Optimales Gerät Backofen/Dampfgarer

NeueKüche2020

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Hallo zusammen,

wir haben, mit viel Hilfe aus diesem Forum, unsere Küche bestellt und haben jetzt noch einen Punkt. Wir haben eine Gerätenische 60x60cm und schwanken zw. Backofen, Backofen mit integriertem Dampfgarer (jeweils Miele ) mit Festwasseranschluss oder Bora X BO. Kann eines der beiden letztgenannten Geräte einen vollwertigen Backofen ersetzen? Bietet der Bora nochmal Vorteile ggü. dem Miele Gerät (Optik und Dampfabzug außen vor)?

Leider kann ich das so aus keinem der Beiträge herauslesen.

Vielen Dank schon vorab!
 

US68_KFB

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Deine Frage ist eventuell etwas unglücklich formuliert oder ich verstehe sie nicht ganz. Was ist denn ein "vollwertiger" Backofen?

Beides sind in erster Linie mal Backöfen und du kannst damit alles machen, was meine Oma auch mit ihrem Scheitholzbackofen machen konnte. Aber eben noch so viel mehr.

Du könntest genauso gut fragen, ob ich dir auch einen guten Akkuschlagschrauber mit zahlreichen zusätzlichen Aufsätzen, Bohrfuttern und Beleuchtung empfehlen kann, der nebenbei auch einen vollwertigen Schraubenzieher ersetzt.
 

NeueKüche2020

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Ich verstehe deine Antwort leider nicht und dachte auch meine Frage sei verständlich. Ich formuliere es aber gerne nochmal um: Ich möchte gerne wissen, ob ein Kombigerät (Miele DGC) ein vollwertiger Ersatz für einen Backofen (Miele H) ist? Oftmals werden ja zwei Geräte verbaut. Das möchten wir aber nicht. Ich sehe nur, dass die maximale Backtemperatur beim DGC niedriger ist und keine Pyrolyse möglich ist.

Die zweite Frage lautet: gibt es beim Bora X BO, der uns als das beste Gerät am Markt angepriesen wurden, nochmals Vorteile gegenüber einem Miele DGC.

Danke.
 

martin

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Die maximale Temperatur im Miele DGC ist für eine selbst gemachte Pizza recht knapp (in vielen "normalen" Backöfen, insbesondere älteren Baujahres übrigens auch), eine TK-Pizza funktioniert problemlos.
 

Evaelectric

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Ich verstehe unter einem vollwertigen Backofen ein Gerät mit mindestens Ober-/Unterhitze, Heißluft und Grill.

All dies hat der DGC von Miele mit dem Nachteil gegenüber deren H......BP Öfen, dass DGCs nur eine Maximaltemperatur von 225 Grad und keine Pyrolyse haben, wie dir auch schon aufgefallen ist.
Zumindestens gibt es seit einiger Zeit bei den HC(X) Pro Geräten eine Reinigungsfunktion.

Wenn es doch ein Ofen werden soll- Ab dem H 7460 BP aufwärts haben die Geräte auch Klimagaren (Dampfunterstützung) bei z.B. Ober-/Unterhitze und eine Crisp Funktion (=aktive Entfeuchtung des Garraumes).

Die "darunter" mit Klimagaren können das nur mit Heißluft.
 

US68_KFB

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Ich möchte gerne wissen, ob ein Kombigerät (Miele DGC) ein vollwertiger Ersatz für einen Backofen (Miele H) ist?
Ja, natürlich. Nur halt wesentlich besser und mit viel mehr Möglichkeiten.
Oftmals werden ja zwei Geräte verbaut. Das möchten wir aber nicht.
2 Geräte sind nur für Leute interessant, die die Pommes und das Hähnchen gleichzeitig machen möchten. Oder die Weihnachtsgans und den Apfelstrudel.

Ich sehe nur, dass die maximale Backtemperatur beim DGC niedriger ist und keine Pyrolyse möglich ist.

Beim DGC hast du die Heissluft, die braucht im Vergleich zu Ober- und Unterhitze etwa 20 bis 30Grad weniger um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Ausserdem kannst du bei fast allen Brat-und Backvorgängen mit Feuchtigkeitszugabe arbeiten. Das senkt dann die Temperatur um weitere 20 Grad. Du kannst daher davon ausgehen, dass du bei feuchter Heissluft und 150Grad das gleiche Ergebnis bekommst, wie bei Ober und Unterhitze mit 200 Grad.

Das spart Energie, die Zubereitung ist schonender, es entstehen weniger Schadstoffe (PAK, Acrylamid), Vitamine bleiben besser erhalten, die Zubereitung ist schonender, das Ergebnis besser, es spritzt viel weniger und daher lebst du statistisch gesehen insgesamt länger.

Jetzt kommen garantiert gleich die Spezialisten um die Ecke, die dann das Gegenteil behaupten und da auf die Tarte verweisen, für die du halt trockene Ober und Unterhitze mit 300 Grad brauchst. Ja, man kann halt nicht alles haben. Wenn das der Hauptbestandteil deiner Ernährung ist, brauchst du einen Pyrolysebackofen oder am besten eine richtigen Pizzasteinofen im Garten. Oder halt ein 2. Gerät.

Zwei 45er Geräte sind nur unwesentlich größer als ein 60er Gerät.

Rein statistisch betrachtet braucht auch niemand in Deutschland mehr als 45 cm Bauhöhe und mehr als 3 Ebenen gleichzeitig.

Backöfen aus der "guten alten Zeit" waren 60 cm hoch und hatten 52 oder auch mal 56 Liter Inhalt.

Ein 60cm hoher Backofen heute hat bis zu 76 Liter Inhalt und ein 45er kommt schon mit bis zu 45 Litern daher.

Die zweite Frage lautet: gibt es beim Bora X BO, der uns als das beste Gerät am Markt angepriesen wurden, nochmals Vorteile gegenüber einem Miele DGC.

Nein, nur noch mehr Spielereien.
 
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Evaelectric

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Das spart Energie, die Zubereitung ist schonender, es entstehen weniger Schadstoffe (PAK, Acrylamid), Vitamine bleiben besser erhalten, die Zubereitung ist schonender, das Ergebnis besser, es spritzt viel weniger und daher lebst du statistisch gesehen insgesamt länger.

Gut, dass mir der Verkäufer meines DGCs dies nicht mitteilte.
Dann hätte ich den, vor lauter Lachen, nicht kaufen können. :rofl:
 

US68_KFB

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Gut, es ist natürlich überspitzt formuliert. Lächerlich ist es natürlich nicht. Der Trend zu bewusster Ernährung und schonender Erhitzung ist ja nicht neu und auch an dir sicher nicht vorüber gegangen.

Nur weil der Mensch seit 30.000 Jahren eine Vorliebe für verkohlte Fleischbatzen und Teigfladen entwickelt hat, muss das ja nicht besonders gesund sein.

Bratkartoffeln mit kurz Gebratenem, Pommes Frites und Pizza sind zwar lecker, aber nur selten bis gar nichr auf den diversen Listen mit gesunden Lebensmitteln zu finden.

Acrylamid entsteht in stärkehaltigen Lebensmitteln, vor allem bei Erhitzung über 170 Grad. Vor allem eben in Pommes, den äußeren Schichten von Brot und Pizza, Kaffee, gerösteten Mandeln, Lebkuchen usw. Leider alles lecker.

PAK sind vor allem in fettigem oder in Öl gebratenem und zu hoch erhitztem Fleisch zu finden.
 

NeueKüche2020

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Verstehe ich es richtig, dass ich die fehlende (Höchst-)Temperatur durch Heissluft und Zugabe von Dampf ausgleichen kann und so kein Nachteil entsteht? Ich habe bisher einen normalen Backofen ohne jegliche Spielereien.
Wobei weiter oben dann ja ein paar Sätze weiter wieder die Einschränkung kommt, dass zwei Geräte schon besser wären? Aber gerade das möchten wir eben definitiv nicht.
 

isabella

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@NeueKüche2020 sag einfach wofür ihr den Backofen hauptsächlich nutzt, dann kann man Empfehlungen aussprechen. Backt Ihr Brot? Macht Ihr selbst Pizza? Brät Ihr große Fleischstücke? Chicken Wings? Oder eher Aufläufe, TK-Pizza und ab und zu ein Kuchen?
 

NeueKüche2020

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Ich möchte keine konkrete Empfehlung für das oder jenes Gericht. Und ich möchte auch nicht wissen, was ich brauche, um das zuzubereiten, was wir heute hauptsächlich machen - dann würde ich auch das Gerät nehmen, was wir heute haben.
Ich würde gerne wissen, ob es Nachteile gibt, wenn man statt eines Backofens ein Kombigerät nimmt? Mir fehlt jegliche Erfahrung zur Zubereitung mit Dampf. Wenn ich morgen ein anderes Gericht zubereiten möchte, möchte ich auch kein neues Gerät anschaffen.

Überall werden die Kombigeräte, als vollwertiger Ersatz mit weiteren Möglichkeiten angepriesen. Gleichwohl wird in jedem Thema hier, spätestens auf Seite 2, ein zweiter „richtiger“ Backofen empfohlen. Das verunsichert mich ein wenig. Ich hatte gehofft, dass mir hier jemand aus der Praxis sagen kann, ob es Vor- oder Nachteile gibt. Einziger Nachteil, wenn ich der Werbung glaube, ist die fehlende Pyrolyse. Und selbst da gibt es jetzt mit HC Pro einen Ersatz.
 

isabella

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Tja, das ist wie die Frage nach dem perfekten Auto oder der perfekte Partner: Die einzige ehrliche Antwort, die man geben kann, ist “it depends”.
 

martin

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Wenn so richtig kräftig Fett spritz, wie z.B. bei der Weihnachtsgans, ist es halt mühsam, das Gerät zu putzen. Du kennst das von Deinem jetzigen BO ja. Pyrolyse ist da eine wunderbare Erleichterung. Asche auswischen geht halt leichter als schrubben. Und das Reinugungsergebnis ist mit Pyrolyse zur Strafe auch noch besser. Das hat uns dazu veranlasst, 2 Geräte anzuschaffen. Was spritzt oder auch nur viel Fett ausdünstet, kommt in den Pyrolyse-Ofen. Alles andere ist im DGC gut aufgehoben, zumal gezielte Feuchtezugabe mit unterschiedlichen Dampfkonzentrationen das Ergebnis durchaus verbessern kann. Und wenn mehrere unterschiedliche Gerichte zum gleichen Zeitpunkt fertig sein sollen, sind 2 Geräte ein Segen. Wir haben bis heute nicht bereut (also über 12 Jahre), 2 Geräte angeschafft zu haben.
 

US68_KFB

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Verstehe ich es richtig, dass ich die fehlende (Höchst-)Temperatur durch Heissluft und Zugabe von Dampf ausgleichen kann und so kein Nachteil entsteht?

So ungefähr funktioniert das mit der Physik. Bist du schon mal in einer Sauna gewesen?

Eine gute Sauna hat ungefähr 100 Grad Celsius und man hält es da drin vielleicht 15 min aus.
Dann kommt der dicke Typ rein und giesst einen halben Eimer Wasser auf die Steine. Dann geb ich dir nur noch 10 min. Wenn er dann noch mit dem Handtuch wedelt, bist du nach 7 min fertig.

Oder umgekehrt, geh mal unter die Dusche und geh bei - 5 Grad vor die Tür. Wie lange hältst du es aus bei Windstille und wie lange bei Wind mit 50 km/h?

Feuchte und bewegte Luft kann Wärme wesentlich besser übertragen. Alles nur Physik.

Und daher ist es kein reines Marketingglaber, wenn die Industrie behauptet, dass die Zubereitung mit Dampf schonender ist und weniger Schadstoffe entstehen. Vitamine bleiben besser erhalten und auch Geschmack und Aroma überstehen niedrigere Temperaturen viel besser.

Für den Laien klingt es komisch, wieso man Brot mit Heissluft und Dampf backen sollte. Da kann doch gar keine Kruste entstehen, weil das ja nass ist. Aber bei 180 Grad hat Dampf ganz andere Eigenschaften, als bei 100 Grad. Es funktioniert.

Und daher kann man deine Frage ganz leicht beantworten. Ja, ein DGC ersetzt locker deinen alten Backofen, aber eben anders.

Auch ich habe 2 Geräte, 1 x 45 cm DGC und 1x60 cm Backofen ohne Pyro. 95% der Zeit läuft der DGC. Der Backofen kommt eigentlich nur bei gleichzeitiger Zubereitung mehrerer Sachen gleichzeitig zum Einsatz. Also jetzt Weihnachten die Ente im DGC und im Backofen der Käsekuchen gleichzeitig.
 
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NeueKüche2020

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Vielen Dank für die Erläuterungen.

Mehrere unterschiedliche Gerichte zum selben Zeitpunkt ist für und nicht relevant.
Was aber sehr wohl wichtig ist, wäre eine möglichst einfache Reinigung. Daher frage ich mich, wie gut die Reinigungsfunktion bei den HC Pro Geräten funktioniert? Ist die Wabenstruktur des Innenraums gut zu reinigen?

Und ganz konkret: was mache ich
mit einer Pizza oder einem Flammkuchen?

Danke!
 

Evaelectric

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Der Trend zu bewusster Ernährung und schonender Erhitzung ist ja nicht neu und auch an dir sicher nicht vorüber gegangen.

Du hattest vorher die unterschiedliche Wärmeübertragung von Ober-/Unterhitze und Heißluft (mit Dampf) beschrieben.

Man kann also bei Heißluft (-mit Dampfunterstützung) rund 20 Grad (-30 Grad) abziehen.

Was bei O-/U-Hitze bei 190 Grad "ankommt" entspricht ungefähr 170 Grad Heißluft.
Den z.B. Pommes bzw. dem Acrylamid ist aber egal, welche Temperatur auf dem Display steht. Entscheidend ist was ankommt.
Macht also 0 Unterschied, ob man die Pommes, nach Herstellerangabe, mit Heißluft 170 Grad backt oder O-/U-Hitze 190 Grad, auch wenn die "deine 180 Grad Grenze" auf dem Display überschreiten.



Ich würde gerne wissen, ob es Nachteile gibt, wenn man statt eines Backofens ein Kombigerät nimmt?

Für mich ist der größte Nachteil die fehlende Pyrolyse.
Wer bestimmte Backwaren oder selbst zubereitete Pizzen backen will braucht 250 Grad Ober-/Unterhitze.
Ansonsten kann man alles damit machen.

ABER, wenn man das Gerät als Dampfgarer, z.B. für Gemüsebeilagen, nutzen will, hat man parallel keinen Ofen zur Verfügung.
Daher rührt die Empfehlung für ein Zweitgerät.
 

Evaelectric

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Und daher ist es kein reines Marketingglaber, wenn die Industrie behauptet, dass die Zubereitung mit Dampf schonender ist und weniger Schadstoffe entstehen. Vitamine bleiben besser erhalten und auch Geschmack und Aroma überstehen niedrigere Temperaturen viel besser.

Ja, aber das trifft auf das reine Dämpfen von z.B. Gemüse zu, im Vergleich zum Garen in kochendem Wasser.
Dünstet man im Topf oder gart Gemüse im SKT oder MW, sieht die Rechnung nicht ganz so positiv aus
Bei 100 Grad dämpfen geht auch gut mit einem Topf und entsprechendem Dampfaufsatz-/Dampfeinsatz.
Dafür braucht man nicht unbedingt einen Dampfbackofen/Dampfgarer.

Will man gedämpftes Gemüse plus Fleisch/Geflügel/Kartoffelgratin etc. aus dem Ofen muss man das eh machen, wenn man nur einen DGC hat.

Dessen Dampffunktion ist doch eher für Dampfgaren bei Temperaturen < 100 Grad und natürlich für den Combibetrieb (Dampf + z.B. Heißluft) interessant, der bei den Backöfen mit Klimagaren nur mehr als eingeschränkt möglich ist.
Da geht nur dreimal 100% Dampf à 5-8 Min.
 

martin

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Lasagne im DGC, mit 70% Dampf aufgewärmt, z.B. schmeckt wie frisch zubereitet. Flammkuchen wird im DGC wunderbar: Heißluft mit Höchsttemperatur + 50% Dampf. Gemüse garen wir im DGC mit max. 80% Dampf, sonst geht wie im Dampfkochtopf zuviel Geschmack verloren. Aber: Pizza mit selbstgemachtem Teig wird zwar auch schmackhaft, aus dem BO wird sie noch ein wenig besser. Zu Deinem alten BO wirst Du allerdings kaum einen Unterschied merken. Der erreicht vermutlich sowieso nicht die Höchsttemperatur moderner Backöfen.

Als wir vor über 50 Jahren heirateten, hatten wir einen Standherd. Der konnte nur Ober- und Unterhitze. Bei 220° war Schluss. Die Pizza schmeckte trotzdem.
 
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