Nachhaltigkeit bei Küchenmöbeln?

martin

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Um unsere Siematic 3003R (Eiche hell Kassettenfront) hat es mir auch leid getan. Die Aufteilung war nach 30 Jahren nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Eine Änderung auf aktuellen Stand bezüglich Geräteschränken und Innenleben wäre deutlich teurer geworden als eine neue Schreinerküche. Also haben wir die alte Küche an eine bedürftige Familie verschenkt.
 

Singbegeistert

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Unsere 37 Jahre alte Schreinerküche war auch noch in sehr gutem Zustand. Vor allem die Schichtstoff ?-APL sah noch erstaunlich gut aus, ich behaupte mal dass die heutigen APL aus diesem Material schwer so ein Alter erreichen werden. Ebenso die Edelstahlspüle.

Beim Abbau hat sich nochmals gezeigt wie wertig und haltbar die Küche gemacht war - aber was hilft es wenn die Aufteilung nicht mehr zeitgemäß ist. Und optisch trauere ich ihr auch nicht hinterher.

Bei der Planung der neuen Küche stellte sich auch die Frage, in wieviel Qualität wir investieren, sprich wauf welchen Zeitraum die neue Küche ausgelegt ist. Geworden ist es eine Ausführung, die vom Gefühl her lange halten könnte, da spielten ähnliche Überlegungen wie die von rts eine Rolle. Bin gespannt wie "zeitlos" die Küche ist und welche Neuerungen / Trends die nächsten Jahrzehnte bringen. Die Änderung von Drehtüren auf Auszüge war jedenfalls ein Meilenstein, ob die Zukunft auch solche Verbesserungen bringt?
 

Mopsi23

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Ich sehe schon, das wird kompliziert...
Wir haben jetzt beschlossen, das ganze andersherum anzugehen: erst sehr genau planen was wir an Möbeln, Geräten und Platz wo brauchen und dann erst im zweiten Schritt über Hersteller und Küchenstudios nachdenken. In der Hoffnung, dass eine gute Planung die Langlebigkeit erhöht...

Trotzdem noch ein paar allgemeine Fragen, mal unabhängig von Preis und Pflegeaufwand (wobei letzteres evtl. doch auch was mit Langlebigkeit zu tun hat...):
Wie schätzen denn die Profis die "Ökobilanz" von Arbeitsplatten aus verschiedenen Materialien ein?
Holz wächst nach, Stein ist zwar ein Naturprodukt aber wächst halt nicht mehr ;-) , Keramik verbraucht sicher einiges an Energie in der Herstellung... und was ist mit Schichtstoff ? Darunter kann ich mir nicht so viel vorstellen...
Und das gleiche gilt für das Material der Fronten - Lack, Kunststoff, Glas...?
 

racer

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Holz mag ja nachwachsen, aber ein gefällter Baum bleibt es am Ende immer, darüber hinaus sind die meisten Massivholzplatten wohl nicht aus heimischer Fichte.. Mit Buche wird es erstens schon enger und zweitens auch nicht ganz optimal als Arbeitsplatte , bleibt Eiche, die kommt dann in den seltensten Fällen noch aus einem heimischen Wald und darüber hinaus sind wir bei Exoten.. zudem wie ganz oben schon mal geschrieben, was passiert denn mit der behandelten Platte nach Gebrauch ? die legt man ja nicht einfach in den Wald zurück ?

So gesehen dürfte Stein schon eine relativ gute Ökobilanz haben, je nachdem wo er herkommt !

mfg

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racer

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aber eigentlich drehen wir uns im Kreis.. weil am Ende ist es egal, da die Ökobilanz unterm Strich bei allen Materialien wohl eher in Richtung 4 bis schlechter geht (auf den Anbau, die Produktion und die Transportwege bezogen / dem Schulnotensytem folgend) das gleicht sich erst durch die Dauer der Nutzung aus und das hatten wie oben bereits geschrieben...

wenn Du also für Dich festgestellt hast, eine Küche brauchen zu müssen und die eine möglichst gute Ökobilanz haben möchtest, investiere bitte in sehr gute Qualität..

mfg

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SH501

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Welcher Hersteller hat denn eine ganz schlechte Ökobilanz? Und wie macht diese sich bemerkbar?
 

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nimm doch mal den Elch.. schau dir mal die Güteklassen der Spanplatten an, und schau auch mal, wo das Zeug gefertigt wird ... allein die Tranportkilometer sind hier sicherlich schon nicht ohne.. es würde mich wundern, wenn IKEA hier die strengen CARB Vorgaben in Kalifornien weltweit erfüllen würde...

ansonsten lassen sich hier natürlich nicht ohne weiteres "schwarze Schafe" ausfindig machen.. wir haben keine Billiglohn und kein Gastarbeiterproblem. Auch abgastechnisch funktionieren die Buden so ziemlich alle gleich, da die Vorgaben auch alle gleich hoch sind (bei ausländischen (außereuropäischen) Buden kann man das am Ende nicht mit Gewissheit sagen) aber deren Marktanteile dürften im Promillebereich liegen..

dennoch sind Küchen am Ende Ihrer Geschichte in der überwiegenden Zahl "Verbrennungsmüll" das muss klar sein.. und ich sehe nicht, dass Massivholzküchen hier am Ende eine deutliche Ausnahme machen würden, außer dass vorher mehr Bäume dran glauben mussten..

auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, die Ökobilanz steigt mit jedem Jahr, das eine Küche länger benutzt wird...

mfg

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Michael

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Die Küchen, die für mich am schnellsten wieder entsorgt werden, sind Ikea Küchen. Aussnahmen mögen hier die Regel bestätigen aber gefühlt gehen die meisten nach 4-5 Jahren auf die Deponie.
Liegt auch daran, dass die meisten Ikea Küchen schlecht montiert sind (weil Selbstmontage) und einen Umzug nicht so gut überstehen.
Und selbst wenn man drei mal damit umziehen kann benötigt man in der Regel drei mal neue Arbeitsplatten und Sockelleisten.
Also ich bin überzeugt, dass Ikea die schlechteste Öko Bilanz hat, obwohl die Klientel der Käufer (Studenten, etc.) oftmals genau das Gegenteil möchte.

Ich kann das aber nicht belegen - ist ein Gefühl aus der Erfahrung heraus.

In den über 500 gebrauchten Küchen in den privaten Anzeigen sind auch nur 17 von Ikea:
Private Anzeigen mit Küchen vom Küchenhersteller Ikea

Die werden also auch nicht oft weiterverkauft sondern offenbar mitgenommen oder verschrottet.
 

Nice-nofret

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Mopsi23

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aber eigentlich drehen wir uns im Kreis.. weil am Ende ist es egal, da die Ökobilanz unterm Strich bei allen Materialien wohl eher in Richtung 4 bis schlechter geht (auf den Anbau, die Produktion und die Transportwege bezogen / dem Schulnotensytem folgend) das gleicht sich erst durch die Dauer der Nutzung aus und das hatten wie oben bereits geschrieben...

wenn Du also für Dich festgestellt hast, eine Küche brauchen zu müssen und die eine möglichst gute Ökobilanz haben möchtest, investiere bitte in sehr gute Qualität..

mfg

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Ja, das stimmt, so richtig gut kann mans nicht machen - das Ziel wäre also eher "nicht unnötig schlecht"... (ohne Küche wird es beim Umbau nicht gehen, die alte passt in die neue Raumaufteilung nicht rein und hat nach 10 jahren Nutzung jetzt einen neuen Besitzer gefunden - Wolfgangs Vorschlag, auf warmes Essen zu verzichten, wird aber noch geprüft ;-)

Langlebigkeit steht ganz oben auf der Liste, in Materialkunde lesen wir uns jetzt ein und die Details sind dann vermutlich zum Teil Glaubensfrage...
Danke!
 

Mewtu

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Die werden also auch nicht oft weiterverkauft
Meine Erfahrung ist, dass Ikea -Möbel einem unglaublich guten Wiederverkaufswert haben. Hab schon einiges an Möbeln über Kleinanzeigen weiterverkauft, darunter auch zwei Ikea-Küchen. In den meisten Fällen (besonders bei einer der Küchen) konnte ich mich vor Anfragen kaum retten.
 
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