Unterschiede Bosch-Dampfbacköfen: HSG636XS6 vs. HSG7364B1

MiroX1808

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Hallo zusammen,

in meine, derzeit noch im Aufbau befindliche, Küchenzeile soll unter die Arbeitsplatte bzw. mit 10 cm Abstand wegen dem Induktionskochfeld ein Dampfbackofen platziert werden.

Nach viel Recherche auf den (teilweise unübersichtlichen) Internetpräsenzen von Bosch , Siemens , Neff und AEG habe ich zwei Geräte in den engeren Auswahl. Auch nach Gesprächen mit Bosch sind die Unterschiede nicht klar, weswegen ich noch Lücken in der eigenen Wissensgrundlage habe - erst bei vernünftiger Grundlage würde ich gerne eine Entscheidung treffen.

HSG636XS6 (nachfolgend Edelstahl) vs. HSG7364B1 (nachfolgend Schwarz)

Die nachfolgenden Unterschiede habe ich festgestellt bzw. habe auch die persönliche Wichtig versucht hervorzuheben (O - eventueller Vorteil, + Vorteil, ++ starker Vorteil):

EdelstahlSchwarz
O Heißluft Eco bereits ab 30 Grad++ Air Fry
O Ober-/Unterhitze bereits ab 30 Grad+ Dämpfen Plus (120 Grad)
+ Intensivhitze+ Bratenthermometer mit Heizarten "Sanftgaren", "Unterhitze" und "Warmhalten"
++ Dörren+ Bratenthermometer mit Restzeitprognose
O Schnellaufheizen für "Intensivhitze"+ Backsensor mit Restzeitprognose
+ Edelstahl-Front+ mehr automatisch Programme (?)
++ 3 x Teleskopschienen
+ 3 x LED-Lichter im Garraum

Wohlgemerkt: das ist nicht einfach so ablesbar, sondern über die Gebrauchsanleitung erkannt worden. Teilweise habe ich den Eindruck, dass die Beschreibungen das selbe meinen nur andere benannt sind oder bewusst oder unbewusst Dinge anders oder nicht mehr beschrieben sind. Beispiel: auf der Webseite wird für Edelstahl "Dampfstoßfunktion" beworben, in der Anleitung sehe ich kein Wort darüber. Hingegen ist bei Schwarz diese Funktion nicht beworben, dafür aber in der Gebrauchsanleitung beworben.

Bei dieser Übersicht würde ich sagen: ich nehme den in Schwarz, wenngleich ich die Dörrfunktion vermissen würde und ich mich mit dem Design auf den Bildern (noch?) nicht richtig anfreunden kann (Küchenzeile in weiß, Edelstahlelemente, graue Arbeitsplatte, höchstens Dunstabzug mit schwarzen Elementen [gezwungenermaßen]).

Inwieweit nun beim schwarzen Modell es ausreicht, dass nur eine LED-Leuchte verbaut ist, Teleskopauszüge jeweils 100 EUR kosten oder ich die Intensivhitze vermissen würde - weiß ich nicht.

Nichtsdestotrotz ist mir das nicht ausreichend an Informationen bzw. es sind noch mehr Fragen entstanden:

  • Sind Euch weitere Unterschiede oder Vorteile bekannt?
  • Welche Verbesserungen hat der in Schwarz gegenüber dem in Edelstahl?
  • gem. Gebrauchsanleitung kann Dicke und Garstufe bei den automatischen Programmen ("Gerichte") eingestellt werden; bei Edelstahl nicht explizit erwähnt - können es trotzdem beide oder Schwarz-Exklusiv?
  • Woher kommt die krasse UVP-Reduzierung on Schwarz von über 3.000 UVP auf fast 2.000 EUR?
  • Ist jemandem bekannt, ob es Unterschiede zu den ähnlich-artigen Modellen der neueren Serie 8 gibt? Die meisten haben eher ein rechtwinkligen Bildschirm. Dieses Modell hier in Schwarz ein rundes. Nach wenigen Monaten ein Auslaufmodell?
  • Gibt es Erfahrungsberichte zu den beiden bzw. Empfehlungen?
Eventuell hilft die Übersicht dem einen oder anderen.

Ansonsten freue ich mich auf Eure Hinweise.

Herzlichen Dank
Miro
 

US68_KFB

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Ich spring mal gleich zu deinen Fragen. Unterschiede?

Das ist eine ist der Golf 8 und das andere der ID4,
Also eine ganz neue Generation, neue Entwicklung, neue Tecknik. Und es ist sicher, dass der alte Backofen irgendwann vom Markt verschwindet. Aber natürlich wird durch den neuen Backofen nicht das Backen neu erfunden. Also übertreibt es nicht mit der Vergleicherei. Ich würde den Neuen nehmen. Der kann alles was der Alte auch konnte, nur eben eine Generation weiter. Das ist bei Backöfen nicht anders als bei Autos. Eine zeitlang kannst du beide parallel erwerben, dann gibt's irgendwann nur noch den Neuen.
Der Produktlebenszyklus bei Backöfen beträgt aktuell etwa 4 bis 5 Jahre. Es ist daher nicht zu erwarten, daß die neue Serie so schnell verschwinden wird.

Erfahrungen mit der neuen schwarzen Serie dürften bislang wenige existieren, den gibt's ja erst ein paar Monate. Du hast dir ja den Besten der drei schwarzen Modelle rausgepickt. Mehr Ausstattung geht nicht, daher brauchst du da nicht weiter vergleichen, wenn das Bratenthermometer wichtig ist. Das haben die beiden anderen ja nicht.
 

MiroX1808

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Besten Dank für die Rückmeldung.

Auf dem Papier kann bedauerlicherweise der neue Ofen nicht alles, was der alte Ofen konnte. Das Dörren und die Intensivhitze soll gem. Beschreibung nicht vorhanden sein, siehe Übersicht. Deshalb muss man m.M.n. durchaus bei höheren Investitionen auch einen zweiten Blick drauf werfen.

Mit den drei Modellen der dunklen Version beziehst Du dich auf die Modelle, welche ebenfalls den runden Bildschirm haben?
 

Evaelectric

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Ich nutzte die Intensivhitze (Ober-/Unterhitze mit stärkerer Unterhitze) meines früheren Siemensofens häufig für Pizzen und dick belegte Tartes.

Die Zeitprognosen konnte ich noch bei keinem Hersteller ernst nehmen.

An deiner Stelle würde ich die unterschiedlichen Bedienungen in einer Ausstellung ausprobieren um beurteilen zu können was dir mehr liegt.
Zumal das Gerät mit "10 cm unter der AP" sehr niedrig eingebaut werden soll.

Edelstahl hat einen echten Ring zum Drehen, Schwarz einen "Touch-Ring".
 

MiroX1808

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Die Zeitprognosen konnte ich noch bei keinem Hersteller ernst nehmen.
Das soll heute wohl KI-gestützt sein. Hier bin ich mir noch nicht sicher, ob dies einen Mehrwert darstellt. Wenn es dabei ist - stark, falls nicht, wahrscheinlich auch in Ordnung. Lediglich bei längeren Garzeiten und Gästebewirtung könnte ich mir vorstellen, dass es hilfreich sein kann.

An deiner Stelle würde ich die unterschiedlichen Bedienungen in einer Ausstellung ausprobieren um beurteilen zu können was dir mehr liegt.
Zumal das Gerät mit "10 cm unter der AP" sehr niedrig eingebaut werden soll.
Siemens bietet wohl Gerätevorführungen an, Bosch bedauerlicherweise nicht. Ansonsten hätte ich die längere Anfahrt in Kauf genommen.
 

Evaelectric

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Ein Bosch mit dieser Bedienungsart sollte sich doch in einer größeren Küchenausstellung, z.B. in entsprechenden Möbelhäusern, finden lassen.
Dort sind viele Geräte im Demomodus angeschlossen.

Es müssen nicht exakt diese Geräte sein, da es nur ums Bedienprinzip geht.

KI gestützte Restzeitprognose ohne Kamera (bei diesem Gerät), die die Bräunung mit berücksichtigt, stelle ich mir nicht optimal vor.
 

MiroX1808

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@Evaelectric Tatsächlich gehört dies zu den geplanten "Wochenendaktivitäten" :-)

Bedauerlicherweise hat dieses Gerät keine Kamera - das stimmt. Dies soll wohl insbesondere bei Braten über das Bratenthermometer und beim Backen über einen Luftfeuchtigkeitssensor von statten gehen. Eine Wunschbräunung kann nicht bewusst eingestellt werden. Die Kamera ist mir Stand heute den Aufpreis von > 1.000 EUR nicht wert. Das und viele andere Unterschiede zu erkennen, war auf Anhieb nicht so einfach bei Bosch .
 

Evaelectric

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Der Backsensor ist nicht neu. Den gibt es schon etliche Jahre.
Eine Lambdasonde die den Sauerstoffgehalt in Feuchtigkeit umrechnet und danach den "Gargrad" bestimmt.

Neu ist die Zeitprognose die darauf beruht, dass die Geräte die Daten (Temperatur, Feuchtigkeit, Einstellungen) an eine Cloud sendet und aufgrund der vielen gesammelten Daten aller Nutzer eine Restzeit berechnet.

Für Koch-Backanfänger vielleicht hilfreich.
Die werden dann zwar, wenn es denn funktioniert, immer Anfänger bleiben und "verheiraten" sich mit betreutem Kochen/Backen, aber warum nicht? :so-what:
 

MiroX1808

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Danke @Evaelectric

Ist Dir darüber hinaus bekannt, was das neue Modell noch besser kann? Auf dem Papier bleiben gem. meines ursprünglichen Beitrags hauptsächlich noch "Air Fry" und die 120 Grad Dampf übrig. Schwer zu ermitteln, ob Verbesserungen hinzugekommen sind.
 

Evaelectric

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Mehr weiß ich auch nicht.

Aber ich möchte noch anmerken, dass Bosch sich bei der Funktion Dämpfen + etwas zu weit aus dem Fenster lehnt, indem sie behaupten dass :

"die neue Dampf-Funktion Plus bei einer Temperatur von bis zu 120 °C dämpft"

Mit 120 Grad kann nur ein Dampfdruckgerät dämpfen. Dieses hat eine hermetisch dicht veriegelbare "Türe", wie die DGDs von Miele , oder den altbekannten Schnellkochtöpfen.
Für das schnellere Garen ist hauptsächlich der Überdruck verantwortlich.

Beim Bosch dürfte eine andere Betriebsart die 100 Grad Dampf auf 120 Grad pimpen.
Dann garen Gemüse und Co zwar etwas(!) schneller, aber mit ausschließlich Dämpfen bei 120 Grad hat das nichts zu tun.
 

MiroX1808

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Danke Dir @Evaelectric .

Ich verstehe - wenn nur marginal Zeit eingespart werden kann, dann bleibt im Vergleich zur Edelstahlvariante nicht mehr viel übrig. Zwar scheint die Edelstahlvariante von der Bedienung etwas "altbacken", aber bietet anscheinend unter dem Strich doch mehr Vorteile, wie das Dörren - wollte ich schon immer nutzen.

Auch ist die Edelstahlvariante länger auf dem Markt und ich kann einige Erfahrungsberichte lesen. Diese waren gut bis sehr gut.

Fehlt mir noch noch bei Bosch in Erfahrung zu bringen, welche Programme genau enthalten sind. Da geht man nicht so sehr ins Detail in der Bedienungsanleitung.
 

psy-prog

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Bosch kann eh nicht nur in reinem Dampf garen, da läuft immer das Heißluftgebläse mit. Liegt leider an ihrer Technik. Auch die Dampfmenge ist im Vergleich zu anderen Herstellern deutlich geringer, was sich auch in den Garzeiten widerspiegelt, da sie länger als bei anderen Herstellern sind.
Wenn Dampf würde ich eher AEG empfehlen oder besser Miele /VZug oder Gaggenau
 

Evaelectric

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Nicht falsch verstehen-Ich möchte das neue Gerät nicht schlecht reden.

Müsste ich mich zwischen beiden entscheiden würde ich, wie gesagt vor allem beim niedrigen Einbau, mein Hauptaugenmerk auf die Bedienung richten.

Weshalb die Hersteller keine Listen ihrer Programme online stellen verstehe ich auch nicht.
Bestenfalls steht da "X Programme" womit keiner etwas konkret anfangen kann.

Da muss ich also passen.
Mein Lieblingsprogramm heißt "Pyrolyse " die es leider bei Dampfbacköfen immer noch nicht gibt.
 

psy-prog

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Wie Eva schon schrieb, wäre es empfehlenswert die Bedienkonzepte zu Testen vor Kauf. Bei den AEG -Dampfbacköfen gibt es 3 zur Auswahl. Da das Gerät unten eingebaut werden soll und ganz schwarz wohl nicht so gewünscht ist, wäre dieser 9000 SteamPro® / Dampfbackofen / WLAN-fähig / Dampfreinigung / Edelstahl mit Antifingerprint Einbaubacköfen, -herde und -dampfbacköfen | AEG meine Empfehlung.
Sollte das Augenmerk verstärkt bei Dampf liegen und das Budget erhöht wird, würde ich mir mal Miele anschauen.
 

MiroX1808

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Ist es den schlecht, dass der Bosch nicht "nur" mit Dampf, sondern auch mit Hitze gart? Ich habe soeben entdeckt, dass Miele selbst dies als "besseres Ergebnis" wirbt. Ich würde dies nur gerne verstehen wollen.

@psy-prog Miele, V-Zug und Gaggenau habe ich mir angeschaut, wohlwissend, dass dies das höherpreisige Segment ist. Das würde ich mir beim nächsten Küchenkauf genauer anschauen. Das 2- oder 3-fache habe ich aktuell nicht vorgesehen. Trotzdem Danke!

AEG habe ich mir nochmals angeschaut und mir fällt e schwer zwischen den Modellen zu differenzieren. Deren hauseigene Vergleichsfunktion zeigt meistens, dass es keine Unterschiede gibt... mein zukünftiger Ofen soll sowohl backen als auch dämpfen können - ich würde nicht nur das dämpfen in den Vordergrund stellen. Gibt es noch irgendwelche Anhaltspunkte? Ich tue mir schwer mit dem AEG.
 

psy-prog

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Ist es den schlecht, dass der Bosch nicht "nur" mit Dampf, sondern auch mit Hitze gart? Ich habe soeben entdeckt, dass Miele selbst dies als "besseres Ergebnis" wirbt. Ich würde dies nur gerne verstehen wollen.
Wenn es um's reine Dampfgaren für zB empfindliche Gemüse-Sorten, bei denen der exakte Garpunkt eine Rolle spielt und sensorisch gesehen schon. Im reinen Dampf mit hoher Dampfdichte gibt es quasi keinen Sauerstoff mehr im Garraum und das Gargut kann im reinen Dampf per Kondensation sehr schonend gegart werden. Fügt man nun extern noch Hitze dazu, wird nun der Kondensatotionsprozess beeinträchtigt. Dies soll längere und ungenauere Garzeiten zur Folge haben.
Dies natürlich nicht zu verwechseln mit Braten oder Backen mit Feuchteunterstützung.

Ja, die AEG-Homepage ist leider ein wenig naja. Deshalb war ja der verlinkte meine Empfehlung in Edelstahl. Die anderen 2 in Edelstahl haben dann eine Volltouch-Bedienung, funktional eigentlich kein Unterschied. Wie gesagt, sollte man am besten Testen.
 

MiroX1808

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Ich verstehe, vielen Dank dafür. Ich muss überlegen, welchen Kompromiss ich dabei eingehen muss. Mir persönlich gefallen die Bosch-Geräte noch besser als das Gerät von AEG, weil dieser mir noch wenigen Informationsgrundlage liefert als die anderen beiden. Daher sind Eure Rückmeldungen hier Gold wert.

Aus der Ferne finde ich die Bedienung beim AEG gut, beim neuen Modell von Bosch sogar noch besser. Das Bratenthermometer macht für mich bei Bosch einen besseren Eindruck, da sich dieser im Garraum befindet, beim AEG außerhalb, hinter der Dichtung - finde ich komisch auf Dauer. Beim Backen verlässt sich der Bosch auf die Lambdasonde, der von AEG wieder auf das Bratenthermometer. Letzteres gefällt mir nicht so. Gutes Gemüse hätte ich aber schon. Beide wären für mich persönlich ein Fortschritt, da es aktuell der schlichte Kochtopf noch ist. Was will ich sagen: der AEG gibt mir noch kein "gutes Gefühl", was aber nicht heißen muss, dass er es nicht wird.
 

MiroX1808

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Nachtrag: Das Modell Siemens HS658GXS7 scheint sich zwischen den beiden Modellen von Bosch sich zu positionieren, oder? Das scheint auch etwas länger auf dem Markt zu sein - aber die neuen Modelle haben keinen Backsensor mehr.

Hinsichtlich Dampf die gleiche Heizart für das Dämpfen wie Bosch?

Falls Ihr noch mehr zum AEG wisst - gerne her damit.
 
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