Von Gaskochfeld auf Induktion umsteigen, für ältere Dame leicht/sinnvoll?

BibiEmma

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Hallo liebes Forum,

meine Schwiegermutter (bald 76 Jahre alt) hatte vor ein paar Tagen einen kleinen Feuerunfall in der Küche. Sie hat nach dem Braten die Pfanne voller Öl auf dem Gasherd gelassen und vergessen, diesen abzuschalten. Sie ist dann eilig losgefahren, um ihre Enkeltochter von der Schule abzuholen. Ein Nachbar hat die Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr gerufen.
Meine Schwiegermutter war eine halbe Stunde weg, aber es hat ein bisschen gebrannt. Die Plastikteile in der Abzugshaube sind geschmolzen und runtergetropft. Die Oberschränke müssen getauscht werden, KF und Abzugshaube neu gekauft, die Küche muss neu gestrichen werden und eigentlich das ganze Haus, weil es überall nach Rauch riecht. Die APL wird getauscht werden, aber die US nicht.

Wir überlegen nun, vor allem im Sinne der Sicherheit, eventuell auf Induktion umzusteigen. Macht das Sinn? Ich habe bisher hier im Forum des Öfteren gelesen, dass vor allem ältere Kunden nicht mehr so gerne umsteigen möchten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob wir sie überhaupt davon überzeugen können, nicht mehr mit Gas zu kochen. Wenn es jedoch ein KF gäbe, welches solche Sicherheitsmerkmale hat, damit so eine Situation wie oben nicht mehr passiert, würden wir absolut alles versuchen, um sie davon zu überzeugen.

Daher meine Frage an euch: Gibt es ein Kochfeld mit irgendeiner Abschaltautomatik (meinetwegen auch bei Gas, Hauptsache das Ding schaltet sich aus, wenn man es vergisst). Mein KF z.B. schaltet sich ab, wenn was überkocht und Wasser auf das Bedienfeld läuft, aber was passiert mit einer heißen Pfanne voller Öl?

Meine Schwiegermutter kocht mindestens 3 mal die Woche für mehrere Personen. Sie kocht meistens mehrere Gerichte gleichzeitig. Drei 24-28 Töpfe auf dem KF sind keine Seltenheit. Und sie kocht oft unter Zeitdruck.

Ihr bisheriges KF war ein 60er Gaskochfeld, d.h. der US ist ebenfalls 60. Kann dann überhaupt etwas größeres als 60er KF genommen werden?

Vielen Dank schon mal!
 

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PS: Die Abschaltautomatik oder Sicherheitsabschaltung bei einigen InduktionsKF, die ich bisher gefunden habe, kann man wohl individuell einstellen, aber es wird kein Unterschied gemacht, ob etwas lange kochen soll oder ob man eine heiße Pfanne vergessen hat.
Ich habe mir bisher aber nur einige Bedienungsanleitungen durchgelesen und versinke in der riesigen Auswahl.
 
Vorab: Gut dass es nur Sachschäden gab in begrenztem Umfang und niemand zu Schaden kam.

Manche Induktionskochfelder bieten die Möglichkeit die zeitliche Dauer einer Kochzone zu begrenzen (z.B. auf 60min). Aber ob bereits nach 5 Minuten Öl brennt kann das Kochfeld nicht erkennen und vorher abschalten.
Der Vorteil von Induktion ist, dass man das Kochfeld nicht ohne Geschirr betreiben kann, man hat keine offene Flamme etc. was grundsätzlich schon deutlich mehr Sicherheit bietet als Gas.
 
@MKme
Vielen Dank. Ja, ich habe einige Simens KF gefunden, wo man die Sicherheitsabschaltung selbst einstellen kann. Wenn meine Schwiegermutter dann aber mal 2 Stunden lang weiße Bohnen kochen will, dann wäre sie genervt, wenn das KF sich von alleine abschalten würde und es wäre ihr bestimmt zu kompliziert, das jedes Mal neu einzustellen.

@bibbi
Gut, dass du fragst. Das müsste man herausfinden.
Es kann sein, dass kein Anschluss vorhanden ist, denn das Haus wurde Anfang der 80er gebaut und die Küche hatte immer nur ein Gaskochfeld.
 
Zum Umsteigen kann ich sagen, meine Mutter ist vor 8 Jahren (damals 75 Jahre) von normal Ceran auf Induktion von Neff mit Twistpad umgestiegen. Dabei musste sie ja sogar ihr Kochverhalten ändern, denn Induktion hat ja keine Restwärme. Dieses Verhalten kennt deine Schwiegermutter aber von Gas schon.

Und meine Mutter ist überhaupt nicht technikaffin, sie mag keine Computer, keine Smartphones usw.
 
Induktion ist insofern sicher, dass kein Topf = keine Erhitzung aber abschalten wird sich das Kochfeld nicht, solange ein Topf draufsteht (s. Bohnen lange kochen).

Hier ist entweder das Öl übergekocht und sich bei der Flamme angezündet - das würde mit Induktion nicht passieren - oder das Fettfilter in der DAH hat sich mit der Wärme entzündet (ist das eine Umlufthaube?), auch das ist mit Induktion unwahrscheinlicher, weil keine offenen Flammen nach oben steigen.

Mit 75 und so wie es sich von Deiner Beschreibung liest, ist Frau sicher in der Lage, sich umzugewöhnen - sie sollte aber das Bedienkonzept (slider usw.) unbedingt ausprobieren.
 
Meine Schwiegermutter (fast 90), überhaupt nicht technikaffin , ist vor
15 Jahren (also mit 75) von Gas auf Induktion umgestiegen.
Und ja ...Induktion ist sicherer als Gas.
 
Vielen lieben Dank euch allen! Also ist das Alter allein kein Grund, nicht von Gas auf Induktion umzusteigen.
Dann müssen wir wohl zuerst mal herausfinden, ob es da überhaupt einen passenden Anschluss gibt und dann kann man schauen, ob man meine Schwiegermutter überzeugt bekommt. Sie müsste leider auch ihre ganzen Töpfe tauschen.
 
Und ... meine Schwiegermutter hat einen Herzschrittmacher.:obacht:
Falls das ein Argument (oder ein Gegenargument) sein sollte.;-)
 
Von Gas auf Induktion umzusteigen ist einfacher als auf ein konventionelles E-Feld.
Wie gut/leicht sich jemand umstellen kann, wird im Alter zwar tendenziös schlechter (dauert länger), aber ist auch individuell verschieden.
Es gibt auch junge Leute die beim Wechsel hadern.

Es gibt verschiedene externe Sicherungssysteme die bei allen E-Herden einsetzbar sind.
Die funktionieren entweder mit einer voreinstellbaren Zeit, was ich nicht für optimal halte, oder mit einem Thermosensor.

Die Steuereinheit wird zwischen Stromanschluss und Herd montiert und ein separater, batteriebetriebener Sensor dann oberhalb des Kochfeldes.
Sobald eine gewisse Wärme überschritten wird gibt es ein optisches und akkustisches Signal.
Wird es dann noch wärmer unterbricht die Steuereinheit die Stromzufuhr.
Z.B. vom Hersteller Scanvest, das Elsa SGK5010.
 
Hier ist entweder das Öl übergekocht und sich bei der Flamme angezündet - das würde mit Induktion nicht passieren

Da muss ich leider widersprechen.
Öle und Fette können sich selbst entzünden.
Es bedarf also keiner Zündquelle, wie Gasflammen.

Auch ein Induktionsfeld kann Fett in der Pfanne locker auf die ca. 300 Grad bringen ab dem es sich selbst entzünden kann.
 
Ich warte ja immer noch auf die Info von meinen Schwiegereltern, ob da hinten an der Wand überhaupt ein passender Anschluss für ein InduktionsKF ist. Damit steht und fällt ja alles.

Aber das hier:
einem Thermosensor.

Die Steuereinheit wird zwischen Stromanschluss und Herd montiert und ein separater, batteriebetriebener Sensor dann oberhalb des Kochfeldes.
Sobald eine gewisse Wärme überschritten wird gibt es ein optisches und akkustisches Signal.
Wird es dann noch wärmer unterbricht die Steuereinheit die Stromzufuhr.
Z.B. vom Hersteller Scanvest, das Elsa SGK5010.
ist super interessant. Danke! Das werde ich gleich mal in die Familiengruppe vorstellen, damit die anderen auch ein bisschen in die Richtung suchen.

(ist das eine Umlufthaube?
Nein, das ist eine Ablufthaube. Durch diesen Mauerkasten kam der schwarze Rauch raus, der dem Nachbar ja aufgefallen ist und die Feuerwehr gerufen hat.
Ganz allgemein versuche ich ja auch, meine Schwiegermutter von einer größeren DAH zu überzeugen. Wobei die alte auch nicht schlecht war, aber extrem laut.

@kuechentante
Herzschrittmacher ist zum Glück nicht der Fall und die Idee mit Weihnachten ist auch top. Wenn sie auf Induktion umsteigt, bekommt sie definitiv von uns allen einen richtig guten Topfset.
 
Auch ein Induktionsfeld kann Fett in der Pfanne locker auf die ca. 300 Grad bringen ab dem es sich selbst entzünden kann.
Aber so ein Thermosensor, wie du ihn oben vorgeschlagen hast, würde so etwas unterbinden, richtig?
Falls meine Schwiegermutter doch nicht wechseln möchte, gibt es so einen Thermosensor auch für ein Gaskochfeld?
 
Bei meiner Mutter würde von der Umstellung Ceran auf Induktion kein Problem entstehen, aber ganz bestimmt durch die unterschiedlichen Bediensysteme. Ihr alter Herd hatte noch Drehknöpfe, ihr notwendiger Neuer musste das auch haben und wurde wieder Ceran. Wenn sie 1-2 Mal im Jahr bei mir zu Besuch ist und mit in der Küche steht, dann kriegt sie regelrecht Herzrasen. Das geht einfach nicht, auch das Piepen stört sie schon immens.
 
Na ja .. wenn Sie dann das Haus verlässt, nutzt ja auch ein Thermosensor nichts.
Also, so wie ich es verstanden habe, würde sich das KF von alleine abschalten.

@LosGatos11
Ja, das Problem mit den Drehknöpfen ist schon wichtig. Auch, dass meine Schwiegermutter ohne Brille kocht, obwohl sie eigentlich müsste. Also nur so eine Touchbedienung mit ein paar roten Zahlen wäre vielleicht suboptimal für sie. Ich habe mir überlegt, dass sie vielleicht ein paar Tage lang bei mir zu Hause mit kochen sollte, um herauszufinden, ob sie z.B. mit dem Neff Twistpad zurecht käme.
 
der von Eva beschriebene Sensor ist ja nicht gerade preiswert, aber bevor man die Bude abfackelt, wohl ok. Und, weil der Sensor selbst batteriebetrieben ist, ist der Sensor irgendwann "still", wenn man nicht eine Auge draufhält.

ich sehe gerade, es gibt noch einige andere Hersteller. Man muss nach "Herdwächter" suchen. interessant.
 
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