Warten Wohnküche im "Berliner Zimmer"

Friedenauer

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Im Großen und Ganzen: Ja, ich bin zufrieden, einschließlich aller Kröten, die mit der Planung bewusst geschluckt wurden. Das Raumgefühl stimmt und der Hauptarbeitsplatz mit Blick Richtung Wohnzimmer und Balkon ist genial schön. Absolut richtige Entscheidung, diesen hoch zu priorisieren und die restliche Planung daran auszurichten.

Hinsichtlich der Entscheidung, ob es nicht auch ein einziges Heißgerät getan hätte und man dann auf den nicht sonderlich attraktiven Gerätehochschrank ganz hätte verzichten können, bin ich mir noch genauso unsicher wie bei der Bestellung. Letztlich wird sich das erst zeigen, wenn ich mich mit dem zusätzlichen DGC in der Praxis anfreunde – oder eben nicht.

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Beim Aufbau wurde ordentlich gearbeitet, und ich habe auch ein paar Sonderwünsche erfüllt bekommen (z.B. das Einkürzen der hinten überstehenden Korpusseiten, dadurch 2,5 cm mehr Fußraum an den Tresenplätzen und eine 2,5 cm schmalere APL am "Sekundärtresen" links im Bild).

Hinsichtlich der Naturstein-Arbeitsplatten (kommen am Freitag) bin ich allerdings doch ziemlich nervös, ob sie einwandfrei aufgemessen wurden. Da ist kaum irgendwo ein rechter Winkel dran ...


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Weniger glücklich war ich mit der Ausführung des Geräte-Hochschranks: zwischen den beiden (schwarzen) Heißgeräten (BO & DGC) ist ein normaler (weißer) 19er Korpusboden montiert, der nicht unbedingt gut aussieht. Das wäre mit einem Träger-Stahlblech wesentlich eleganter und kompakter gegangen.
Außerdem hat der 3,5er-Auszug unter dem BO wegen eines auf Mitte Fuge montierten BO-Trägerbodens ca. 8 mm weniger lichte Höhe als ein sonstiger unterer 3,5er-Auszug . Und das führt dazu, dass die Miele -Backbleche exakt nicht mehr vertikal reinpassen, wie ich das geplant hatte. Mist.
Und: In dem Fach oberhalb der Heißgeräte wäre auch dann noch reichlich Platz für den Hubtürbeschlag gewesen, wenn der Schrank ein Raster niedriger gewesen wäre. Das hätte ich gern für den Geräteschrank und die Vorratsschränke rechts im Bild geplant, aber die KFB war der Ansicht, dass dann kein Hubbeschlag mehr passen würde. Da hätte ich mehr nachbohren müssen, denn im Nachhinein hat mir die KFB eine Konstruktionszeichnung des Schranks gemailt, in der alles klar erkennbar war - im Vorfeld hat sie sich auf den Posten "bei den Hochschränken habe ich wenig Einfluss darauf, wie Ballerina die baut" zurückgezogen. Hätte ich die Konstruktionszeichnung vorab gehabt, hätte ich anders geplant (oder versucht auf Details zu dringen), das hat mich etwas geärgert. Naja, mehr Stauraum ist ja auch was wert.

Noch ein Wermutstropfen: Die Oberfläche des "Edelstahl"-Kühlschranks von Liebherr ist wirklich fies. Ja, da entstehen jetzt keine Fingertapper mehr drauf – aber es sieht halt auch nicht mehr nach Edelstahl aus, sondern eher nach silbergrau lackiert. Hatte ich mir im Vorfeld nicht live ansehen können, sondern mich darauf verlassen, dass der Kühlschrank genauso aussieht wie der 10 Jahre alte eines Freundes, der ansonsten mehr oder weniger das gleiche Modell ist. Im Nachhinein hätte ich wohl wie ursprünglich geplant den weißen Miele-KS, den wir mit der Wohnung bekommen hatten, behalten sollen. Aber die alte Küche habe ich dann doch kompletto an eine Freundin verkaufen können, und der KS war ein wesentliches Schmankerl dabei, was mich für sie gefreut hat.

Erfreulich: Meine Kalkulation hinsichtlich der Spüle ist aufgegangen – in der Franke BXX 45-110 lassen sich Miele-Backbleche tatsächlich kompletto versenken, und der Extra-Zentimeter an Tiefe (41 statt wie bei den meisten Spülen 40) erlaubt es, sie auch wieder herauszubekommen. Schnieke.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit unserem Küchenprojekt, obwohl ihm verschiedene Hürden (Lockdown, gleichzeitige Renovierung der gesamten Wohnung, gleichzeitige Geburt unserer Tochter) im Weg standen. Das Ziel einer praktischen, unprätenziösen/"Wow-Effekt-freien" und einigermaßen zeitlosen Küche sehe ich jedenfalls als weitgehend erreicht an. Wir freuen uns auf den Umzug ca. Mitte Juli.
 

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KerstinB

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Will mal nur die Backbleche aufgreifen. Wäre es nicht eine Möglichkeit, diese senkrecht im Fach oberhalb der Heißgeräte unterzubringen?
 

Evelin

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Es gibt eine Blende, um die Lücke zwischen den BOs abzudecken.
 

Friedenauer

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@KerstinB: Sorry, hatte vergessen Dir zu antworten: Das Fach über den Öfen ist – zumindest als Option – für die Mikrowelle vorbereitet, daher möchte ich die Bleche dort nicht unterbringen. Es ist aber auch nicht so, dass es unmöglich wäre, einen Platz für die Bleche zu finden, sondern ich habe mich lediglich etwas geärgert, dass meine Planung nicht so geklappt hat, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Und das, wie ich finde, vermeidbarerweise.

... And now for something (almost) completely different:
Diese Berliner-Zimmer-Küche ist mir gestern im Netz begegnet. Sehenswert!
 

Fernblau

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Sehr schön geworden (Besser gesagt: "Schön im Werden" ;-)). Danke für den ausführlichen Bericht. Hoffentlich hat die Plattenanlage auch noch gut gepasst?
 

Friedenauer

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Die APL ist leider direkt zurückgegangen: Eine Platte verschnitten durch einen Maßübertragungsfehler, außerdem die Oberfläche falsch. :(
Erfreulicherweise haben wir`s gemerkt, bevor ausgeladen oder gar hochgetragen war. Die Platten sollen nun hoffentlich kommende Woche aufgelegt werden ...
 

Fernblau

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Ach, schade. Gut, dass ihr's rechtzeitig bemerkt habt. Wenn die Platte erst liegt, gestaltet sich alles etwas zäher...
Ich halte die Daumen für den zweiten Versuch...
 

Friedenauer

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Danke, das Daumenhalten können wir brauchen.

Das Muster, das wir ausgesucht hatten, war von Lechner (Naturstein Steel Grey "strukturiert"), und auch im Kaufvertrag steht Lechner – das Studio hat die Platten aber aus einem mir nicht bekannten (mutmaßlich finanziellen) Grund von einer anderen Firma fertigen lassen.

Das Lechner-Muster ist matt und changierend dunkelgrau, was geliefert wurde war hochglänzend poliert und dadurch fast schwarz. Es wird nun versucht, die Oberfläche anzugleichen, aber ich bin doch sehr skeptisch, dass dabei genau das rauskommt, was wir uns gewünscht haben. Ich habe mir immerhin mehrfach, auch schriftlich, versichern lassen, dass die Oberfläche dem Muster entsprechen wird, aber wenn nun im zweiten Versuch etwas "halbwegs ähnliches" kommt, habe ich vermutlich wenig Handhabe, auf nochmalige Nachbesserung oder gar Anbieterwechsel zu drängen. Lust auf Streit habe ich auch nicht, aber ich möchte gleichzeitig ungern jahrzehntelang daran erinnert werden, dass die Platten eigentlich nicht die gewollten sind.

Das stinkt mir schon ziemlich – ich hätte von vornherein darauf bestehen sollen, dass die Platten von Lechner geliefert werden. Naja, live and learn. Immerhin war das bisher das einzige größere Malheur bei unserer jetzt fast abgeschlossenen Wohnungsrenovierung.
 
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