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Materialkunde

Metall in der Küche
Michael   03 Juni 2009  
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Beim Einsatz von Metallen in der Küche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein Wandel vollzogen. Bestimmten zunächst Emaille-Oberflächen das Bild, so wurde dieser Werkstoff fast gänzlich von Edelstahl und Aluminium verdrängt. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand.

Metallische Werkstoffe werden dort eingesetzt, wo besonders hohe Anforderungen an Belastbarkeit, Hygiene und Dauerhaftigkeit gestellt werden müssen. Immer, wenn es vor allem auf Schlagfestigkeit, Säurebeständigkeit und die leichte, schnelle Reinigung ankommt, ist Edelstahl das Material der Wahl. Zudem hat es auch eine ästhetische Eigenschaft: Edelstahl macht das Bekenntnis zu Modernität, Geradlinigkeit und zum Technischen sichtbar. Aluminium wird dann eingesetzt, wenn es um die Vorzüge geringes Gewicht, robuste Oberfläche, gute Verarbeitungsmöglichkeit und Schonung von Ressourcen geht. Für Schneidemaschinen, Töpfe, Geschirr und Waagen wird Aluminium von Profiköchen hochgeschätzt. Aber auch bei den Innenräumen von Spülmaschinen, Wärmefächern und Mikrowellengeräten wird aus technischen Gründen oft Edelstahl verwendet. Auf Edelstahl wird normalerweise jeder Fingerabdruck sichtbar. Diese unerwünschte Eigenschaft wird durch die geschliffene Struktur der Oberflächen und durch spezielle Pflegemittel reduziert.

Edelstahl

Edelstahl findet überwiegend Verwendung bei der Spülenherstellung aber auch als Arbeitsplatte und als Beschichtung im Frontbereich. Als Trägerwerkstoffe werden überwiegend Spanplatten verwendet. Edelstahl ist ein Chrom-Nickel-Eisengemisch, das bei Bedarf weitere Legierungsbestandteile enthält.

Bei der Produktion von Edelstahl entstehen mit Chrom und Nickel belastete Rauche und Stäube. Der Metallrauch wird möglichst vollständig erfasst und abgesaugt um ein entweichen in die Umwelt zu verhindern.
Edelstahl rostet nicht. Zudem bedingt die Verbindung von Chrom und Nickel, dass Spülen aus Edelstahl hitze- und säurebeständig, elastisch, hygienisch, schlagfest und pflegeleicht sind. Die Legierungsbestandteile (Chrom und Nickel) sind fest im Eisengefüge verankert und stellen somit kein Gefährdungspotential für eine allergische Reaktion - insbesondere auf Nickel - dar.

Aluminium

Aluminium findet Einsatz als Rahmentür zum Beispiel mit Glasfüllungen und als Beschichtungsmaterial für Fronten. Der Rohstoff für die Aluminiumgewinnung ist Bauxit - ein Erz, das zu 90 Prozent in den Ländern des Tropengürtels vorkommt. Hauptfördergebiete sind Australien, Westafrika, Jamaika und Brasilien.

Aluminium zählt mit seiner geringen Dichte zu den Leichtgewichten unter den Metallen und weist dabei eine vergleichsweise hohe Festigkeit auf. An der Luft überzieht sich das Metall mit einer dünnen Oxidhaut, durch die es sehr korrosionsbeständig ist. Aluminium ist sehr gut verformbar, lässt sich schweißen und schmieden und besitzt eine hohe Leitfähigkeit für Strom und Wärme.
Aluminium ist nach Sauerstoff und Silizium das dritthäufigste Element der Erdkruste und damit Bestandteil nahezu aller Gesteine und Böden. Es ist ungiftig und daher ernährungsphysiologisch unbedenklich.

Die Metallgewinnung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Zunächst wird im sogenannten Bayer- Prozeß, unter Druck und Hitze, aus dem Bauxiterz das Aluminiumhydroxid extrahiert, das anschließend durch Glühen zu Aluminiumoxid (Tonerde) gebrannt wird. Als Rückstandsprodukt fällt umweltneutraler Rotschlamm an, der auf Deponien abgelagert wird. Aluminiumoxid ist das Ausgangsprodukt für die zweite Gewinnungsstufe: dem Elektrolyseprozess. Eine Schmelze aus Tonerde und dem Flussmittel Kryolith, wird mit Hilfe von Elektrizität in flüssiges Aluminium und Sauerstoff getrennt. Aus zwei Tonnen Aluminiumoxid wird so eine Tonne Primäraluminium gewonnen.

Für die Erzeugung von einem Kilogramm Primäraluminium sind heute rund 13,5 Kilowattstunden Strom erforderlich. Bliebe der Blick allein auf die Primärerzeugung konzentriert, übersähe man allerdings, dass die einmal eingesetzte Energie im Metall gespeichert bleibt und im Recyclingprozess "reaktiviert" wird. Aufgrund des niedrigen Schmelzpunktes (660° C) sind nur fünf Prozent der ursprünglich eingesetzten Energie beim Recycling von Aluminium erforderlich. Da Aluminium nach der Verwendung einen hohen Schrottwert besitzt und seine Werkstoffqualität beim Recycling nicht einbüßt, hat sich schon früh eine gut funktionierende Sekundärwirtschaft herausgebildet, z.B. als Altschrott aus den Bereichen Verkehr, Bau, Elektronik oder Verpackung. Die Metallkreisläufe sind heute weitgehend geschlossen.

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"Als Rückstandsprodukt fällt umweltneutraler Rotschlamm an, der auf Deponien abgelagert wird."

Ein bisschen mehr kritische Distanz zu den vollmundigen Persil-Aussagen der Aluminiumindustrie sollte man schon zeigen. Kolontár liegt noch nicht so lange zurück, und viele werden sich erinnern.
Neben der obligatorischen Belastung mit NaOH enthält der Rotschlamm typischerweise Anteile von Schwermetallen sowie Arsen. Unter "umweltneutral" stelle ich mir etwas Anderes vor!
Richtig bleibt aber, dass Aluminium aus stofflich und energetischer Sicht noch zu den besser recyclebaren Rohstoffen gehört.

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