XXXLutz - mal wieder

menorca

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Wie heutzutage so vieles läuft bzw. viele Firmen agieren: am Rande der Legalität, dabei vor allem unmoralisch, auf dem Rücken der Arbeitnehmer und einzig auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. :stocksauer:
 

Michael

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Ist ja eines meiner Lieblingsthemen. :cool:

Frag mich immer, wer in solchen Unternehmen noch sein Geld lässt und wo die Motivation dazu herkommt?

Geiz, weil man tatsächlich glaubt die Großen sind die Billigen?
Desinformation, weil man es nicht besser weiß?
Gleichgültigkeit?

Das sind ja nicht die Einzigen - die Liste ist lang:
Amazon
Zalando (Überhaupt der gesamte Samwer Clan)
StarBucks
Ikea (trau ich mich fast gar nicht zu schreiben :-[)
.........

Allesamt äusserst niveauvoll im Bezug auf Steuervermeidung. :so-what:
 

moebelprofis

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Aber die Verbraucher haben / hätten es in der Hand, solche Konzerne zu meiden...
 

russini

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Mein Mann war mal der Möbelaufbauer bei XXL etwas über 1 Jahr. Er hat nach 3 Monaten 10 kg verloren und hat sich am Wochenende die Birne zugeknallt um das zu ertragen. Irgendwann hat ihn einer gesagt er soll da weg, bevor er total zu Grunde geht. Ist reinster Sklavenhandel. Und frecher Weise wurden ihm die Minderungen vom Gehalt abgezogen, obwohl es schon Fehler vom Lieferanten oft waren.

Den Schuppen meide wir auch.
 

kingofbigos

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@russini , so sehr ich die Behauptungen verstehe und nachvollziehen kann:

Bitte um Belege um zu sehen WER WAS getan hat.

Wie ein normales Arbeitsverhältnis sieht das nicht aus, aber was ist nun hier schief gelaufen? Geht es um die Arbeitszeiten, dann bitte Erzählung was genau passiert ist und wie die Firma damit umgegangen ist. Was genau wurde vom Gehalt abgezogen?

Warum Sklavenhandel?

An diesem Forum schätze ich, dass nicht einfach drauflos gelästert wird.

Ich schätze, dass 90 Prozent aller Möbelkäufer ahnungslos sind und über den Preis kaufen. Jetzt fragt sich bei der genannten Firma, aber auch bei gewissen Internet-Händlern:

Soll der Staat die kleinen steuerlich entlasten und sie so den Giganten gleichstellen?

Oder soll der Staat die großen dazu zwingen, die Steuern dort zu bezahlen wo auch das Geschäft abgeschlossen wird?
 

Michael

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Letzteres natürlich. Wäre ja blöd wenn der Staat dafür sorgen würde, dass niemand mehr Steuern zahlen muss.

Und Russini muss hier nicht weiter ins Detail gehen nur um zu bestätigen, dass die Arbeitsbedingungen zu wünschen übrig lassen. Der Beitrag erläutert das ja ganz gut.
 

russini

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Naja er war natürlich beim Subunternehmen für XXL angestellt, die Arbeitszeiten waren immer überzogen, auch Samstags. Wenn Kunde wegen irgendwas Preis gemindert hat, hat er auch vom Gehalt abgezogen bekommen vom Chef. Er war damals frisch nach der Schreinerlehre dort gelandet, denn Möbelschreiner ist ja eher aussterbender Beruf. Er war froh Job zu haben und hat es zunächst hin genommen. Heute würde es natürlich nicht mehr mitmachen.
 

russini

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Ja man kauft jetzt eben nicht für die nächsten 20-30 oder mehr Jahre die Möbel, sondern bis max. nächsten Umzug. Da muss alles billiger sein, sonst fällt der Kauf ja nicht so leicht. Man erzieht ja nicht umsonst eine Konsumgesellschaft. "Gut" auf den ersten Blick für das Wirtschaftswachstum, Katastrophe für die Umwelt/Nachhaltigkeit und unseren Stresslevel (also auch Gesundheit). Leider habe ich das selbst früher gewisse Zeit aus wirtschaftlichen Gründen ähnlich gedacht, jetzt mit den Kindern kommt das Umdenken.

Wobei ich selbst mit gebrauchten Klamotten/Möbeln aufgewachsen bin schon allein durch Geldmangel und in Teeniezeit das natürlich gehasst habe durch das Mobbing, aber heute sehe ich es anders und versuche es bei Kindern solange es geht viel mit gebrauchten Sachen aus der Verwandschaft/Basaren zu halten. Fürchte ab der Schulzeit wird es leider nicht mehr so einfach gehen, denn Mobbing will ich denen natürlich ersparen. Da ist der Druck durch Mitschüler einfach zu groß sich mit der neuesten Mode u.a. zu bewegen.
 

Nörgli

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Hm, aus meinem Umfeld kenne ich das aber, dass auch alle günstigen Möbel (vorrangig IKEA ) mitgenommen werden, oder bei der nächsten "Generation" (jüngere Freunde, Studis der tieferen Semester etc.) willkommen unterkommen.

Ich hab in den letzten 10 Jahren inkl. 4 Umzügen nur eine Handvoll Möbel entsorgt, die wirklich oll waren (waren meist über Freunde oder eBay Kleinanzeigen ergattert worden). Und so ähnlich handelt auch mein Freundkreis. Wir haben welche, denen wir gar nicht mehr beim nächsten Umzug helfen mögen, weil wir schon genau die sperrigen schweren Stücke kennen. ;D Vielleicht muss man mehr Kohle haben als mein Umfeld, um mit dieser Wegwerfmentalität leben zu können...

@russini Das mit dem Mobbing ist echt krass und tut mir sehr Leid! Ich bin auch nur mit Gebrauchtem aufgewachsen, aber glücklicherweise war das halt selten Thema von außen (eher der eigene Neid auf andere).
 

moebelprofis

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ich weiß nicht wo du wohnst aber es gibt immer Alternativen. Meineswissens gibt es in keinem Bereich Deutschlands Monopol-Zonen ;-)
 

Tux

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Monopol nicht, aber ich kann doch nur von einem Großen zu einem anderen Großen gehen.
 

Michael

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Es geht ja nicht pauschal um Größe, sondern um Steuervermeider. Wenn ein Unternehmen 20-30% Steuern abdrücken muss und das andere nur 5% ist ersteres natürlich im Nachteil und zweiteres kann günstiger verkaufen.
Würde Ikea angemessen Steuern zahlen und wäre somit 20% teuerer müssten wir uns über preisliche Differenzen zwischen Ikea und Fachhandel gar nicht auseinandersetzen.
 

kingofbigos

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Ikea , Steuern hin oder her, ist unterste Qualitätsstufe. Und ich glaub der Plastik Schuhschrank verkauft sich gut.

Frankfurt oder egal wo, ich emfpehle, die Augen mal richtig offen zu halten und zu suchen. Nicht die Häuser ansteuern, die zweimal die Woche Hochglanz Prospekte in die Briefkästen werfen! Ein Angebot kostet ja noch nichts.

Ach ja, und wir werden vielleicht mal in ein paar Jahren nach Deutschland expandieren.

20-30% Steuern finde ich ganz schön heftig. Darum meine Idee, die Steuern für alle gleich niedrig zu haben. Wird wohl den Entscheidern in der Politik nicht so gut gefallen.
 

Michael

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Naja, der Spitzensteuersatz in D liegt bei 42%. Den sollte man von einem Unternehmen mit 2,5 Milliarden Gewinn wohl auch verlangen können. Da bleibt wohl noch genug zum Leben und dann werden im Folgejahr halt zwei Möbelbuden weniger gebaut. :so-what:

Wenn sich jeder Arbeitnehmer oder Kleinunternehmer auch aussuchen könnte wieviel und wofür er Steuern bezahlt sähe es hier lustig aus.

Ich finde es komisch, dass die besorgten Bürger deswegen nicht auf die Straße gehen. Wenn man sich in einschlägigen Foren die Flüchtlingsdebatten durchliest kommt in jedem zweiten Post der Begriff "unsere hart erarbeiteten Steuergelder" vor. Und am nächsten Tag fahren sie zu XXXLutz, Ikea, Starbucks oder bestellen bei Amazon und machen die Millionäre, die hier nicht einen Fratz zum Allgemeinwohl beitragen, noch fetter.
 

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