Schüller Matera/Fino/Volllack

Dewe17

Mitglied
Beiträge
31
Hallo zusammen,

kennt jmd. die genauen Unterschiede zwischen der Front Matera AFP und Fino AFP (beides UV-Lack) von Schüller ?
Wir überlegen die Farbe Muschelweiß zu nehmen und fragen uns, worin die eine PG Unterschied besteht.

Derzeit geplant ist Satinlack matt, aber wir haben Angst, dass der rundum Volllack nicht so pflegeleicht ist wie o.g. Fronten.

Vielen Dank schon mal!
LG
 
Der Unterschied besteht in dem Versprechen eine nachhaltige Küchenfront zu haben. Hergestellt aus alten Spanplatten und recyclebar. Es gibt Leute, für die ist das ein Kaufargument. Wie die sich das Recycling in 20 oder 40 Jahren dann vorstellen, wird dir kein Mensch beantworten können.

Wahrscheinlich wie beim gelben Sack. Energetische Verwertung gilt ja auch als Recycling. Kommt also direkt mit dem Restmüll in den gleichen Ofen, weil der Restmüll wegen der Mülltrennung in Deutschland nicht mehr richtig brennt.

Wenn die Küche für 10 bis 15 Jahre gedacht ist, dann reicht UV Lack. Falls länger, würde ich Satinlack jedenfalls vorziehen. Dann aber darauf achten, das auch alle sichtbaren Seiten und sonstige Anbauteile lackiert sind.

Ausnahme Unterboden von Hängeschranken und Sockelblenden, falls sie zurückversetzt sind.
 
Wahrscheinlich wie beim gelben Sack. Energetische Verwertung gilt ja auch als Recycling. Kommt also direkt mit dem Restmüll in den gleichen Ofen, weil der Restmüll wegen der Mülltrennung in Deutschland nicht mehr richtig brennt.
Ist wohl nicht ganz richtig. Der gelbe Sack wird oft falsch befüllt und daher muss vieles aussortiert werden und kommt dann in die Verbrennung. Es ist sicher auch nicht ganz einfach alles richtig zu entsorgen, ich schmeiß eigentlich alles Plastikzeug in den gelben Sack, auch wenn es falsch sein sollte:-[
Was gehört in die gelbe Tonne? | Mülltrennung wirkt!

Zitate aus dem Link: Recycling und der Gelbe Sack - NABU

Wie viel wird recycelt?​


Die Frage klingt einfach, ist aber gar nicht so leicht zu beantworten. Es kommt darauf an, worauf sich eine Recyclingquote bezieht: Welche Plastikabfälle werden berücksichtigt und an welchem Punkt im langen Recyclingprozess setzt die Erhebung der Quote an? Folgende Aussagen zu Recyclingquoten von Kunststoffen und Verpackungen lassen sich treffen:


  • 52 Prozent aller auf den Markt gebrachten Kunststoffverpackungen werden recycelt. Neben den Verpackungen, die über die Dualen Systeme erfasst werden, sind hier auch PET-Getränkeflaschen, Verpackungen aus Industrie und Gewerbe sowie Mehrwegverpackungen berücksichtigt. Die recycelten Verpackungen werden nicht nur in Bezug zu den getrennt gesammelten Verpackungsabfällen gesetzt, sondern auch zu denen, die beispielsweise im Restmüll entsorgt werden (Bezugsjahr: 2023; Quelle: Conversio 2024). Die Quote wird nach dem sogenannten EU-Durchführungsbeschluss berechnet und ist eine „outputbezogene“ Recyclingquote.

  • 46 Prozent der Kunststoffverpackungsabfälle aus der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack (inklusive lokal spezifischer Sammelsysteme) werden recycelt.
    Diese Quote bezieht sich auf die von den Dualen Systemen erfassten Abfallmengen. Darin enthalten sind auch Abfälle, die für das Recycling exportiert werden. Bei anderen Verpackungsmaterialien in der Gelben Tonne sind die Recyclingquoten höher. Weißblech beispielsweise wird zu über neunzig Prozent recycelt, ist hingegen in der Produktion deutlich energieintensiver als Kunststoff (Bezugsjahr: 2022; Quelle: Umweltbundesamt 2024).

  • 35 Prozent aller Kunststoffabfälle in Deutschland werden recycelt. Dies beinhaltet nicht nur die Verpackungsabfälle, sondern auch Plastikabfälle aus anderen Bereichen wie Bauen, Fahrzeuge, Elektro/Elektronik, Haushaltswaren oder Landwirtschaft. Industrielle Kunststoffabfälle sind nicht berücksichtigt
 
Und ich Depp hab früher immer gedacht, dass ich den Müll trenne, damit er wiederverwertet wird. 34 Jahre nach Einführung des Dualen Systems liegt die Recyclingquote also irgendwo bei 50%. Der Rest wird verheizt oder exportiert und illegal im Meer entsorgt.

Sorry aber das Ding ist für mich komplett gegen die Wand gefahren und gehört seit Mitte der 2000er abgeschafft oder deutlich verschärft.

50% schafft jede simple Müllsortieranlage auch aus dem Restmüll rauszusortieren.

Mittlerweile haben wir bei uns zu Hause deutlich mehr gelbe Säcke als Restmüll, trotz diverser Müllvermeidungstaktiken. Es wird einfach nicht weniger. Alles ist irgendwie eingeschweißt und doppelt und dreifach mit irgendwas umwickelt.

Aber wir sind Weltmeister im trennen und fühlen uns gut. Was für ein Irrsinn.

Und deshalb ist das Argument von recyclebaren Küchenfronten für mich eben kein Kaufkriterium. Es ist einfach Greenwashing in Reinstform.

Keine Müllsortieranlage wird erkennen können ob es nun eine Spanplatte oder eine recyclebare Spanplatte von Schüller vor sich hat.

Ich stelle mir gerade die KI gesteuerte Müllanlage im Jahre 2050 vor. “Oha, was haben wir denn da? Einen Schnipsel Span aus dem Hause Schüller aus den frühen 20ern? Das ist ja ganz was Feines. Das legen wir dann mal fein säuberlich zu den anderen 3 Stück aus den letzten 2 Jahren, da müssen wir mal in Ruhe überlegen, was wir daraus noch schönes machen können...“
 
Vielen Dank für die Erläuterungen.
Da wir von Schüller nun die Auskunft haben, dass Matera nur einmal lackiert sei und die Fino mehrfach, steht nun nur noch

Fino gegen Satin-/Samtmattlack (wobei hier wohl Satin das pflegeleichtere sein könnte)

Da wir Katzen haben, die Schubladen öffnen können, wären Lackkanten wahrscheinlich nicht so praktisch;D
 
Neff Hausgeräte Ballerina Küchen Blum Bewegungstechnologie Weibel - Intelligente Küchenlüftung

Neff Spezial

Blum Zonenplaner

Weibel Abluft-Tuning

Weibel Abluft-Tuning
Zurück
Oben