Meterpreis bei Küchenkauf/Vertrag

Gewinde1984

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Hallo Liebe Forenuser,

ich bin absolut neu hier und hoffe auf eure Unterstützung :rose:

Wir haben heute einen Vertrag für eine neue Küche unterschrieben, dieser ist an einen Meterpreis "laufender Meter" gebunden. Warum haben wir unterschrieben? Wir hatten bereits ein Angebot von einem anderen Küchenstudio , im Vergleich dazu war das Angebot heute gut. Da wir uns jetzt trotzdem SEHR unsicher sind, würde ich mich über Feedback freuen.
Wer kann mir helfen bzw. mich navigieren um Hilfe zu bekommen.
 

KerstinB

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Forumssuche ergibt einige Einträge zu Meterpreis --> klick hier

Und dann ist natürlich ... Vertrag ist unterschrieben, jetzt sollte die Planung optimiert werden. Dazu mal generell im Planungsboard stöbern und überlegen, ob ihr dort auch einen Thread eröffnen wollt. Bitte Vorspann beachten.
 

Fernblau

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Herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe, ihr habt beim benachbarten Autohändler nicht auch gleich noch "1800kg Auto" dazu gekauft...

Ich empfinde diese Vertragsform weiterhin als unseriös: Ein Geschäft abzuschließen, bei dem lediglich ein Mindestpreis (und wenn ihr eure Küche konfiguriert, werdet ihr schnell erkennen, dass es wirklich nur ein Mindestpreis ist) festliegt, bleibt ein verkaufspsychologischisches Meisterstück. Mit deutlichem Vorteil für den Verkäufer. Das sollte man auch mit Mitte 30 bereits erkennen können...
Mit welchem Angebot vergleicht ihr denn euren neuen Vertrag? Etwa mit einer detaillierten, ausgearbeiteten Offerte eines seriösen Küchenstudios, bei der alle Komponenten, Geräte, Aufbau & Serviceleistungen genau beschrieben sind, wo ihr Küchenhersteller und jedes einzelne Gerät mit Herstellernummer kennt? Oder mit einem anderen "Meterware-Angebot", welches 20€ teurer war? Beides nützt so ziemlich... Null.

Nehmt's mir bitte nicht übel, ich bin sonst nicht so deutlich, aber ich würde allen Nachahmern gerne "Don't try this at home!" zurufen. Das ist und bleibt die Katze im Sack, die demnächst (bei so etwas wie einer richtigen Planung) zentimeterweise rausgezogen wird und wenn euch der graumelierte Straßentiger nicht gefällt (weil ihr doch z.B. auf "Britisch Kurzhaar" steht), greift euch die gleiche Hand, die euch gestern so vertrauenswürdig erschien, schon wieder ins Portemonnaie...

Okay, habe fertig. Was könnt ihr tun? Raus aus diesem "Vertrag" ist meine erste Empfehlung. Wenn das nicht klappt (bei dem Versuch, dies zu tun werdet ihr erkennen, dass ihr nicht nur am Haken hängt, sondern dass dieser auch noch gut mit kräftigen Widerhaken bestückt ist... warum wohl?), müsst ihr halt versuchen, jetzt das Beste draus zu machen. Dafür seid ihr hier -und jetzt kommt die gute Nachricht- in den besten Händen. Die Planer/innen hier haben schon so manchem "Meterkunden" zu einer passablen Küche verholfen. Aber nicht wegen, sondern trotz dieses "tollen" Vertrages. Eine Frage habt ihr ja noch nicht wirklich gestellt. Ich glaube, ihr wollt nur so etwas wie eine Absolution für euer Handeln, weil ihr (wenigstens) schlecht geschlafen habt ;-)
Leider kann ich euch diese Absolution -auch, wenn heute Sonntag ist- nicht geben.

Wenn ihr da nicht ohne Verlust rauskommt, macht hier wenigstens einen Thread im Planungsboard auf, füllt ihn mit einem sauber vermaßten Raumplan und einer ausgefüllten Planungsliste und ich bin mir sicher, euch wird geholfen werden. Es gibt Detailplanungen, die den in Meterverträgen eingebauten Verkäufervorteil schwinden lassen. Das haben die Damen (hier sind viele tolle Damen an der Planungsfront) dann auch im Blick. Viel Glück.
 

Evelin

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warum soll der Meterpreisvertrag unbedingt schlecht sein? Der TE schreibt ja kein Wort darüber.

@Fernblau, oder findest du Blockverrechnung besser, wenn du nicht weißt, was der "Block" ist in deiner Bestellung/Planung?
 

Gewinde1984

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Danke für die Resonanz,

im Planungsboard werde ich zeitnah einen Beitrag erstellen. Hier mal die wichtigsten Eckdaten.
Wir haben in einem relativ großen Küchen-Möbelgeschäft mit eigener Schreinerei gekauft. Ein Freund von mir hat vor ein Paar Monaten, für sein neues Haus, ebenfalls seine Küche von dort erworben und war sehr zufrieden, deshalb sind wir überhaupt darauf aufmerksam geworden.
Wir haben eine Nobilia "reserviert". Der Meterpreis liegt bei 934,00€ für PK 3 + 2 inklusive Aufmaß, Lieferung und Montage. Dazu ein Geschirrspüler von Siemens mit Wert von 500€. Da wir bereits einen eigenen Geschirrspüler haben, wird der "Gratis Geschirrspüler" am Ende mit den neu zu erwerbenden Geräten verrechnet. Wir haben insgesamt 7,4m skizziert, in Summe sind es dann 6.524,00€ für Korpus + Arbeitsplatte .
Zur Info, wir müssen demnächst 1.500€ Anzahlung leisten. Falls ich das ganze abreche, wäre das der Betrag den ich eben verschleudern muss, aber damit könnte ich leben.
Wie ist euer Eindruck?
 

KerstinB

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@Fernblau ... das ist wirklich recht allgemein gehalten. Der Metervertrag ist ja nicht unbedingt per se schlecht, zumal wir ja die Bedingungen diese Vertrages gar nicht kennen. @Evelin .. Metervertrag und Blockverrechnung sind allerdings auch nicht direkt vergleichbar. Bei der Blockverrechnung habe ich wenigstens hinterher einen exakten Preis für genau eine Planung. Und den kann ich bewerten. Beim Meterpreis kann ich zwar meine Meter rechnen, weiß dann aber je nach meiner Planung noch nicht, ob nicht noch Sonderlösungen zu zahlen sind, wie Wangen, Über-/Untertiefen usw.
 

Michael

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934,- pro Meter klingt jetzt erstmal nicht nach Abzocke. Ein Siemens Geschirrspüler kann mit 500,- sehr teuer oder sehr günstig sein. Da bedarf es schon der Type des Gerätes.

Was Fernblau dazu geschrieben hast ist ja grundsätzlich richtig, aber es muss nicht grundsätzlich so kommen. Man begibt sich mit so einem Vertrag zwar in die Defensive, allerdings liegt es am Händler ob das auch ausgenutzt wird oder nicht. Das sind unsere Erfahrungen hier.
 

Evelin

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@KerstinB, ich wollte die beiden nicht vergleichen. Ich denke halt, wenn mir jemand sagt, ich kann 1m für €1000 (Beispiel) haben, ist das für mich eine klarere Aussage, als wenn ich eine Küche mit Blockverrrechnung kaufe, wo, wenn ich einen (1) Schrank ändere, möglicherweise ein völlig anderer Preis dabei herauskommt.
 

Gewinde1984

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934,- pro Meter klingt jetzt erstmal nicht nach Abzocke. Ein Siemens Geschirrspüler kann mit 500,- sehr teuer oder sehr günstig sein. Da bedarf es schon der Type des Gerätes.

Was Fernblau dazu geschrieben hast ist ja grundsätzlich richtig, aber es muss nicht grundsätzlich so kommen. Man begibt sich mit so einem Vertrag zwar in die Defensive, allerdings liegt es am Händler ob das auch ausgenutzt wird oder nicht. Das sind unsere Erfahrungen hier.
Der Typ des Geschirrspülers ist denke ich nicht entscheidend, da konkret "Geschirrspüler von Siemens im Wert von 594,00€ im Vertrag steht". Somit sollte exakt der Wert am Ende angerechnet werden können.
 

Fernblau

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Auf @Michael 's "Defensive" kann ich mich gut einfinden. Das ist vielleicht die neutralste Form der Bewertung für diese (Meter-)Vertragsform: Der Käufer geht in die Defensive (ggf. wird er vom Verkaufsprofi auch dahin gedrängt...). Warum ein seriöser Verkäufer in dieser Art vertreiben sollte, bleibt mir unklar. Aber es gibt anscheinend doch immer wieder Kunden... auch dafür.

@Evelin , für mich ist die Blockverrechnung ein anderes Thema. Sie verschleiert lediglich den Algorithmus der Preisbildung und macht ihn auf den ersten Blick intransparent. Der Endpreis und die darin enthaltenen Leistungen bleiben jedoch klar und damit vergleichbar.

@Gewinde1984 : Ich wünsche Dir/euch ehrlich und von ganzem Herzen, dass ihr auch unter den gegebenen Bedingungen eine schöne Küche zusammengeplant bekommt.
 

Gewinde1984

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Auf @Michael 's "Defensive" kann ich mich gut einfinden. Das ist vielleicht die neutralste Form der Bewertung für diese (Meter-)Vertragsform: Der Käufer geht in die Defensive (ggf. wird er vom Verkaufsprofi auch dahin gedrängt...). Warum ein seriöser Verkäufer in dieser Art vertreiben sollte, bleibt mir unklar. Aber es gibt anscheinend doch immer wieder Kunden... auch dafür.

@Evelin , für mich ist die Blockverrechnung ein anderes Thema. Sie verschleiert lediglich den Algorithmus der Preisbildung und macht ihn auf den ersten Blick intransparent. Der Endpreis und die darin enthaltenen Leistungen bleiben jedoch klar und damit vergleichbar.

@Gewinde1984 : Ich wünsche Dir/euch ehrlich und von ganzem Herzen, dass ihr auch unter den gegebenen Bedingungen eine schöne Küche zusammengeplant bekommt.
@Fernblau Ist jetzt so wie es ist :so-what:
1.500€ werde ich zahlen müssen, da komme ich nicht raus. Im Anschluss sind die Gedanken frei, ich werde mit den Jungs in Planung gehen, aber weiterhin alternative Studios und Küchenplaner besuchen. Im schlimmsten Fall sind die 1.500€ weg, das ist verkraftbar.
Ich würde dich aber gerne einladen, im Planungsboard meine Ausgangssituation zu betrachten und Tipps und Anregungen zu geben.
 

isabella

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@Gewinde1984, es lohnt sich nicht, sich aus dem Metervertrag freizukaufen. Der Meterpreis ist realistisch und ein paar Tricks haben wir auch im Köcher.
Nicht verrückt machen lassen, hier planen und sich auf die schöne Meterküche freuen ist hier die Devise!
 

Fernblau

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@Gewinde1984 , das, was @isabella in Aussicht stellt, ist genau meine Hoffnung für Dich/euch. Daher seid ihr hier "in guten Händen".

Deine Absicht, vorhandene WM, Trockner und GSP nebeneinander zu stellen, ist vertraglich bereits der erste interessante Aspekt. Das sind schon mal knapp 2m Küche, gefüllt mit Eigengeräten und ein paar Zwischenwangen. Kläre bitte zeitnah mit Deinem Vertragspartner, wie das berechnet wird. (Wenn hierfür knapp 2000€ fällig werden sollten, wäre das keine gute Variante und wir müssen uns was einfallen lassen...)

@Fernblau Ist jetzt so wie es ist :so-what:
1.500€ werde ich zahlen müssen, da komme ich nicht raus. Im Anschluss sind die Gedanken frei, ich werde mit den Jungs in Planung gehen, aber weiterhin alternative Studios und Küchenplaner besuchen. Im schlimmsten Fall sind die 1.500€ weg, das ist verkraftbar.
Ich würde dich aber gerne einladen, im Planungsboard meine Ausgangssituation zu betrachten und Tipps und Anregungen zu geben.

Ich schätze die Planungskompetenz und -Energie der Damen, die Dich im Planungsboard bereits betreuen, ganz realistisch ein: Die sind da richtig gut drin ;-). Da bleibt Schuster bei "seinen Leisten". Vertrag, Technik, Elektrik, Arbeitsplattenmaterialien sind so Themen, mit denen Du mich "wecken" kannst. Toi Toi...
 

Gewinde1984

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Da nehme ich dich beim Wort :-)
Zwei weitere Punkte die noch zu klären sind ist Bodenbelag und Arbeitsplatte .
Wir interessieren uns für eine Zement/Beton Arbeitsplatte. Was ist deine Meinung dazu, in welchem Preissegment ist eine solche Platte einzuordnen? Und wird eine Betonarbeitsplatte je Meter oder je m² berechnet? Wird ja oftmals gegossen.

Bei Bodenbeläge sind wir komplett offen, geschliffener Beton, Parkett (schon vorhanden) Fliesen, Vinyl. Wir tendieren zu Fließen in Holzoptik. Die Grundidee ist eine Küche in Beton/Grautönen und eine Holzbodenoptik (siehe Bild)
 

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Fernblau

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Uii, Beton…

Beton fängt schon mal mit „be“ wie „besonders“ an . Und das ist es natürlich auch. In mehrerlei Hinsicht. Ich versuche das mal zusammenzufassen:

Besonders individuell

Arbeitsplatten aus Beton sind (immer noch) etwas exotisch. Dagegen ist Keramik bereits Mainstream. Die Platten werden meist individuell gegossen, man kann alles einarbeiten (ganze Waschtische zum Beispiel) oder gleich ein „L“ oder „U“ gießen, um die Wange(n) einer Insel gleich in einem Monolithen mit einzugießen.

Besonders belastbar, schnitt- und hitzebeständig

Irgendwann ritzt man auch Beton, es dürfte nicht an die Härte von Keramik oder Dekton (als Sonderkeramik) herankommen, aber man kann auf dem Zeug schon ganz ordentlich „rummachen“. Wenn man’s dazu noch besonders fest braucht, ließe es sich mit einem Stahlkorsett sogar noch verstärken.

Nicht besonders wasserfest

Hier bedarf es einer Versiegelung, um den Beton auch wasserfest zu bekommen. Dann perlt Wasser aber auch gut ab. Keramiken haben hier den Vorteil, vom Grundwerkstoff her (durch Pressen und Brennen) bereits dichter und damit resistenter gegen eindringende Feuchtigkeit zu sein.

Nicht besonders säureresistent

Die Porosität von Beton führt automatisch auch zu einer Empfindlichkeit gegenüber Säuren und anderen aggresiven Chemikalien. Auch hier ist die entsprechende Versiegelung das (Gegen-) Mittel der Wahl.

Nicht besonders günstig

Individualität hat ihren Preis, ich schätze mal, dass es unter 400€/m² im professionellen Sektor nicht losgeht. Es soll allerdings auch unerschrockene Zeitgenossen geben, die sich da selbst rantrauen: Die Zutaten (Wasser, Sand, Zement, ggf. paar Zuschlagstoffe) sind günstig und hochverfügbar


(Wann) würde ich zu Beton raten? Wer ein wirklicher Fan des Materials ist, wird sich davon auch nicht abbringen lassen. Ich mag Sichtbeton in Kombination mit anderen Werkstoffen auch sehr und wer sich in die massive, graue Gestalt einer Gussbetonplatte verguckt hat und deren Kühle spüren will, kann sie auch nur unter Schmerzen durch Schichtstoff mit Betonfotografie ersetzen. Raum und Küche müssen es natürlich hergeben. Beide müssen schon sehr charakterstark sein, um dem grauen Monster etwas entgegenzusetzen. Für mich gehören Platz und Großzügigkeit dazu, damit Beton seine Wirkung entfalten kann.

Für denjenigen, der lediglich „den Look“ mag, eröffnen sich Alternativen. Gerade für dünnere Platten (<=2cm) ist Keramik m.E. eine gute Wahl, da es hier auch entsprechende Farben gibt und Härte und Hitzebeständigkeit, sowie Wasser- und Säurefestigkeit letztlich meist überlegen sind. Schau Dir mal Dekton Kreta an, etwas unruhiger als Beton aber durchaus in dessen Farbspektrum. Viel Spaß.
 

Mewtu

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Wir haben Fliesen in Holzoptik. Ich finde die super. Pflegeleicht, aber trotzdem die Holzgemütlichkeit.
 

isabella

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@Fernblau, Dekton ? Was schätzst Du wie der Zuschlag zum Meterpreis wäre?

Und ich möchte Dich darum bitten, diese Art von Anmerkungen künftig zu unterlassen:
Ich schätze die Planungskompetenz und -Energie der Damen, die Dich im Planungsboard bereits betreuen,
Ich weiß, dass Du es gut meinst, aber auch mit ganz viel Wohlwollen und Augenzwinkern kann ich mich weder mit dem Begriff „betreuen“ noch mit den „Damen vom Planungsboard“ anfreunden. Letzteres hast Du außerdem schonmal zum Besten gegeben, und Du weißt schon, Errare humanum est...
 
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