natürlich das Wasser dahin verlegt werden...
 

pari79

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Was mir noch aufgefallen ist:

Idealerweise kann man bei offenen Türen bequem zwischen MUPL und GSP stehen, um Essensreste da rein und den Teller gleich in die Maschine zu stellen. Ein Handgriff. Bei euch nicht möglich. Auch verstehe ich nicht, warum die Abtropfe von der GSP weg ist. Die ganze Anordnung um Spüle ist optimierbar.

In Summe: Wenn du sagst Herd und Spüle in einer Linie muss sein, ist das ja ein Parameter, mit dem man planen kann. Aber gerade angesichts des Bau-Aufwands, den ihr betreibt, bekommt man sicher etwas funktionaleres hin als die 56.
 

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KerstinB

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Ich sehe leider kein echtes Auseinandersetzen mit anderen Plänen. Für mich schwingt bei den Argument viel zu sehr "das bin ich / sind wir gewöhnt", "das machen wir so", "das kann man ihm nicht abgewöhnen" mit durch.

Argument: Wasserabgießen ... Es ist eigentlich unerheblich, ob ich einen Nudeltopf anhebe und per Drehung und halbem Schritt am Spülbecken abgieße oder ich den Nudeltopf anhebe und 110 cm weiter nach rechts trage .. heben muss ich ihn so oder so, dazwischenlaufen kann mir so oder so jemand und ein Loch im Topf wg. Kleckern sollte so oder so nicht sein ;-). Kindern kann man auch beibringen, dass sie nicht um einen Herumwuseln, wenn man am Kochfeld steht. Und spätestens wenn sie 4 oder 5 Jahre älter sind, besteht die Gefahr eh nicht mehr.

Argument: Bevorratungsposition ... zu der du ja nicht Stellung genommen hast. Der Kühlschrank darf also eher gegen die angenommene Hitze vom Kaminschacht ankämpfen als die Dosen- und Trockenvorräte bzw. selten genötigten Gerätschaften? Wenn dort wirklich Wärme entsteht, dann sollte der Kühlschrank dort keinesfalls stehen.

Argument: Deine Lösung wäre ja viel Arbeitsfläche ... na ja, wenn du bislang max. 50 cm am Stück hast, dann sind vielleicht die 80 cm ok. Aber 150 cm, gerade bei der Obstverarbeitung oder beim Backen etc. sind sehr angenehm. Vor allem, wenn so etwas wie Kaffee- oder Küchenmaschine dann auch links der Spüle (mein Plan) einsatzbereit stehen kann und nicht die Hauptarbeitsfläche versperrt.

Argument: GSP .. wenn ich schreibe, ich lasse sie auch mal länger offen, dann ist das immer in Vorbereitungssituationen, wo du scheinbar nicht mehr benötigtes erst mal im zweiten Spülbecken sammelst und damit eigentlich Arbeitsbereich sperrst, stelle ich stattdessen in der GSP ab. Muss ich ja irgendwann sowieso, da kann ich es auch gleich machen. Und habe immer einen schönen freien Arbeitsbereich. Daher GSP so, dass sie geöffnet nicht im Weg steht.

140x90er Tisch .. wäre für mich als Familien- und Freundestreffpunkt nachwievor zu klein.

Kühlschrankposition, da stimme ich auch @pari79 zu .. ich finde die auch ungünstig. Man steht eigentlich fast immer leicht schräg vor dem geöffnetem Kühlschrank. Bei deiner Planung muss man die Tür wirklich immer ganz öffnen, damit man an die Sachen rankommt. Und, Sachen von 115 cm hoher Fläche zu verteilen ... praktischer ist es, von der 90 bis 99 cm hohen Fläche. Man muss die Sachen ja dort auch erstmal zwischenlagern, also hochheben.
Bei mir stelle ich z. B. meine Taschen immer auf der Halbinsel ab und verteile dann. In meiner Planung könnte man gut auf der planlinken Ecke des Kochblockes abstellen und dann Richtung Kühlschrank oder Vorratsbereich verteilen.
 

pari79

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Mal grob eine Idee skizziert:

Statt separater Speisekammer erfolgt der eine Zugang in Küche durch Speisekammer. Was den Vorteil hat, dass du Einkäufe die dorthin gehören gleich dort lässt. Die gelben Flächen sind dreißig Zentimeter tiefe Ivar-Regale.

Außerdem kann man so die Küche klarer strukturieren. In der Skizze anbei habe ich mal GSP und Herd getauscht. Gedanke dabei: GSP näher am Esstisch, die "Gefahrenzone" Herd dafür von ihm weit weg, denn sitzen die Kinder ja.

GSP könnte natürlich auch ganz nach planrechts oben, da ohne die Speisekammer dort oben mehr Breite zur Verfügung steht, wäre der Herd trotzdem weiter vom Esstisch weg.
 

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KerstinB

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@pari79 .. das wäre auch eine realistische Idee. Da sollte dann aber das Fenster an der Spüle, das ja verkleinert wird, links zugemacht werden und eher rechts erhalten bleiben.

Charmant an der Lösung ist auch, dass die Fensterzeile durchgehend eine Höhe ist und die abgesenkte Kochfeldfläche übers Eck ist.

Allerdings wird natürlich der Durchgang doch sehr eng.

@Dark Path ... ich halte übrigens auch nichts davon "aktuell modernes" umzusetzen. Für mich gilt in der Küche vorrangig Form follows function. Und, zu Zeiten als weiße Küchen oder Lack etc. sehr modern waren, wollte ich unbedingt meine Holzküche ;-)
 

Dark Path

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Zugang durch eine Speisekammer mog i ned, ist so ramschelig. Geschirrspüler sollte schon nahe Spüle bleiben. Wir haben gestern beim Abendessen drüber gesprochen. Wir reinigen in der Spüle vor und räumen von der Spüle in die GSM. Wenn die wieder zu ist, wird der Rest von der Spüle/AP in den Müll bugsiert.
Die Abtropfe sollte links bleiben, da wir Rechtshänder sind und nach links wegstellen beim Spülen.
Der Müllauszugschrank könnte theoretisch unter die Abtropffläche. Dann stünde man zwischen Müll und Spüler, aber thematisch ist der Müll rechts bei der Traddelecke eigentlich besser aufgehoben.

Form follows function strikt durchgezogen ist mein Credo nicht, sondern eher ein Abgleich von Funktion und Optik. Ich möchte auch das Ergebnis ansehen und sagen oh, schön. Wenn das zu Lasten von ein bisschen Funktion geht, finde ich es legitim und vertretbar.
Gerade bei der Rahmenfront ist es etwas schwieriger, ich bin ganz froh keinen Hochschrankblock mit Ofen, Kühlschranktür usw. zu haben. Die sehen oft irgendwie gestückelt aus.
Das ist z.B. der Grund warum ich eher 3 Raster hohe Auszüge nehme würde als die Blöcke unsymmetrisch werden zu lassen, und warum der Aufsatzbuffetbereich doch wieder 180 breit ist (war zwischendurch schmaler zugunsten mehr Arbeitsfläche, aber es sah einfach doof aus mit schmalerem Mittelteil).
Dazu achte ich jetzt im konkreten Fall mehr als üblich auf Ergonomie, wobei die hohe Spülmaschine und der Müll direkt unter der Arbeitsplatte hier im Forum gelernte Wünsche sind.

Neben der Temperatur ist der zweite Hauptgrund dafür, dass ich die Speisekammer an der N-O-Ecke präferiere, dass der Raum (insgesamt, und der Arbeitsbereich) dadurch nicht so schläuchelt.
Gegen die Wärme vom Schornstein würde ich eine Vorsatzschale mit Dämmung stellen und für den Kühlschrank im Bereich unter der Decke irgendwie noch eine Entlüftung, vllt auch zur Seite Rg. Tür. Weiß ich noch nicht so genau. (Decke: Zur Zeit noch mit Profilholz verkleidet, wir nehmen das runter und dann ist da eine Holzbalkendecke, der Plan ist von den Balken ca 2-3 cm unten rausstehen zu lassen, dazwischen Dämmung rein und GK drunter.) Mit Dämmung kann man die Spk auch da machen, klar. Aber irgendwie war ich davon ab weil mir so ein optisch raumverkürzender Vorbereich behaglicher vorkam als Schlauch.

Zu "das bin ich / sind wir gewöhnt", "das machen wir so", "das kann man ihm nicht abgewöhnen" -
ist das denn nicht normal? Es ist doch immer so, dass die Leute es so wollen wie es ihnen gefällt. Was erwartet ihr denn wie ich reagieren soll?

Wegen dem Kühlschrank bin ich auf Papier am Machen. Ofenblock verschmalern und Kühlschranknische mit etwas mehr Abstand davon ist der einfache Weg. Ich teste gerade aber auch was mit einem SBS vor Kopf statt Speisekammer und Vorrats-Auszugschränken und nur einer kleinen Kammer für Zeug das wirklich nicht in Schränke geht. Kann aber sein dass das wieder schlauchelt.
Hab aber parallel Druck mit einer Ausführungsplanung und komm wieder immer nur zwischendrin zu ein paar Strichen :(
 

pari79

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Wie "rameschlig" der Zugang wäre, hängt wohl von der Gestaltung und der eigenen Ordnung ab ;-) Abgesehen davon, braucht es keine 60 Sekunden um durch zu gehen. Dafür läge der Durchgang nach planunten. Bei dir liegt er seitlich, so dass man bis vom Esstisch freie Sicht auf den Ramsch hat, wenn die Tür nicht geschlossen ist.

Weniger schlauchig wäre es auch, weil man nach dem GSP den Cut bez. Gestaltung machen könnte, so dass man zwei definierte Raumteile hat. Deine Zeile planoben über die gesamte Breite betont dagegen den Schlauch so richtig.

Es ist doch immer so, dass die Leute es so wollen wie es ihnen gefällt. Was erwartet ihr denn wie ich reagieren soll?
Gegenfrage, was erwartest du, wie wir reagieren sollen? Du hast dich hier angemeldet, um Tipps und Ratschläge zu bekommen. Dabei hattest du um OBJEKTIVITÄT gebeten und selbst schon im allerersten Post folgende Befürchtung geäußert:

jetzt ist bei der Küche der Punkt erreicht wo ich Gefahr laufe mich zu sehr in die Planung zu verlieben
Ich fürchte allerdings, das ist inzwischen passiert. Natürlich ist es immer ein Abwägen von Form und Funktion, von persönlichen Vorlieben. Wobei gerade die auch sehr davon geprägt sind, was man bislang gewohnt vor. Man ist auch früher ohne Servolenkung und ABS gefahren ...
 

Dark Path

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Das war jetzt etwa die Idee. 20 cm mehr APL planoben im Spülenblock, rechts zwei 60er Vorratsauszugsschränke, der Rest vom Herd aus betrachtet wie eine Art Eingangsvorbau mit Kühlschranknische (SBS Idee war schnell weg weil zu groß). Gegenüber Zimmertür ein kleiner Wandschrank mit Handstaubsauger, Wasser o.ä.
Ist aber arg eng im Eingang und mit vernünftiger Durchgangsbreite reichts nicht mehr für den Handtuchheizkörper.
 

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Dark Path

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Da finde ich es mit dem alten Kämmerchen rechts und alter Spülzeile planoben besser ausgenutzt.
Wobei der Vorraum glaube ziemlich dunkel wird
 

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pari79

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Nichts für ungut, aber meine Skizze aus 71 und deine aus 75 haben nicht mehr wirklich viel gemeinsam!

Natürlich funktioniert die gesamte Grundidee nicht mehr, wenn du den Kühlschrank wieder noch unten rückst.

Wobei ich da - ob der unbestreitbaren funktionalen Mängel - sowieso nicht nachvollziehen kann, warum du lieber Fläche für extrabreite Einkofferung opferst, damit du die Tür überhaupt halbwegs vernünftig opfern kannst, als einfach gleich den Kühli so zu positionieren, dass er gut erreichbar ist.

Und zu "Dunkel im Vorraum": Du meinst, weil bei offener Schiebetür direkt Licht aus dem Fenster reinscheinen kann, das bei dieser Variante auch nicht verkleinert werden müsste? ;-)
 

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Omas Garten

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Zum Thema ‚das machen wir so‘ oder ‚das sind unsere gewohnten Handgriffe‘ und alles in der Art kann ich aus eigener Erfahrung etwas beitragen:
Ich habe uns in all unseren Bewegungen, Abläufen und Küchen-Gewohnheiten beobachtet und versucht, diese Gewohnheiten in meine Planung mit einzubeziehen. Zum Glück habe ich mich da nicht dran festgebissen, denn all die Tipps, die ich hier im Forum bekommen habe und in der Küche umgesetzt habe, sind Gold wert und es hat gefühlt null Zeit gebraucht, sich an den (besseren) Ablauf zu gewöhnen -selbst für meinen Mann!

GSP offen am Ende der Zeile stehen habe, um bei Kochorgien sofort alles weg zu räumen: genial!
MUPL unter der Hauptarbeitsfläche: genial!
Schnippelplatz rund 120cm: genial! Könnte 20cm mehr sein, wenn man zu zweit schnippelt, aber dank MUPL hat man ja keinen Müll rum liegen.
Übertiefe Arbeitsplatte: genial! Unsere ist nur 10 cm tiefer als die Norm, aber ein ungemeiner Gewinn: Schüssel und Brett passen hintereinander auf die Platte!
Arbeitsplattenhöhe genau an unsere Bedürfnisse angepasst: genial!
Stauraumplanung in der Planungsphase: genial!

Unsere Küche ist komplett anders geworden als zu Beginn gedacht und wir sind so glücklich, dass wir von den Erfahrungen hier im Forum profitieren durften.

Wenn Du hier im Forum um Hilfe bittest, sollte man ein gewisses Maß an Offenheit für dieses Medium mitbringen.
Schließlich wollt Ihr Euch mit der neuen Küche doch verbessern und die Abläufe im Alltag optimieren, oder?
 

isabella

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Ich verrate Dir mal was: Bei heutigen GSP, die die Wassersauberkeit ausmessen, ist Vorspülen sogar kontraproduktiv.

Bin Rechtshändlerin und meine Abtropfe geht nach rechts, ich hab schon beides gehabt und kein Unterschied gemerkt. Viele hier haben sogar keine Abtropfe und sind glücklich. Da man heutzutage die Spüle nicht zum Tellerabwasch verwendet, sind die Bewegungsabläufe an der Spüle ganz anders als in den 50er, wo die Abtropfe einen ganz anderen Stellenwert hatte.

Und oben habe ich zwei wirklich interessante Skripte verlinkt, die solltest Du unbedingt lesen, nicht meinetwegen, sondern um ein anderes Blickwinkel zu erhalten.

Das „haben wir immer so gemacht“ ist kein Argument für etwas, sonder eine Abwehrhaltung, also gegen etwas. Aus Angst oder was auch immer. Meine Empfehlung ist, diese Haltung zu reflektieren, damit macht man sich im Leben viel kaputt. Und dies war mein letztes Beitrag in diesem Thread, Du brauchst nicht darauf antworten. Nur für Dich überlegen.
 

Dark Path

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Ich hatte doch gar nicht geschrieben dass wir vorspülen. Wir reinigen vor. Körner, Paprikaschalen, Nudelfetzen, Salatblätter abwischen, sowas.

Die Links dachte ich, mein Fehler, führen zu Büchern die man kaufen muss. Heute morgen habe ich gesehen sie sind frei lesbar. Danke vielmals.

Nach der Lektüre verstehe ich einige eurer Ansätze und den Rechtfertigungsdruck hier besser ;-) und warum man begründen soll. Aber so daneben finde ich unter diesen Aspekten betrachtet meine Küche eigentlich gar nicht?
->
Arbeits- und Sitzplatz sind da wo es sich am besten anfühlt.
Ich sehe vom Arbeiten den Eingang und den Sitzplatz und nach draußen.
Der Sitzplatz wird behaglich.
Ich wurstele nicht mit dem Rücken zu evtl. anderen Anwesenden.
Es gibt eine Primärzeile und eine Sekundärzeile .
Verschiedene Höhen, in der Sekundärzeile sogar die Höhe die der Mann vorschlägt.
Einmal sagt er man kann den Geschirrspüler am Zeilenende erhöht unterbringen, hätte ich auch.

Den Optimierungsbedarf beim Kühlschrank in der Sekundärzeile hab ich begierig von euch aufgenommen, aktuelle Lösung anbei. Die bietet auch Platz für die festbelegte Steckdosen an der glatten Wand (zwei Schornsteinwände Steinverkleidung nicht so gut).

Soweit so gut. Er hat andere Ansichten zur Spüle als ich. Er ordnet sie gern am Inselrand an und hält Abtropfen für entbehrlich.
Kernpunkt des "Problems" ist ja doch die große Spüle mit Abtropfe, weil eine kleinere eine funktionalere Lösung mit Spüler und Müll ermöglichen würde und mehr Arbeitsfläche. Ihr denkt wahrscheinlich "warum tut sie sich das Monstrum an". Aber ich hab das auch schon alles probiert. Im Sommer war ich mal bei der Mythos 261 Mythos | MTX 261 | Edelstahl | Spülen
wegen "mehr Arbeitsfläche" - kleineres Traddelbecken rechts - aber ich hatte kein gutes Gefühl dabei. Auch mit der Andano mit dem Riesenbecken, ganz breit, hab ich mal geliebäugelt, aber gibt es nicht mit Abtropfe, und die Tropfschale die ich dann wahrscheinlich für Dreck bräuchte möchte ich nicht, bin daher am Ende wieder konsequent zu einer mit zwei richtigen Becken. Da kommt sich nix in die Quere. Schreibt der Mann auch, da wird am meisten gemacht. 4Eine Freundin hier im Ort hat das Problem neuerdings ganz real, die haben früher eine große Doppelspüle gehabt und nun nur noch ein Becken, und machmal ist das voll mit Spülwasser und sie wollen Nudeln abgießen. Die sagte mir sie vermissen die alte Spüle.

Ich hab eben mal Fotos von den Räumen gemacht, sind jetzt ja leer, vllt. hilfreich fürs Verständnis meiner Sicht. Sie stecken im Orbit fest zwischen Handy und PC, ich schicke sie nach. Madamchen wacht jeden Moment auf.
Im Eingangsposting hatte ich gehofft wir verfeinern. Ihr bietet Neudenken. Ich habe mit Einbezugnahme der Anregungen von euch, die ich nachvollziehen konnte, jedesmal verfeinert und geändert, und letztlich kam für mich aber schon immer eine Verbesserung raus.

Pari, den Herd ganz rechts finde ich nicht so optimal, weil man ja auch was Fertiges heiß direkt auf den Tisch bringt, daher hab ich immer so geachtet dass Lagern - vorbereiten - zubereiten - Tisch grob eine Richtung hat.

Beim neuen Plan ist der Backofenblock noch nicht so ganz durchdacht. Anstelle Spk. gingen evtl doch zwei große Vorratsauszüge. Dann bleiben aber Schürzen, Sauger übrig.
 

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