Welche Stärke sollte eine Keramik (Dekton) Arbeitsplatte haben?

Amy1991

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Hallo zusammen,

wir planen gerade unsere erste Küche und würden gerne eine Arbeitsplatte "in Marmor Optik" auf der Insel verbauen.

Die Insel ist ca. 3x1m und beinhaltet sowohl das Spülbecken (70cm, Unterbau) und das Kochfeld (60cm, flächenbündig)

Aktuell würden wir das Material Dekton Opera nehmen: Dekton - Opera | By Cosentino

Nun meine Fragen:

1/ Welche Stärke sollte diese Dekton Platte haben, für den Einbau der o.g. "Geräte"?

2/ gibt es zu diesem Material Alternativen, die optisch ähnlich sind, aber irgendwie besser oder günstiger


Herzlichen Dank vorab für Eure Antworten :-)

LG, Amy
 

bibbi

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Du solltest deinen KFB befragen.Der kennt deine Planung und die Fertigungsmöglichkeiten seiner Vorlieferanten.
Pauschal ist es sicher vom Dekor/Rohtafelgrösse/Unterbau und Tragfähigkeit der Schränke/Grösse und Position der Ausschnitte/Transport und Verlegemöglichkeiten abhängig.
 

isabella

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Besser als Dekton (in welcher Hinsicht? Mechanisch? Putztechnisch?) wird es schwierig, günstiger: Fast alle ;-)
 

Amy1991

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Dankeschön schon einmal für die Antworten.

"Besser" bezüglich: Pflegeleichtigkeit und Haltbarkeit bzw. (Hitze)Empfindlichkeit

Bei flächenbündigem oder Unterbau-Spülbecken, führt ja kein Weg an einer Art von Stein vorbei.
Daher die Frage wäre, "echter" Marmor eine Alternative, oder bringt das eher keine Vorteile?
 

bibbi

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Echter Marmor ist nicht küchentauglich.Diverse Granitsorten schon,ebenso Quarzkomposit.
Alles eine Frage von Geschmack,Budget und Machbarkeit.

Und heisse Töpfe gehören auf keine Arbeitsplatte.
 

isabella

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@bibbi, es ist immer Einstellungssache. Viele italienische Küchen haben eine Marmor-Arbeitsplatte und die Leute nehmen es in Kauf, dass es mit der Zeit „Patina“ ansetzt. An sich tauglich ist er schon, säurebeständig ist er nicht und wird halt stumpf.
 

bibbi

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Echter Marmor ist nicht küchentauglich
@isabella
Du hast natürlich recht.
Ich korrigiere mich.Nicht küchentauglich für die(den) deutsche (n)Hausfrau(mann).
Die erwarten nämlich nach 10 Jahren Nutzung eine Küche ohne Gebrauchsspuren.
Da darf selbst das Auto eher Spuren im Lack von der Waschanlage haben.
 

mozart

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Hi,
die beiden gängigen Stärken sind idR. 12mm und 20mm.
12mm ist günstiger und sieht in vielen Fällen noch etwas eleganter aus. Es gibt aber gravierende Nachteile. Der Unterbau muß sehr gut vorbereitet werden. Wenn man das gut machen will, muß jeder Schrank ab 60cm Breite aufwärts vorne eine Stahltraverse erhalten, unabhängig davon, ob darüber ein Ausschnitt in der Platte ist oder nicht.
Kinder, auch kleine dürfen sich keinesfalls auf die Patte setzen. Fleisch klopfen, einen Wasserkasten etwas robuster aufsetzen, geht alles nicht.
Die 12mm-Platten sind sehr starr, dabei nicht sehr schwer und deshalb laut, wen man darauf hantiert.
Nach meiner Erfahrung sind auch Kantenausbrüche bei 12mm noch wahrscheinlicher, als bei 20mm Stärke-eine echte Erklärung habe ich dafür aber nicht.
Unterbaubecken sind auch bei 12mm unkritisch (abgesehen von der Plattenkante!), flächenbündiger Einbau von Kochfeldern führt im Auflagebereich zu ca. 6mm Reststärke der Platte-da reicht u.U. ein etwas unvorsichtig aufgesetzter 8L-Gemüsetopf zum Durchbruch.
Ich würde bei 12mm mittlerweile eher Quarz nehmen, der elastischer reagiert.
12mm Keramik empfehle ich nur noch, wenn der Kunde 1. weiß, daß er mit der Küche vorsichtig umgeht und 2. im Schadensfall (der ziemlich teuer würde) nicht anfängt zu weinen.
 

Singbegeistert

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Hallo @mozart Sorry wenn das hier etwas OT ist aber ich bin gerade in Panik verfallen ...
Unsere neue Küche kommt in den nächsten Wochen und wir bekommen eine Keramik-APL in 12 mm Stärke. Es wird aber definitv eine Küche, in der gearbeitet wird! Ich klopfe ab und zu mal Fleisch, habe schwere Töpfe, die Kinder saßen bisher gerne auf der APL ...

Eigentlich wollte ich eine 2 cm APL (zumindest anfangs, als noch Granit im Gespräch war) und dann haben wir uns doch für Keramik entschieden - da hat unser Schreiner kurzerhand empfohlen, dass wir 12 mm Stärke machen. Das Thema war mit zwei Sätzen abgehakt. Machen 8 mm wirklich soviel Unterschied?

Entschuldige wenn ich mich als Laie "doof" ausdrücke, aber unser Schreiner fertigt selbst und hat mir gesagt, dass der Korpus oben praktisch zu ist (also oben auch einen Boden hat) - bringt mir das was an Stabilität?
 

bibbi

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ass der Korpus oben praktisch zu ist (also oben auch einen Boden hat) - bringt mir das was an Stabilität?
Natürlich erhöht das die Stabilität erheblich.Bei vielen Küchen liegt die Arbeitsplatte "hohl"
Also nur auf schmalen Holztraversen,die im Ausschnittbereich oft noch weggeschnitten werden.
Sind dann nicht zusätzliche Metalltraversen montiert ,gibt es die besagten Probleme.
Mach dir also keine Gedanken ,aber auf der Arbeitsplatte herumklettern würde ich trotzdem nicht.
 

Singbegeistert

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Danke @bibbi! Jetzt bin ich einigermaßen erleichtert, weil für eine Änderung wäre es jetzt zu spät. Drauf rum klettern werde ich natürlich nicht und auch die Kinder werden entsprechend instruiert, sind ja zum Glück schon größer.

Ein bisschen ärgert es mich trotzdem, weil für mich wären 2cm auch okay gewesen, und jetzt höre ich, dass die 0,8 cm doch einen Unterschied in der Stabilität machen. In der Planung wurde das aber mit keinem Wort erwähnt.
 

racer

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Wenn die Platte am Ende vernünftig (möglichst vollflächig und eben) aufliegt, sollte die Stärke keine so ganz wichtige Rolle mehr spielen.. wichtiger ist der Transport bis auf das Küchenmöbel.. die hier entscheidenden Faktoren sind:

Größe der Einzelplatte gepaart mit der Anzahl der Ausschnitte und die Stärken der Stege..

zudem wird eine 20mm Platte am Ende auf extreme Hitze wohl weniger reagieren als wohlmöglich eine 12mm Platte...

mfg

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Meridian12

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Eigentlich wollte ich eine 2 cm APL (zumindest anfangs, als noch Granit im Gespräch war) und dann haben wir uns doch für Keramik entschieden - da hat unser Schreiner kurzerhand empfohlen, dass wir 12 mm Stärke machen. Das Thema war mit zwei Sätzen abgehakt. Machen 8 mm wirklich soviel Unterschied?
20mm Stärke sind 66% mehr Plattenstärke als bei 12mm. Sprich, das macht extrem viel aus.

Man hat mit 20mm viel mehr "Reserven" bezüglich Durchbruchgefahr. Bei Fläschenbündig sind die Auflagestellen ja sogar noch mehr als doppelt hoch (14mm statt 6mm).

Die Frage ist ja nur, ob die 12mm genug Reserven haben.Das beantworten dir die Spezialisten ja gerade.

Ich persönlich gehe jedoch nicht unter 20mm.12mm ist mir persönlich zu kritisch.Bin aber ahnungsloser Laie und gehe hier rein nach meinem Gefühl. Und ich fühle mich mit 20mm Platte (soll aber Silestone bei mir werden) einfach wohler.

Da man aber kaum von zerbrochenen 12mm Platten im Forum liest (erinnere mich an eine 12mm Keramikplatte,ansonsten ist ein mm Stück Kante abgesplittert),glaube ich nicht das 12mm Risiko pur sind.
 

racer

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das steht und fällt mit dem Plattenmaterial der mohschen Härte und den übrigen Eigenschaften..

Silestone z.B. sollte minimum 20 mm haben. Selbst der Hersteller rät von 12mm ab, wenn die Platte nicht komplett vollflächig aufliegt (was sie z.B. im Kochfeldbereich wohl nie tut)

Seit dem es Dekton gibt, beschäftige ich mich mit dem Material nicht mehr professionell, daher kann ich zur Härte und den übrigen Eigenschaften kaum etwas beitragen..

mfg

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ist nicht so, dass ich Dekton nicht kenne, bzw. nicht einzuschätzen weiß, es geht nur darum, dass die die genauen Produktionsschritte und die Mischungen der Grundmaterialien nicht kenne, da Cosentino da wohl doch ein größeres Geheimnis rauß macht... was aufgrund der Alleinstellung am Markt wohl auch sinnvoll ist... was Dekton kostet ist mir sehr wohl bewußt.. nur zur mohschen Härte, zur Sprödigkeit, zur Hitzebeständigkeit kann ich relativ wenig aussagen..

wie oben bereits erwähnt, in den meisten Fällen gilt: "wenn´s liegt, dann liegt´s..." außer bei 12mm Silestone, aber wie Isabella gerade so freundlich erwähnte... darum geht es hier nicht..

mfg

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isabella

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Ich wollte nicht unfreundlich sein, @racer, nur zum Thema zurückleiten ;-) übrigens, auch wenn Cosentino Dir die Zusammenstellung und Sinterbedingungen verraten würde, wärst Du über die mechanischen Eigenschaften genauso schlau wie jetzt. Außer Du arbeitest bei der BAM und mißt die selbst ;-)
 

racer

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na ja, die Silestoneproduktion habe ich mir im Laufe meines Lebens zweimal in Spanien ansehen dürfen, da bekommt man schon einen Eindruck davon, was mit dem Material geht und was nicht... nur Dekton hat es zu der Zeit noch nicht gegeben..

mfg

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