Bezugsquelle Arbeitsplatte mit fühlbarer Holzstruktur

Dieses Thema im Forum "Küchenmöbel" wurde erstellt von giessener, 6. Juli 2014.

  1. giessener

    giessener Mitglied

    Seit:
    6. Juli 2014
    Beiträge:
    2

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für euer schönes Forum!
    Beim Schlendern durch ein Küchenstudio ist mir eine wunderschöne Arbeitsplatte ins Auge gesprungen: Zwar wirkte sie auf die ersten Blicke wie eine Massivholzplatte, war sie aber nicht. Der Eindruck wurde verstärkt durch eine leichte, fühlbare Holzstruktur und gerade (also nicht gerundete) Kanten. Hierdurch unterscheidet sie sich deutlich von den Standardbaumarktplatten.
    Jetzt zu meiner Frage: Ich hätte gerne so eine Platte für meine bestehende Küche. In dem Studio wollte man mir weder die Bezugsquelle verraten, noch eine einzelne Arbeitsplatte verkaufen. Bei meinen Internetrecherchen finde ich aber auch nur die Standardplatten.
    Hat jemand einen Tipp für mich, wie ich doch noch zu meiner Platte komme? Welcher Hersteller bietet so etwas an und wo kann ich die auch einzeln beziehen?

    Schöne Grüße und vielen Dank fürs Mitdenken!
     
  2. Schreinersam

    Schreinersam Team

    Seit:
    19. Mai 2009
    Beiträge:
    7.430
    Ort:
    Schorndorf
    Normaler Weise müsste Dir da nahezu jeder Schreiner helfen können.
    Das Problem ist, dass wir auch meistens mindestens 2 Platten a 5 m abnehmen müssen. Es gibt ein paar Spezialhersteller, die einzeln nachzu jeden Schichtstoff verarbeiten, aber das kostet auch ordentlich.

    Holzpore halte ich bei Küchenarbeitsplatten übrigens für nur bedingt geeignet.
    Diese Poren sehen nach kurzer Zeit durch Kalkablagerungen nicht mehr so wirklich toll aus. Bei einer älteren Küche hatten sich die Kunden "Wenge" von Nolte ausgesucht, bei einem besuch nach 3 Jahren meinten sie "NIE WIEDER"

    *winke*
    Samy
     
  3. kuechentante

    kuechentante Spezialist

    Seit:
    2. Apr. 2009
    Beiträge:
    3.055
    Bei uns laufen diese Dekor wie Braunbier mit Spucke.Durch diese Struktur sind sie äußerst pflegeleicht, man sieht selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen kaum Fingertatscher bzw.Fettflecken oder Kratzer.Verstehe gar nicht wieso man Dir im Küchenstudio diese Platte nicht verkaufen will. Bei uns macht Kūchenmodernisierung einen nicht unerheblichen Teil des Umsatzes aus.Geh doch mal in ein anderes Kūchenhaus und versuche es da nocheinmal.
     
  4. menorca

    menorca Moderatorin Moderator

    Seit:
    4. Dez. 2008
    Beiträge:
    13.982
    Ort:
    München
    Inzwischen hat eigentlich jeder Plattenhersteller solche Platten im Programm, besonders nachdem man die Erfahrung gemacht hat, dass die ganz glatten seidenmatten Platten mit Holzdekor, und dabei die dunklen noch mehr als die hellen, alles andere als pflegeleicht sind (Schlieren, Fingertapser, Mikrokratzer, alles gut sichtbar).

    Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen: erste AP kirschbaumfarben und glatt, jetzige AP hell eichefarben und strukturiert ist deutlich pflegeleichter und unempfindlicher.
    @Schreinersam: die Kalkablagerungen kann ich nicht bestätigen, was vielleicht daran liegt, dass meine Platte keine "Löchlein" hat, sondern eher schmale unregelmäßige Wellenlinien.

    Leider verkaufen die Plattenhersteller nicht an Endkunden, insofern musst du doch ein Küchenstudio suchen, das williger ist als dein erstes.
     
  5. Blumenlady

    Blumenlady Mitglied

    Seit:
    1. Juni 2012
    Beiträge:
    473
    Hallo,
    Hersteller schöner Schichtstoff-Arbeitsplatten sind Apla, Lechner und wahrscheinlich einige andere mehr, aber diese beiden habe ich kennengelernt. Vielleicht verraten dir die Hersteller, wo in deiner Nähe du sie beziehen kannst.
    Bei abgerundete Kanten ist die Laminatschicht um die Platte herumgezogen, also deutlich weniger anfällig für Aufquellen als bei einer angeleimten Kante.

    LG, Blumenlady
     
  6. Keita

    Keita Mitglied

    Seit:
    13. Juni 2013
    Beiträge:
    1.326
    Praktisch jeder erwähnenswerte Dekorhersteller hat mittlerweile Synchronpore in seinem Sortiment, entsprechend groß ist die Auswahl an Schichtstoffen mit authentischer Haptik.

    Lechner Arbeitsplatten kann Dir jeder Schreiner besorgen, da die Fa. Ostermann diese im Sortiment hat. Desweiteren gibt es einige APL-Konfektionäre, die Schichtstoffe auf Trägerplatten nach Wunsch pressen, der Bezug erfolgt ebenfalls über weiterverarbeitende Betriebe oder Händler.
     
  7. giessener

    giessener Mitglied

    Seit:
    6. Juli 2014
    Beiträge:
    2
    Super, vielen Dank für eure Hinweise und Tipps!
     
  8. Berto

    Berto Mitglied

    Seit:
    12. Nov. 2014
    Beiträge:
    163
    Hallo,

    ich beschäftige mich auch gerade mit APL und deren Qualität und klinke mich daher mal hier ein :-)

    Da für uns zum derzeitigen Zeitpunkt eine Massivholplatte nicht in Frage kommt, wir aber die Holzoptik mögen, denken wir über eine beschichtete APL in Holzoptik nach. Da es bei uns wohl eine Nobilia-Küche wird, habe ich mich mit deren Arbeitsplatten beschäftigt und im Netz einiges Negatives darüber gelesen. Bei meiner Lektüre hier im Forum habe ich auch einige Hinweise erhalten, die mich verunsichern - aber auch kritischer werden lassen. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen:

    (1) Wer produziert denn die APL von Nobilia? Nobilia selbst oder ein Zulieferer?
    (2) Wie ist die Qualität der APL von Nobilia einzuschätzen? Sollten wir einen anderen Hersteller für die APL wählen und den Aufpreis in Kauf nehmen?
    (3) Sind dunkle APL wirklich anfälliger? Wir schwanken derzeit zwischen Eiche Provence und Eiche Toronto. Würdet ihr dann eher Eiche Provence empfehlen, weil sie heller ist?
    (4) Schreinersam schreibt, dass er dringend von "Holzpore" abrät, weil das schmutzanfälliger wäre. Was sollte man denn stattdessen wählen? Uns gefällt die Optik und Haptik dieses Materials sehr gut, weil es recht "echt" wirkt. Gibt es Alternativen?
    (5) Habt ihr noch andere Tipps und Hinweise bzgl. APL?

    Ich danke euch!
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Nov. 2014
  9. menorca

    menorca Moderatorin Moderator

    Seit:
    4. Dez. 2008
    Beiträge:
    13.982
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    München
    Dass die dunklen Schichtstoffplatten optisch empfindlicher sind als die hellen, liegt daran, dass die oberste Schicht eben doch so etwas wie "Plastik" ist. Kratzer in dem Material sehen hell aus, daher sieht man sie auf dunklen Platten besser.

    Weder Eiche Toronto 318 noch Eiche Provence 192 sind wirklich dunkel. Eiche Maron 121 wäre dunkel.
    Schreinersams Abraten kann ich bei meiner leicht strukturierten Holz-NB AP immer noch nicht bestätigen. Sie ist total pflegeleicht! Und Strukturplatten sind eben deutlich weniger empfindlich auf diese leichten oberflächlichen Kratzer als glatte Flächen.
     
  10. Berto

    Berto Mitglied

    Seit:
    12. Nov. 2014
    Beiträge:
    163
    Hallo Menorca, vielen Dank für deine Einschätzung! Von welchem Hersteller ist denn deine Platte? Welche "Kanten-Art" hast du gewählt?

    Bei Nobilia sind die Angaben zu den APL leider sehr wenig transparent, da z.B. bzgl. der Beschichtungsstärke 0,6-0,8mm angegeben wird. Woher weiß ich, welche APL welche Beschichtung hat? Das macht das Ganze sehr schwierig.
     
  11. menorca

    menorca Moderatorin Moderator

    Seit:
    4. Dez. 2008
    Beiträge:
    13.982
    Ort:
    München
    Und woher weißt du, ob die 0,6 nicht aus härterem Material sind als die 0,8? ;-)

    Generell gesprochen: Nobilia stellt 1 Million Küchen pro Jahr her. Das ist ein solider Hersteller, und ich gehe davon aus, dass das die APLs einschließt.
    Die Qualitätsunterschiede zwischen den APL-Herstellern sind jetzt mal nicht so gravierend, dass man überall lesen könnte, "nimm den Hersteller XY bloß nicht, nimm den anderen". Du machst dir zu viele Gedanken, finde ich.

    Meine APL ist von Hackl, Zulieferer von Rational (Hersteller meiner Küche). Ich habe eine angeklebte 1,5mm Dickkante, also die eckige Variante. Die runden Kanten heißen Postforming Kante. Da ist nix angeklebt, gefällt mir aber nicht so. Link zu meiner Küche.
     
  12. bibbi

    bibbi Spezialist

    Seit:
    28. Feb. 2010
    Beiträge:
    2.623
    Die aktuellen stark strukturierten Platten sind pflegeleicht.Problematisch waren die
    samtartigen Holzmaserungen,die aber nicht mehr angeboten werden.

    LG Bibbi
     
  13. Berto

    Berto Mitglied

    Seit:
    12. Nov. 2014
    Beiträge:
    163
    Da hast du vollkommen recht. Aber irgendwie bin ich sehr verunsichert, weil die Küchenberater eher wie reine Verkäufer wirken, der Prozess intransparent ist und es so viele Dinge zu beachten gibt.

    Aber ich nehme mir deinen Ratschlag zu Herzen! Jetzt muss ich mich "nur" noch für die Farbe der APL entscheiden. Eigentlich will ich einen "warmen" Holzton. Da hat Nobilia bis auf Zwetschge BB nicht viel zu bieten. Was passt denn in euren Augen gut zu einer weißen Küche?
     
  14. Wolfgang 01

    Wolfgang 01 Spezialist

    Seit:
    6. Juni 2009
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    3.393
    Ort:
    Lipperland
    Wie Bibbi es schon erklärt hat.. die samtartigen Arbeitsplatten waren und sind sehr pflegebedürftig. Man sieht jeden Fingerabdruck..
    Zu dieser Art Arbeitsplatte gehört übrigens auch die Zwetschge von Nobilia...
     
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