Unabhängige Küchenplaner - wichtig oder unnütz?

mozart

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Hi,
ich sehe ebenfalls erst mal einen Haufen Nachteile gegenüber dem Küchenhandel.
Bei kleineren Küchen/Budgets dürften die zusätzlichen Kosten hinderlich sein.
Größere Küchen, ggf. mit Beratung und/oder Entwurfsplanung des Wohnbereichs schon eher. Aber auch dieser Markt ist ziemlich begrenzt und konzentriert sich zumeist auf sehr exclusive Vorhaben mit Planung durch Innenarchitekten.

Auch ich lehne Anfragen ohne persönlichen Kontakt zum Kunden in den meisten Fällen ab-die Erfahrungen sind hier glasklar. Teure (Leicht-)Anfragen mal ausgenommen, da sind auch reine Vergleichsangebote mitunter chancenreich.

Ich kann bei allem Lob für dieses Forum -speziell für die Evelin- keinen wesentlichen Unterschied zwischen ihren Planungen und denen, die ich so bei Kollegen, Wettbewerbern, etc. sehe erkennen. Die Planungsqualität hält sich die Waage, die Unterschiede sind sehr überschaubar. Es gibt einige Punkte, die in diesem Forum teilweise anders gewichtet werden, einige Details, die nicht nicht jeder Planer kennt oder gut findet. Ganz andere Küchen entstehen dabei nicht.
Kostenaspekte, Verfügbarkeiten, etc. fehlen hier komplett-diese Dinge nehmen aber auch Einfluß auf die Planung.

Auch große Anbieter, wie Segmüller, XXL, etc. haben im Hochwertbereich Verkäufer, die Kundenwünsche gut umsetzen können.
Die echten Planungskatastrophen, die hier ankommen, sind meistens das Ergebnis gemeinsamen Schränkerückens ohne Sinn und Verstand anstelle eines intensiven Vorgesprächs mit nachher ausgearbeitetem Entwurf. Das kommt halt dabei raus, wenn man an einem Samstag Nachmittag ein Möbelhaus betritt und auf sofortige Planungsarbeit hofft....

Ihr hättet also auch im gehobenen Bereich echte Konkurrenz, die ihrerseits alle Trümpfe in der Hand hält: Küchen, manchmal viele schicke Küchen, Materialien, Lösungen, Geräte, Anordnungen.
Ich kann einem Kunden Inseln von 150 bis 400cm Länge zeigen, Halbinseln, Kochinseln, Spülinseln, freistehend, wandgebunden, mit Sitzlösung, ohne, mit Thekenbord, mit Beinfreiheit unter der APL, bodentief gebaut, mit Stein, Keramik, Quarz, Kompaktplatte, Glas, Laminat . Das hat natürlich nicht das geringste mit Planen zu tun. Aber Kunden wollen in die Planung mit einbezogen werden-am besten mit Beispielen. Hier sehe ich den größten Nachteil eures Vorhabens.

Selbst kleinere Studios führen oft 3-4 Marken, teilweise noch mit mehreren Baureihen und können ganz unterschiedliche Budgets, Korpushöhen, Fronten, etc. abdecken, ohne dem Kunden ein Produkt "andrehen" zu müssen, das für ihn nicht vorteilhaft ist.
Da liegt in eurer Unabhängigkeit allenfalls noch ein Minimalvorteil.

Interessierte, mitdenkende Kunden werden den Input mehrerer Planer als Mehrwert betrachten und ihre Schlüsse ziehen.
Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, daß googlen nach freien oder unabhängigen Küchenplanern kaum Ergebnisse zutage fördert.
 
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Evelin

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angenommen, ich wäre an so etwas als Kunde interessiert, wie würde man euch im www finden? Ich glaube, nowhere.

Ich könnte mir vorstellen, dass sowas funktioniert, wenn die Küche ein Teil der Bemusterung in Neubauten wäre. Dies ist in DE, glaube ich, nur bei Fertighausanbietern aber nicht bei GUs üblich.
 

Stefan80

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Das Konzept einer kostenpflichtigen, unabhängigen Beratung funktioniert in kaum einem Bereich. Das liegt u.a. sicher auch daran, dass der Kunde beim Händler immer gleich viel zahlt, unabhängig davon, ob er sich von ihm beraten lässt oder mit einem exakten Plan seiner Wünsche zu ihm kommt.

Zumal das Preismodell, damit es für euch lukrativ und für den Kunden bezahlbar ist, herausfordernd wird. Die Küchenplanung , Kundenwünsche verstehen, Vergleiche usw., die ihr vorhabt, sind nicht in ein paar Stunden erledigt.

Beispiel unabhängiger Versicherungsplaner wurde schon genannt.

Noch ein Denkanstoß: Wenn Du Dein Bad renovieren/neubauen möchtest, gehst Du dann zum teuren, unabhängigen Badplaner? Oder nimmst Du doch lieber die "inklusive" Planung des Sanitär-Betriebs in Anspruch?

Die allermeisten Kunden interessiert die Küchenplanung nicht so im Detail wie uns hier. Sie gehen in ein großes Möbelhaus und kaufen da ("NUR HEUTE MWST GESCHENKT!!!! 50% AUF ALLE FREI GEPLANTEN KÜCHEN!!!!!").

Ich persönlich würde mir ein Küchenstudio (und einen Sanitärbetrieb) mit gutem Planer suchen. Und keinesfalls für eine unabhängige Planungsleistung zahlen (wer weiß, wie da die Qualität ist -- beim Küchenstudio gehe ich einfach zum nächsten, wenn mir das nicht gefällt).
 

Bodybiene

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Selbst wenn ich im Lotto gewinnen würde und unendlich Geld zur Vefügung hätte wäre das eine Dienstleistung auf die ich verzichten würde. Die Gründe wurden ja schon mehrfach genannt.

LG
Sabine
 

Snow

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Spannendes Vorhaben.
Wir als unabhängige Planer wollen unseren Kunden den Küchenkauf so einfach und professionell wie möglich gestalten!
Da kommt schon die die Frage auf, welchen Personenkreis ihr hauptsächlich ansprechen wollt. Ist es der Häuslebauer oder derjenige der einfach ne neue Kücke braucht, oder oder oder.

Dann die Frage wie weit soll die professionele Beratung gehen. Angenommen ich bau mir ein Niedrigenergiehaus und komme mit den Bauplänen zu euch. Wie so oft, sagt mit der Bauträger, dass so rasch als möglich alle Installationen vorliegen sollen. Was erwartet mich bei euch?

Spannend wäre doch, dass ihr Fragen beantworten könnt, an denen der KFB an seine Grenzen kommt. Da denke ich wäre der Ansatz.
 

Wendy

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Ich glaube ebenfalls nicht, daß das kostendeckend als Geschäftsmodell umsetzbar ist. Wer so hohe Ansprüche an eine individuelle Küche hat, benötigt sehr viel Zeit (guck hier, wie lang manche komplexen Planungsthreads hier laufen). Das wären potentielle Kunden - der Aufwand dahinter ist aber zusätzlich zum reinen Küchenpreis (die Verhandlungen müßten ja noch extra laufen) nicht mehr darstellbar.

Otto Normalverbraucher und Monika Mustermann sind schon happy, wenn der Mitarbeiter im Möbelhaus ihnen was plant mit ein paar Wunscherfüllungen (Apothekerschrank , Kücheninsel, Eckrondell - egal ob sinnig oder unsinnig - schmeiß in die Planung ein paar Gadgets und gut - idealerweise was, was in den letzten Monaten ab und an in Kochsendungen zu sehen war). Wenn dann noch ein Rabatt angeboten wird, wird unterschrieben. Wenn dann noch zum richtigen Termin geliefert wird und beim Aufbau nicht zuviel Mist passiert, sind die Leute auch mit ihrer Küche zufrieden.

Der Mitarbeiter muß nur zugehört haben, was auf der Wunschliste steht (und das ist oft durchaus im Sinne der Verkäufer - kleine Elemente, Gewürzschränkchen, Handtuchauszüge neben dem Herd (ein sauteurer Mini-Schrank, nur um Geschirrtücher zu trocknen.... tststs).

Aber egal - gesehen, bekommen und happy mit dem, was man hat. Spricht ja nichts dagegen.

Man sollte nicht verkennen, daß die wenigsten Leute sich so intensiv mit ihrer Küche auseinandersetzen wie hier die Forenuser.

Und die Leute, wo das Budget wirklich keine Rolle spielt - die setzen sich oft nicht mit der Küche konkret auseinander - da wird das ganze Haus vom Innenarchitekten geplant und eingerichtet. Da soll die Küche gut aussehen und darf teuer sein - und man muß sehen, daß es teuer war.

Noch ne Preisklasse höher - da steht der, der zahlt, nicht mehr in der Küche - und ob die Küche für die Haushälterin gut funktioniert, stört den Besitzer nicht.
 

kingofbigos

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der KFB an seine Grenzen

Was ist das, Grenzen?

der musste sein, Scherzmodus aus.


Also ich selbst würde das nicht machen, weil ich meine Zeit der Familie widmen möchte und weil ich auch keinen Markt sehe.

ABER!!!!

Man soll solche Ideen nicht einfach abkanzeln und sagen das braucht eh keiner und das will eh keiner zahlen.

Ich bin mir sicher, dass alle Gesichtspunkte Euch bereits bekannt waren bevor Ihr die Idee hier vorgestellt habt. Weil Ihr ja beide viele Jahre Erfahrung im Verkauf habt.

Vielleicht gibt es ja doch einen Markt.

Was ermutigt Euch zu dieser Idee?

Grüße

Rüdiger
 

Peter Unlustig

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Mhm, ich wäre durchaus bereit für eine kompetente und vor allem unabhängige Beratung auch einen entsprechenden Preis zu zahlen.
Wir planen ja auch gerade unsere Küche und es kostet mich enorm viel Energie mich mit den Details auseinander zu setzen : sehr viel lesen hier im Forum, hier ein Planungthema erstellen, Ausstellungen besuchen und Ideen holen, dann bei den Geräteherstellern und bei Blum die Showrooms besuchen, mich mit dem Alnoplaner auseinander setzen.....wir haben dann zwei KFB um eine Detailplanung gebeten und sind jetzt auch noch mit einem Schreiner im Gespräch.
Der Schreiner bietet natürlich Flexibilität und wir haben alle Freiheiten bei den Möbeln die wir brauchen, aber Themen wie der Deckenlüfter und die Verlegung der Lüftung in der abgehangen Decke sind nicht seine Stärke.... Freesyboy kennt er auch nicht, und und und...
Die Küchenstudios bieten beide nur Ihre Marken an, wollen z.b. keine Novy Lüfter verkaufen und rollen schon bei dem MUPL mit den Augen.
Und was mich am meisten ärgert, das ich nirgends einen vernünftigen Referenzpreis habe. Ja ich bin mir bewusst, das jedes Studio anders kalkuliert, alles individuell ist etc... aber hier würde ich mir einen guten Dienstleister wünschen der mich unterstützt. Klar geht das auch hier im Forum, aber wie gesagt kostet es mich auch viel Initiative und Energie.

Gruss Peter
 

kuechentante

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Im Grunde hast Du Recht.
Aber , wie würdest Du Dir z.Bsp. die Zusammenarbeit vorstellen ?
Wie soll ein UNABHÄNGIGER Berater Dir (ohne Muster) Deine Küche näherbringen ?
Irgendwann muss der Dich dann doch an die hand nehmen und Dich irgendwohin mitschleppen.
Ggf. Stellst Du dann doch noch fest, daß Dir das LIVe und in farbe dann nicht zusagt.
Hat der Berater Muster im Schlepptau , ist er nicht mehr UNABHÄNGIG.
Woher soll er die bekommen , wenn nicht vom Lieferanten?

Die Hersteller liefern häufig nur ein Grundpaket an Mustern.

Weitere (Z.Bsp Sonderfarben usw.) müssen oftmals bezahlt werden und
werden im günstigsten Fall gutgeschrieben sobald ein vereinbartes Umsatzziel erreicht wird.
Muster kosten Geld und werden nicht mit der Gießkanne verteilt.

Ständig kann der UNABHÄNGIGE Berater ja auch nicht im Studio aufschlagen um immer wieder Muster zu holen oder um die Leute da in Beschlag nehmen.
Das macht er ein, zwei oder dreimal .. dann nie wieder.
Oder er erweitert seinen Radius , bis er in der Republik durch ist.

Oder der "Berater" bekommt Provision für vermittelte Aufträge
... aber dann ist er ja nicht mehr unabhängig.;-)

Theoretisch wäre der Bedarf zu Unterstützung da.
Aber wie würdest Du Dir denn die Umsetzung vorstellen ?
 

kuechentante

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Ich denke, daß die /der Threadersteller sich in der Küchenbrnache ganz wohl fühlen,ggf. auch wohl ganz erfolgreich sind .. aber das Risiko und die Investition in eine eigenes Studio scheuen.

Alternative wäre hier noch als Aktentaschenverkäufer zu fungieren.
Das funktioniert bei einigen auch ganz gut. (Siehe auch Quelle)
Ich kenne einige . Aber das muss man können und wollen.

Für mich wäre das nichts.
Ich brauche mein Studio drumrum .
Ich merke das immer, wenn Leute aus meinem Ort zu mir nach Hause kommen und
mal schnell ne Küche wollen.
Mein Studio steht 45 km weiter.
Ich nehm dann mal paar Muster mit ... aber irgendwann schlepp ich die Leute dann doch mit ins Studio.
Was soll ich mir da alles ins Auto packen.??
Hab immer das Falsche dabei.
Im Laden hab ich alles da .. modernstes Computerprogramm
..sämtliche Materialien und
zur Abrundung die VR -Brille .
(z.Zt. wegen Corona leider nicht im Einsatz :()
 

mozart

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Frage wäre ja auch, was den unabhängigen Berater gegenüber einem guten Planer zusätzlich qualifiziert. Er wird seine individuellen Erfahrungen und Einschätzungen einbringen. Die können so oder so sein. Das wenige, was ich bisher im Netz gefunden habe, fand ich ziemlich durchschnittlich. Der Kunde hat mit 1 zusätzlichen Anbieter auch nicht mehr Aufwand als mit dem zus. Berater, dafür aber ein handfestes 2. Angebot.
 

Snow

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Ja ich bin mir bewusst, das jedes Studio anders kalkuliert, alles individuell ist etc... aber hier würde ich mir einen guten Dienstleister wünschen der mich unterstützt.
Hier sehe ich das eigentliche Problem. Ich denke nicht, dass man als unabhängiger Planer einen (konkreten) Preis nennen kann, denn woher soll er wissen, wie welches Studio kalkuliert.
Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass es aber klappen kann mit Küchenstudios und Möbelhäuser zu kooperieren. Hier kann man durchaus Geld mitverdienen, wenn man es richtig anstellt.
 

Snow

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Frage wäre ja auch, was den unabhängigen Berater gegenüber einem guten Planer zusätzlich qualifiziert.
Die Antwort darauf wäre mMn zum Beispiel:
- er kann Architektenpläne lesen
- er versteht was von Elektro und Sanitärinsallationen
- er kennt sich bestens mit Lüftungtechnik aus.
- er hat einen exzelenten Überblick über die verschiedenen Gerätschaften, kann Unterschiede erklären.
- kennt sich in Beleuchtungstechnik aus
- er hat Handwerksbetriebe an der Hand und versteht es die zu koordinieren.
Hier könnte ich mir vorstellen, dass in der Richtung gedacht werden kann.
Da fließt dann die Erfahrung als KFB hinein.
 

mozart

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Das sind aber genau die Dinge, die gute Küchenplaner mitbringen.
 

Michael

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Wenn ich unabhängiger Küchenplaner wäre würde ich den Kunden doch nicht nach langer Planungsphase in ein anderes Studio schupsen.
Ich würde die Küche gleich noch verkaufen. Und montieren. :cool:
 

DiePlaner

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Danke für die vielen Rückmeldungen, habe es leider nicht früher geschafft mich dazu zu melden. Hoffe ich übergehe niemanden bei meiner Antwort ;-)

Vowerg: uns ist Absoult bewusst nicht das wir hier eine Nische abdecken unser Kunde ist nicht der klassische Prozentkäufer der ins Möbelhaus geht, eine Planung kauft die er ganz hübsch findet und nach ein wenig handeln zu schlägt.... Unser Kunde kauft vermutlich auch keine Küche unter 20K und ist sehr interessiert an seiner Küche, dessen Funktionen, Qualität im Detail, interessiert an den ganz kleinen Unterschieden zweier E-Geräte, achtet auf Arbeitsabläufe und viel mehr. Wir wissen das es sich hier um einen sehr Anspruchsvollen Kunden handelt und nicht um den Massekunden und auch das es nicht ganz einfach wird an diese Kunden heranzukommen. Dies ist auch der Grund warum unser Projekt relativ viel Vorlaufzeit benötigen wird, da wir wesentlich mehr wissen haben müssen als der "Standart" KFB, exakt wie von SNOW erwähnt können wir exakt diese Punkte auch abecken bzw. arbeiten daran dies zu können.

Aber ein Post wie z.b. von Peter Unlustig spricht uns aus dem Herzen denn nach genau solchen Kunden wie ihm suchen wir und wir sind davon überzeugt das es davon einige gibt und wir uns damit finanzieren können. Allerdings arbeiten wir gerade mit hochdruck an einer Balance zwischen Preis und Leistung denn diese MUSS stimmen, für den Kunden und für uns.

Was mich direkt zu einem Punkt führt den sehr viele angesprochen haben. Natürlich werden wir nie zu 100% unabhängig und frei sein denn jeder Berät im Hinblick auf seinen Erfahrungen und JA auch wir werden vermutlich abhängig sein von Vermittlungsprovisionen der Hersteller und JA auch wir benötigen Kooperationen. Allerdings weitaus breiter als die Küchenstudios... Wir wollen allerdings Kooperationen mit so vielen Herstellern wie möglich, egal ob Küchenhersteller, E-Geräte Hersteller, Arbeitsplattenmaterialien und vieles vieles mehr. Wir wollen Infortmationen über deren Neuheiten, besonderen Eigenheiten in der Fertigung eben den USP's der einzelnen Hersteller. Ebenso werden wir Muster und Produktinformationen benötigen (und entgegen zwei oder drei Meinungen ist dies Absolut nicht unser Knackpunkt, hier hatten wir bereits tolle Gespräche und bekommen Unterlagen, Schulungen und Muster). Allerdings werden wir auch keine Preise oder genaue Kalkulationen machen oder benötigen.

Es gibt auch einen Grund warum wir bezüglich der kooperationen keine Probleme haben, denn wir werden unseren Partnern viel Arbeit abnehmen, denn von uns bekommen Sie nur Kunden vermittelt die genau zu Ihnen passen, die bereits einen Plan haben, Beraten sind und wissen welche Kosten ca. auf die Zukommen. Im Grunde gibt es für beide Seiten nur Vorteile und aus jetziger Sicht ist dieser Vorteil beiden Seiten geld wert.

Unsere grobe Idee ist es -bis jetzt- das wir ein kleines Studio mit Auslage möchten und dort eine schöne Wohnsituation mit Küche und Co. ausstellen möchten um auch ein paar Details herzeigen zu können. Aber auch einen Zweiten Raum mit einigen Mustern um im Notfall auch beim ersten Termin etwas für die "haptischen" Kunden parat zu haben. Allerdings geht es im ersten Termin noch garnicht darum. Wir wollen wissen was dem Kunden wichtig ist, wie er lebt, wer kocht und sooooo viele Punkte mehr, wir wollen das rauskitzeln was 90% der KFB auf der Großfläche oder im Studio nicht schaffen. Und an alle die jetzt schreien: "das mache ich doch auch"... JA natürlich gibt es tolle Berater und Verkäufer die all das schaffen, jedoch wage ich mich zu bezweifeln das dies mehr als 2-3% der KFB sind.... Wir arbeiten bereits mit genau der Kundenschicht die wir nachher ansprechen wollen und kennen deren Bedürfnisse und wie wir sie begeistern können. Nach einer wirklich genauen Bedarfsanalyse werden wir natürlich für den Kunden die Küche Planen, aber ihm auch sagen welche Oberfläche für ihn die richtige ist, welche Griffvariente, welche Arbeitsplatte , welche Spüle usw. noch komplett frei von einem Studio diese Materialempfehlungen werden bei uns auch am Plan vermerkt, genauso wie andere wichtige Details die für die Produktauswahl wichtig sein werden. Und ebenso können wir im Hinblick auf E-Geräte beraten, ein Knackpunkt für nahezu jedes Studio denn die meisten können mit Online Preisen nicht mithalten oder nur mit einer Marke da sie diese am Meisten verkaufen, wir Beraten die Kunden und sagen ihnen genau welche welche Marke zu ihnen passt und zwar ohne zu überlegen welchen Multidampfgaerer ich denn nun anbieten kann um dennoch Marktfähig zu sein. Und genau nachdem die Küche geplant und die Materialen ausgesucht wurden wird es verschiedene Wege geben, einerseits den Kunden der alle Informationen nimmt, den Plan nimmt und der geht und selber noch zu 2 oder 3 Herstellern gehen wird um Angebote einzuholen (die aber nun plötzlich vergleichbarer sind da alle wichtigen Parameter am Plan festgehalten sind) oder - und dieser Kunde wird uns viel viel öfter begegnen- der Kunde der von uns wissen möchte wo er denn nun genau seine Traumküche erwerben kann. Jetzt kommen unsere Partner ins Spiel zu denen wir die Kunden mit Plan schicken können, zu denen wir mit den Kunden gehen können oder von denen wir als Berater ein Angebot für den Kunden einholen können. Aber nein kein Angebot wie bei Ausschreibungen, denn wir kennen unseren Kunden, seine Bedürfnisse und sein Budget so gut das wir nicht mehr als zwei Händler um ein Angebot bitten müssen daher ist die bereitschaft zur kooperation viel höher da die Händler wissen das die Chance auf einen Verkauf sehr hoch ist wenn wir uns melden. Wichtig hierbei: vermutlich wird derjenige der die Küche verkauft bei den E-Geräten nicht zum Zug kommen außer er hat extrem gute Konditionen, auch hier werden wir unseren Kunden den optimalen Partner vermitteln der einen wirklich guten Preis für die Geräte aufrufen kann, z.b. ein reiner Elektrohandel. Auf Wunsch haben wir auch Elektriker, Bodenleger, Maler, Elektriker.... alles was ein solches Vorhaben benötigt und entweder wir geben Tipps und vermitteln, holen Angebote ein oder koordinieren sogar alle Gewerke zusammen.

Es ist eventuell ein wenig revolutionär gedacht, aber wie toll wäre es wenn wir den Kunden vermitteln können das sie diesem ganzen Preiszirkus nicht auf dem Laim gehen sollen, das Beratung etwas wert ist und ihnen einiges an Kopfzerbrechen nehmen wird? Das sie der Verkäufer nicht über den Tisch ziehen will sondern Sie die Beratung bekommen die sie verdienen. Aber auch das ein Verkäufer nicht nur als Ideenmaschine "missbraucht" wird und gekauft wird dann doch beim Kollegen weil dieser um 400,- € günstiger war. Bei viele Kunden hat hier bereits ein umdenken stattgefunden und das wollen wir stärken und diesen ganzen wahnsinnig aufwändigen und Zeit- und Nervenaufreibenden Prozess vereinfachen... Für beide Seiten!
 

DiePlaner

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Die Antwort darauf wäre mMn zum Beispiel:
- er kann Architektenpläne lesen
- er versteht was von Elektro und Sanitärinsallationen
- er kennt sich bestens mit Lüftungtechnik aus.
- er hat einen exzelenten Überblick über die verschiedenen Gerätschaften, kann Unterschiede erklären.
- kennt sich in Beleuchtungstechnik aus
- er hat Handwerksbetriebe an der Hand und versteht es die zu koordinieren.
Hier könnte ich mir vorstellen, dass in der Richtung gedacht werden kann.
Da fließt dann die Erfahrung als KFB hinein.
Das sind aber genau die Dinge, die gute Küchenplaner mitbringen.

sollten sie ja... tun aber leider nur die wenigsten, ich denke ein Küchenplaner der sich hier tummelt ist schon weit weit über dem durchschnitt
 

DiePlaner

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Hier sehe ich das eigentliche Problem. Ich denke nicht, dass man als unabhängiger Planer einen (konkreten) Preis nennen kann, denn woher soll er wissen, wie welches Studio kalkuliert.
Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass es aber klappen kann mit Küchenstudios und Möbelhäuser zu kooperieren. Hier kann man durchaus Geld mitverdienen, wenn man es richtig anstellt.

Wir werden auch keine genauen Preise nennen für uns ist es nur wichtig den richtigen Kunden - mit dem richtigen Budget- an den richtigen Hersteller in der korrekten Preiskategorie zu vermitteln. Ob die Küche dann 1K mehr oder weniger kostet wird hier nicht mehr Kriegs entscheidend sein. Zumindest nicht bei dem Kundensegment das wir gerade im Blick haben.
 
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