Geschirrspüler – Miele kapituliert nach 1 1/2 Jahren

Dieses Thema im Forum "Elektro" wurde erstellt von Thomas H, 17. Mai 2015.

  1. Thomas H

    Thomas H Mitglied

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    26. Mai 2013
    Beiträge:
    10

    Liebe Forumsmitglieder,
    da wir keinen vergleichbaren Thread gefunden haben und ziemlich ratlos sind, versuchen wir es nun mal mit einem eigenen Beitrag, den wir hoffentlich an der richtigen Stelle platzieren.

    Wir haben uns im Dezember 2013 nach langer Suche einen Miele G 6587 SCVi XXL K2O-Geschirrspüler gekauft, nachdem unser Uralt-Küppersbusch-Modell aus einer längst entsorgten Billig-Einbauküche seinen Geist aufgegeben hatte. Unabhängig davon, dass wir „erschrocken" waren, wie wenig im Vergleich zu unserem alten Modell hineinpasste, hatten wir jedoch von Anfang an Probleme mit der Reinigungsleistung. Obwohl wir Pulver, Salz und Klarspüler getrennt voneinander verwenden und das Gerät auch auf den sehr extremen Härtgrad (26 °dH!) unseres Wassers einstellen lassen haben, wurden Gläser immer schlierig, fleckig und zunehmend milchiger. Nach zahllosen Miele-Kundendienstbesuchen mit und ohne Meisterbeteiligung (bei denen man auch feststellte, dass nicht einmal der Innenraum der Maschine wirklich sauber wurde), Nachjustierungen etc. ist Miele nun (ohne besonderen Druck unsererseits) zu dem Schluss gekommen, unseren Anforderungen nicht gerecht werden zu können und das Gerät nach 1 1/2 Jahren anstandslos zurückzukaufen. Nicht etwa, dass man uns einen Austausch vorgeschlagen hätte – lediglich schlug man uns vor, uns im Bereich der semiprofessionellen Maschinen umzusehen...!? Wir stehen nun vor dem großen Problem, dass wir überall nur hören, dass niemand diese Probleme hätte, Miele die besten Reinigungs. und Trocknungsergebnisse – noch dazu in der Preisklasse – erziele und wir nicht wissen, wie wir zu einem für uns funktionierenden Geschirrspüler kommen sollen. Bislang waren wir mit allen Miele-Gräten (Waschmaschine, Trockner, Staubsauger) immer hochzufrieden und hatten in über 10 Jahren noch nie Reparaturen daran und nun das!

    Zur Investition und zu den Folgekosten eines Profigeräts fehlt uns die Bereitschaft und daher hoffen wir, hier vielleicht einen brauchbaren Tipp zu bekommen. Haben wir vielleicht doch ein „Montagsmodell" gehabt, sollten wir über eine Hausentkalkungsanlage nachdenken – und wenn ja, über welche? Wir sind ein Zwei-Personenhaushalt, kochen sehr viel und haben auch oft Gäste. Wegen der langstieligen Gläser und vieler großer Teller haben wir uns bewusst für das XXL-Gerät entschieden. Hier wurden unsere Erwartungen auch erfüllt – nur sauber hätten wir das alles gern.

    Herzlichen Dank im Voraus an alle, die uns auch nur mit den kleinsten Hinweisen weiterhelfen.
     
  2. JOstertag

    JOstertag Spezialist

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    2. Aug. 2011
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    423
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    Münsingen
    Hallo,

    zuerstmal noch ein paar Fragen zum Verständnis:

    Habt Ihr eine grifflose Küche?

    Haben die Gläser farbig schillernde Schlieren bekommen?

    Mit welchen Programmen habt ihr denn überwiegend gespült?
    Wurde täglich gespült?
     
  3. Thomas H

    Thomas H Mitglied

    Seit:
    26. Mai 2013
    Beiträge:
    10
    Hallo,
    erst einmal vielen Dank, dass sich tatsächlich jemand Gedanken zu unserem Problem macht. Wir antworten mal der Einfachheit halber mit Hilfe von Zitaten:

    Habt Ihr eine grifflose Küche?
    Ja.

    Haben die Gläser farbig schillernde Schlieren bekommen?
    Nein, die nicht. Aber von milchig verlaufenen Schlieren bis zu Tropfnasen an den Rändern und Flecken auf dem Besteck war sonst alles dabei.

    Mit welchen Programmen habt ihr denn überwiegend gespült?
    Meist Automatik.
    In der „Probierphase" auf Bitten des Kundendienstes auch andere Programme, in denen es dann aber noch schlimmer wurde. Am Ende hatte der Kundendienst das Gerät schon so umprogrammiert, dass wir vermutlich Energieeffizienzklasse E hatten – alles ohne Erfolg.

    Wurde täglich gespült?
    Nein. 2-3 Mal pro Woche.

    Heute hat Miele übrigens angerufen, dass Sie morgen abholen...
     
  4. Mela

    Mela Premium

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    28. Jan. 2012
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    7.295
    Bei Stiftung Warentest wurden im Aprilheft Geschirrspülmaschinen getestet.
     
  5. racer

    racer Team

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    Münster
    Grundsätzlich, ist das zwar sehr schade, dass das Gerät nicht die gewünschten Ergebnisse produziert, dennoch muss ich natürlich sagen, dass die Vorgehensweise der Firma Miele wohl als hochanständig zu bezeichnen ist (vorausgesetzt Sie ersetzen den Neuwert) Es gibt genügend andere Markenhersteller für Geschirrspüler. Sollte es somit ein Montagsgerät gewesen sein, könnt ihr es einfach mit einem anderen Miele Gerät versuchen. Sollte Miele jedoch sagen, dass das Gerät (nach mehrmaliger Prüfung) bestimmt keine Macken hat, macht es wohl Sinn einen anderen Hersteller zu versuchen... Sollten auch die alle die gleichen schlechten Ergebnisse produzieren, bleibt wohl nur das abwaschen von Hand... oder das Nachpolieren... je nach dem was mit weniger Arbeitsaufwand verbunden ist. In dem Fall sind die Ursachen dann aber bestimmt bei der Wasserqualität zu suchen, da sollte man mal ein Wort mit dem Anbieter reden...

    es ist jedoch davon auszugehen, dass eure Nachbarn das gleiche Wasser bekommen, auch ist wohl davon auszugehen, dass eure Nachbarn ebenfalls einen Geschirrspüler betreiben.. stellt sich die Frage, welches Modell benutzen eure Nachbarn bei welchem Spülergebnis ? und... auf welchen Härtegrad haben eure Nachbarn den GS eingestellt.. ? Vielleicht liegt ja genau da das Geheimnis ?

    mfg

    Racer
     
  6. Thomas H

    Thomas H Mitglied

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    26. Mai 2013
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    10
    Tja, wir sehen es ähnlich wie racer. Tatsächlich hat es uns verblüfft, dass Miele das Gerät nicht ausgetauscht, sondern den ursprünglichen Kaufpreis voll ersetzt hat. Aus diesem Grund haben wir uns nun auch erst einmal mit dem Thema Wasser beschäftigt und wissen nunmehr, dass wir hier sogar den Härtegrad 28 haben und sich daran – den Stadtwerken zufolge – auch nichts ändern wird. Wir haben nun unseren Sanitärbetrieb um eine Beratung bezüglich einer Wasserenthärtungsanlage für das Haus gebeten und werden davor wohl erst einmal gar nichts unternehmen. Alle Nachbarn hier haben hier die gleichen Probleme mit dem Wasser wie wir, nur sind wir - von denen, von denen wir es wissen – wohl so ziemlich die ersten, die so eine top-energieeffiziente Spülmaschine gekauft haben. Dass es damit (wenig Wasser, niedrige Temperaturen) haufenweise Probleme gibt, hat uns auch der Kundendienst bestätigt. Mit unserer alten Maschine hatten wir diese Probleme ja auch nicht. Auf dem heutigen Abholbeleg stand allerdings die Anweisung an den Spediteur, das Gerät nicht zur Überprüfung abzuliefern, sondern zu entsorgen! Also doch ein Hinweis auf ein „Montagsmodell"?! Mal sehen.

    Und danke an Mela, den Testbericht aus dem April/Mai haben wir auch gefunden und werden den vielleicht auch berücksichtigen. Obwohl wir da auch nie so recht wissen, wie objektiv das wirklich so alles ist.

    Irgendwie war es ja ein wenig unsere Hoffnung, hier zufällig jemanden zu finden, der ein ähnliches Problem gehabt hat. Wenn wir es mal positiv ausdrücken, ist es ja wohl gut, dass dem nicht so ist, denn das muss uns dann vielleicht doch nicht gleich vollumfänglich an der Qualität aller Miele-Geschirrspüler zweifeln lassen, sondern spricht doch eher für (bzw. gegen) unser Wasser oder einmalig Pech mit einem Gerät.
     
  7. martin

    martin Moderator

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    Objektiv sind die Tests der Stiftung schon, nur die Bewertungskriterien sind, vorsichtig ausgedrückt, bisweilen fragwürdig und an der Haushaltspraxis vorbei.
     
  8. Keita

    Keita Mitglied

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    Dass das Altgerät der Verwertung zugeführt wird, spricht eher dafür dass die Ursache nicht im Gerät zu suchen ist. Und da das Miele-Werk mit dem Gerät nichts anfangen kann, wird's eben entsorgt ;-)
     
  9. racer

    racer Team

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    Münster
    nun ja, Miele wird die Fertigungskosten des Geräts kennen und daher sicherlich den Aufwand der Instandsetzung nicht in Betracht ziehen...

    wenn Geräte mit höherem Wasserverbrauch das Problem nicht haben, was spricht dann dagegen, ein solches Gerät anzuschaffen ? Selbst wenn das Gerät 5 oder sogar 10 Liter mehr Wasser pro Spülgang gebrauchen sollte, wäre es wohl immer noch wirtschaftlicher als jede Handwäsche (bei gleicher Menge Geschirr) und der Preis für den Wassermehrverbrauch kann eigentlich auch nicht das Argument sein... bei Strom würde ich glatt den Taschenrechner bemühen, aber für Wasser ? Wenn man damit ein ökologisches Problem haben sollte, muss man halt mehr auf den richtigen Reiniger achten, oder weniger davon benutzen... aber sagen wir es mal so, ein Tap bleibt ein Tap egal ob in 5 Liter Wasser oder in 15 Liter...

    mfg

    Racer
     
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