Versiegelung einer Arbeitsplatte

Dieses Thema im Forum "Spülen und Zubehör" wurde erstellt von Stephan kort, 18. Aug. 2009.

Blanco Spülenkonfigurator

  1. Stephan kort

    Stephan kort Mitglied

    Seit:
    18. Aug. 2009
    Beiträge:
    1

    Hallo Ich bin Installateur und neu in diesem Forum. Ich habe bei einem Kunden eine Armatur in die vorhandene Holzarbeitsplatte
    montiert. Wie es so passiert, ist die Armatur undicht geworden und die Arbeitsplatte ist aufgequollen. Der Armaturenhersteller hat die Armatur getauscht, weigert sich aber die Arbeitsplatte zu ersetzen. Er sagt, die Lochbohrung muss versiegelt werden und die Arbeiten sind nicht fachgerecht. Meine Frage: Hat der Armaturenhersteller Recht? Wer ist Schuld? Der Küchenbauer oder ich? Gibt es hier irgendwelche Vorschriften?

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Stephan Kort
     
  2. martin

    martin Moderator

    Seit:
    23. Jan. 2006
    Beiträge:
    10.005
    Ort:
    Barsinghausen
    AW: Versiegelung einer Arbeitsplatte

    Hahnlöcher in Schichtstoffarbeitsplatten sind immer ein Schwachpunkt. Grundsätzlich muss die Bohrung gegen Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden (wie alle Ausschnitte in einer APL), entweder durch intensives Einmassieren von Silicon oder mit z.B. Bootslack. Beim Tausch der Armatur ist es dringendst zu empfehlen, diesen Feuchtigkeitsschutz zu erneuern, da er beim Ausbau der neuen Armatur oft beschädigt wird.

    Und wer das Loch macht, muss es auch gegen Feuchtigkeit schützen.
     
  3. racer

    racer Team

    Seit:
    1. März 2008
    Beiträge:
    4.883
    Ort:
    Münster
    AW: Versiegelung einer Arbeitsplatte

    Hmm,

    (Martin, du hast natürlich recht, aber..) es stellt sich die Frage wo das steht ??? Der Armaturenhersteller hat das bestimmt nicht in seiner Anbauanleitung stehen " Achtung Armatur könnte undicht werden, bitte zu bebauende Gegenstände vor Wasser schützen" oder so ähnlich..

    jeder unbedarfte Endkunde (der sich die Armatur im Baumarkt kauft) hätte die genauso eingebaut....

    ich denke, da gilt auch das Verursacherprinzip... und wenn die Armatur vom Werk aus undicht ist, oder sehr schnell wurde, so hat der Hersteller auch für die Folgekosten aufzukommen..

    was jedoch wohl gerichtlich noch zu entscheiden wäre....

    leichter dürfte es werden, wenn der Endkunde eine entsprechende Versicherung hat, welche Wasserschäden (wie bei Rohbrüchen etc...) mit abdeckt. Dann sollte eine Versicherung dafür aufkommen (vorherige einwandfreie Montage der Armatur (bis auf die Versiegelung natürlich) vorausgesetzt...)

    mfg

    Racer
     
  4. Gatto1

    Gatto1 Spezialist

    Seit:
    3. März 2009
    Beiträge:
    2.002
    Ort:
    Naumburg
    AW: Versiegelung einer Arbeitsplatte

    Guckst Du hier..
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    und im Übrigen gilt der (rechtliche) Grundsatz: wenn Du gewerblich eine Arbeit übernimmst, mußt Du wissen, was Du tust. Für gewerbliche Auftragnehmer gelten da andere Regeln als für den (dummen) Endkunden.
    Nicht immer nachvollziehbar, aber regelmäßige Rechtsprechung..

    Gatto1
     
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