Küchenkauf im Möbelhaus

DimoPe

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Wir sind nach einigem hin und her aufgrund der Farbkombination FMA L212U Sandgrau/FIO L096U Muschelweiß bei Schüller gelandet. Nur arbeitet unser Küchenstudio nicht mit diesem Hersteller zusammen. Letzte Woche waren wir bei Segmüller und heute habe ich die Verkaufsunterlagen erhalten. Seltsamerweise steht dort nicht Schüller, sondern Sormani 2023. Laut KFB ist das eine Eigenmarke, hinter der Schüller steht. Mir erscheint das etwas merkwürdig. Beim Verkaufsgespräch haben wir uns die Blum Scharniere und Schüller-Fronten angeschaut. Wenn ich jetzt unterschreibe, wie kann ich bei einer "Eigenmarke" sicher sein, was ich geliefert bekomme? Vor allem steht im Vertrag etwas von Schubladen und Türen mit Dämpfern. Gibt es überhaupt eine Küche ohne Dämpfer? Ich frage mich, warum man das überhaupt auswählen kann. Was wurde noch ausgewählt, was eine mögliche Auswirkung auf die Qualität haben kann, die ich erst nach Lieferung und Montage feststelle? Vielleicht bin ich zu paranoid, es handelt sich schließlich um ein großes Möbelhaus. Es kommt mir aber irgendwie seltsam vor. Was haltet ihr davon?
 
Laut Internetseite verkaufen die auch Küchen von Schüller , unabhängig von der Eigenmarke und was dahinter stecken möge. Ich würde, wenn ihr das so klar kommuniziert habt, keine Küche von Sormani akzeptieren. Bzw ich wäre erst garnicht in so ein Geschäft gegangen.
 

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(edit: bdl2k war schneller. Ich war in gleichem Sinn nur geschwätziger ;-))

Segmüller kann Dir unter seinem Eigenlabel "Sormani" erstmal jede Küche verkaufen. Ziel des Großhändlers dabei ist, Dir die Vergleichbarkeit zu erschweren (Sormani gibt es woanders nicht und Du bist ja gerade am 'forschen', was das wohl sein könnte...). Außerdem kann er Schüller , die wohl derzeit tatsächlich dahinter stehen, jederzeit durch einen anderen Hersteller ersetzen, ohne sein Marketing-Konzept zu ändern: "Sormani 2024" kònnte dann z.B. auch Häcker sein. Damit setzt er den Hersteller unter Druck (Motto: Pass auf mein Freund, Du bist hier nicht gesetzt). Am Liebsten sind ihm Kunden, die das gar nicht hinterfragen oder sogar noch glauben, eine italienische Designerküche kredenzt zu bekommen (das ist eine persönliche Unterstellung von mir ).

Interessanterweise kann es Dir theoretisch sogar passieren, dass Du, selbst wenn der KFB postuliert, es wäre wohl eine Schüller-Küche (er will ja den einen oder anderen 'Schlaumeier', der nach so unwesentlichen Fakten wie Hersteller fragt, auch nicht gleich verlieren), trotzdem irgend eine andere Küche bekommst. In Deinem Vertrag ist Schüller mit keinem Wort erwähnt, da bin ich mir rel. sicher...

Ich wäre dort weg (war bei mir vor drei Jahren bei einem anderen Flächenhändler ähnlich) und wäre beim nächsten soliden kleinen Küchenhändler, der mir sagt, was ich kriege, das sogar noch aufschreibt und eine solide Preiskalkulation als Verhandlungsbasis bietet. Ab da fing es für mich damals an, Spaß zu machen.

...und lass mich raten: Du sollst Deinen Vertrag bestimmt noch in dieser Woche wegen irgend eines verschwurbelten Neujahrs-Rabatts unterschreiben...
 
Zumal Schüller mehrere Linien fährt und die von bdl2k genannte Next125 die hochwertigste ist, aber vermutlich nicht hinter Sormani steckt.
 
Man kann sich auch bei Eigenmarken sicher sein, was man bekommt. Farbbezeichnungen, Dekore, Griffe etc sind eindeutig in Kaufvertrag aufgeführt. Wenn du das so unterschreibst, kriegst du das auch so.

Nur weil ein anderer Name dran steht ist es kein minderwertiges Produkt. Mit dieser Logik würden Aldi, Rewe und Co. ja auch keine einzigen ihrer Eigenmarken verkauft kriegen. Da weiss du auch nicht was heute drin ist und was morgen drin ist.

Umgekehrt klappt das übrigens auch hervorragend. Bekannte nahmhafte Marken wechseln durchaus auch mal den Hersteller und keinen interessierts. Alno Küchen werden ja auch nicht mehr von Alno produziert.
 
@US68_KFB

Es geht ja erstmal nicht um die Qualität. Aber wenn ich in den Rewe gehe und nach Landliebe Milch frage will ich keine ja!-Milch, auch wenn es laut Verkäufer von der selben Kuh kommt.
 
Man kann sich auch bei Eigenmarken sicher sein, was man bekommt. Farbbezeichnungen, Dekore, Griffe etc sind eindeutig in Kaufvertrag aufgeführt. Wenn du das so unterschreibst, kriegst du das auch so.
Natürlich. Nur würde ich den zusätzlichen Aufwand, anhand von Farbcodes, Dekorbezeichnung und Griffen nach dem dahinter stehenden Hersteller zu fahnden, gern mir und jedem anderen interessierten Käufer ersparen. Auch der, den das alles nicht interessiert, bekommt am Ende selbstverständlich eine Küche. Meine Mutmaßung ist jedoch, dass dies nicht die Klientel ist, die hier um Rat fragt.
 
Die Bezeichnungen der Griffe und Farben im Vertrag stimmen mit denen im Schüller -Katalog überein, zum Beispiel "FMA Filottrano Matt L212U Sandgrau matt AFP" und "950 Griffleiste in Edelstahlfarben". Diese sind jedoch nicht standardisiert, oder? Die 950 Griffleiste von Schüller könnte eine ganz andere Geometrie als die 950 Griffleiste von Sormani haben. Oder sehe ich das falsch?
 
Laut Raster und Korpushöhe kann es sich nur um eine C5 handeln, vorausgesetzt, der Hersteller ist tatsächlich Schüller.
 
Die Griffleiste hängt an der Front und die Front ist am Korpus. Das wird schon alles von Schüller sein. Die Frage ist ob du noch andere Möbel hast die von günstigeren Serien/Herstellern stammen könnte und ob es dich stört, dass du eine Sormani-Küche hast.
 
Aber wenn ich in den Rewe gehe und nach Landliebe Milch frage will ich keine ja!-Milch, auch wenn es laut Verkäufer von der selben Kuh kommt.
Lol, ja schönes Beispiel. Werde ich mir merken.

Leider ist die Praxis im deutschen Möbelhandel eben doch anders. Es gibt große Einkaufverbände mit eigenen Marken und es gibt die Händler, wiederum mit eigenen Marken. Auch als Verkäufer hat man es da nicht so leicht. Selbst wenn man dem Kunden offen gegenüber den Hersteller nennt, wird immer etwas Argwohn bleiben. Als Verkäufer ist es dir im Normalfall nicht gestattet über die Markenkonstrukte deines Arbeitgebers zu sprechen und Hersteller zu nennen. Dein Ansprechpartner im Schadensfall ist nunmal der Händler und nicht der Hersteller.

Wenn dein Iphone kaputt ist, gehst du ja auch zuerst zur Telekom oder dem entsprechenden Händler, danach zu Apple, aber auf keinen Fall zum Herstellern Foxconn in China.
 
Wenn dein Iphone kaputt ist, gehst du ja auch zuerst zur Telekom oder dem entsprechenden Händler, danach zu Apple, aber auf keinen Fall zum Herstellern Foxconn in China.
In diesem Fall ist Apple der Hersteller. Foxconn o.ä. sind nur Auftragsfertiger.

Aber: der Händler ist Ansprechpartner für die Gewährleistung . Für die Garantie kann er ebenfalls Ansprechpartner sein, muss aber nicht - je nachdem wie das der Hersteller gerne möchte (der ja auch die Garantie gibt).
 
Genau, Apple, Tesla und Dyson würde ich immer online direkt beim Hersteller kaufen. Ich sehe absolut keinen Grund, warum ich Geld in externe Vertriebskanäle pumpen sollte. Das Geld kommt sowieso aus meiner Tasche, dann gebe ich es lieber an Hersteller, die bewiesen haben, dass sie in Innovation und Qualität investieren können und wollen. Für diejenigen, die es brauchen, gibt es dann Showrooms. Ich selbst benötige so etwas nicht, weder beim Auto noch beim Handy.

Ich sehe auch nicht ein, warum es beim Küchenkauf anders sein sollte. Gäbe es einen einzelnen deutschen Hersteller, der direkt an den Endkunden verkauft, würde ich ohne zu zögern bei ihm einkaufen, selbst wenn ich dafür mehr ausgeben müsste. Die 1000 Euro für die Beratung und die 2.000 Euro für den Aufbau, die ich bereit bin zu bezahlen, würden dann selbständigen KFB und Handwerkern zur Verfügung stehen.

Leider ist die gesamte Branche, genau wie die Sanitärbranche, in der Steinzeit steckengeblieben. Aber die Marktwirtschaft duldet keine Ineffizienzen auf Dauer. Irgendwann holen ausländische Firmen wie Ikea in puncto Qualität auf, und die Hälfte der Hersteller steht vor der Wahl, sich zu ändern oder Platz zu machen.
 
Ich glaube Alma ist ein Hersteller, der über eigenen Küchenstudios vertreibt. Team7 verkauft auch über eigene Stores. Ob das besser/günstiger/usw. ist, kann ich nicht sagen.
 
Das hätte wahrscheinlich meine erste Frage im Forum sein sollen :-) Bei Team7 waren wir ganz am Anfang. Wunderschöne Küchen, vor allem die einzigartigen Granitplatten. Leider gab es im Studio nichts unter 50.000 Euro, was das Doppelte unseres Budgets ist. Über Alma habe ich nie etwas gehört und finde sie auch nicht im Herstellerranking. Wie sind Planung und Bestellprozess bei denen organisiert? Ich sehe keine Softwarelösungen auf ihrer Webseite. Sowohl Carat als auch Eopus waren eindeutig, dass sie keine Lizenzen an Privatpersonen verkaufen.

Vielleicht sollte ich einfach unentgeltlich ein Proxy-Studio eröffnen, um Leuten wie mir den semi-direkten Zugang zu Software und Herstellern zu ermöglichen. Vielleicht mache ich das, wenn ich eines Tages in Rente gehe, falls das Thema dann immer noch aktuell ist.
 
Man kann sich auch bei Eigenmarken sicher sein, was man bekommt. Farbbezeichnungen, Dekore, Griffe etc sind eindeutig in Kaufvertrag aufgeführt. Wenn du das so unterschreibst, kriegst du das auch.
Das stimmt absolut. Ich habe selber auf der Großfläche im Verkauf angefangen und die Strukturen sind in sämtlichen Mödelhäusern ähnlich.

(edit: bdl2k war schneller. Ich war in gleichem Sinn nur geschwätziger ;-))

Segmüller kann Dir unter seinem Eigenlabel "Sormani" erstmal jede Küche verkaufen. Ziel des Großhändlers dabei ist, Dir die Vergleichbarkeit zu erschweren.
Das ist der wesentliche Sinn der dahinter steht und nichts anderes.
Wenn dir ein Verkäufer jetzt den richtigen HST nennt, verletzt er seinen Vertrag welcher mit einer hohen Geldstrafe verbunden ist.
Oftmals haben Eigenmarken aber auch in anderen Möbelbereichen noch andere Varianten die es im normalen Sortiment so nicht gibt des Herstellers.
Da gibt es z.b dann auch exklusive Fronten bei Küchen oder andere Stoffbezüge bei Polstermöbel und und und.

Außerdem kann er Schüller, die wohl derzeit tatsächlich dahinter stehen, jederzeit durch einen anderen Hersteller ersetzen, ohne sein Marketing-Konzept zu ändern
Und genau das ist hier absolut nicht richtig.
Oftmals findet man in den Küchenunterlagen die im Möbelhaus ausliegen den richtigen Hersteller.
Ich meine nicht die Handbücher, sondern die kleinen Bücher welche umgelabelt wurden wo alles über Fronten, Griffe, Apl etc drinsteht. Auf der letzten Seite steht im Impressum meisten ein direkter Hinweis auf den Hersteller.
 
in der Steinzeit steckengeblieben

Wie die meisten Kunden allerdings auch. Die Branche ändert sich mit der Kundschaft.
Wenn Carat irgendwann 20.000 Lizenzen an Endkunden verkaufen kann rollt bei denen ja richtig der Euro und ich glaube nicht, dass sie sich dem verschließen würden. Leider keine Nachfrage. :so-what:

Ikea und Apple sind auch keine Hersteller sondern Vermarkter. Sie lassen produzieren.

Foxconn – Wikipedia
 
Ich verweise mal auf's BGB, dass Händler verpflichtet dazu sind, auf Nachfrage den Hersteller der Eigenmarken zu nennen. Ich selbst vertreibe Elementa -Küchen und irgendwas von Vertragsverletzung wenn man den Hersteller preisgibt ist schlichtweg Blödsinn. Zudem es idR bei den Eigenmarken der Küchenindustrie gar nix exklusives gibt, es ist meist 1 zu 1 das Serienprodukt. Alles andere wäre für die Industrie auch völlig unrentabel.
Und ja, solche Konstrukte sind Reaktionen auf den Markt, siehe auch sämtliche andere Einzelhandelsstrukturen
 
Naja, ob das nun Blödsinn ist... keine Ahnung. In einem alten Arbeitsvertrag von mir gibt es dazu tolle Klauseln.
Ich selber habe daraus auch nie ein Geheimnis gemacht, dann muss man sich auch nicht irgendein sch... einfallen lassen.
Zumindest spricht es aber für den Verkäufer wenn dieser damit dem Kunden gegenüber offen umgeht finde ich.
 

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