Ich kann auch eine Geschichte teilen und nur zur Geduld raten. Meine Gasteltern hatten einen extrem scheuen, da geschundenen Siamesen (aus der Zucht gerettet). Trotz anderer Katzen im neuen Haus (die sich gegenseitig akzeptierten und schnell seine Buddies wurden) war er extrem Menschenscheu und kam ebenfalls nur zum Essen aus der Garage. Sein Name war "Whisper", weil er so unscheinbar war und für einen Siamesen einen echt kümmerlichen Mietz-Sound. Er wurde freundlich begrüßt und sachte ermuntert, wenn er sich zeigte, aber ansonsten eher ignoriert. Das fruchtete recht plötzlich nach vielen Monaten und er ließ sich streicheln und lernte das erste mal Schmusen. Darunter konnte ich mir nichts vorstellen... Als ich nicht viel später zu Besuch kam, war er 1 Tag nicht zu sehen, am 2. lief er wie gewöhnlich durchs Haus. Am 3. lief er über mich drüber auf der Couch. Am 4. bekam ich live zu erleben, was es bedeutete, dass er Schmusen nie gelernt hat: er lief über mich auf der Couch und schmiss sich mit einer Wucht gegen meinen Oberkörper (das wurde mir schon als "it's so hilarious" angekündigt), und schnurrte wie verrückt. Ziemlich unbeholfen, aber zuckersüß und offensichtlich ist es für mich nach 20 Jahren immer noch was Besonderes. Auch er war nie so schmusig, wie die anderen. Eine andere Katze, die die Gastfamilie bei meinem ersten Aufenthalt als Streuner draußen fütterte (kam nicht mit den Inhouse Katzen klar), wandelte sich von scheu zu schmusig in nullkommanix. Er blieb im Haus dann stundenlang auf mir sitzen (das durfte er, da kamen die anderen nicht an ihn ran), so dass nachher die Nachbarin als reine Innenkatze adoptierte. Es war der größte Schmuser der Welt (Tardis sein Name).