Abstand zwischen Backofen und Hauptarbeitsplatz

Daena

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Bei vielen neuen Küchen befindet sich der Backofen ja in einer Hochschrankzeile und diese mitunter am anderen Ende des Raumes, so dass der Weg zur Hauptarbeitsfläche bzw. zum Kochfeld recht weit ist.

Bei mir im Kochalltag ist es so, dass ich meinen Kombiherd mit Mikrowelle gefühlt ständig brauche und dieser nur zwei Schritt mit Vierteldrehung vom KF entfernt ist, so dass ich heiße Auflaufformen, aufgewärmtes Essen etc darauf abstellen kann, um zB zwischendurch umzurühren und abzuschmecken.

Wie macht ihr, deren Backofen weit entfernt steht, das im Kochalltag? Wo stellt ihr das heiße Blech ab oder lauft ihr damit einmal durch die Küche und vllt wieder zurück, wenn Speise nur umgerührt werden muss?
 

Nice-nofret

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Wenn was im BO nur gerührt, oder gedreht werden muss, mach ich das mit dem Teil im BO - da wird der Rost per Teleskopschiene rausgezogen und gerührt / gedreht und feddisch. Zum Teil mache ich das auch so um das geröstete auf den Teller zu befördern. Ansonsten laufe ich halt mit dem Blech in der geschützen Pfote zum Kochfeld oder lege mir schon einen Untersetzter auf die Insel. Also ne Hexerei ist das nicht.
 

KerstinB

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Vanessa, bei dir ist aber der Backofen nun wirklich nicht so weit von Küchenzeile oder Insel entfernt.
 

Nice-nofret

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... ne aber zum Kochfeld sinds auch ein paar Schritte mehr als nur ne 1/4 drehung ;-)

Ich mein ja nur - mit Teleskopauszügen sehe ich da kein Problem ... und nem guten Paar Topflappen.
 

US68_KFB

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Habe gerade mal gemessen, bei mir sind es 7 m. Der Backofen steht in der Speisekammer 2 Räume weiter. Das ist historisch gewachsen und wir haben uns so dran gewöhnt, dass wir das in der neuen Küche so beibehalten haben. Ist Gewöhnungssache und hängt sicher von den erlernten Gewohnheiten ab. Wir backen häufig Brot und Kuchen, eher selten Braten oder Aufläufe. Im Prinzip steht da nochmal eine Zweitküche nebenan, allerdings ohne Spüle und Kochfeld.
 

Daena

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@US68_KFB hui, 7 Meter, und ich mache mir Gedanken, ob es praktikabel ist, 3 m statt der 3 Schritte zu gehen.

Bei dem kompakten Kombigerät gibt es ja keine Teleskopauszüge, so dass ich Schüsseln immer komplett rausnehmen muss, um umrühren zu können. Und neben dem Hochschrank gibt es keine Arbeitfläche zum Abstellen.

Ich würde, wenn ich den Ofen in die Hochschrankwand packe, mehr Arbeitsfläche generieren, habe aber die Befürchtung, dass mich das Hin- u. Hergerenne nerven könnte. Obwohl ich natürlich weiß, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist .... puh, diese 1000 Einzelentscheidungen.
 

KerstinB

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Ich habe auch keine Teleskopschienen in meinem Kombibackofen. Das Blech kann man zu 45% rausziehen, wenn die Schüssel dann nicht gleich vorne steht, passiert gar nichts.
 

Fernblau

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Während der Braten in der Röhre 'schmurgelt', ist ja gleichzeitig oft auch das Kochfeld in Aktion. Auch deshalb hatten wir uns für eine massive Dekton -APL entschieden: Da stelle ich alles drauf, egal welche Temperatur es hat. Nur als eine mögliche Alternative...
 

gpapo8b

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Ich nutze normalerweise auch Teleskopauszüge. Dazu habe ich mir noch ein Paar "Grillhandschuhe" gekauft. Das sind Fingerhandschuhe, so dass man die Hände normal benutzen kann. Das funktioniert für mich viel besser als Topflappen. Auch ein 200Grad heisses Blech hält man damit locker 1 Min. Die Handschuhe dürfen nur nicht naß werden, wenn man etwas Heisses in der Hand hat.
 

menorca

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@Daena, was ist denn der aktuelle Planungsstand? Es wäre super, wenn du da ein Update und einen Grundriss in deinem Planungsthread einstellen könntest. Auf Grund der vielen Anfragen und weil dein Thread ja schon längere Zeit läuft, kann man dir dann evtl besser einen Rat geben.

Ich habe auch einen Kombi-BO ohne Teleskopschienen, die auch nicht nachrüstbar sind wegen "Rillen", die die Bleche und Roste aufnehmen. Etwas Übergießen oder Umrühren mache ich entweder indem ich den Rost halb herausziehe, oder das Teil auf die offene Klappe stelle, oder ich habe einen Untersetzer auf der 120cm entfernten Halbinsel platziert.

Steht bei dir nicht ein Esstisch in erreichbarer Entfernung?
 

Soßenqueen

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Ich benutze zum Abstellen
Ich würde, wenn ich den Ofen in die Hochschrankwand packe, mehr Arbeitsfläche generieren, habe aber die Befürchtung, dass mich das Hin- u. Hergerenne nerven könnte. Obwohl ich natürlich weiß, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist .... puh, diese 1000 Einzelentscheidungen.
Ich würde mehr Arbeitsfläche den Vorzug geben. Die brauche ich jeden Tag mehrmals. Den Ofen 2 Mal die Woche. Wie oft du den Ofen brauchst und die damit verbundenen Schritte läufst, hängt von deinen Nutzungsgewohnheiten ab.

Ich stelle meine heißen Sachen aus dem Ofen und auch vom Herd wenn nötig (Koche noch mit Elektro) immer auf diversen Brettern oder Untersetzern ab. Das Kochfeld ist bei mir fast nie ganz frei, dass das überhaupt ginge.
 

Daena

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@Fernblau
so eine hitzebeständige Arbeitsplatte ist bestimmt etwas Feines. Allerdings mag ich die "Steinoptik" nicht mehr leiden (hatte ich jetzt 30 Jahre lang) und die ganzen "Steine" (Dekton , Granit ...) kommen auch aus finanzieller Sicht nicht in Frage, da streikt mein Portemonnaie.

Schon mal danke an alle Antwortenden. Offensichtlich ist das Thema bei euch gar kein Thema, was mich schon mal beruhigt. Solche Grillhandschuhe nutze ich (sind nach 30 J. und x mal Waschen vllt schon etwas dünn).

@menorca
ja, ich werde meinen Planungsthread aktualisieren. Ich musste aus verschiedenen Gründen die Küchenplanung anderthalb Jahre aussetzen. Jetzt so langsam mag ich mich mit der Thematik mal wieder beschäftigen.
 

LosGatos11

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@Daena, bei mir ist es wichtig, dass ich a) einen hochgebauten Ofen habe, b) ich mit einem Dreh dahinter auf der gegenüberliegenden Stelle das Gargut abstellen kann (Etwas rausholen tu ich auch nur, wenn es fertig ist). Ich habe Schichtstoff und nutze immer Korkuntersetzer. Das hat mich nie gestört. Ich hätte auch Platz neben dem Backofen bei normaler Arbeitsplattenhöhe - nutze ich nie. Den Dreh finde ich viel angenehmer als das „zur Seite gehen“ (auch bei Nudelwasser abgießen oder ähnlichem). Mein KF wäre eine Drehung mit Schritten, aber ich würde nie etwas sehr Heißes direkt darauf abstellen. Dafür mag es keinen erklärbaren Grund geben... (auch auf die Idee, etwas auf die Ofentür zu stellen, käme ich nie), außer, dass ich einfach als Kind gelernt habe, dies nicht zu tun. Die Untersetzer bereit zu stellen und später wegzuräumen, machen aber keinen Aufwand. Wichtig war mir, aus meiner Kochintuition, dass ich mit einer Drehung arbeiten kann. Beobachte Dich selbst und hör auf Dich selbst, egal, wie es andere tun. Ich hätte viel Möglichkeit, die durch meine alte Küche geprägten Arbeitsansprüche zu ändern (Raum und Größe der Küche ist da). Aus dem blöden G der Alten Küche habe ich mir meinen optimalen Arbeitsablauf damals auch nur vorstellen können. Auch wenn sich meine damalige Vorstellung oftmals weit von den gängigen Ratschlägen bewegt, meine Realität hat sich weitestgehend meinen damaligen Vorstellungen entsprechend eingependelt. Und wie gesagt - ich hätte durchaus Möglichkeit, anders zu agieren.
 

Daena

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Danke, @LosGatos11 , für deine Darstellung.
Mittlerweile denke ich auch, ich bin durch die Nutzung meiner jetzigen Küche so festgefahren, dass ich mir einen anderen Ablauf, andere Wege, gar nicht vorstellen kann und fast zwanghaft an einigem festhalte.
Obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste, da wir in unseren Urlauben immer ein Haus mieten, so habe ich halt schon in viele verschiedenen Küchen, mit teils seltsamen Grundrissen und Möbelanordnungen, gekocht. Und was soll ich sagen, nach spätestens einer Woche habe ich mir keine Gedanken mehr drüber gemacht, was nun praktisch ist oder nicht; bin eher der Typ, der Gegebenes dann so hinnimmt.
 
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