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Naturstein-Arbeitsplatten
Flächenbündiges Kochfeld in einer Naturstein Arbeitsplatte
Arbeitsplatten aus Naturstein
Versiegelung einer Naturstein-Arbeitsplatte
Untergeklebtes Edelstahl Spülbecken in einer Naturstein-Arbeitsplatte
Untergebaute Spüle in einer Granitarbeitsplatte

Themen-Informationen

Kategorie
Arbeitsplatten

Naturstein-Arbeitsplatten
Michael   12 Dezember 2012  
17016   0   9  

 
5.0 (2)
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Naturstein Arbeitsplatten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, sind robust, pflegeleicht, natürlich und (fast) unverwüstlich. Nicht alle Natursteine sind für die Küche geeignet und die Preise variieren teilweise enorm. Günstige Granit Arbeitsplatten sind aber oft nur in den Hochglanz-Schnäppchen-Prospekten so günstig, da sie ausschließlich den Preis ohne die notwendige Bearbeitung ausweisen. Dazu zählen die Kantenverarbeitungen, die Ausschnitte für Spüle / Kochfeld und erforderliche Maßnahmen zur Stabilisierung.

Häufig wird für Naturstein Arbeitsplatten auf Granit zurückgegriffen. Der Begriff "Granit" wird umgangssprachlich oft mit allen Natursteinen gleichgesetzt, obwohl nicht jeder Naturstein automatisch auch ein Granit ist. Daneben gibt es noch viele weitere Gesteinsarten, wie z.B. die Monzonite, Tonalite, Paragneise oder auch Diorite und Alkalifeldspatgranite.

Granit-Arbeitsplatten enthalten keinen Kalk und sind deswegen säurebeständig und für die
anfallenden Arbeiten in der Küche bestens geeignet, ganz im Gegensatz zu Marmor, Kalksandstein und einigen Quarziten. Es erfolgt auch keine Versiegelung sondern nur eine Imprägnierung der Arbeitsfläche, damit keine Flüssigkeiten mehr aufgenommen werden können. Es wird also nur der natürliche Porenraum ausgekleidet und somit die natürliche Kapilarwirkung herabgesetzt. Der Stein kann also weiterhin "atmen" und ist trotzdem gegen Flecken geschützt.
Je nach Beanspruchung hält eine Imprägnierung ein bis zwei Jahre und sollte nach diesem Zeitraum aufgefrischt werden. Diese Arbeit kann eigentlich jeder, unter Beachtung der technischen Merkblätter, selbst durchführen.

Neben der oben erwähnten Robustheit von Arbeitsplatten aus Naturstein haben diese aber auch Nachteile, deren Auswirkungen durch eine professionelle Bearbeitung weitestgehend eleminiert werden können und müssen. Neben der Imprägnierung und dem damit verbundenen Schutz gegen eindringende Flüssigkeiten, gehört dazu auch die Versteifung der Ausschnittstege im Bereich von Kochfeld und Einbauspüle. Naturstein hat die Eigenschaft nicht "biegsam" zu sein. Wenn die Arbeitsplatte sich biegt, dann bricht sie. Um diesen Biegepunkt erst bei größtmöglicher Belastung zu erreichen, werden sie an den dünnen Ausschnittstegen grundsätzlich mit Glasfaser- oder Stahlarmierungen versehen. Diese werden in speziell vorgenommene Ausfräsungen geklebt, und je dicker diese Armierungen sind, desto stabiler ist die APL im gesamten. Deswegen sollte die Materialstärke eigentlich immer mindestens 3cm betragen.
Bei fehlender Armierung, wie es oft bei günstigen Arbeitsplatten vorkommt, besteht die Gefahr des Bruches bereits beim Verlegen der Platte, spätestens aber bei hohem Druck von oben, wie er z.B. beim Besteigen der Arbeitsplatte zum Reinigen der Fensterscheiben ausgeübt werden kann.
Allein diese Bearbeitung kann zum günstigen Angebot mehrere hundert Euro ausmachen und sie sollten in dieser Hinsicht genauestens überprüft werden.

Oberflächenbehandlung von Naturstein-Arbeitsplatten

Arbeitsplatten aus Naturstein wurden bis vor wenigen Jahren fast ausschliesslich mit polierter, also glänzender, Oberfläche gewählt. Mittlerweile besteht ein Trend zu anderen Oberflächenbearbeitungen, wie z.B. matte Flächen durch Sandstrahlen oder Beflammen. Diese Verfahren selbst sind nicht neu und bei Bodenbelagsarbeiten zur Gewährleistung der Rutschsicherheit standard. Für die Küchenarbeitsplatte lassen sich mit diesen Verfahren überwiegend neue optische Resultate erzielen.

Natur in der Küche

Wie der Name schon sagt handelt es sich bei Naturstein um ein Naturprodukt, dessen optische Erscheinung, je nach Gesteinsart, immer ein Unikat ist. Die Natur lässt sich schwer überlisten und folglich besteht keinerlei Anspruch auf ein einheitliches Erscheinungsbild. Zwischen dem Steinmuster beim Händler und der tatsächlich gelieferten ware können erhebliche Unterschiede bestehen und wer in dieser Hinsicht kein Risiko eingehen möchte, der hat beim Steinmetz vor Ort fast immer die Möglichkeit, sich aus einem Portfolio von Unmaßplatten seine Gewünschte auszuwählen und die Arbeitsplatte aus genau diesem fertigen zu lassen.

Einbaumöglichkeiten in Naturstein-Arbeitsplatten

Kochfelder und Spülen lassen sich in Naturstein-Arbeitsplatten, neben der klassischen Einbaumethode im Auflageverfahren, problemlos flächenbündig integrieren. Hierfür werden spezielle Kochfelder und Spülen für den flächenbündigen Einbau benötigt und der Ausschnitt entsprechend vorgefräst. Die noch vorhandenen Lücken werden mit dauerelastischer Dichtmasse versiegelt. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass es sich um neutralvernetztes Natursteinsilikon handelt.
Spülbecken können zudem untergebaut werden. Hierbei wird der Innenrand des Ausschnitts auf die gleiche Weise wie die Oberfläche behandelt und das Becken von unten an der Arbeitsplatte befestigt. Bei schweren Keramikbecken werden entsprechende Spannkrallen verwendet, deren Haltepunkte vorab in den Stein eingearbeitet werden. Leichtere Edelstahlbecken werden mit dem Stein verklebt.  

Benutzerkommentare

2 Bewertungen

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5.0  (2)
(Aktualisiert: 08 März 2014)
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5.0

Granitarbeitsplatten

Hallo, endlich mal eine Beschreibung für Granitarbeitsplatten, welche so stimmig ist, dass wir als Hersteller von Granitarbeitsplatten nichts dazufügen müssen. !!!!!!
Es gibt auch Arbeitsplatten aus Quarzkomposit (Silestone - die Marke) oder Keramik (Neolith). Wer dazu Fragen hat, kann mit uns reden.

Untergebaute Spüle in einer Granitarbeitsplatte
(Aktualisiert: 08 März 2014)
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5.0

Natur in der Küche

Wir haben uns auch die Natur in die Küche geholt. Einfach ein Traum den unser Steinmetz vom Steinzentrum Schubertstone verwirklicht hat!! Wärmstens zu empfehlen!! :)

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