Selbsteinbau der Elektrogeräte

M.Schwalm

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Hallo zusammen,

wir sind derzeit an der Planung einer neuen Küchen und überlegen, ob es vielleicht Sinn macht, sich die Elektrogeräte selbst zu besorgen und einzubauen. Tatsächlich würden wir dadurch wohl ca. 1.500 Euro sparen und würden vorallem die von uns gewünschten Geräte erhalten, die das Küchenstudio nicht besorgen kann. Das Küchenstudio ist leider auch nicht gegen zusätzliche Entlohnung bereit, eigene Geräte für uns einzubauen.

Mich würde interessieren, wie schwierig der Einbau ist, also ob man das auch als Nicht-Profi vernünftig hinbekommen kann oder ob das quasi keinen Sinn macht, weil man etwas Erfahrung im Einbau benötigt. Wie lange dauert ca. der Einbau der Elektrogeräte? Gibt es Elektrogeräte, die unproblematisch sind bzw. Elektrogeräte, die man wirklich lieber vom Küchenstudio einbauen lassen solte? Mit wie viel muss man ca. rechnen, wenn man die Geräte von einem Profi einbauen lässt?
 

Boschibär

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Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Hängt von den Geräten und dem Können / technischen Verständnis des Einbauenden ab.
Einen autarken Backofen kann nahezu jeder einbauen, da der nur in die Nische geschoben wird und der Stecker eingesteckt werden muss.
Ein flächenbündiges Kochfeld z.B. erfordert da etwas mehr Rafinesse, sowohl was die Einbaufähigkeit anbelangt, als auch das Anschließen an den Strom.

Bitte beachte, dass bei den Preisen des Studios neben dem EInbau auch die Ausschnitte, der Anschluss und die Gewährleistung dafür mit inkludiert sind.

Ich lehne auch den Einbau von selbstbeschafften Geräten kategorisch ab - auch gegen Bezahlung.

Warum kann das Studio die gewünschten Geräte nicht beschaffen?
 

Fernblau

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Definiere Nicht-Profi ;-). Für den versierten Haushandwerker sollte das kein Thema sein. Es sind ein Wasseranschluss, ein Abwasseranschluss und ein paar elektr. Verbindungen herzustellen. Diejenigen, die nicht zu stecken sondern zu klemmen sind, darf Dir niemand raten selbst zu verdrahten... aus Gründen. Na ja... und bei den versteckten Geräten muss noch 'ne Front dran.

Schade für Dich, dass das Studio ein in diesem Fall für Dich ungünstiges Geschäftsmodell fährt. Bei mir stand das Angebot, für je 50€ die (neuen und laut Auflistung bereits bei der Planung genau bekannten) Geräte einzubauen. Das war fair, ich hab's dennoch nicht beansprucht, da z.B. das Einschieben und Einstecken eines Backgerätes inclusive der zwei Schrauben keine 10 Minuten dauert...
Am Ende waren die Montage-Jungs schon von sich aus gierig alles fertig zu haben und mich nicht noch länger basteln zu lassen... Win-Win :-) .
Ergo, I c h würde mir die gewünschten Geräte selbst holen und von den gesparten 1,5k€ ggf. noch ein Fünftel setzen und den Einbau beauftragen. Dass Dein Ansprechpartner in Bezug auf die Gewährleistung dann ein anderer als das Studio ist... muss klar sein.
 

marcohh

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Miele z.B. hat einen zu buchbaren Einbauservice für kleines Geld. Das habe ich vor kurzem bei einem Kühlschrank genutzt.
Gerätehändler bieten so etwas auch öfter mal als Option an.
 

kingofbigos

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Servus!

Selbst einbauen:

Backrohr: Level 1
Kühlschrank Festtür : Level 2
Kühlschrank Schlepptür : Level 3
Dunstabzug: Bonuslevel, Schwierigkeit, kommt aufs Gerät an)
Geschirrspüler: Level 4
Kochfeld: Level 5
Bonuslevel: Kochfeld anschließen
Spüle: Level 6 Endgegner.

darf gerne korrigiert werden...

Fehler beim Einbau gehören Dir, im schlimmsten Fall brauchst Du die Arbeitsplatte neu weil Du den Ausschnitt zu groß gemacht hast, mit Wartezeit und Rechnung länge mal breite. Das kann sich durchaus inkl. Nervenarzt auf mehr als 1500,- summieren.

Alternativ: die Küche beim Studio bestellen und von einem anderen Partner montieren lassen.

Grüße, Rüdiger
 

bibbi

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Ich lehne auch den Einbau von selbstbeschafften Geräten kategorisch ab - auch gegen Bezahlung.
Mit Ausnahme von bereits vorhandenen Kundengeräten machen wir das auch so.
Es gab ein paar Ausnahmen in den schlimmsten Coronazeiten.
Auch die Planungsleistung muss aus meiner Sicht honoriert werden.Nicht jedes Gerät passt
in jede Einbausituation (war hier nicht eine Küche mit Greifraumprofil angedacht ?)
Hier gibt es genug Threads ,wo über die richtige Spülmaschine,Einbaukühlgeräten etc seitenlang philosophiert wird.
Das Thema ist komplex und ständig in Veränderung.
Ehrlich gesagt ,sehe ich nicht ein mein Fachwissen kostenlos dem Kunden für die Selbstbeschaffung im Netz zur Verfügung zustellen.
Aber das ist meine persönliche Sicht dazu.
 

Wolfgang 01

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Wir bauen auf Wunsch, und natürlich gegen Bezahlung, die "Fremdgeräte" ein, ohne wenn und aber.
Auch in Küchen die woanders gekauft wurden..
Man muß eben gucken mit wem man heute Geschäfte macht. Ich siebe Heutzutage für mich aus. Anbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.
 

M.Schwalm

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Vielen herzlichen Dank an alle für eure Antworten!

Tatsächlich handelt es sich um eine grifflose Küche (mit separater Griffleiste). Ändert das etwas, spricht macht es den Einbau komplizierter?

Wie wäre der Ablauf beim Einbau? In meiner Vorstellung würde das Küchenstudio die Küche komplett aufbauen bis auf die Elektrogeräte (ggf. kaufe ich auch vereinzelte Geräte und lasse diese einbauen) und diese würde ich (mit Hilfe) dann am Schluss (und in Ruhe) selbst einbauen. Ist das so möglich oder müssen nach Einbau der Elektrogeräte noch weitere Aufbauarbeiten durch das Küchenstudio erfolgen?

Noch eine weitere Frage: Ich würde dann im Vorfeld dem Küchenstudio durchgeben, welche Geräte ich selbst beschaffe, damit das Küchenstudio die Lücken dann passend fertigt (z.B. beim Kochfeld) bzw. ggf. die Höhe der Elemente (z.B. beim Kühlschrank) anpasst?
 

Fernblau

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Gut geklappt hat's bei mir wie folgt: Die Geräteliste lag dem Studio bei der Planung komplett vor. Es waren keine "Exoten", sondern alles Geräte, die das Studio ebenfalls hätte ordern können. Alle Ausschnitte in der AP wurden entsprechend geplant und ausgeführt (bei Dekton hätte ich hier auch keine andere Möglichkeit gesehen ;-)). Vertraglich vereinbart wurde, dass die Küche nach Bestellumfang (also ohne Geräte) übergeben wird. Auch die Fronten von Kühlgeräten und GSP wären nur bereitgestellt worden.
Damit wäre ich fein gewesen und hätte mich im Nachhinein in Ruhe mit dem Einbau befasst. Die Realität meiner tollen Monteure hat mir jedoch einen Strich durch diese Rechnung gemacht: "Wir wollen doch eine funktionsfertige Küche übergeben". Also gut Jungs... baut ein. Den Aufwand habe ich natürlich bezahlt, aber ich kann nur sagen: Es ging schnell und war zur vollen Zufriedenheit...

Hier im Tread posten Händler das (völlig legitime) Vorgehen, keine Fremdgeräte einzubauen. Meine Erfahrung war eine andere: Alle im Vorfeld kontaktieren potentiellen Partner (Möbelhaus und inhabergeführte Studios) haben meinen Wunsch (na ja, es war eine Anforderung, die Geräte waren bereits bestellt) nach Beistellung ohne zu Zucken akzeptiert.
 

fleptin

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Grundsätzlich kannst Du bei handwerklichen Geschick alles selber einbauen. Bei den steckerfertigen Geräten wie Kühlschrank, Einbau-Mikro, Geschirrspüler, manchmal auch Einbau-Backofen kannst bedenkenlos vorgehen. Auch das Kochfeld kannst selbst einbauen, Ausschnitt vorbereiten usw. Jedoch sollte der Geräteanschluss von allen Geräten, die fix mit Klemmen angeschlossen werden auch von jemanden angeklemmt werden, der damit Ausbildung/Erfahrung hat.
Bitte unbedingt trotzdem die Anleitungen ausführlich lesen, besonders beim Geschirrspüler gibt es mehr in Bezug auf Wasser anstatt Strom zu beachten (Schlauch-Schleife, kein Knicken, Sieb kontrollieren, Eckventil vorher ausspülen,...)
 

Michael

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Wir bauen auch kundeneigene Geräte ein und wenn sie neu sind gibt es auch keine Gewährleistungsprobleme. Bei Gebrauchten sieht das anders aus. Da müssen wir die Gewährleistung im Vorfeld ausschließen oder den Einbau verweigern.

NoGos sind gebrauchte Armaturen und Niederdruckspeicher.
 
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