Cleanrate Bora

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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage zum Thema Cleanrate. Bora nutzt dieses Verfahren, um die Überlegenheit des eigenen Systems im Vergleich zu einer handelsüblichen Dunstabzugshaube zu belegen. Was haltet ihr von diesem Messverfahren? Mehr Infos zu Cleanrate auf
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In der Rubrik Versuchsaufbau steht im letzten Punkt geschrieben:

  • Zur Erzeugung des Kochdunstes wird pro Kochzone ein Liter destilliertes Wasser in einem offenen Topf bis zum Siedepunkt erhitzt. Der zeitliche Standard sieht einen Messvorgang von 60 Sekunden vor.
Für die Prüfumgebung wird irgendeine DIN angegeben.

Da frage ich mich, "wer kocht mit destiliertem Wasser" ?, warum wird nicht ein 200 Gramm Steak mit einem Schuß Öl genommen. Das entspricht ja wohl eher dem "Tagesgeschäft". Die Mengen könnte man pro Versuch ebenfalls gleich anwenden. Und dann länger als 60 Sekunden...

Aber so... würde ich es als überbewertet ansehen.
 
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ob destilliert oder nicht, hat nur auf den Siedepunkt Auswirkungen, ansonsten nicht. I.d.R. wird das verwandt um bei Ausstellungsgeräten keine unschönen Salzränder zu haben.
Das Messverfahren ist einwandfrei, die Tests sind so richtig.
 

Gatto1

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@Wolfgang01: Die angegebene DIN ist die DIN, nach der auch jetzt schon die "Leistung" von Dunsthauben gemessen wird. Es hat sich also nichts an den Rahmenbedingungen geändert, sondern nur den Messkriterien bzw. der Ergebniswürdigung.
 
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Naja, unter den Rahmenbedingungen wird ja nun Umluft komplett ausgeklammert. Selbst unter den "Rahmenbedingungen" kocht kein Mensch.
Wofür soll also so eine Prüfmethode nützlich sein?
 

Gatto1

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@Wolfgang01: Da hast Du natürlich Recht, die Kriterien sind nicht wirklich realisitisch - aber das sind viele Testanordnungen nicht. Letztlich bleibt es dabei, das das die schon seit Jahren geltenden Prüfkritierien für Dunsthauben sind.
 

Gatto1

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@Wolfgang01: Und wenn wir jetzt tatsächlich mal alle aktuellen Prüf-/Leistungskriterien außer Acht lassen würden, nach welchen Kriterien würdest Du denn Deinen Kunden eine Haube empfehlen ?
 
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die Kriterien können gut oder schlecht sein, das lassen wir mal dahingestellt.
Aber wenn sie für jede Haube gleich gut/schlecht sind, ist es eben ein vergleichbares Testergebnis. Und darum geht es.
 
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Gefragt wurde was haltet ihr von diesem Messverfahren und nicht von vergleichbaren Testergebnissen.
Fakt ist, unter diesen Bedingungen kocht kein Mensch. Ebenfalls weiß keiner wie sich das Ergebnis ändert wenn von den Bedingungen abgewichen wird. Wird das Ergebnis besser oder schlechter?
Und, das ganze gilt nur für Abluft. Sucht der TE eine Umluftvariante braucht er diesen Quatsch nicht berücksichtigen.
Meine Meinung: Ich halte von diesem Messverfahren nix.
 
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Gatto, die Frage ist doch "was wünscht sich der Kunde"?
Wenn ich ihm so ein Messverfahren präsentiere und er kommt hinterher unzufrieden zu mir, kann ich mich wohl schlecht auf ein Messverfahren berufen.

Deshalb lasse ich das mal außen vor und zeige ihm verschiedene Möglichkeiten. Bei uns kann zB. unter realen Bedingungen gekocht werden. Auch wenn Salzränder hinterlassen werden.
 

Gatto1

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@Wolfgang01: bei uns in der Ausstellung haben wir auch drei Kochstellen an denen wirklich gekocht und gebraten wird - aber davon weiß ich noch nicht, wie andere Hauben wirklich funktionieren.
Und Du empfiehlst dann auch nur die Hauben, die Du unter realen Bedingungen selbst ausprobiert hast - oder wie machst Du das ? Denn auf irgendeiner Basis muß man den Kunden doch informieren und wenn man dazu keine Testergebnisse oder Prüfberichte heranziehen kann, stelle ich mir das sehr kompliziert vor.
 
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Gatto, wenn ich Hauben aus der Ausstellung meinem Kunden präsentiere und dieser die Haube in Aktion sieht, heißt das doch nicht das diese so auch bei ihm zuhause funktioniert. Das ist ja klar.
Aber, auch vergleichbare Prüfungen nutzen nichts, wenn unter unrealen Bedingungen geprüft wird.
Nach dem Prüfverfahren von Bora erzielen ja nur die Bora-Systeme Bestergebnisse.
Ich muß doch das Rad nicht neu erfinden.
Ich schaue mir die örtlichen Gegebenheiten an und such dann das beste System heraus über welches ich informiert bin. Hinzu kommt meine Erfahrung und der Instinkt.
Abgestimmt auf das Budget, mein vorhandenes Montage-Wissen und Möglichkeiten.
Das ist alles. Ich kann meinem Kunden nur mein Wissen und meine Erfahrung zur Verfügung stellen und richte mich nach keiner Norm, Testergebnis, Verkaufspsychologie des Herstellers, etc.
Und, ganz wichtig, verspreche ich nur das, was ich auch halten kann.
So gehe ich an die Sache ran.
 
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Danke @Wolfgang 01. Mir hilft deine Einschätzung sehr. Irgendwie verunsichert mich so eine Aussage. Aus meiner Sicht wird da etwas inszeniert, das einer Dunstabzugshaube 0 Chancen lässt. Ich habe mir die Seite von Cleanrate auch noch einmal angesehen und habe im Impressum entdeckt, wer da der Geschäftsführer ist. Danach war alles klar.
 

Gatto1

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@lakschmi: Du hast Recht. Ein solches Testverfahren läßt anderen Haubensystemen kaum noch eine Chance. Das liegt allerdings nicht daran, daß dieses Verfahren eine Muldenlüftung bevorzugt, sondern an der Tatsache, das Muldenlüftungen schlechthin wesentlich bessere Ergebnisse erzielen als konventionelle Hauben.
Wenn Du Dir heute irgendeine konventionelle Decken-, Wand- oder Kopffrei- Haube ansiehst, hat diese ein Energieeffizienz- und Leistungslabel. Dieses Label ist genau mit der Testanordnung gemacht worden, die hier bemängelt wird (nur die Messehöhe ist anders).

Und noch mal zur Klarstellung.
Der eigentliche Test ist der, der ursprünglich von den Herstellern konventioneller Hauben mit entwickelt wurde - also keine Neuerfindung von Bora.
Neu ist nur, das beim Cleanair-Verfahren gemessen wird, wie hoch die Reinigungswirkung im Verhältnis zum insgesamt entstehenden Schwaden ist(neu) und nicht mehr nur die Wirkung in Bezug auf den Schwaden, der überhaupt noch bei der Haube ankommt(alt).
 

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