Umrüstung von E-Herd auf Backofen/Induktion

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Hallo,

wir wollen unseren an Starkstrom angeschlossenen E-Herd mit Ceranfeld im Rahmen eines Küchenneukaufs gegen einen Backofen (in Kopfhöhe) und Induktionsfeld tauschen.
Nun ist der E-Herd an einer Starkstromleitung angeschlossen, die natürlich extra mit den 3 üblichen Sicherungen abgesichert ist.
Soweit ich informiert bin braucht das Induktionsfeld auch einen Starkstromanschluß. Somit könnte ich -zumal das Kochfeld an die selbe Stelle kommen wird- kein neues Kabel zu verlegen.
Nun habe ich gehört, dass aber der Backofen zwar "nur" einen 220V Anschluß braucht, dieser aber auch an einer einzelnen Leitung hängen muss. Im Moment haben wir noch ein extra Kabel für die Spülmaschine liegen. Dieses Kabel befindet sich aber an einer ganz anderen Stelle. Ansonsten hat die Küche nur noch eine weitere Sicherung.
Der neben der Küche befindliche Vorratsraum ist auch extra abgesichert. Dort befinden sich aber keine Geräte, sondern lediglich das Licht.
Braucht der Backofen denn tatsächlich ein eigenes Kabel mit Sicherung?

Danke schon einmal für eure Antworten.

Werner
 
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3....
Hallo Werner,

der Backofen muss separat abgesichert sein.

Gib mal in die erweiterte Suchefunktion " Splitter " ein, da kommen mehrere Beiträge.
 

martin

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AW: Umrüstung von E-Herd auf Backofen/Induktion

Die meisten Kochfelder sind mit 2 Phasen "zufrieden". Die 3. Phase lässt sich dann vermittels Powersplitter für den Backofen abzweigen.

In Deinem speziellen Fall wäre allerdings die eleganteste und zukunftsträchtigste Lösung, den Backofen vom Vorratsraum aus mit Strom zu versorgen. Dazu muss aber sichergestellt sein, dass wirklich nur das Licht des VR an dieser Sicherung hängt.
 
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AW: Umrüstung von E-Herd auf Backofen/Induktion

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Leider hatte ich es befürchtet, dass mein 5-adriges Kabel, der bisher meinen E-Herd speiste nicht ausreichen wird, zumal auch noch ein Dampfgarer die Küche schmücken soll.

Weitere Kabel legen ist so gut wie unmöglich. Wir haben erst vor 8 Jahren gebaut und ich möchte jetzt nicht noch die gesamte Wohnung wieder auf den Kopf stellen. Da ich die 380V an der Induktionsplatte benötige würde also ein Splitter auch nichts nützen. Mit etwas Glück benötigt das Kochfeld vielleicht nur 2 Phasen, aber die eine Phase würde dann nur für Backofen oder Dampfgarer ausreichen.

Jetzt hat man erst neu gebaut und doch wieder nicht richtig:(
 
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Es soll ein Neff TT4380N Induktionskochfeld mit Twistpad werden.
 
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Die meisten Kochfelder sind mit 2 Phasen "zufrieden". Die 3. Phase lässt sich dann vermittels Powersplitter für den Backofen abzweigen.

In Deinem speziellen Fall wäre allerdings die eleganteste und zukunftsträchtigste Lösung, den Backofen vom Vorratsraum aus mit Strom zu versorgen. Dazu muss aber sichergestellt sein, dass wirklich nur das Licht des VR an dieser Sicherung hängt.

Ich habe im Anschlussraum noch Steckdosen, die aber normalerweise nicht benutzt werden. Der z.Zt. dort befindliche Mikrowellenherd wird dem Sperrmüll zugeführt, da wir ihn sowieso nie benutzt haben. Ansonsten ist noch ein Akkusauger in der Steckdose, für den ich eventl. auch noch ein anderes Plätzchen finden würde.
 

martin

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AW: Umrüstung von E-Herd auf Backofen/Induktion

Jetzt haben wir mit einem Male noch einen weiteren Großverbraucher, den Dampfgarer . Das hättest Du ja auch gleich schreiben können :'(.

Dann ist das oben Geschriebene nicht gut.

Die Lösung jetzt sieht so aus: Kochfeld + Backofen über Powersplitter an der Herddose angeschlossen, Stromversorgung für den DG aus dem Vorratsraum.

Nochmal zur vertiefenden Erklärung:

Du brauchst nie und nimmer mehr für ein Haushalts-Kochfeld 400V. Die Heizungen arbeiten alle mit 230V. In Deiner Herddose liegen drei Phasen á 230V gegen Null gemessen. Hiervon brauchst Du für das Kochfeld 2 Phasen, vorausgesetzt der Gesamtanschlusswert des Kochfeldes übersteigt 7360W nicht. Die 3. Phase kann also für den Backofen verwendet werden. Um das elektrisch sicher machen zu können, wird ein Powersplitter angeschlossen. An diesen kommt dann das Kochfeld und der Backofen.
 
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AW: Umrüstung von E-Herd auf Backofen/Induktion

Hallo Martin.

entschuldige bitte, dass ich den Dampfgarer unterschlagen habe:-[, aber ich wusste nicht, dass dieser auch zu den Großverbrauchern gehört.

Ich habe soeben mit der Firma Neff telefoniert. Die sagten mir, dass unser zukünftiges Kochfeld mit 220V betrieben werden kann. Brauche ich dann dennoch 2 Phasen?
 

neko

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AW: Umrüstung von E-Herd auf Backofen/Induktion

Das klingt wie mein Juno-Feld. Laut Anbieter kann man das wahlweise an 1 oder 2 Phasen anhängen. Leider steht nirgends was die Folgeerscheinungen sind. Ich könnte mir z.B weniger Spitzenpower vorstellen. Vielleicht ist es auch wirklich egal... Aber wozu dann die 2 Phasen? Für des Handwerkers Nerven und seine 'Gute Schule' (Kochfeld gehört an 2 Phasen...)?

neko
 

martin

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Du brauchst für das Kochfeld mit Sicherheit 2 Phasen (2x230V), um die volle Leistungsbandbreite zu erhalten, es sei, denn es ist ein Kochfeld mit nur 2 Kochzonen.

Nochmal zur Erklärung:

Ein "Starkstrom"-Anschluß (im Haushalt) hat üblicherweise 5 Adern. Diese teilen sich auf in 3 Phasen, Null und Schutzleiter. Jede Phase ist dann normalerweise einzeln mit 16A abgesichert (3 Sicherungen). Zwischen Phase und Null liegt eine Spannung von 230V an, also 3x 230V. Zwischen Phase und Phase liegt eine Spannung von 400V an. Diese Spannung findet bei Haushaltsgeräten keine Anwendung.

Netzspannung mit 220/380V gibt es seit vielen Jahrzehnten nicht mehr im deutschen Netz. Es sind 230/400V.
 

martin

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Ergänzung:

Ein Dampfgarer hat einen Anschlußwert ab ca. 1800W aufwärts, ein Kombidampfgarer ab 2800W.

Du solltest einen Elektriker zu Rate ziehen und ihm die Anschlußwerte aller Großverbraucher nennen.

Großverbraucher sind Geräte mit 1000W und mehr Leistungsaufnahme. Dazu zähle im Haushalt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Kochfeld
  • Backofen
  • Dampfgarer
  • Mikrowelle mit Grill
  • Geschirrspüler
  • Waschmaschine
  • Trockner
  • Untertisch-Heißwassergeräte
  • Kaffeemaschine/Kaffeevollautomat*
  • Wasserkocher*
  • Toaster*
  • Brotbackautomat*
  • Staubsauger*
  • Elektrogrill*
  • Friteuse*
  • Bügeleisen*/Bügelmaschine*
  • Heizlüfter*/Infrarotheizungen*
  • Solarium*
* Geräte, die wohl nur selten gleichzeitig in Betrieb sein werden.

Eine weitere Kategorie der Großverbraucher im Haushalt sind die Geräte, die zwar einen geringen Anschlußwert haben, aber dauernd in Betrieb sind. Das sind in erster Linie die Kühlgeräte. Für die optimale Absicherung der Anschlüsse im Wohngebäude sind sie nicht relevant.
 
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AW: Umrüstung von E-Herd auf Backofen/Induktion

So, jetzt habe ich einmal die Nennleistungen zusammengestellt.

Bevor mein Elektriker kommt werde ich sie einmal hier einstellen.

Zählt die Dunstabzugshaube auch zu diesen Geräten?

Das Kochfeld hätte einen Anschlußwert von 7290 Watt, der Backofen von 3680 Watt und der Dampfgarer von 1900 Watt. Die Spülmaschine ist sowieso extra abgesichert und hätte 2400 Watt.

Also die Sache mit dem Splitter würde dann ja zumindest für Backofen und Kochfeld funktionieren.

Den Dampfgarer sollte demnach auch über den Vorratsraum bedient werden können.

Vielleicht fällt meinem Elektriker noch etwas ein. Der Hausanschlussraum (mit Zählerkasten) befindet sich genau unter meiner Küche. Aber wie ich ein Kabel nach oben bekomme ohne Gefahr zu laufen, ein anderes Kabel zu treffen weiß ich nicht. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich eine Fussbodenheizung habe. Wenn ich schräg nach unten bohren würde käme ich allerdings nicht im besagte Raum, sondern in der Einliegerwohnung raus:(. Sicherlich wäre aber das Verlegen von zusätzlichen Leitungen die technisch sauberste, aber auch schwerste Lösung.
 

martin

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Dunsthaube hat keinen hohen Anschlußwert.

Deine Gedanken zum Anschluss sind richtig.

Trotzdem: frag den Elektriker. Der wird auch ziemlich problemlos herausfinden, wo gefährdete Kabel liegen könnten.

Fußbodenheizung erschwert zwar das nachträgliche Installieren vom Keller aus. Möglich ist es aber, ohne die Heizung zu beschädigen. Eine Bodenfliese wird dabei wohl "sterben" müssen.
 
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Ui, die Elektrik.

Wenn gar nichts mehr ging (Elektriker war zu teuer ;-)) half in mancher Situation dies Ding
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Snow

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olla Wolfgang, meiner Meinung nach gehören diese Dinger zumindest aus der Küche verbannt...
Ich möchte net den Teufel an die Wand malen..aber..eine Schmorbrand bei überlasteten Stromkabeln (vereinfach gesagt) verhindern u. U. auch Überlastungsschutz-Steckdosenleisten nicht.
Ein Elektriker kann und darf nicht fehlen!
Versicherungen haben seeehr lange Zeit zu recherchieren.
Nach Küchenbränden, ausgelößt durch derartige Fehler, sieht die Wohnung nicht mehr sehr schön aus.

aber ich glaub darum schriebst du...in mancher Situation....
 
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Tja, so ist das Leben.

Klar, ein Wohnungsbrand kostet weit mehr als mal den Elektriker zu bemühen, aber das bring mal den "Sparer" bei.

Es muß alles sein. DG, Induktion, Kaffeeautomat und und und. Da bleibt für neue Leitungen nix mehr über......:rolleyes:
 
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*w00t**stocksauer*:knuppel:

Mich würde mal interessieren was der Küchenplaner/Verkäufer dazu zu sagen hat?
Er müsste sich ja auch was dabei gedacht haben...:-\

Gruß Homer
 

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