Küche für Mietobjekt gesucht

Thiggi

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Küche für Mietobjekt gesucht

Hallo zusammen,

ich stehe vor der Entscheidung zwischen zwei Küchenangeboten für eine relativ hochwertige Neubauwohnung (Erstbezug, QNG-Standard, Parkett). Die Küche soll für pauschal 100 €/Monat mitvermietet werden und für die Zielgruppe somit auch passend sein. Beide Planungen sind nahezu identisch (L-Küche mit Melaminfronten in hellen Unifarben), da auch die Anschlüsse und die Steckdosen so vorbereitet sind (bereits weiter Baufortschritt, Estrich drinnen, Parkett noch nicht verlegt, Wände verspachelt aber noch nicht tapeziert).

Zuerst habe ich in dem Küchenstudio angefragt aus dem ich auch meine private Küche habe. Fand das Angebot eigentlich ganz fair (Burgerküche, alles mit 5 Jahren Garantie für 10.160 EUR) und bin dann über den Bauträger noch auf das Studio zugegangen, welches die Anschlüsse geplant hat und auf den dann daraus vorhandenen Küchenplänen einfach mal ein Angebot machen lassen - Optik Fronten ist dabei noch nicht angepasst, aber das ist jetzt von Nolte , etwas andere Ausstattung und kostet aber nur 9.550 EUR. Preislich war mein Gedanke rund 10.000 EUR auszugeben. Das wäre bei beiden so im Rahmen.

Mich würde interessieren, welches Paket ihr aus Experten- und Vermietersicht für sinnvoller haltet – besonders im Hinblick auf die Langlebigkeit der Möbel und den Nutzwert der Geräte-Kombinationen. Oder habe ihr noch weitere Anregungen?

Kühlschrank und Dunstabzug sind bei beiden gleich (Bosch Serie 2). Beide auch je 3 Fächer für Mülltrennung.

Grundriß lege ich auch bei. Hierbei sei noch gesagt, dass die Badtüre jetzt nach Norden in den Flur geht, nicht wie im Plan eingezeichnet. Damit könnte an die Wand entweder der Tisch oder vom Mieter ein Highboard etc.

Ich habe unten die Fragen mal noch grob ausgefüllt, die anderen Dinge, offen, da es sicherlich unterschiede bei den Mietern gibt. Bei beiden je mit Silikonabschlüssen. Bei beiden ist der Korpus innen auch in der Frontfarbe. Beide mit dimmbaren, anpassbaren Unterbaulampen).




Angebot A: Nolte (Modell: Manhattan Uni)​

  • Möbel: Korpus im Matrix 150 Rastersystem, Ausführung mit klassischen Griffen (Edelstahl-Optik).
  • Elektrogeräte (Bosch):
    • Backofen : HBA234BB3 (Serie 4, 3D Heißluft, EcoClean Rückwand).
    • Kochfeld: PIF64KBB5E (Serie 4, Induktion , TouchSelect +/- Bedienung).
    • Geschirrspüler : SBV4HAX09E (Serie 4, XXL-Modell), 42 dB.
  • Spüle: Klassische (einfache) Edelstahlspüle.
  • Arbeitshöhe : 92cm
  • Preis: ca. 9.550 € (inkl. Montage/Anschlüsse).

Angebot B: Burger (Modell: LP-Amelie)​

  • Möbel: Griffloses Design (waagerechte C- und L-Profilschienen in Edelstahloptik, "Postformingkante"?) und angebautem Tisch
  • Elektrogeräte (Bosch):
    • Backofen : HBA4340B3 (Serie 4, inkl. AutoPilot 10 Programmen).
    • Kochfeld: PIF695HC1E (Serie 6, Induktion),
    • Geschirrspüler : SMV2HTX08E (Serie 2, Standardhöhe), Lautstärke ca. 48 dB.
  • Spüle: Kunststein/Verbundstoff (Corto 615, granit nero).
  • Extras: 5 Jahre Garantie auf Möbel und Geräte (für ca. 250 € Aufpreis enthalten).
  • Ausstattung: Inklusive Antirutschmatten in allen Auszügen. Hier ist aktuell in der Planung noch ein Tisch als Ergänzung mit angebaut (140x80), bin aber am Überlegen, den wegzulassen.
  • Arbeitshöhe: 915 cm - damit aber halt auch deutlich höherer Sockel (15 cm)
  • Preis: ca. 10.160 € (inkl. Montage/Anschlüsse).

Meine Kernfragen an euch:​

  1. Marken/Korpus: Nolte gilt ja oft als etwas wertiger (Matrix 150, Dichtkante) im Vergleich zu Burger. Ist der Unterschied in einer Mietwohnung nach 10 Jahren wirklich spürbar?
  2. Geräte-Mix: Burger hat das bessere Kochfeld (Serie 6) und die schönere Spüle, dafür hat Nolte den deutlich besseren und leiseren XXL-Geschirrspüler (Serie 4, 42 dB). Was ist für einen Mieter im Alltag wichtiger?
  3. Grifflos vs. Griffe: Burger ist hier modern grifflos geplant, Nolte klassisch mit Griffen. Wie schätzt ihr die Robustheit/Pflegebedienung bei Mieterwechseln ein?
  4. Preis-Leistung: Erstaunlicherweise ist Nolte hier günstiger. Übersehe ich hier einen versteckten Nachteil bei der Nolte-Konfiguration?
Ich freue mich auf eure Einschätzungen! Falls noch Informationen fehlen, bitte gerne Bescheid geben. Danke euch!

Gebäudekriterien
Art des Gebäudes:
Neu-/Umbau > Planänderungen nicht möglich
Bruestungshöhe des Fensters (in cm):
Fensterhöhe (in cm):
Raumhöhe in cm:
Heizung:
Fußbodenheizung
Sanitäranschlüsse: fix (Bitte Position im Grundriss vermaßt angeben)

Sitzmöglichkeiten
Sitzmöglichkeit in der Küche / im Küchenbereich:
N. a.
Sitzmöglichkeit: Für wieviel Personen?: Für 4 Personen
Sitzmöglichkeit: Tisch - wenn gesonderter Tisch oder offene Küche: N. a.
Gewünschte oder vorhandene Tischgröße:
Wofür soll der Sitzplatz in der Küche genutzt werden und wie häufig:

Welchen Stauraum gibt es sonst noch:
Speisekammer

Preisvorstellung (Budget): 10000

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es geht hier ja nicht um eine explizite Planung, sondern mehr ein Vergleich der Lösungen.

Warum ist in der Burger-Variante ein Ansatztisch integriert und in der Noltevariante nicht? Ich würde den Ansatztisch streichen und aus dem Unterschrank noch einen Unterschrank mit Schublade/Auszug machen, so wie links vom Kochfeld.

Bosch Arbeitshöhe : 91,5 cm - damit aber halt auch deutlich höherer Sockel (15 cm)

So viel Unterschied ist da nicht im Sockel, bei 4 cm APL sind es bei Nolte auch 13 cm Sockel.

Ich bin für Griffvariante, weil die Schubladen für Besteck, Küchenhelfer etc. im direkten Zugriff sind und man nicht wie bei Burger erst den großen Auszug und dann hoffentlich die obere Innenschublade nutzen muss.
 
Ich bin auch für dezente Griffe, dann aber mit Burger 6er Raster rechnen lassen, da hat man „mehr Küche“ (und weniger Sockel ) fürs Geld. Den Ansatztisch würde ich auch streichen, vielleicht haben die Mieter selbst was und die angedachte Lösung ist sehr beengt und unflexibel.
 
Ich hatte es erst in den Planungsordner verschoben, da es gerne auch andere Lösungen sein dürfen, aber aus meiner Sicht ist mit dem Grundriß (und den festen Sanitärinstallationen) nicht wirklich viel anderes möglich. Die westliche Wand zu verwenden macht Sinn, da hier auch der Grundriß nach hinten verspringt und die nördliche Seite wird über die Schlafzimmertür begrenzt.

Der Anbautisch war die "clevere" Idee des Burgerplaners. Das müsste unbedingt so rein um ausreichend Platz zu haben. Dafür geht dann der Schrank hier noch nach vorne auf, also Richtung Schlafzimmertüre und ist dann längs zur sonstigen Küche.
Aus meiner Sicht ist aber im Raum gerade durch die gedrehte Tür nun mehr Raum für genug andere Möglichkeiten gegeben.

Den unterschied zwischen Nolte und Burger würdet ihr nicht so unbedingt sehen?
 
Der Anbautisch war die "clevere" Idee des Burgerplaners. Das müsste unbedingt so rein um ausreichend Platz zu haben. Dafür geht dann der Schrank hier noch nach vorne auf, also Richtung Schlafzimmertüre und ist dann längs zur sonstigen Küche.

In einer Wohnung, die Deiner Beschreibung entspricht,
eine relativ hochwertige Neubauwohnung (Erstbezug, QNG-Standard, Parkett).
würde ich keinen Küchenauszugstisch als Essplatz mieten wollen.
Und der in die Schlafzimmertür öffnende Unterschrank , für den man den Essplatz umkurven muss, um dranzukommen, ist auch eher ein Notbehelf als eine gehobene Küchenausstattung. Das sieht nach Notlösung aus, die man bei sehr beengten Platzverhältnissen sicher einsetzen kann. Aber bei dem vorhandenen Grundriss sehe ich keine Notwendigkeit dafür.
Wenn die Badtür jetzt nicht mehr an der Wand zum Wohnraum ist, ergibt das dort einen wunderbaren Platz für einen Esstisch.

Ansonsten schließe ich mich den Vorschreibern an: Griffe oder Griffleisten, keine Innenschubladen, lieber Auszüge als Türen in den Unterschränken, 6er Raster.
Die Höhe der Oberschränke ist Geschmackssache. Optisch sind die höheren schöner, ob sie nützlicher sind, will ich nicht diskutieren.

Off Topic: Kann die Tür zur Abstellkammer noch so geändert werden, dass sie nach außen öffnet? Baurechtlich dürfte es kein Problem sein, weil der Raum ein Nebenraum ist. Und wenn in der Kammer der Staubsauger umfällt, kann die Tür trotzdem noch geöffnet werden.
 
Danke für eure Antworten und eure Unterstützung, das hilft mir sehr weiter!

würde ich keinen Küchenauszugstisch als Essplatz mieten wollen.
ja, das würde ich jetzt so auch umsetzen.

Das wären ja beide aktuell nicht, oder würdest du das 150er Raster von Nolte darin verstehen?

Die Höhe der Oberschränke ist Geschmackssache. Optisch sind die höheren schöner, ob sie nützlicher sind, will ich nicht diskutieren.
Ja, mir gefallen die höheren auch besser, aber praktisch weiß ich nicht. Da sammelt sich doch dann auch jedweder Staub obendran an und den kann ich nie wirklich entfernen, oder?

Tür zur Abstellkammer noch so geändert werden, dass sie nach außen öffnet?
Kläre ich ab, Danke!

Generell noch zur Preiseinschätzung von beiden Angeboten - wie würdest du/ihr das werten?
 
Das wären ja beide aktuell nicht, oder würdest du das 150er Raster von Nolte darin verstehen?
Wenn Du einen XXL-Geschirrspüler planst, brauchst Du einen über 80 cm hohen Korpus. Das kann kein 5er Raster sein, weder bei Nolte noch bei Burger.
Du brauchst 6,5 Raster á ca. 13 cm, herstellerabhängig. Ob Nolte oder Burger das anbieten, können dir andere Leute hier im Forum besser erklären. Und es ist fraglich, ob das überhaupt möglich ist, wenn die Arbeitshöhe wie angeboten 91,5 cm beträgt.

Zur Höhe:
Die Arbeitshöhe beträgt in Deiner Planung 91,5 cm; wenn die Körpergröße des Nutzers bekannt ist, lässt sie sich durch Ausprobieren ermitteln. Ist aber hier nicht Thema, du wirst ja die Mieter nicht danach aussuchen, ob sie an die Küchenarbeitsplatte passen.
Von den 91,5 cm gehen je nach Arbeitsplatte bis zu 4 cm für die Platte ab, der Rest ist Korpus und Sockel .
6 Raster á 13 cm und eine Korpushöhe von ca. 78 cm sind mittlerweile Standard, bleibt ein Sockel von mindestens 9,5 cm.
Bei 5 Rastern á 14 cm und 70 cm Korpushöhe ergibt sich auch mit einer 4 cm dicken Arbeitsplatte ein Sockel von 17,5 cm.

Nolte trickst da vielleicht ein wenig und bietet 15 cm Raster. Das rettet optisch ein wenig, bietet aber tatsächlich nicht mehr nutzbaren Stauraum.
Entscheidend wäre da ein weiteres Raster und damit eine Schublade.


Generell:
„Grifflos“ ist ein Preistreiber und Platzräuber. Ich würde über Griffleisten an den Unterschränken nachdenken. Die Oberschranktüren kann man ohne Leisten öffnen.

Allerdings stehen geöffnete 60 cm breite Oberschranktüren mächtig weit im Raum. Inbesondere in der Ecke dürfte das ungemütlich werden.

Ja, mir gefallen die höheren auch besser, aber praktisch weiß ich nicht. Da sammelt sich doch dann auch jedweder Staub obendran an und den kann ich nie wirklich entfernen, oder?
Man kann als oberen Abschluss eine Blende einfügen.
Generell noch zur Preiseinschätzung von beiden Angeboten - wie würdest du/ihr das werten?
Die Angebote sind noch nicht „rund“.
 
Wie kommst du darauf? Klar geht ein XXL-Gsp auch bei einem 72er Korpus :so-what:
Mit Gewürge und evtl. ausgeschnittenem Sockel. Der Ausschnitt ist vom Wohnbereich aus sichtbar, der Abstand vom Fenster zur planoberen Zeile ist groß.

Falls das nicht stimmt, ändere ich gern meinen Beitrag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte deshalb den Beitrag #9 schon korrigiert, ehe Du Deinen Beitrag abgeschickt hast.
Das von Dir Zitierte stand schon nicht mehr da.
 
Das wären ja beide aktuell nicht, oder würdest du das 150er Raster von Nolte darin verstehen?
daher mein Kommentar Burger mit Griffe und höheren Korpus berechnen zu lassen
Da sammelt sich doch dann auch jedweder Staub obendran an und den kann ich nie wirklich entfernen, oder?
man könnte das mit Trockenbau verhindern, die Frage ist, ob der Staub die Investition Wert ist (für mich selbst war es ja sogar im Bad)
Wenn Du einen XXL-Geschirrspüler planst, brauchst Du einen über 80 cm hohen Korpus. Das kann kein 5er Raster sein, weder bei Nolte noch bei Burger.
Du brauchst 6,5 Raster á ca. 13 cm,
@Neuhausen nein, 78er Korpus reicht, die Sockelhöhe ist wichtig usw. S. meine Küche.
 

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