Unterbauspüle in Arbeitsplatte aus Keramik einlassen

Lutzie111

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Hallo zusammen,
zur Gestaltung des Einbaus einer Systemceram KeraDomo MERA 50 U Unterbauspüle in eine Küchenzeile bitte ich euch sehr um Hilfe.
Die Arbeitsplatte ist aus Keramik ist mit nur ca. 0,6 mm Stärke recht dünn.
Insbesonders interessiert mich, ob die Arbeitsplatte nach dem Einlassen der Spüle ringsherum ca. gut einen halben Zenitmeter in das Spülbecken hineinragen soll oder dies auf keinen Fall so gemacht werden sollte.
Meine Befürchtung bei dieser Einbauweise des Spülbeckens ist, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann der überragende Rand der Arbeitsplatte durch Arbeiten in dem Spülbecken, z.B. durch das Spülen großer Töpfe/Pfannen Schaden nehmen wird. Bei einer nur 0,6 mm dicken Keramik-Arbeitsplatte würde mich nicht wundern, wenn die Kanten absplittern bzw. wegbrechen und die Arbeitsplatt evtl. soviel Schaden nimmt und ggf. ausgetauscht werden muss.
Im Übrigen finde ich das auch nicht besonders hygienisch.
Ein glatter Übergang von Spüle zur Arbeitsplatte wäre aus meiner Sicht vorteilhafter - oder ist das gar nicht möglich?
Das Küchenstudio sagt, dass ginge nicht anders. Der Rand würde immer in das Niveau des Spülbeckens hineinragen.
Ich freue mich sehr über Hilfe, da ich mich gar nicht auskenne.
Viele Grüße
Lutzie111
 

bibbi

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Warum wird denn nicht die flächembündige Version verbaut ?
 

Lutzie111

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@ fernblau
Es stimmt natürlich, es sollte 0,6 cm heißen. Da hab ich nicht aufgepasst --:huch:
 

Lutzie111

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Danke erstmal für die Rückmeldungen von euch.
Die Sache ist die, im Küchenstudio (Musterküche ) habe ich nicht darauf geachtet.
Aber bei mir wurde der Einbau wie bechrieben vorgenommen.
Nun habe ich eine gut 2,5 cm große Abplatzung an einer Außenkante der Arbeitsplatte an anderer Stelle entdeckt. Wieso diese dort entstanden ist, weiß ich nicht. Es ist mir nichts draufgefallen o.ä..
Also, ist die Keramikplatte nicht so stabil, wie sie mir vom Kuchenstudio angepriesen wurde.
Meine ursprüngliche Vorstellung war eine dicke Granitplatte. Der MA des Küchenstudios sagte, dass ich, wenn ich was sprapazierfähiges haben möchte mit einer Keramikplatte besser bedienst sei.
Jetzt habe ich Zweifel und denke, dass das mit dem Überstand im Spülbecken keine gute Idee war.
Ich habe extra einen großes Spülbecken genommen, weil ich oft große Töpfe und Pfannen im Gebrauch habe, die ich von Hand spüle.
Die Küche habe ich jetzt noch nicht lange im Gebrauch. Aber auf Dauer gesehen, denke ich, dass es problematisch werden könnte.
 

Phlox

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Oh weh, das wird dir jetzt nicht mehr helfen, aber bisher habe ich nur gehört, dass von Unterbau bei Keramik abgeraten wird. Genau aus diesem Grund, leider.

Keramik an sich sei sehr stabil, aber eben nicht dort an der Kante
 

Lutzie111

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Danke sehr für eure Rückmeldungen.

@Nanodoc
was ist denn sonst üblich?
Ich habe mich voll und ganz auf das Küchenstudio verlassen.
Aber das ist nicht das einzige, was es an Mängeln gibt. Deshalb habe ich einen Anwalt eingeschaltet. Wahrscheinlich wird ein Gutachter kommen müssen.
 

Fernblau

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Härte und Zähigkeit heißen auch hier wieder die Gegenspieler. Keramik und Glaskeramik sind sehr harte Werkstoffe für eine Arbeitsplatte mit allen Vorteilen der Oberflächenbeständigkeit (gegen Schnitte oder Abtragen). Hohe Härte heißt aber auch geringe Zähigkeit (bzw. hohe Sprödigkeit). Der technische Königsweg einer faserverstärkten Keramik mit der Kombination von hoher Härte und guter Zähigkeit hat im Küchenbau noch keinen Einzug gehalten. Vielleicht zu Glück: Hightech-Materialien können auch schon mal Hightech-Anwendungen vorbehalten bleiben...

Wie ist die Platte denn an sich aufgebaut? Da wird ja keine 6mm "Keramikfolie" auf Deinen Unterschränken liegen. Da gibt es doch sicher eine Unterfütterung, eine untergeklebte MDF-Platte o.ä....
Persönlich kenne ich minimal 12mm-Keramik als Unterbauvariante, die bei einer Freundin gut funktioniert. Wenn der Bräter oder die Gusspfanne da drauframmelt, kann das aber sicher Ärger geben...
 

Lutzie111

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Hier mal ein Foto von dem "Arbeitsplatten -Überhang" in der Spüle. Ich gehe davon aus, dass die gesamte Keramikplatte das gleiche Maß hat, wie es hier auf dem Bild zu sehen ist.
Was unter der gesamten Arbeitsplatte "verbaut" ist kann ich nicht sagen. Lt. Küchenstudio sollte eine Holzkonstruktion zur Stabiliät unter der Arbeitsplatte verbaut sein.
 

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Melanie 75

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Ich habe eine 12mm Vollkeramikarbeitsplatte und Edelstahlspüle im Unterbau. Bei mir ist das bündig - hat m.M. nach den großen Vorteil (habe ich auch von einem Spezialisten hier im Forum so gelesen), dass die Gefahr von Abplatzern viel geringer ist. Ich habe meine Küche erst seit ca einem halben Jahr, bin aber schon öfters mit Pfannen, Gläsern, etc. an der Spüle angekommen. Lässt sich in einer Küche ja auch nicht vermeiden. Ein Trinkglas ist zerbrochen, aber die Platte ist bisher unbeschädigt.
Einen Arbeitsplattenüberhang würde ich nicht haben wollen.
Ach ja, haben Monteure der Firma Lechner eingebaut, die ja in gewisser Weise darauf spezialisiert sind.
 

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bibbi

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eine Holzkonstruktion zur Stabiliät unter der Arbeitsplatte verbaut sein.
Das ist sicherlich so,also eine Verbundplatte.
Tatsächlich wird bei Unterbauspülen mit etwas Überhang gearbeitet um unvermeidbare
Maßtoleranzen von Becken und Arbeitsplattenmaterial auszugleichen.
Stell dir mal vor,ein Becken ist beschädigt und muss ersetzt werden .Da kann doch nicht jedes Mal eine neue Keramikanlage gefertigt werden.
Die verbaute Materialstärke spielt für die Empfindlichkeit eher keine Rolle.
Sieh dich halt im Spülenbereich besonders vor.

Auch die Optik spielt eine Rolle,schliesslich will man ja nur ein "Loch"sehen.

Da wir beim Verkaufsgespräch nicht dabei waren,kann hier niemand beurteilen ,ob genügend
über die Materialeigenschaften gesprochen wurde.
 

bibbi

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Einen Arbeitsplattenüberhang würde ich nicht haben wollen.
Du hast ja auch eine Edelstahlspüle und keine Keramikspüle,die alleine durch den Brennvorgang mehr Maßtoleranzen aufweist.
Nochmal,der hier bemängelte Überhang ist völlig normal und dem Spülenmaterial,bzw den Fertigungsmöglichkeiten des Arbeitsplattenkonvektionärs geschuldet.
 

Lutzie111

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Sieh dich halt im Spülenbereich besonders vor.
Das Ärgerliche ist, dass ich dem MA vom Küchenstudio ausdrücklich sagte, dass ich eine robuste Spüle brauche, weil ich große Töpfe und Pfannen mit der Hand spüle.
Der MA riet mir deshalb zu der Spüle und der Keramikarbeitsplatte.
Und wäre nicht ausserhalb der Spüle von der Arbeitsplatte kürzlich ein Stück an der Frontkante abgeplatzt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass das so empfindlich ist.
Was die abgeplatze Stelle angeht, so weiß ich noch nicht einmal wie das passiert ist. Sicher ist, dass ich nichts darauffallen lassen habe.
 

bibbi

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Naja,einfach so und von alleine platzt nichts ab.
Keramikspülen sind robust und pflegeleicht.
Keramikplatten auch,aber durch die Materialhärte spröde im Kantenbereich.
Die positiven Pflegeeigenschaften(nichts haftet auf der Oberfläche merkbar an)verhindert leider auch eine unauffällige Reparatur/Ausbesserung ,weil nichts darauf hält.
 

Lutzie111

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@bibbi
Genau vorn an der Kante, wo die Arbeitsplatte mit der Verblendung verbunden ist, ist der Abplatzer.
Er wird von allein entstanden sein. Klar. Nur kann ich nicht sagen, wodurch er enstanden ist.
Also denke ich nun, dass das Spülbecken nur sehr vorsichtig zu benutzen ist, damit die in das Spülbeckenniveau hineinragenden Kanten der Arbeitsplatte nicht auch noch abblatzen.
 

psy-prog

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Abplatzungen in der Art kann eigentlich nur durch etwas herauffallen Lassendes entstehen. Muss ja nicht unbedingt dir passiert sein. Von allein geht sowas mit Sicherheit nicht. Etwas mehr Aufklärung vorab wäre sicherlich ratsam gewesen, allerdings ist zu bezweifeln ob der KFB dazu überhaupt im Stande gewesen wäre.
Ich würde einen Reparatur-Versuch bei der Firma Artus versuchen, die sich auf sowas spezialisiert haben.
 
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