Keita

Sockelblende aus eloxiertem Aluminium

Sockelblende aus eloxiertem Aluminium
Keita, 21. Jan. 2015
    • Keita
      Warum mit Dekorspan oder Schichtstoff in "Alu-Look" Kompromisse eingehen, wenn man auch echtes Aluminium haben kann? :cool:
    • Nilsblau
      Wirklich schön geworden, und das bis ins Detail! Ist oberhalb des Sockels ein kleiner Lüftungsspalt? Und vor allem, verrätst du nun, wo du die Fronten und auch den tollen Sockel bestellt hast? :-)
    • Keita
      vielen Dank *rose*

      Der Spalt zwischen Blende und Korpus ist dem Umstand geschuldet, dass ich sie ja irgendwie wieder demontieren können sollte - durch diesen Spalt kann ich einen Winkel o.ä. einführen und die Blende nach vorne ziehen ;-)

      Die Front wurde von MS Schuon produziert, sie beliefern die Küchen- und Möbelindustrie u.a. mit Acryl-, Glas-, und Keramikfronten. Es handelt sich um soft matte Laminatfronten mit gleichfarbigen Laserkanten in Reinweiss. Die Oberfläche hat einen Glanzgrad von lediglich 4° und ist außergewöhnlich glatt.

      Die Sockelblende habe ich von einer Flaschnerei aus 1 mm starkem eloxierten Aluminiumblech nach Maß abkanten lassen. Auf diese Weise war es kein Problem, eine Sockelblende mit 3 m Länge zu bekommen, die zu den weißen Fronten und den Griffmulden in Alu eloxiert passen. Echtaluminium-Schichtstoffe wie bspw. von Homapal wären zwar eine Alternative gewesen, aber dann hätte ich nicht nur ganze Platten (4,5 qm) abnehmen, sondern auch auf eine Trägerplatte auflaminieren müssen…
    • Nilsblau
      Nichts zu danken! Im Gegenteil, ich danke für die Infos :-) Die Fronten haben wirklich eine tolle Farbe, ich bin mir sicher in echt noch mehr als auf den Bildern. Ich hoffe wir bekommen auch noch eine Komplett-Ansicht der fertigen Küchenzeile ;-)

      Hat MS Schuon dann genau nach deinen Maßangaben gefertigt oder bieten sie nur Standard-Formate für Fronten an? Und darf man fragen, was dich dann zb. die Front für einen Auszug ungf. gekostet hat?

      Die Idee mit der Flaschnerei ist gut, muss man erstmal drauf gekommen. Ich kenne das Handwerk eher aus dem Bereich Dachrinnen etc.
    • Keita
      Die Komplettansichten und weitere Details gibt's erst, wenn die restlichen Arbeiten soweit erledigt sind, dass die Küche zumindest äußerlich als "fertig" gilt. Es fehlen noch Wangen, Deckplatte, Kühlschrank-Front sowie Backofen für den Geräteschrank, Nischenverkleidungen, DAH und Beleuchtung…

      MS Schuon produziert wie die anderen Zulieferer wie Niemann, Horatec, GELA-FORM etc. ab Losgröße 1 exakt nach Kundenvorgabe (natürlich innerhalb des technisch Machbaren), so dass ich die Fronten exakt nach meinen Planungen bekommen habe.
      Theoretisch kann Dir jeder Tischler, der über eine Kantenmaschine verfügt, Fronten fertigen. Schwieriger wird's, wenn die Kanten angeschmolzen werden sollen (sog. Laserkanten), weil die Zahl der Betriebe, die über ein solches Aggregat verfügen, noch relativ gering ist.

      Meine matten Fronten liegen bei etwa 200 €/qm und sind genau so teuer wie Acrylfronten, die Unterschrankzeile mit 3 Meter hat etwas über 500 € gekostet. Melaminfronten hätten etwa 50% weniger gekostet, matte Lackfronten etwa 60% mehr.

      Der Flaschnerei ist es ja egal, wofür sie ein Blech abkantet, solange die Maße mit der Maschine handhabbar sind ;-) Und da Handel und Bearbeitung von Blechen ihr tägliches Geschäft sind, sind auch die Preise völlig OK, für die Sockelblende hab ich ca. 60 EUR inkl. Versand bezahlt. *2daumenhoch*
    • Nilsblau
      Ok ich versuche mich in Geduld zu üben ;-)

      Hast du dich aufgrund der Laserkanten für Schuon entschieden oder gab es noch andere Gründe? Die Preise für Fronten und Sockel sind mehr als ok, ich hätte für so eine Arbeit mit deutlich mehr gerechnet. Bei welcher Flaschnerei hast du den Sockel bestellt (einer aus der Umgebung oder einfach online geschaut)?

      Ich komme langsam auf den Geschmack aus meiner Küche auch mein kleines (großes) Projekt zu machen :-)

      Danke und viele Grüße
    • Keita
      Die Wahl fiel auf MS Schuon, weil drei der kontaktierten Händler die Fronten von Schuon produzieren lassen. Die Vorgaben waren Verarbeitung von Senosan ein- und beidseitig (wg. Wangen) und natürlich Laserkanten, denn wenn ich schon Geld ausgebe, will ich auch möglichst den aktuellen Stand der Technik. Dass sie auch Keramik- und Glasfronten produzieren, war quasi das I-Tüpfelchen, auch wenn ich die nicht ernsthaft in Erwägung gezogen habe. Am Ende ist es zwar nicht Senosan geworden, aber die matte Front steht dem Senosan in nichts nach, und gläzende Fronten hat ja irgendwie fast jeder… ;D

      Den Sockel hab ich bei der Bauflaschnerei Winter bestellt, am Sonntag online geordert und Dienstag Mittag stand der Paketbote auf der Matte. *clap*Ich hätte auch vor Ort gucken können, aber mein Auto ist für 3 Meter lange Teile zu kurz und für den Dachgepäckträger ist das Blech zu instabil… Und bei knapp 60 EUR hätte die Ersparnis gar nicht so groß sein können, dass sich stundenlange Recherchen vor Ort gelohnt hätten, auch wenn ich lieber das heimische Handwerk unterstützen würde.
    • Nilsblau
      Ja ich mag matte Fronten auch lieber, irgendwie eine subtilere Schönheit :cool: Lackfronten standen bei dir nie zur Debatte? Auf jeden Fall eine schöne und passende Wahl bei dir!

      Flaschnerei vor Ort war nur meine Vermutung, da du ja auch sonst ganz gut mit dem Handwerk vernetzt bist ;-) Welche Blechstärke hast du gewählt/ist der Sockel steif genug um nicht beim ersten Kontakt mit Staubsauger oder nem harten Tritt eine Delle zu haben?
    • Keita
      Lackfronten sind mir in einer Küche zu empfindlich, ich will nicht jedes Mal heulen, wenn mir ein Edelstahltopf gegen die Kante einer Front ditscht… *stocksauer* Da verzeiht eine Kunststoffkante deutlich mehr und zur Not kann ich mir Schleifmittel und Ziehklinge ein großeres Malheur kaschieren.

      Nee, ich bin gar nicht mit dem Handwerk vernetzt, ich weiß lediglich, wo und wie man an die Materialien kommt, um eine Küche zusammen zu kriegen ;D Ein großer Vorteil ist natürlich, dass ich mitten im Herzen der deutschen Küchenindustrie sitze und beruflich Kontakte zu einigen Zulieferen habe - zwar auf einem ganz anderen Gebiet, aber so weiss ich immerhin um die Existenz dieser Firmen.

      Bei der Blechstärke hab ich auch zuerst überlegt, ob 1 mm ausreichen oder 2 mm notwendig sind, damit nicht bei der kleinsten Kollision eine Beule entsteht. Der Umstand, dass Alublech extrem elastisch ist und die Abkantung des Blechs zu einem C-Profil haben den Ausschlag für 1 mm gegeben, wobei 2 mm den Preis nur um wenige Euro erhöht hätten - der Löwenanteil sind Lohnkosten für den Zuschnitt und die Abkantungen. Bei 2 mm wäre der Radius der Abkantungen entsprechend der höheren Materialstärke größer geworden, was ein weiterer Grund für 1 mm war - ich wollte es nicht "zu rund" haben ;-)
    • Nilsblau
      Ok nicht vernetzt, aber gut informiert und geografisch günstig gelegen :cool:

      Ein C-Profil sorgt ja schon für eine gewisse Robustheit. Ist der Sockel speziell befestigt und/oder noch durch ein Holzprofil oder ähnliches unterstützt?

      Und für was für eine APL hast du dich eigentlich entschieden? Das konnte man auf den bisherigen Bilder noch nicht so richtig erkennen ;D
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    Keita
    Datum:
    21. Jan. 2015
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