Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

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Hallo Leute,

wir sind gerade im Rohbau. Bald kommt die EG Betondecke und wir möchten in unserer Wohnküche einen Flachkanal über der Kochinsel in die Filigrandecke legen lassen und dann betonieren.

Die Länge wird ca 2,80 m . Mir wurde das Naber Comair Flow System empfohlen
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Mein Rohbauer meint das man ein langes Holz mit einlegen könnte das den Druck vom betonieren etwas wegnimmt und der Kanal nicht zusammengedrückt wird.

Den Mauerkasten würde ich auch mit einbetonieren oder ist eine Kernbohrung sinnvoller ?

Welchen Mauerkasten sollte ich nehmen
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oder einen Normalen ? über den GTS habe ich gerade zwispneuiges gelesen und bin verunsichert.
Für Anregungen und Tipps bin ich sehr dankbar
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grüsse ikapika
 

Snow

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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

hmm... die Decke besteht ja aus einer 4 bis 6 cm dicken Stahlbetonplatte, die anschließend ausgegossen wird. Da bin ich der Meinung, daß sowieso eine Kernbohrung in die Stahlbetonplatte über der Haube notwendig wird.

Ich würde also den Mauerkasten auch mittels Kernbohrung setzen. Oder hab ich einen Denkfehler?

Was ich mir noch überlege ist, wenn der Kanal einbetoniert werden soll, wäre ein Stahl verzinkter Kanal nicht die bessere Lösung?
 
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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

Vor diesem Schritt sollte die Überlegung stehen ob es nicht auch anders zu lösen ist. Z.B. mit einem Trockenbau oder einer abgehängten Decke.
Das Haus steht 100 Jahre und länger. Bei zukünftigen Umplanungen wäre man mit der Lösung wesentlich flexibler und hätte nicht ein totes Rohr in der Decke.
 

mozart

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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

Hallo,
das sehe ich anders. Sollte das in der Decke verlegte Rohr irgendwann durch Umgestaltung der Küche unbraubar werden, hat man ja immer noch die Möglichkeit, ein neues in einer Abhängung zu verlegen. Abhängungen können sicher gut aussehen, manchmal passt es aber einfach nicht, vor allem wenn man mitten im Raum kocht und die Raumhöhe möglichst durchgehend erhalten will.
Der Flachkanal wird ohne Verstärkung definitiv verformt. Ein aufgelegtes Brett geht (wobei sich die Frage stellt, ob man dann nicht auch ein 150er Rundrohr hineinbekommt).
Ganz wichtig ist es, den Kanal vor dem Gießen sehr solide mit der Bewehrung zu verbinden. Beton ist keine Flüssigkeit, sondern eine Geröllmasse. Wenn man Pech hat, wird der ungesicherte Kanal regelrecht weggeschoben-Korrigieren nicht möglich.
Kabelkanal für Außenwandmotor oder elektr. Mauerkasten nicht vergessen, ggf. auch ein Bus-Kabel vorsehen, immer mehr Hauben sind Bus-fähig.
Grüße,
Jens

(ich stand mal zum Rohre verlegen auf der Schalung, Schuhe irgendie in der Bewehrung verknotet, und 5 französische Bauarbeiter haben Wetten abgeschlossen, ob ich alleine da rauskomme...)
 
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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

hallo jens,

unser Gedanke war auch die Raumhöhe nicht durch Abhängen zu ändern.

Unser Architekt schlug vor das wir das Rohr bis nach Aussen verlegen und der Verputzer dann bündig abschneidet, dazu dann
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also ohne Mauerkasten. Wäre kostengünstigste Variante. Brauchen man überhaupt einen Mauerkasten ?

Die Filigrandecke ist 6 cm stark und wird mit ca 16 cm zu betoniert, mittels eines Trichters (ohne Pumpenfahrzeug). Der Rohbauer möchte unterhalb und überhalb des Kanals verstärkt armieren und das Rohr mit 1-2 % Gefälle nach aussen einbauen lassen.

was haltet ihr davon ?

über ein Leerrohr für einen eventuellen externen Motor habe ich auch schon nachgedacht, jedoch mit einer guten Haube ab 700 m³ müsste es auch ohne gehen, oder ?

grüsse ikapika
 

Nice-nofret

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Hänge mal einen Grundriss ein und ich würde das Rohr eher grösser als kleiner Dimensioniere - moderne Hauben arbeiten mit 150mm z.t. auch mit 200mm Durchmesser.
 
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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

das wäre der Grundriss im EG.

Küche ist im Südwesten, der Abluftkanal würde überhalb der südlichen linken Terassentür mittig verlaufen.

Wenn ein Mauerkasten zwingend ist, welcher ist dann besser der rechteckig raus geht oder der rund rausgeht ?

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Edit: Flachkanal hab ich mal rot angezeichnet. :-)

Hänge mal einen Grundriss ein und ich würde das Rohr eher grösser als kleiner Dimensioniere - moderne Hauben arbeiten mit 150mm z.t. auch mit 200mm Durchmesser.
 

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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

Hallo ikapika,

ich halte auch die Verlegung des Abluftkanals in der Decke für die elegantere Lösung.

Eigentlich wird das Abluftsystem nicht beim Gießen der Decke mit eingelegt, sondern es wird eine Bohle oder Verschalung eingelegt, welche nach dem Gießen wieder entnommen wird. Danach wird dann das Abluftsystem verlegt. Hier empfehle ich den Flachkanal und den von Dir verlinken Aussenanschluss 402.2.038. Dann wird darauf dann der Estrich gegossen.

Damit ist es dann aber noch nicht getan, da das komplette System nun entkoppelt werden muss, damit man die Luftströmung und Geräusche aus dem Obergeschoss nicht im ganzen Haus hört. Das Material zur Entkoppelung ist sehr teuer und diesen Aufwand lassen sich meine Hausbauer im Schnitt mit 800-1K bezahlen.

Sollte es bei Dir günstiger sein, würde ich das hinterfragen... ob hier nicht in irgendeiner Weise an irgendwas gespart wird, was Du hinterher bereust und was dann sehr schwer zu korrigieren ist.
 
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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

hi cooki

heisst das ich müsste auch in der Betondecke entkoppeln ? Der obere Aufbau des Bodens ist ca 15 cm mit Isolierung und Estrich und Parkett.

gruss ikapika
 
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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

Hast du da mal Details drüber, Cooki?

Mein Wissen in der Richtung bezieht sich auf die Entkopplung des Lüfter-Motors von in Schwingung zu versetzenden Bauteilen (Trockenbau z.B.).
Das hielt ich bisher für ausreichend da Beton nicht gerade zu den Materialien gehört, die sich von pupsigen Radiallüftern in Schwingungen versetzen lassen.
 
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AW: Flachkanal für Dunstabzug in Filigrandecke

Michael, allein das Gelauf überträgt sich durch das Lüftungssystem in andere Räume.

Daher werden auch keine Rohre in Wände verlegt, die zwei Wohnungen von einander trennen und mittlerweile wohl auch keine Steckdosen mehr.

Willst Du den Namen von dem Material zur Entkopplung?

Den weiß ich gerade nicht. :smoke: ;D
 
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Hallo zusammen, ich stehe vor einem ähnlichen Problem. Kochinsel.
Abluftführung mit 150mm Rohr auf kürzestem Weg direkt nach oben durch Decke im OG.Dort Knick auf Naber oder Weiber Flachkanal mit 8 bzw.9 cm u d dann direkt raus mit dem Weibel Mauerkasten.Der Deckenaufbau beträgt 13.5cm davon 6 cm Dämmung.
Der Hausbauer schlug vor die Decke etwas einzulassen da die 6cm Dämmung überschritten werden.Ich würde fast die 3cm in den Estrich gehen (mit Einlegen Stahlmatte).
Was haltet Ihr für besser und was ist die richtige Isolierung bzw.schalltechn.Entkopplung?
Wie dick wird diese werden?
Ich vermute nämlich darum muss ich mich mit Rohbauer oder Heizungsbauer selbst kümmern.Ausserdem müssen wir ja wissen wie dick der Kanal insgesamt wird.

Reicht das Naber Plastik System.Wie schützt man dieses am besten?

Es ist erstaunlich dass man zu diesem Thema so wenig findet..

Eine Sache noch für alle Strömungsexperten:
Das Rubdrohr was unten aus der Decke kommt ist ca. 0.5m von der Haube entfernt.Das muss man unter einer Abhängung ohnge grosse Verluste überbrücken.Machbar?
Die Gesamtlänge beträgt dann 3-3,5m.
Deckenhaube oder Abluft unter der Decke kommt nicht infrage da die Wege noch länger werden und die Decke nicht soweit abgehängt werden soll.

Danke Euch!!!!
 
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Ganz einfach, weil im Neubaubereich eigentlich Abluft nicht mehr üblich ist, jeder gute Architekt, KFB udn Heizungsbauer rät einem davon ab. Man handelt sich dadurch nur unnötige Probleme ein, ohne weitere Zuluft geht es garnicht und dann bleibt noch das Problem der Wärmebrücken. Man muss sowohl für Zu- wie auch Abluft gute gedämmte Mauerkästen vorsehen die auch wieder viel Geld kosten. Bei den heute sehr gut isolierten Neubauten stellt jede Öffnung in der thermischen Hülle ein riesen Verlust da.
Wenn dann noch ein KWL installiert wird, kann das zu weitern Problemen führen.

Dann besteht noch die Gefahr von Tauwasserbildung wenn das Rohr im Beton liegt und die Problematik wie am Übergang nach Außen die Wärmebrücke vermieden werden soll.
 
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@ralfs1969 nicht der "gute" Architekt oder Heizungsbauer rät davon ab, sondern nur der, der es sich einfach machen will.
Auch in Neubauten ist Abluft durchaus realisierbar und für das Raumklima besser als Umluft - selten wird bei Umluft so gelüftet, wie man es machen müsste.
Genaueres dazu wird sicher noch @martin sagen ;-)
 
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Dafür hat man üblicherweise eine KWL (kontrollierte Wohnraumlüftung) Ohne solch eine KWL stimme ich dir vollkommen zu, da schafft man es eigentlich heute bei den dichten Häusern nicht mehr richtig zu lüften wenn man ganztags auf der Arbeit ist. Eine Umluft-DAH verstärkt dann noch das Problem.

Der thermische Verlust bei einer Zu- und Abluft für die DAH ist aber immens, wenn man den normalen sehr geringen thermischen Bedarf eines aktuellen Neubaus betrachtet.
 

martin

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Der thermische Verlust bei einer Zu- und Abluft für die DAH ist aber immens, wenn man den normalen sehr geringen thermischen Bedarf eines aktuellen Neubaus betrachtet.
Der Verlust bleibt durchaus überschaubar. Die Betriebszeit der Haube liegt bei täglich weniger als 1 Stunde und erfolgt bei guten Hauben auf Stufe 1 oder 2. Höhere Stufen sind nur bei extrem geruchsintensiven Speisezubereitungen nötig und da auch nur für relativ kurze Zeit.
 
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Hallo,
auch meine Meinung: man macht es sich oft zu einfach. Klares Votum für Abluft weil der ganze Wrasen und viel mehr Gerüche mit ordentlich Bums abtransportiert werden.Die Umluft packt das nicht und verteilt noch Reste im Raum. Wenn dann noch KWL installiert ist, wer weiß was da absetzt.
KWL ist bewusst nicht installiert, teuer, wartungsintensiv und Verschmutzungs/Schimmelgefahr.
Verluste sehe ich unproblematisch, schau Dir mal den Weibel Mauerkasten an. Ja, der hat seinen Preis, aber kombiniert Abluftlösung ohne große Leistungs- und Wärmeverluste (sogar Blower Door Test zertifiziert)

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Und ja, siehe Martin, diese 1h...Auch gibt es ja eine kombinierte Zuluftlösung.
>>Die Häuser sind heutzutage ohnehin viel zu dicht..Schimmelgefahr! Das wird mit Umluft bestimmt nicht besser. Ich bin doch froh, wenn etwas Durchlüftung da ist, ohne gleiche eine 12 TEUR teure KWL zu installieren, mit oben beschriebenen Nachteilen. Ein Wahnsinn ist das.
Wenn dann noch die Fußbodenheizung läuft und unzureichend natürlich gelüftet wird, geht es häufig zu wie in einer Sauna! ;=)))

Doch das war eigentlich gar nicht meine Frage!
Diese bezog sich rein auf das ideale Verlegen und Isolieren, siehe oben sowie das Strömungsverhalten bei Krümmungen*.
*Zu letzterem habe ich mal gelesen dass jede 90°-Umlenkung etwa so viel Leistungsverlust wie ein Meter Rohr fordert . Ich hätte dann 3 Krümmungen, also 3m + 3m Gesamtlänge = 6m. Dazu soll eine Novy Proline ISL oder Gutmann Campo an den Start.


Vielleicht habt Ihr hierfür Hinweise.Danke!
 
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