Geleistete Anzahlung und Insolvenz des Händlers

Insolvenz
Foto: Klaus-Uwe Gerhardt
Wenn das Küchenstudio oder das Möbelhaus in die Pleite rutscht zahlen meist auch noch die Kunden drauf, weil die geleisteten Anzahlungen in die Insolvenzmasse fließen.
Damit ist das Geld zwar nicht zwangsläufig verloren, aber ein rechtlichen Anspruch auf Befriedigung der Forderungen besteht nicht.
Im Falle einer Insolvenz ist es wichtig, Kontakt zum Insolvenzverwalter aufzunehmen, der über die zuständigen Insolvenzgerichte meist an den Orten erreichbar ist, an denen auch das insolvente Unternehmen sitzt. In einer schriftlichen Anfrage sollte vorerst geklärt werden, ob der geschlossene Vertrag weiterhin Bestand hat.

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Kaufvertrag oder Werkvertrag?

WerkvertragEs ist die finale Gewährleistungsfrage und so richtig beantworten kann Sie niemand. Wer es versucht stösst auf Gegenmeinungen und selbst Advokaten sind sich untereinander nicht einig.
Handelt es sich beim Küchenkauf um einen Kaufvertrag oder um einen Werkvertrag? Beträgt die gesetzliche Gewährleistung zwei Jahre oder muss der Händler laut Werkvertrag fünf Jahre gewähren?

Die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungspflicht beträgt 2 Jahre auf Mängel die von Beginn an am Produkt bestanden haben. In den ersten 6 Monaten geht man davon aus, dass der Mangel bereits beim Kauf bestanden hat. Im Bereich nach 6 Monaten ist der Kunde beweispflichtig. Er muss beweisen: Der Mangel bestand bereits beim Kauf des Produktes. Das kann dann schon mal schwierig werden.

Weil das so ist, und weil die Küche von vielen Gerichten als Bauwerk angesehen wird, da sie fest mit dem Gebäude verbunden ist, wird der Ruf nach dem Werkvertrag lauter. Dieser beinhaltet in der Regel eine 5jährige Gewährleistung.

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Blockverrechnung

Geschrieben von Gatto1 am 22.10.2009 in diesem Foren-Thema.

Die Verrechnung von Blöcken ist ein Vorgang, der selbst erfahrene Küchenverkäufer häufig noch ins Schwitzen bringt und Küchenkäufer an der schieren Unverständlichkeit verzweifeln läßt. Daher will ich mal versuchen, die Idee der Blockverrechnung - und die daraus resultierenden Schwierigkeiten und Fallstricke allgemeinverständlich zu skizzieren.

Geschichte
Der Küchenblock als solcher ist ja noch garnicht so alt. Ich glaube es war Ende der 70er Jahre, als Wellmann einen ersten "Küchenblock" auf den Markt gebracht hat.
Eine fertige Zusammenstellung von Küchenmöbeln mit Einbaugeräten - Fixes Maß, fixer Preis.
Bis dahin waren Kücheneinrichtungen häufig noch echte Einzelmöbel (z.B. Oma's Küchenbuffet mit Standherd und Hängespüle an der Wand) bzw. die heute noch am Baumarkt erhältlichen Einzelteile ohne durchgehende Platte und Sockel - und natürlich die Küchen, die vom Tischler kamen.(Bevor mich jetzt einer kreuzigt - ich kenn das auch nur von Erzählungen - damals habe ich mich noch nicht so sehr für Küchen interessiert).
Die Idee hinter dem Küchenblock war einfach und richtig. Schaffe einen Grundstandart, dann kannst Du billiger produzieren und verkaufen.
Es hat damals wohl auch recht gut funktioniert und die Umsetzung war realistisch. Der Küchenblock war etwas günstiger als die Summe der einzelnen Bauteile und die Teile die dazu kamen kosteten halt was sie immer gekostet hatten. Sinnvoll für beide Seiten.

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Verpasste Chancen?

Verpasste Chancen?15 Testkäufer sandte Marcus Knauf aus, um den Verkaufsalltag im deutschen Küchenhandel unter die Lupe zu nehmen. Welcher Strategie folgt das durchschnittliche Kundengespräch? Kommen dabei Produktionsunterschiede und Innovationen ausreichend zur Sprache? Wird überhaupt argumentiert - oder geht die Planung überwiegend am Kunden vorbei? Für den Initiator der Fallstudien ist das Manko zumindest eindeutig.

Im August und September 2007 wurden in Nordrhein-Westfalen 15 große Möbelhäuser und Küchenstudios von Testkunden besucht. Alle Händler verfügten über eine branchenübliche Küchenausstellung, dabei variierte die Anzahl der präsentierten Küchen zwischen 8 und 40. Das Sortiment war durchweg im mittleren Preissegment angesiedelt. Die Testkunden sollten für einen 20 qm großen Raum eine Küche planen lassen. Dazu traten sie mit einer einheitlichen "Story" auf: Sie gaben an, eine Eigentumswohnung im Altbau gekauft zu haben und nun die Küche renovieren zu wollen. Die Testkäufer machten deutlich, dass Elektro- und Wasseranschlüsse im Zuge dieser Renovierung angepasst werden können, sodass die Planung möglichst offen war. Die Preisvorstellung lag zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Während des Verkaufsgesprächs beobachteten die Testkäufer genau das Verhalten der Verkäuferinnen und Verkäufer und dokumentierten es anschließend in einem 7seitigen Erhebungsbogen. Es wurde insbesondere auf folgende Aspekte geachtet: Art der Kontaktaufnahme, Argumente für und gegen verschiedene Hersteller, Merkmale und Vorteile verschiedener Materialien (Beschichtungen, Massivholz, Stein, Keramik, etc.) Preisargumentation, Hinweise auf Angebote, Bedarfsermittlung/Eingehen auf Wünsche, Zusatzverkauf Freundlichkeit und Rahmenbedinungen des Verkaufs. Die Auswertung der Besuche fand mit den Methoden der qualitativen Sozial- und Wirtschaftsforschung statt. Die 15 Testkäufe wurden dabei als Fallstudien betrachtet, die jeweils ihre eigene "Geschichte" haben. Dennoch zeichnen die Ergebnisse ein recht einheitliches Bild.

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Rabatte ruinieren Händler, Kunden und Hersteller

rabattOb Media Markt, Amazon oder Saturn – zum Jahresbeginn werben viele Händler wieder aggressiv mit Rabatten. Auf Dauer erzeugt diese Strategie aber nur Verlierer: Kunden zahlen in Wahrheit mehr als sie müssten. Händler verlieren das Vertrauen der Kunden. Und Hersteller ramponieren ihre Marken.

Dicke Schilder mit Prozentzeichen haben die Weihnachtsdekoration in den Schaufenstern abgelöst. Fast schon traditionell liefern sich Einzelhändler und Kaufhausketten in den ersten Tagen des neuen Jahres eine regelrechte Rabattschlacht. Während der Elektronikhändler Mediamarkt die Mehrwertsteuer auf Fernseher, Videofilme oder Kühlschränke erlässt, bietet der Möbelhändler Roller 40 Prozent Abschlag auf alle frei geplanten Küchen. Und die Baumarktkette Praktiker halbierte vorübergehend die Preise für Auslaufmodelle und Restposten. "Die Kunden erwarten das mittlerweile von uns", heißt es dazu beispielsweise bei Mediamarkt.

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Installationspläne

Installationspläne für die KücheGrosses Augenmerk sollten Küchenkäufer in Bezug auf korrekte Installationsangaben haben. Die Fehlerquellen sind vielfältig und nicht selten werden ausführliche Installationsvorgaben von den ausführenden Handwerkern ignoriert. Teils geschieht dieses aus Bequemlichkeit oder andererseits aus vorgegebener langjähriger Erfahrung, in welcher man es schon immer so machte.
Allerdings sind die unterschiedlichen Arbeitshöhen und Angaben der Gerätehersteller mittlerweile so komplex und vielfältig geworden, dass eine pauschale Angabe selten zum gewünschten Ergebnis führt. Beispielsweise richtet sich Abwasser nicht nach dem Handwerker und seinem Lebenswerk, sondern ist sowohl in der Vergangenheit als auch heute noch nicht in der Lage, aufwärts zu fliessen. Physikalische Gesetze kann man eben nicht aushebeln.
Die nachfolgenden Richtlinien sollen, so gut es geht, Installationsangaben verständlich machen.

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Zeitdruck beim Küchenkauf ?

VerkaufIn der Verkaufspsychologie würde man es wohl "Entscheidungsförderung" nennen: Den Versuch mit zeitlich begrenzten Rabatten eine sofortige Vertragsunterzeichnung zu erzielen.

Die Küche ist geplant, Fronten und E-Geräte festgelegt... Der Kunde wartet gespannt auf das preisliche Resultat.
"Ihre Einbauküche kostet in der geplanten Aufstellung und Ausführung nach Abzug von 50% Rabatt € 10.400,-. Wenn Sie hier unterschreiben kann sie in vier Wochen geliefert werden", spricht Sie ein freundlicher Verkäufer auf das sensibelste Thema beim Küchenkauf an: Den Preis.

Im Idealfall erbitten Sie sich eine mehrtägige Bedenkzeit und bekommen das Angebot mit einer detailierten Artikelliste und sämtlichen grafischen Ausarbeitungen mit nach Hause. Hier haben Sie die Möglichkeit sich alles in Ruhe anzusehen, Raummasse nochmals zu überprüfen oder ggfs. ein Vergleichsangebot einzuholen.

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Preisliche Intransparenz beim Küchenkauf

GeldGewollt, gemacht oder unausweichlich?
Die fehlende Preistransparenz in der Küchenbranche sorgt stets für Unmut beim Käufer. Woraus resultiert diese Preisstruktur und vor allem: Ist es Stragtegie?
 
Um es vorweg zu nehmen: Ist es sicher nicht.
Allenfalls die unterschiedlichen Abarten der Nutzung der komplexen Preisgestaltung könnte man als strategisch bezeichnen. Letztendlich wäre es nur unter unzumutbarem Aufwand möglich jedes Möbelstück in allen Varianten und Preisgruppen auszuzeichnen.

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Küchenkauf im Internet?

Küchenkauf im InternetWie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Internationalen Funkausstellung in Berlin  mitteilt, nutzt gut die Hälfte (53%) der 51 Millionen privaten Internetnutzer des 1. Quartals 2007 das World Wide Web als Medium für den Einkauf.
Darunter Bücher, Magazine, Zeitungen, Sportartikel, Möbel, Spielzeug, Reisen, Urlaubsunterkünfte, Bahn- oder Flugtickets, Computer-Software, Computer- und Videospiele, Filme und Musik.

Nun ist der Kauf von individuell geplanten Einbauküchen über das Internet zwar noch nicht statistisch erfasst, aber die wie Pilze aus dem Boden wachsenden Küchenverkaufs-Plattformen im Netz legen zumindest die Vermutung nahe, dass hier ein Markt vermutet wird.


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Küchenkauf nach Meterpreis

Die Diskussionsforen sind voll mit Beiträgen wie diesen: "Wir haben auf einer Messe einen Kaufvertrag unterschrieben. 7 Meter Küche zum Preis von € 1500,-/Meter ohne Elektrogeräte. Können wir vom Vertrag zurücktreten?" Grundsätzlich kann man das gegen eine Strafgebühr von ca. 30% des Küchenpreises, je nach AGB und Vertrag. Das macht in diesem Fall eine Summe von rund 3000 Euro aus und dürfte sich um eine der teuersten Unterschriften handeln, die man sich im Laufe eines Lebens so leistet. Ohne etwas dafür zu bekommen natürlich.

Offensichtlich setzt beim Betreten solcher Messestände bei einer grossen Anzahl von Messebesuchern der gesunde Menschenverstand aus. Anders ist die Vielzahl der unterzeichnenden Kunden kaum erklärbar. Im Autohaus einen Vertrag zu unterschreiben in dem man sich verpflichtet ein Auto zu erwerben zum Festpreis von € 10.000 pro Meter Länge kommt dem gleich und würde bei nicht wenigen mit einem Kopfschütteln begleitet. Insbesondere dann, wenn die wesentlichen Ausstattungsmerkmale noch gar nicht festgelegt sind und somit auch nicht in den Vertrag einfliessen können.

 

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Qualitätsmerkmale der Küchenhersteller

Küchenhersteller-RankingUnzählige Fragen nach der Qualität des Herstellers X im Vergleich zum Hersteller Y haben uns dazu veranlasst ein Bewertungssystem zu gestalten, dass explizit auf die objektiv zu beurteilenden Qualitätskriterien eingeht.
Die Kriterien wurden in Zusammenarbeit sämtlicher im Küchen-Forum aktiven Fachleute festgelegt und die einzelnen Hersteller auch von diesen bewertet.
Das Ergebnis ist ein überaus relevantes Qualitätsranking, dass als Orientierungshilfe bei der Beurteilung des Preis/Leistungsverhältnisses dienen soll.

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