Fertig ohne Bilder Preisliche Frage Küche mit Steinplatten

racer

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Wenn ich die ganzen Händlernamen lese, dann bist Du aber auch noch nicht bei einem der kleinen familienbetriebenen Händler gewesen, die den Markt eigentlich prägen.. ?

Keie und Küche Aktuell sind alles Ketten.

Etliche richtig gute Küchenhersteller aus Deutschland wirst Du in diesen Läden nie finden.

Ich habe als Verkäufer immer versucht, für den Kunden die beste Lösung zu finden, erst wenn der Plan fertig war und dem Kunden das gefiel, habe ich angefangen das mal auszurechnen..

Dennoch fragt man natürlich nach einem Budget.. wenn der Kunde durch die Ausstellung lief, auf den großen Side by Side Kühler von Gaggenau zeigte und danach auf den 90 cm breiten Backofen und ich zu dem Zeitpunkt schon wußte, das geht mit der genannten Summe nicht auf, dann kann man korrigieren und hinterfragen...

Erfahrungsgemäß waren die Wünsche des Kunden immer höher als das Budget und wenn es dann doch mal auskam und man hatte bei den Möbeln noch etwas über konnte man dem Kunden den Vorschlag unterbreiten, nun doch den von ihm favorisierten Backofen nehmen zu können, weil es ins Budget passt. (Der Backofen als Beispiel) Wenn der Backofen aus meiner Sicht aber nicht zu seinem Lebensstil passte, hätte ich auch keinen teueren eingeplant, warum auch ?

und ich denke, dass das der normale Weg ist..

heute habe ich es glücklicherweise mit Vollkauf-Menschen zu tun, da ich meine Produkte an Küchenhändler verkaufe. Aber auch ich kann sagen, die genannten Händler in fast 20 Jahren noch nie von innen gesehen zu haben.. da sie für mich nicht den deutschen Küchenmarkt widerspiegeln, den ich kenne...

die Läden, die meine Produkte führen, beraten intensiv und verkaufen auf Augenhöhe mit dem Kunden.
 

racer

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@ bibbi..

solche Kalkulationen gibt es auch nicht.. das sind Mondpreis Vorbereitungen, auf die, die großen unseriösen Flächenhändler ihre, in der Ausstellungen beworbenen 50% Nachlaß auf alles geben (außer Tiernahrung) dann blieben von den 31 TSD noch 15.5TSD über..

MwSt. und Fixkosten rausgerechnet dürfte der Händler dann nicht mehr ganz so viel Reingewinn an einer solchen Küche haben... das wäre ergo die Summe, über die man verhandeln könnte.. aber mal ganz am Rande, warum sollte der Händler die Küche ohne den Reingewinn verkaufen ?, wenn ihm nur die Arbeit bleibt, er aber für sein investiertes Risikokapital keine Verzinsung bekommt, darüber hinaus muss der Händler ja auch damit rechnen, dass bei der Montage etwas nicht so klappt, wie es hätte klappen sollen, auch das muss ja von irgendwas bezahlt werden.

Der Reingwewinn im deutschen Einzelhandel liegt übrigens im Schnitt bei 3% und nun viel Spaß beim rechnen...
 

moebelprofis

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Und ein Verkäufer einer dieser Ketten kennt den EK gar nicht ;-)
(bzw hat keinen Zugriff darauf)
 

kuechentante

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Genau .
Als Admin kann ich meinen Verkäufern einen verschlüsselten EK einstellen , anhand derer sie eine ungefähre Ahnung haben.

Ich könnte quasi auch mittels Faktor den EK höher ausgeben als den VK.

..Und dann ?

Muss Kunde was drauflegen . Ha, Ha, Ha
 

KB24

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Ich war bei einem kleinen Küchenstudio , dieser wollte 18.000 €. Bietet jedoch die Steinplatten nicht von Templer an, aber ähnliche von einem örtlichen Steinmetz. Ballerina kann er ebenfalls machen.

Der Verkäufer bei Keie war auch der Abteilungsleiter, klar könnte man die EK "faken", aber bei den Geräten konnte ich natürlich selbst schauen, was diese für mich im EK kosten. Seine EK Preise waren natürlich um einiges niedriger als meine bei Media Markt und Co. aber mit einem Aufschlag von 100-150%.

Mir ist klar, dass man bei B2C seine 50-100% Aufschläge mindestens machen muss, aber mal ehrlich, es ist doch wirklich kein Geheimnis, dass vor allem bei Küchen ordentlich aufgeschlagen wird.

Nebenbei, Keie wirbt aktuell gar nicht mit bis 50% Nachlass, sondern lediglich mit der zusätzlichen Garantie .

An sich fand ich die Beratung sehr gut, hat mir sogar Mails geschickt mit neuen Ideen. Werde ihn anrufen und nach dem Quooker fragen, wenn er seine 17.000 halten kann, wird es halt Keie. Beim kleinen Händler war Quooker in den 18.000 bereits drin.

Und an die fairen Küchenhändler hier, haut ihr immer den Mindestaufschlag drauf und versucht nie, das Maximale rauszuholen? Dann Hut ab!
 

bibbi

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Und an die fairen Küchenhändler hier, haut ihr immer den Mindestaufschlag drauf und versucht nie, das Maximale rauszuholen? Dann Hut ab!
Ein Einbauküche ist (zumindest für mich) immer eine individuelle Projektkalkulation.
Üblich ist ja ein Festpreis INCL ALLER PLANERISCHEN UND HANDWERKLICHER LEISTUNGEN.
Da kommt bei einem preiswerten Material mit erheblichen Montage und Zeitaufwand etwas
völlig Anderes heraus als z.BSP 5 Hochschränke mit 5 teuren Geräten,die nur geliefert werden.
 

moebelprofis

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Mir ist klar, dass man bei B2C seine 50-100% Aufschläge mindestens machen muss, aber mal ehrlich, es ist doch wirklich kein Geheimnis, dass vor allem bei Küchen ordentlich aufgeschlagen wird.
Aha, sagt wer? So pauschale Aussagen halte ich immer für… schwierig.
 

KB24

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Ok dann hast du am Ende die Summe X bei deinen Selbstkosten bei diesem Projekt. Es gibt fixe und variable Kosten.

Jeder will was verdienen, in schwierigen Zeiten haut man weniger drauf, aber aktuell sind es "gute" Zeiten für Küchenhändler. Anschließend kalkulierst du noch dein individuelles Risiko bei diesem Projekt, Gewährleistung und vielleicht kurzfristige Preissteigerungen aktuell usw. die packst du darauf.

Anschließend möchtest du ja was verdienen. Ich bin selbstständig im B2B und wenn eine Ware bei mir rein und sofort rausgeht kalkulieren wir mit 10-20 %, vielleicht sogar mehr, je nach Produkt. Wenn ich es einlagern muss min. 25% und wenn ich daran noch etwas verändern muss immer min. 35% bis keine Grenze gesetzt. Bei Sonderprojekten arbeiten wir sogar mit 50-200%.

Dann sag doch mal, wie viel du am Ende auf deine Küche schlägst, 10%? Dann musst du ja verdammt viele Küchen verkaufen damit sich das lohnt. Verkaufe viel Ware an Unternehmen, die diese dann dem Endkunden verkaufen. Ordentliche Aufschläge von 100-500% sind hier drin. Finde ich auch völlig OK, denn er hat den Aufwand mit der Logistik. Ich nicht.
 

martin

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Ich habe nur ein einziges Mal richtig kräftig abkassiert. Ich wollte den Auftrag nicht. Und im Nachhinein muss ich sagen: ich hätte noch mindestens 20% mehr aufschlagen müssen als Schmerzensgeld. Der Kunde war ein A-Loch.

Ansonsten immer faire Preise. Aufschlag soviel wie nötig, nicht mehr.
 

KB24

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"soviel wie nötig", bedeutet also, dass es keinen Nachlass mehr gibt, außer ein paar Prozente.

Kann dir sagen dass ich ein Bruttogehalt von 4.500 € habe, netto ca. 2.900. Kanns auch reinstellen, aber ich denke mal, dass das glaubwürdig ist.
 

racer

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ich bin mit meinen 22 Jahren B2B in der Küchenbranche und meinen 33 Jahren Selbstständigkeit aus dieser Diskussion raus.. offensichtlich habe ich keine Ahnung von unserer Branche, wenn es bis 500% Aufschläge gibt... sorry, aber die Diskussion ist mir zu bunt...

akzeptiere die Preise, die der Handel aufruft und suche Dir das Angebot aus, dass Dir final den aus Deiner Sicht am besten zusagt und fertig.

Solltest Du am Ende des Prozesses mit der Gesamtleistung des Händlers nicht zufrieden sein, lebe mit Deiner Entscheidung, oder klage...

Es gibt genügend Anbieter in der Branche, wir sprechen somit nicht von einer branchenübergreifenden Monopolisierung.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Gerade in dem hier angesprochenen unteren Preisbereich ist die Nachfrage derzeit eben nicht so hoch, dass man von "guten" Händlerzeiten sprechen kann. Das hat nach der Pandemie mit der Energiekrise, der sich daraus ergebenden Inflation und den steigenden Zinsen ein abruptes Ende gefunden. Wir von Herstellerseite rechnen eher damit, dass es in der kommenden Zeit vermehrt zu Insolvenzen auf der Händlerseite kommen wird...

das nur mal so am Rande..
 

KB24

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Ihr lest nicht richtig und fühlt euch gleich angegriffen, irgendwo liegt wohl doch die Wahrheit.

Ich redete von meiner Branche, dass hier am Ende beim B2C gerne mal bis zu 500% aufgeschlagen wird und sogar mehr. Was meint ihr, haut der Bauhaus auf meine Schelle drauf, die ich ihm für 0,10 € / Stk. verkaufe? Er verkauft diese für 2,70 € / Stk. Sorry, die 500% waren falsch.

Und es ist völlig in Ordnung, dass er das macht. Ich könnte nicht an so viele Endkunden rankommen, er bearbeitet den Markt für mich und ich konzentriere mich auf meine Arbeit. Aber Bauhaus holt natürlich hier das Maximum an Marge raus und haut nicht nur das "nötigste" drauf.

War nicht auf Küchen bezogen, aber laut Küchen Magazin liegen diese bei gerne mal 205% inkl. MwSt.
 

SchallRauch125

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Beruhige dich doch. Schon ganz vorne hattest du den Tipp bekommen, den Verkäufer nicht als Gegner zu sehen, sondern als Projektpartner. Das hieß, such dir einen Laden, wo die Chemie passt.
Persönlich würde ich es besser finden, dass erst einmal gefragt werden sollte, was man sich in der Küche vorstellt. Welche Platten, Hersteller und Geräte.
Genau so lief es bei einem Arbeitskollegen von mir, Ich startete bewusst mit einer Mindestausstattung. Das waren eben familiengeführte Küchenstudios. Das andere Küchenhaus, von dem ich ein Angebot erstellen ließ, war trotz der Größe nicht mal unsympathisch, führte die von mir eigentlich favorisierten Ballerina -Küchen, ist aber bereits abgewickelt.
 

Pacmansh

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Also ich finde das auch eine schwierige Branche, weil durch Bockverrechnung, Mondpreise, teilweise unterschiedliche Markennamen etc. eine sehr intransparente Situation entsteht, die man heutzutage nicht mehr gewohnt ist.

Ich habe im Freundeskreis mehrere Personen, die sich in den letzten Jahren eine neue Küche gekauft haben und da keine dabei, die mich sonderlich begeistert, weder von der Planung/Aufteilung noch von der Montagequalität. Da waren auch welche dabei die sich das Buch Clever Küchen ... gekauft haben und im Unterschied zu mir haben die alle deutlich größere Rabatte bekommen als ich (zwischen 30-50%).

Nun habe ich gut reden, weil meine Küche noch nicht steht. Ich bin aber guter Dinge und glaube trotz der kaum vorhandenen Rabatte ein besseres Preis-Leistungsverhältnis bekomme.

Was will ich sagen? Du wirst es nicht hinbekommen wie bei einem Online Preisvergleich den besten Preis zu bekommen. Du wirst dir jemanden suchen müssen, dem du ausreichend vertraust dir eine gute Küche zu planen und der in der Lage ist diese auch gut aufzubauen. Der nennt dir einen Preis und du musst überlegen ob dir das Wert ist. Verhandeln impliziert ja auch, dass du Optionen hast. Wenn du das möchtest, dann musst du dir mehrere Angebote einholen und dann die Studios abschießen, die preislich nicht mitgehen möchten. Ich vermute aber, dass das Vorgehen nicht dazu führt, dass du am Ende die Küche mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis bekommst.
 

martin

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Ich habe dieses Buch auch gekauft und festgestellt: der Preis dafür ist viel zu hoch bei dem geringen Heizwert.
 

Matia

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Irgendwie dreht sich das hier im Kreis. Der TE hat das Gefühl, er weiss wie der Hase läuft und so kommt man nicht weiter. Was mich wundert ist diese Versteifung auf Abteilungsleiter etc. Macht für mich eh keinen Sinn, aber wer wird eher Abteilungsleiter, derjenige der die tollsten Küchen und die besten Preise macht oder derjenige, der am meisten Umsatz und Gewinn generiert?

Nur zur Einschätzung: Natürlich wissen wir keine Details. Aber 18000 mit Quooker , den genannten Geräten, Ballerina mit Resopal und 9lfm Naturstein scheint mir unglaublich günstig. Der TE hat immer noch das Gefühl, er wird abgezockt, weil er ja irgendeinen EK gesehen hat. Ich würde hier eher den Haken suchen bei diesem Preis.
 

racer

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ich gib dir noch einen Tipp, wenn Du Dich so sehr für Kalkulationen und Ergebnisse interessierst, als weniger für die vernünftige und sinnvolle Anordnung der Küche, denn dafür ist dieses Forum eigentlich gedacht... und dann beende ich das hier für mich auch.

Sämtliche GmbH´s in Deutschland müssen im Bundesanzeiger Ihre Bilanzen der letzten Jahre veröffentlichen.. da kann man sich das anschauen..

dort sieht man im übrigen auch, dass das Unternehmen:

Küchen Keie Hofheim Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Hofheim am Taunus

ich zitiere:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 weist einen Jahresfehlbetrag von € 171.092,89 aus.

Somit dürfte klar sein, was die an Küchen verdient haben, zumindest in 2021..
 
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