Dampfbackofen ja oder nein

Teryen

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Hallo zusammen,

Wir stehen vor der Entscheidung Dampfbackofen oder Backofen mit Pyrolyse .
Wir haben mit beidem keine Erfahrungen und fragen uns natürlich was bringt uns das.

Ausser Kartoffeln und seltener Kürbis koche ich kein Gemüse im Wasser oder Dampf. (Klebreis darf ich nicht vergessen)
Gemüse mag ich als Curry (indisch, thai...), asiatische Gemüsepfannkuchen, oder sonstige asiatische Gerichte. Nirgends wird da gedämpft. Da wird mit vielen Gewürzen und Kräutern gebraten.
Nun frage ich mich, lohnt sich für mich diese Anschaffung?
Der Klebreis wird sicher besser im Steamer, Dumplings (gedämpfte und gefüllte Brötchen) wären sicher auch toll. Regenerieren wäre wahrscheinlich der Haupteinsatz. Aber kann man Currys in tiefen Tellern oder in Schalen in vernünftiger Zeit regenerieren?

Dem gegenüber steht die Pyrolyse.
Wir machen gerne Hühnchen im Backofen. Die Reinigung ist dementsprechend mühsam. Aber wir kennen nichts anderes. Wir machen auch gerne Pizza (selbstgemachte), da ist mehr Hitze besser als die 230° von Dampfbacköfen.

Wir sind ein wenig ratlos und von der Vielfalt auch überfordert.
Es wäre einfach schade soviel Geld auszugeben nur um die Mikrowelle zu ersetzen.

Gruss Teryen
 
Ich habe beide Gerätetypen und koche gerne, oft und quer über die Weltküche - eher würde ich auf dem Dampfbackofen verzichten. Begründung:
- es ist kein Ersatz für die Mikrowelle (Zeitbedarf und Putzaufwand ungleich höher, auch wenn das Ergebnis von „Regenerieren“ wirklich toll ist)
- Ich möchte ab und zu eine gute Pizza backen, da brauche ich si viel Hitze wie möglich
- Pyrolyse ist genial, ich möchte die ätzende Chemikalien die man sonst bräuchte nicht im Haus haben aber ein widerlicher Backofen will ich auch nicht
 
Wenn dämpfen sich nur auf dumplings bezieht, ist der combidampfbackofen eher nicht für euren Gebrauch die perfekte Wahl
 
Dein Kochverhalten klingt auch für mich deutlich mehr nach BO mit MW und Pyrolyse als nach DGC.
Und sollte es mal etwas Dampf brauchen, kann man immer noch ein flache Schale mit Wasser auf den Boden stellen.
 
Ich habe früher mit einem Tiger Reiskocher gekocht, ohne Induktion . Ich habe zur Zeit keine Möglichkeit, mir zusätzlich einen Einbaudampfgarer einzubauen. Ergo habe ich mir ein einfaches, billiges Dampftischgerät gekauft. Der normale Reis (habe keine Erfahrung mit Klebreis) wird viele Male besser als im Reiskocher, regenerieren geht ruckzuck. Vermutlich wird Reis/Klebreis in einem koreanischen Induktionsreiskochen aber auch sehr gut.

Ich habe vor ein paar Jahren dieses Gerät gekauft, in Euro umgerechnet 35. Hab es bis heute nicht bereut. Stromverbrauch ist minimal.

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das einzige Problem ist, dass die Einzelteile nach Gebrauch Platz auf der AP einnehmen, wenn man sie nicht immer oder gleich in den Spüler gibt. Ich benutze max 2 Etagen. Bei Nichtnutzung steht das Gerät in einem Auszug.

Ein BO mit Pyro und Teleskopauszügen ist ein Segen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke erstmal für eure Meinungen.

Was denkt ihr, kann man Essen in gut gefüllten Schüsseln (d22cm, h10cm) Regenerieren?
Man sieht meist mager belegte flache Teller mit Schnitzel, Nudeln und Gemüse (oder Ähnliches).
 
Schon ein normal (flach) belegter Teller braucht beim Regenerieren > 10 Min.
In einer Schüssel, wie beschrieben, würde der Inhalt teilweise übergart.

Ich schließe mich den anderen an: Für deine Kochgewohnheiten wäre ein Ofen mit MW und Pyro besser, wenn es nur ein Gerät sein darf.

Reis, Dumplings und Co kannst du auch in einem Dämpfaufsatz für einen normalen Kochtopf dämpfen.
Im Zweitwohnsitz wo ich kein Dampfgerät habe, mache ich das in einem etwas höheren Topf auch auf zwei Ebenen mit einem Dämpfeinsatz unter dem -aufsatz.
Auch Reis geht in einem Gefäß, das man in den Aufsatz stellt.
 
Ich stand vor derselben Entscheidung. Dampfbackofen ja oder nein. Ich habe mich schließlich für einen Bosch -Backofen der neuen Baureihe mit Dampffunktion (nicht Dampfgaren) und Pyrolyse entschieden (HNG978QB1) und den Kauf keine Minute bereut.

Das Ding ist wirklich genial. Anders kann man das nicht sagen. Die Dampffunktion bezieht sich nur auf das Backen mit Dampfunterstützung. Dampfgaren kann er nicht und ich habe das auch noch nicht vermisst.

Das Backen mit Dampfunterstützung ist allerdings phänomenal! Frische Brote und selbst Aufbackbrötchen oder Baguette werden damit so gut wie frisch vom Bäcker. Die Dampffunktion gibt Feuchtigkeit in den Garraum und die Brote werden dadurch außen perfekt knusprig und innen saftig. So wie's sein soll. :-) Ebenfalls genial ist die "Regenerieren"-Funktion, welche auch alte Brote wieder derartig gut auffrischt, als kämen sie frisch vom Bäcker. Auch Tellergerichte werden nicht nur warm, sondern wieder "taufrisch".

Ansonsten hat das Gerät alles was das Küchenherz begehrt. So ist beispielsweise die Mikrowellenunterstützung beim Garen verschiedener Speisen ein Traum, da sich die Garzeit dadurch stark reduziert, ohne Qualitätseinbußen beim garen. Die Pizzastufe geht bis 270° - super, wenn man einen Pizzastein verwendet. Das mitgelieferte Einsteck-Bratenthermometer funktioniert sogar im Mikrowellenbetrieb. So kann man z. B. Milch auf's Grad genau erhitzen.

Ich habe aber auch das High-End-Modell von Bosch. Da gibt's auch günstigere Modelle, die ebenfalls Pyrolyse und Dampffunktion vereinen. Mein Modell hat auch den Modus "Individuelle Bräunung". Das ist für alle Gerichte, die überbacken werden gedacht, z. B. Pizza oder Lasagne. Da stellt man nur noch den Bräunungsgrad ein und das Gerät schaltet sich ab, sobald der gewählte Bräunungsgrad erreicht ist.

Die Pyrolyse funktioniert ebenfalls sehr gut. Nach zwei Stunden muss der Ofen nur noch ausgewischt werden und ist wieder absolut sauber.
 
Auch ich habe den Kauf meines Backofens jetzt nach einem Jahr bisher keine Minute bereut und habe nochmal andere Kochgewohnheiten als der TE. Der H7440B macht genau was er soll, trotz häufigem Zubereiten von "stehenden" Hähnchen (passen bis ca.1,5kg in diesem Kompaktofen auf dem Rost) und Schweinebraten im bayrischen Bräter habe ich dank perfekt clean die Pyrolyse nicht vermisst, Pizza gefällt mir am besten bei 280° Ober-/Unterhitze mit Crisp-Funktion.
Noch bessere Pizza bräuchte wohl einen noch heisseren Ofen, da gibt es ja Geräte mit 400° und mehr, und einen umso aufmerksameren Koch, der das Gargut nicht hin und wieder ein paar Minuten länger im Ofen lässt.
 
Wir haben uns entschieden, es werden zwei 45er Geräte. Ein Dampfbackofen und ein Backofen mit Pyrolyse, wenn möglich/finanzierbar mit Mikrowelle.
 
Gibt es eigentlich grosse Unterschiede zwischen Miele , Bosch /Siemens , Electrolux und VZug?
Die backen ja alle auch nur mit heisser Luft.
Wenn ich jetzt Brot, Pommes, Pizza machen möchte, ist das Resultat anders? Oder ist es einfach die Bedingungen anders?
Oder wenn ich mit Thermometer Fleisch Niedertemperaturgaren möchte, irgend einen Unterschied?
Braucht man (nutzt man) diese vielen Programme?
Der einzige Unterschied den ich erkenne ist eigentlich "nur" Edelstahl oder Emaille.
 
Die Unterschiede liegen in der Zielgruppe und dem Marktsegment in dem die Produkte angesiedelt sind. Vzug findet in Deutschland kaum statt, kenne ich nicht und kann ich nicht beurteilen. AEG und BSH peilen den interessierten Hobbykoch mit mittelgroßen Geldbeutel an. Lebensdauer der Geräte ist auf ca. 10 Jahre ausgelegt. Bei AEG ist das kabelgebunden Thermometer schon ab der Einstiegsklasse dabei. Bei BSH erst in den Spitzengeräten. Sauber machen und Trocknen ist empfohlen. Die Öfen rosten dir sonst schneller weg, als du gucken kannst.

Miele ist auch für häufigere Anwendungen, Küchennerds und Profis geeignet. Prozentgenaue Dampfregelung, Abwassertank, Edelstahl, Lebensdauer auf 20 Jahre ausgelegt, Ersatzteilversorgung ebenso. Thermometer nur in den besseren Geräten und kabellos. Doppelter bis 3-facher Preis. Rosten ist bei Miele jedenfalls kein Thema.

Und ja, Backen und Braten können die natürlich alle. Die Frage ist nur mit welchem Komfort und zu welchem Preis.
 
Backen und Braten können die natürlich alle. Die Frage ist nur mit welchem Komfort und zu welchem Preis.
Ein Stück Fleisch mit z.B. 57° garen beherrschen aber alle? Oder ist das schon wieder Sousvide?
Und wenn ich mit Thermometer brate, dann kann ich schon gradgenau einstellen, sonst wäre das doch witzlos?
 
57 Grad können nur die, die Sous Vide können.

Mit dem Thermometer kannst du ja nur die Kerntemperatur ermitteln. Miele hat da aber auch mehrere Messpunkte am Thermometer irgendwie. Sorry damit kenne ich mich nicht aus. Ich habe kein Bratenthermometer.
 
Ist der Unterschied gross wenn man anstatt Sousvide bei 57°, mit Thermometer 57° bei 60° Heiztemperatur gart?
Für Sousvide wird es nicht reichen, aber ich möchte schon, wenn ich 1500.- bis 2000.- pro Gerät ausgebe nicht nur Blumenkohl dämpfen können.
 
@Teryen , was willst du denn? Dass das Fleisch nachher 57° Kerntemperatur hat? Dazu nutzt man aber durchaus höhere Temperaturen im Backofen.

Wenn du Fleisch mit 57° garen willst, dann ist ein Backofen wohl eher das falsche Gerät, sondern tatsächlich ein Sous Vide-Gerät sinnvoller.
 
Die Temperatureinhaltung der Öfen ist bei Miele genauer als bei Bosch /Siemens .

SousVide wird nur mit Dampf gegart weil die Wärmeübertragung besser und genauer ist, als wenn man das mit Ober-/Unterhitze oder Heißluft machen würde.
Exakter ist SV im Wasserbad.
Bei SV wird das Fleisch gewöhnlich nach dem Garen angebraten/gebräunt.
Man kann auch Gemüse sehr gut SV garen. Das ist auch gutmütiger als Fleisch wo manche eine möglichst exakte Kerntemperatur erreichen wollen.

Das klassische Niedertemperaturgaren (ohne Vakuumieren) wird bei rund 80 Grad, nach dem Anbraten, im Ofen gemacht.
Entweder Ober-/Unterhitze oder, bei etwas reduzierter Temperatur, mit Heißluft+Dampf.

Will man beim SV Garen die Kerntemperatur messen braucht man einen externen Thermometer/Fühler.
Die der Öfen sind zu dick.
Wird aber eigentlich nur bei SV Garen mit deutlich höherer Temperatur, als die gewünschte Zielkerntemperatur gemacht.
Normalerweise stellt man die Garraumtemperatur gleich oder minimal höher der gewünschten Zieltemperatur im Kern ein.
 
Wo gibt es den denn für 4 K?;-)
Richtig mit MW arbeiten kann das Teil auch nicht.

Beim angepeilten Preisrahmen würde ich zu Siemens oder Bosch greifen.
Ein 45er Ofen mit Pyro und MW und ein 45er Dampfbackofen.

Um mal konkreter zu werden, wenn SV gewünscht ist muss es die studioLine sein.
Dampfbackofen Siemens CS936GCB1 mit SV Funktion liegt bei rund 1,8 K und
Backofen mit Pyro und MW , der CM976GMB1 liegt knapp über 2 K.

Etwas abgespeckter, z.B. ohne SV geht es auch etwas günstiger.
 
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