Aufgedoppelte Compact HPL AP auf IKEA Metod

ff1975

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Liebes Forum

wir möchten unsere IKEA Küche mit einer dunklen (schwarz/anthrazit o.ä.) Compact HPL Arbeitsplatte aufwerten. Dabei würden wir gerne mit einer 12mm Platte arbeiten, die auf einer etwa gleich dicken zweiten Platte liegt, dabei aber etwas am Rand übersteht, um einen leichteren Effekt zu erzielen. Konkret soll die eigentliche Arbeitsplatte in Breite und Tiefe die Fronten bzw. Deckseiten der Arbeitszeile abdecken, während die darunterliegende Trägerplatte sich größenmäßig am Korpus orientiert und damit 15 bis 20mm gegenüber der Arbeitsplatte zurückspringt.

Die Gesamtlänge der Arbeitsplatte wäre 3232mm, die Tiefe 800mm; darin Ausschnitte für Kochfeld und Spüle. Entsprechende Compact HPL-Platten bekommt man am Stück mit erfreulich kurzer Lieferzeit im Versand.

Ich bin hinsichtlich der Trägerplatte unsicher: Sollte die aus dem gleichen Material bestehen (was die ganze Angelegenheit ziemlich teuer machen würde) oder kann ich auch eine einfachere MDF-, Span- oder Multiplex-Platte (ggf. lackiert oder mit Umleimer) drunter legen ? Oder gibt es ein anderes Material, das hier sinnvollerweise zu verwenden ist? Durch den Rücksprung würde ich hoffen, dass der Materialwechsel optisch nicht störend wirkt. Wie schätzt ihr das ein?

Idealerweise würde ich den Einbau selbst übernehmen. Dabei stellen sich weitere Fragen: Wie sind denn die beiden Platten miteinander zu verbinden? Verschraubt, geklebt oder anderes? Ist die sonstige Bearbeitung der Platte(n) mit einer gut ausgestatteten Amateurwerkstatt möglich oder bedarf es spezieller Werkzeuge? Falls ich die Platten verschraube müsste ich z.B. entsprechend vorbohren.

Vielen Dank für Eure Hinweise und Ratschläge!
Ferdinand
 
Wozu eine ganze Platte? Dazu reichen auch irgendwelche schmalen Streifen oder ein paar Plastikscheiben an den Korpuskanten. Der Sinn der Aktion erschließt sich mir allerdings auch nicht so ganz.
 
Ich würde nicht vollflächig mit einer 2. Platte arbeiten, schon gar nicht verkleben.
Kompaktplatten sind kritisch für Verzüge. Das wird nicht besser, wenn die eine Seite frei liegt und die andere komplett verschlossen wird.
Streifen Breite vielleicht 10cm aus einem 12mm-Material, am besten fertig bekantet, wären eine gute Lösung.
Die würde ich mit doppelseitigem tape unter die Kompaktplatte setzen und dann mit dem Korpus verschrauben.
Dazu vorbohren mit einem Bohrer mit tape-Markierung für die Bohrtiefe.
Schrauben dann mit Blechschrauben.
Alternativ (und sicher einfacher) punktuell mit Silikon kleben.
 
Vielen Dank für Eure Rückfragen und Hinweise.

Zur Frage, warum überhaupt eine Trägerplatte zwischen Korpus und Arbeitsplatte soll, hatte ich drei Gründe im Kopf.

1. dachte ich, dass es bei einer 12mm-HPL aus Stabilitätsgründen sinnvoll ist. Eure Antworten legen nahe, dass ihr das nicht für notwendig haltet?
2. ist ein zusätzlicher Zentimeter Arbeitshöhe kein Schaden bei uns, wir sind recht groß gewachsen. Macht aber natürlich keinen großen Unterschied.
3. können wir uns gut vorstellen, dass die Optik ein bisschen angenehmer ist, wenn die Platte nicht direkt auf dem Korpus aufliegt, sondern sich etwas über den Korpus abhebt. Dsa ist durchaus auch im Stehen, erst Recht natürlcih aus der Entfernung, zu sehen. Vgl. dieses Bild aus der Wohnung einer Freundin, bei der das aus unserer Sicht elegant gelöst ist:
1758701346011.png













Aber den Effekt kann man natürlich auch mit Leisten erzielen, dafür brauchts keine vollflächige Aufdopplung, wenn die aus Stabilitätsgründen nicht notwendig ist.

Ich würde nicht vollflächig mit einer 2. Platte arbeiten, schon gar nicht verkleben.
Kompaktplatten sind kritisch für Verzüge. Das wird nicht besser, wenn die eine Seite frei liegt und die andere komplett verschlossen wird.
Streifen Breite vielleicht 10cm aus einem 12mm-Material, am besten fertig bekantet, wären eine gute Lösung.
Die würde ich mit doppelseitigem tape unter die Kompaktplatte setzen und dann mit dem Korpus verschrauben.
Dazu vorbohren mit einem Bohrer mit tape-Markierung für die Bohrtiefe.
Schrauben dann mit Blechschrauben.
Alternativ (und sicher einfacher) punktuell mit Silikon kleben.
Danke für die Tipps, lieber @mozart. Kurze Rückfrage zu den zwei Möglichkeiten, zur Sicherheit:
1. Verschraubung durch den Korpus und die Leisten bis hoch in die Kompaktplatte. Das doppelseitige Tape dient im Wesentlichen zur Fixierung während der Montage? Vorbohren mit HSS-Bohrer?
oder alternativ
2. Leisten auf Korpus schrauben und Platte mit Silikon auf Leisten kleben.

Leisten reichen alle 60 bis 80 cm auf die Korpuswände sowie vorne und hinten?

Vielen Dank und Grüße
Ferdinand
 
Wieso nimmst du nicht einfach eine 16 oder 18mm Platte, die hält mehr aus und muss nicht umständlich angepfrimelt werden?
 
Vielleicht dann mit 11 cm-Füßen? Dann muss der Sockel aus Sichtseiten gebastelt werden, aber dafür kann man die Höhe genauer anpassen. Oder gleich um 1 Raster „aufstocken“ so wie in dieser Küche: Frau (41) sucht........die perfekte Küche - Fertiggestellte Küche -
11er-Sockel ist schon eingeplant. Das mit dem zusätzlichen Raster ist cool, aber mit 6 Schränken und zwei Deckseiten ganz schön aufwändig.

Wieso nimmst du nicht einfach eine 16 oder 18mm Platte, die hält mehr aus und muss nicht umständlich angepfrimelt werden?
Weil wir's schöner finden, ein besseres Argument habe ich dafür leider nicht. Vielleicht noch der Preis, wobei ich 16- oder 18mm-Kompaktplatte auf die Schnelle auch nicht gefunden habe. Hast du da einen Hersteller im Kopf? Oder denkst du an eine beschichtete HDF-Platte? Die haben wohl weniger günstige Eigenschaften, oder?

Danke!
Ferdinand
 
In der Anleitung kannst du sehen, wie Ikea eine dünne Arbeitsplatte , die sie mal im Sortiment hatten, erhöht montiert hat.

Für mich wäre das nichts, denn ich möchte mich auch mal auf die Arbeitsplatte stellen können. Von einer Leiter aus ist mir die Wand oder Oberseite von Hängeschränken zu weit entfernt.
 

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Z.B. auf den Seiten von Pfleiderer und Resopal findest du auch dickere HPL Kompakt Platten.
 
Hi,
die Kompaktplatten lassen im Gegensatz zu 16mm Laminat mit Trägerplatte darunter auch den Einbau von Unterbaubecken zu-das finde ich den größten Vorteil, sieht schön aus, ist komplett wasserfest und sehr pflegeleicht.
Kompakt gibt es zwar in vielen untersch. Stärken, für Küchenarbeitsplatten wird aber überwiegend 12mm Stärke verwendet.
Man soll die Bearbeitung auch nicht unterschätzen. Stichsägen kommen da an ihre Grenze, die beste Bearbeitung ist mit Handkreissäge und Oberfräse.
Also nicht unbedingt ein DIY-Material, es sei denn, man bekommt fertig bearbeitete Platten und muß allenfalls an Hinterkante/Seite was einkürzen.

@ferdinand, ja, so hatte ich das gemeint.
Bohrungen würde ich an einem Reststück/Muster probieren.
Bei 12mm Stärke hat man schnell die Oberfläche erreicht.
Bohren mit Metallbohrer, z.B. 3,0mm für 3,5mm Schrauben, nur als Anhaltswert.

Beispiel für Kompaktplatte mit UB-Becken

 
Also nicht unbedingt ein DIY-Material, es sei denn, man bekommt fertig bearbeitete Platten und muß allenfalls an Hinterkante/Seite was einkürzen.
Ich würde die Ausschnitte für Spüle und Kochfeld vom Versender machen lassen (und hoffen, dass ich bei der Planung keinen Fehler gemacht habe). Mehr fällt ja nicht an, denke ich. Die Platte zu bearbeiten, so dass es ordentlich aussieht, traue ich mir nicht zu,

Für mich wäre das nichts, denn ich möchte mich auch mal auf die Arbeitsplatte stellen können. Von einer Leiter aus ist mir die Wand oder Oberseite von Hängeschränken zu weit entfernt.
Dann sind wir wieder bei der vollflächigen Aufdopplung. Oder bringt das am Ende nicht so viel, weil punktuelle Belastungen (z.B. durch einen auf die Platte steigenden Erwachsenen) zwei dünne aufeinander liegende Platten, die nur punktuell verbunden sind, fast genauso durchbiegen wie eine einzelne Platte? Mein Bauchgefühl sagt mir grade, dass die flächige Aufdopplung gar nicht viel bringt, wenn die Platten sich gegeneinander etwas verschieben können. Aber was weiß mein Bauch schon...

Danke für Eure Meinungen bis hierhin und im weiteren... :-)
 
Ist die Küche schon vorhanden/bestellt? Gibt es einen Plan (wg der Ausschnitte)?
 
Danke für die Rückfrage. Die 60er-Schränke übernehmen wir aus der bisherigen Küche, den 80er für die Spüle kaufen wir noch. Auf der gegenüberliegenden Seite stehen drei Hochschränke mit weiteren Einbaugeräten.

1758783336817.png


Fronten, Griffe und Geräte sind in der Darstellung nur stellvertretend. Erst recht natürlich die Arbeitsplatte, um die es hier ja geht. Die Platte soll rechts und links bündig mit den Deckseiten abschließen.

Insbes. Spüle und Kochfeld müssen wir noch entscheiden. Für's Kochfeld wird es wahrscheinlich auf ein BSH -Gerät mit 560x490mm Ausschnitt rauslaufen.

Bei der Spüle (mit Doppelbecken) sind wir noch unentschlossen, werden aber voraussichtlich einen Ausschnitt von (bis zu) 760x510 brauchen. Ich sehe dass das eng ist am rechten Rand der Platte, weil der Ausschnitt dann bei symmetrischer Montage der Spüle im 80er-Schrank unter Berücksichtigung der Deckseite (16mm) einen Abstand von 36mm vom rechten Rand der AP hätte. Eventuell kann man noch etwas nach links schieben. Mehr als 50mm vom Rand kommen wir bei so einem großen Becken aber nicht weg. Falls hier jemand eine großzügige Spüle im Blick hat, die 1 1/2 bis 2 Becken hat und hier besser passen könnte wäre ich für einen Hinweis dankbar (wir brauchen das zweite Becken v.a. als Abtropfbereich für Kleinkram; größere Sachen kommen hinter die Spüle.

Vielen Dank!
 

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Der Spülenschrank sollte dann hinter den Türen eine senkrechte Innenblende haben.
Der Ausschnitt im 12mm-Material ist dadurch völlig unkritisch, die Platte liegt vorne durchgehend auf.
(Notfalls macht man aus einem Einlegeboden eine solche Blende und schraubt sie hinein)

Kompaktplatte ist so gut wie gar nicht bruchempfindlich, das Material ist sehr elastisch und hat ein großes Verformungsvermögen.
Man muß ja beim Fensterputzen nicht unbedingt direkt auf den Steg vor dem Kochfeld treten.
In der Fläche kann man "ein Auto draufstellen".
 
Danke für Eure Vorschläge und Hinweise. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie's geklappt hat.

Die ganze Angelegenheit ist ohnehin noch in Bewegung: Mittlerweile sind wir bei grifflosen Fronten angelangt, womit die ganze Geschichte mit der angehobenen Platte eigentlich hinfällig ist (weil das in Kombination mit der Fuge, die durch die Griffleiste entsteht, nicht gut aussieht).

Eventuell macht es trotzdem Sinn, etwas anzuheben, um bei eingebautem Kochfeld trotz 12er-Platte die oberste Schublade noch nutzen zu können. Wir werden am Wochenende also mal in die Geräte-Recherche einsteigen...

Viele Grüße, schönes WE
Ferdinand
 
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