Pro & Contra Granitplatte gesucht - Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Teilaspekte zur Küchenplanung" wurde erstellt von blonderine, 4. Sep. 2007.

  1. blonderine

    blonderine Gast


    So, nochmal ich ;-)

    Da wir uns bis Samstag entscheiden müssen, wäre ich um jeden Rat dankbar.

    Mein Berater hat mir eine Granitplatte zum Aufpreis von ca. 500 EUR angeboten.
    Keine Frage, das sieht suuuuuuuper aus, nur ist es wirklich sooo toll wie man das auf den ersten Blick sehen kann?!

    Es würde sich um eine fast schwarze handeln und ich habe wirklich ziemlich Bedenken dass ich mich demnächst eher mit der Reinigung der Arbeitsplatte bemühe als in der Küche vielleicht doch mal zu kochen.

    Andererseits gehe ich davon aus, dass die Platte wohl fast die Möbel überleben wird, oder?!

    Möchte zwar ne Küche haben, die richtig stylish aussieht - aber auf der anderen Seite sollte sie auch funktionell sein, da ich jemand bin der in der Küche arbeitet und nicht davor sitzt um sie anszugucken, wenn Ihr versteht was ich meine.... :-)

    Danke für Eure Tips / Erfahrungen.

    Gruß,
    blonderine

    PS: Ja, der Preis ist wohl tatsächlich möglich, obwohl es sich um 3cm dicken "Voll"granit handelt.
     
  2. biggimaus

    biggimaus Mitglied

    Seit:
    29. Juli 2007
    Beiträge:
    45
    Ort:
    in der schönen Eifel
    Hallo Blonderine,

    um etwas zur Qualität des Steins sagen zu können brauchen die Experten hier sicher eine nähere Bezeichnung de Steins.

    Ich persönlich finde schwarz nicht schön und man sieht es sooo oft (helle Küche, schwarzer Stein, ein Einheitsbrei *gaehn*). Es ist mir zu dominierend, dann sieht man vor lauter schwarz die schöne Küche nicht mehr.

    Dunkle Granite sind sicher unempfindlicher als helle, es sei denn, es ärgert Dich öfter mal Staub zu wischen.
    Den Staub siehst Du natürlich viel besser auf schwarz (für mich wäre das nicht so ideal da ich mein Mehl selber mahle und der feine Staub legt sich schnell überall hin ::-)).

    Was die Säureempfindlichkeit anbelangt muß man bei einem Naturstein immer ein wenig aufpassen und nach getaner Arbeit die Platte sofort von der Säure befreien. Granitplatten haben den Vorteil auf Hitze relativ unempfindlich zu reagieren und man kann auch mal einen Topf abstellen. Einen großen Vorteil sehe ich auch darin das man die Geräte und Spülbecken flächenbündig bzw. unterbaumäßig einbauen kann, das sieht super aus.

    Was die Farbe anbelangt ist es eine große Geschmacksache und letztendlich muß Du Dich in Deiner Küche wohlfühlen.
     
  3. schnen

    schnen Gast

    Hallo Granitfans

    Ich stehe derzeit auch vor der Entscheidung Granit oder nicht. Werde mich wahrscheinlich wegen der Optik auch dafür entscheiden. 500€ erscheinen mir als Aufpreis sehr günstig. Meine Küchenberaterin meint: Lieber keinen Granit als einen billigen! Los gehts bei ab ca. 250€/mtr. ohne Verlegung! Die Argumente: Billiger Granit wäre zu porös und damit anfällig gegen eindringende Flüssigkeiten.
    Wegen den versenkt einbaubaren Spülen bzw. Kochfeldern folgendes: Von versenkten Kochmulden rät unsere Küchenberaterin ab: Es gäge da Dichtungsprobleme zwischen Granit und Kochfeld, und auch das reinigen der Fuge wäre nicht ohne Probleme! Beim Einlassen der Spüle sieht meine Frau die Gefahr, dass man mal mit einem schweren Topf o.ä. an die Granitkante stößt und diese beschädigt!

    gruß aus der Pfalz, norbert
     
  4. martin

    martin Moderator

    Seit:
    23. Jan. 2006
    Beiträge:
    9.409
    Ort:
    Barsinghausen
    Hallo,

    es ist richtig: Billig-Natursteine, meist aus China, haben häufig schlechtere Eigenschaften als die Original-Provenienzen.

    Bei fachgerechtem Einbau gibt es mit flächenbündigen Kochfeldern in Naturstein keinerlei Dichtigkeitsprobleme. Eine sauber und mit hochwertigem Silicon ausgeführte Fuge macht beim Reinigen nicht mehr, sondern eher weniger Arbeit als ein "gerahmtes" Kochfeld.

    Die Gefahr, dass der Topf beschädigt wird, ist größer !
     
  5. mart

    mart Spezialist

    Seit:
    29. Aug. 2007
    Beiträge:
    455
    Hallo!

    Ich kann Martin's Statement nur untermauern!

    Zum Thema schwarzer Granit ...
    Das ist Ansichtssache.
    Ich hatte neulich eine Meinung gehört wo die Frau meinte sie nimmt lieber eine Oberfläche wo man den Schmutz sieht weil sie ihn dann eher weg macht.
    Weil defakto ist, z.B. feiner Mehlstaub, auch auf einem hellen Granit ... gesäubert werden muss diese also auch - Ansichtssache :-)
     
  6. Steinhansel

    Steinhansel Mitglied

    Seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    14
    AW: Re: Pro & Contra Granitplatte gesucht - Erfahrungen?

    Schwarze Granite und ehrliche Politiker gibt es nicht.

    Es handelt sich i. d. R. um Gabbros oder Basneue. Aber wer schon einmal ein schwarzes Auto hatte kennt die Staubkornproblematik. Ein Anorthosit, wie Labrador dunkel wäre da optisch wesentlich unempfindlicher. Allen gleich ist die´Beständigkeit gegenüber Lebensmittelsäuren (außer Chinamist Black Pearl, G684). Bei Salzsäure (Katzenwürgereste) oder Flußsäure (Felgenreiniger für Alufelgen) müssen fast alle Steine passen. Verdünnte Phosphorsäure macht auch nichts.

    Ein Haushaltprodukt haut jedem Stein den Glanz weg. Backofenreiniger enthalten oft Kalilauge. Da geht auch ein Compacstone in die Knie.


     
  7. missjenny

    missjenny Mitglied

    Seit:
    13. Jan. 2009
    Beiträge:
    922
    Ort:
    eigentlich linker Niederrhein (landschaftlich eins
    AW: Re: Pro & Contra Granitplatte gesucht - Erfahrungen?

    Ich hab übrigens die Erfahrung gemacht, dass es zwei Arten von Staub gibt:

    hellen auf dunklen Oberflächen und
    dunklen auf hellen Oberflächen.....

    und beides nervt!!

    jenny
     
  8. Amistad

    Amistad Mitglied

    Seit:
    27. Jan. 2009
    Beiträge:
    26
    AW: Pro & Contra Granitplatte gesucht - Erfahrungen?

    Versenktes Induktionsfeld:

    gestern habe ich dies zum 1. Mal in natura - allerdings miserabel ausgeführt - gesehen und konnte es mir (wenn fachlich perfekt ausgeführt) als sehr edel und schön vorstellen.

    Mein Mann allerdings ist der Meinung, dass
    1. das Silikon zur Abdichtung der Fuge nach einiger Zeit porös bzw. neu und dadurch durchlässig / undicht wird oder sich von den Rändern löst und
    2. gibt es ja trotzdem eine kleine Kante zum Stein (wird diese eigentlich abgeschrägt?) und an dieser Kante könnte man unter Umständen zB mit dem Topfboden stoßen und damit die Kante beschädigen.

    Mein Mann bevorzugt derzeit ein gerahmtes Feld.
    Ich benötige Argumente - hat da jeman(n)d *gaehn* Erfahrungen?

    LG Amistad
     
  9. martin

    martin Moderator

    Seit:
    23. Jan. 2006
    Beiträge:
    9.409
    Ort:
    Barsinghausen
    AW: Pro & Contra Granitplatte gesucht - Erfahrungen?

    Wenn Du es in einer Ausstellung im Studio gesehen hast: dort wird so eingebaut, dass das Kochfeld ohne Schaden auch anderweitig einsetzbar ist, was eben auf Kosten der Schönheit geht.

    Porös wird hochwertiges Silicon mit Sicherheit nicht. Gegen Lösen hilft Primer und erneuern kann man eine Siliconfuge ebenfalls. Aus Erfahrungswerten: durchschnittlich Lebensdauer der Siliconfuge deutlich > 10 Jahre.

    Bei fachgerechter Ausführung des Ausschnittes wird die Kante ganz leicht "gebrochen". Das Silicon wird flächenbündig zu Stein und Kochfeld eingebracht. Eine Stoßkante entsteht bei sorgfältiger Montage nicht. Stoßkanten können nur entstehen bei schlampiger Montage, schlecht gefertigten Steinplatten oder der Verwendung von minderwertigem Silicon.
     
  10. Amistad

    Amistad Mitglied

    Seit:
    27. Jan. 2009
    Beiträge:
    26
    AW: Pro & Contra Granitplatte gesucht - Erfahrungen?

    DANKE!
    LG Amistad
     
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