Riesige Preisunterschiede - woher?

Wolfgang 01

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keine fremdbeschaften Neugeräte einzubauen

Das sehe ich anders Bibbi. warum sollte ich das als Händler nicht mit anbieten? Wir tun das, und, wir bauen auch fremdbeschaffte Neugeräte in fremdbeschafften Küchen ein;-).

Das tun wir mit den Hintergrund, weil wir es bezahlt bekommen und natürlich um Aufträge nicht böse sind.
Aber, es muß halt für beide Seiten passen. wenn dem nicht so ist, verzichte ich darauf.
Wir sind halt mehr als nur ein "Küchengeschäft". Unsere Ausrichtung ist vielleicht eine andere als "üblich", aber unsere.
Märkte verändern sich, da muß man sich eben anpassen. Gerade in unserer Region sind viele Dinge nicht mehr so "einfach" wie vor vielen Jahren noch.
 

drozel

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Ich kenne keinen Inhaber eines Küchenstudios, der Millionär ist
ich habe nichts dagegen, dass die Küche teurer wäre, wenn der Inhaber sich nicht das Essen bezahlen kann.
Ich bin aber überrascht, wenn man mir denselben Backofen für x3 im Preis verkaufen will. Und die Geräte zähle ich nicht zu der Küche, die kann man gar nicht so schwierig selber montieren.
Und ja klar, wenn du eine Küche für 40 Tausend kaufst, ist es wahrscheinlich egal, ob du ein Paar Tausend mehr für die Technik ausgibst. Ich muss leider sparen

Aber ich hab es im allgemeinen verstanden, danke!
 

Michael

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Mir ist aber nicht bekannt, dass es Fachhändler gibt, die nach dem Listenpreis verkaufen. Insofern bezweifle ich, dass es um den dreifachen Preis geht. Die Händler sind ja auch nicht blöd und wissen wie schnell sich der Kunde den Gerätepreis im Netz selbst ermitteln kann.
 

bibbi

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Geräte zähle ich nicht zu der Küche,
Der Geräteanteil macht aber schnell mind. 30 % des Auftragwertes aus.

Natürlich nimmt kein Händler den Listenpreis.(Der offizielle Siemens Katalogpreis hat nun wirklich nichts mit der Realität zu tun und wird eher für creative % Rabattangebote verwendet)

Der Ertrag der Geräte ist aber Bestandteil der Gesamtkalkulation(des Rohertrages).
Hier geht es nicht nur um die reine Montagezeit.Und bei flächenbündigen Kochfeldern/Vollintegrierten (gerne auch hochgebauten)Geschirrspülern ,zig Kühl-Gefriergeräten
aufwändigen Dunstabzuglösungen braucht es auch einiges an Fachkompetenz damit das Gesamtkonzept nachher stimmig ist.

Dazu kommt immer noch die Frage der Gewährleistung , sobald der Monteur das Gerät anfasst ,steht man im Prinzip auch dafür gerade ,hat aber nicht die Möglichkeit beim eigenem Lieferanten evtl. mal kulantes Verhalten zu bekommen.

Wichtig ist zum Schluss ,was alles komplett fertig installiert und angeschlossen kostet.
 

Wolfgang 01

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Der Monteur haftet nur für den ordnungsgemäßen Einbau der Fremdgeräte. Mit mehr hat er nichts zu tun.
Ist ein Gerät defekt, und wird der Monteur herbeigerufen dieses zu tauschen, muß der Verursacher (Hersteller/Händler) die entstehenden Kosten übernehmen, und nicht der "Endkunde".
Nein, so schwierig ist es nicht. Ein Küchenmonteur sollte schon in der Lage sein grundsätzlich Geräte montieren zu können. In der Regel kann er das auch. Es spielt, außer natürlich finanzielle Gründe, keine Rolle wer die Geräte liefert.

Wichtig ist es zum Schluss, dass alles fertig angeschlossen und installiert ist. Da hast du vollkommen recht Bibbi.
 

cliffideo

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Aber warum wird nur bei Küchen nach diesem Gesamtkonzept verfahren? Ich kann mich nicht erinnern, dass bei einem gesamt geplanten Wohnzimmerkonzept der Händler zusätzlich zu den Schränken auch TV, Audioanlage und Lichtkonzept ohne Angabe der End-Einzelpreise mit anbietet. Da wird höchstens noch erfragt, wie groß der zukünftige TV sein soll, damit es passt..
Ganz tief fällt man hinten runter, wenn man mal einen Preisvergleich zwischen einem Wohnzimmerschrank und Küchenschrank mit ähnlichen Ausstattungen (Drehtüren, Auszügen, Hochglanzfront) macht. Da ist der Faktor 3 oft noch viel zu klein für das gebotene.
 

martin

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Sowohl an das gesmte Plattenmaterial als auch an die Fronten müssen und werden wegen der höheren Beanspruchung und potentieller Feuchteeinwirkung ganz erhebliche höher Qualitätsansprüche gestellt. Das gibt es nicht zum Nulltarif. Nicht alles, was gleich aussieht, ist auch gleich. Von der um ein Vielfaches der größerenTypenauswahl bei einer Küche im Vergleich zum Wohnraummöbel mal ganz zu schweigen.
 

Kekse

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Mir ist aber nicht bekannt, dass es Fachhändler gibt, die nach dem Listenpreis verkaufen. Insofern bezweifle ich, dass es um den dreifachen Preis geht. Die Händler sind ja auch nicht blöd und wissen wie schnell sich der Kunde den Gerätepreis im Netz selbst ermitteln kann.
Ich habe mir von zwei kleinen, inhabergeführten, lokalen Küchenstudios (also genau dem, was immer als so günstig und fair dargestellt wird) Angebote machen lassen, die letztlich beide weit über Zielpreis lagen. Bei einem der folgenden Gespräche, um vielleicht doch noch zusammenzukommen, wurde mir vorgeschlagen, die Heißgeräte von Neff mit Slide&Hide und Twistpad durch Bosch ohne diese (als absolut gesetzt kommunizierten) Features („aber sonst genau gleich!“) zu ersetzen, das würde 1500 € sparen(!). Im Netz zahle ich (iirc) für die Wunschgeräte zusammen nur etwas über 1000 € incl. Lieferung und Installation. Also doch, den Faktor finde ich glaubhaft.
 

thundersteele

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Vielleicht Pech mit den Studios? Oder schlecht kommuniziert? Wir hatten von den kleinen Studios immer relativ klare Ansagen zu unserem Budget (a la "ja das geht hier" oder "das wird nicht reichen"). Bei den Geräten wurde bei einem Studio sogar vorgeschlagen diese doch selber zu besorgen, beim anderen relativ grosszügige Nachlässe auf die Listenpreise gegeben. Da muss man aber auch ein bisschen nachhelfen, d.h. durchaus mal die Angebote aus dem Internet mitbringen.

Wenn die Studios die BSH Preislisten unkommentiert rausgeben müssen sie sich auch nicht wundern wenn die Leute dann woanders hingehen. Ist ja schön wenn man hinterher grosszügig Rabatt geben kann, aber manch einer kommt sich dann eben verschaukelt vor (mit Recht!).
 

Kekse

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Naja, wir wollen einen Dreizeiler (Zeile an der Wand + Halbinsel, die auf der Rückseite noch mit Drehtürschränken bestückt ist) und haben Spaß an Elektrogeräten, im Erstgespräch wurde uns noch gesagt, Preislimit 15000 sei „überhaupt kein Problem“, selbst ne Bambus-AP wurde als „wahrscheinlich möglich, sonst geht aber sicherlich Eiche massiv“ dargestellt, Lieblingsfront war PG3, Hersteller weiß ich nicht. Im Endeffekt lag das Angebot dann über 20000 ohne Inneneinrichtung. Vielleicht wusste ich das richtige Rabattkennwort nicht, aber wir haben klargemacht, dass wir soviel nicht bezahlen, worauf uns eben nur vorgeschlagen wurde, downzugraden und auf Muss-Funktionen zu verzichten. Hinweise auf die deutlich günstigeren Online-Preise wurden mit Gefasel von „trotz gleicher Seriennummer ganz anderes Gerät“ vom Tisch gewischt. Lange Rede, kurzer Sinn: ich glaube nicht, dass das die Rabatt-Masche war; die Preise waren wohl ernst gemeint.
Bei IKEA ist es übrigens überhaupt kein Problem, mit deutlich individuelleren Lösungen im Budget zu bleiben und seit dem Entschluss, dann eben doch dort zu kaufen (was wir ja eigentlich nicht wollten) macht Küchenplanen auch tatsächlich Spaß.
 

banana_yoshimoto

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Wir waren gestern auch bei einem Küchenplaner, der in einem kleinen Laden für Weiß- & Elektroware arbeitet. Er schien alle Bosch /Siemens /Neffgeräte zum UVP anzubieten. Der UVP ist wohl total überzogen (habe ich hier mal gelesen) und keim Händler nimmt diesen Mondpreis.
Wenn die dabei bleiben, werden wir dort auf keinen Fall bleiben. Ich habe nicht vor 2.5k € für ein Kücheneinbaugerät auszugeben...
Wahrscheinlich verkaufen sie so selten Küchen, dass sie tatsächlich schlechte Einkaufspreise kriegen... alles in allem machte er Planer auch nicht so einen versierten Eindruck.
Müssen wir wohl noch einpaar andere Studios abklappern...
 

mozart

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Hi,
sorry, aber jetzt wird es dann doch etwas phantastisch. Ikea hat ein Minimal-Sortiment an Komponenten, kaum planungsunterstützendes Beiwerk, 5 qualitativ mittelmäßige Fronten, keine Eckpaßstücke und keine Möglichkeit, Schränke zu modifizieren. Der Korpusaufbau ist qualitativ das Schlechteste, was der deutsche Küchenmarkt hergibt.
Das kann man teilweise mit DIY etwas ausgleichen, man kommt dann aber schnell an einen Punkt, wo das Projekt zur Großbaustelle wird-oft ohne echten Abschluß, wenn ich mir überlege, was mir Kunden über die Jahre an Fotos ihrer teilfertigen Ikea-Küchen gezeigt haben.
Händler-Aussagen, es handele sich um "andere" Geräte sind natürlich gelogen und sicher keine sinnvolle Strategie.
Ein Angebot über eine Komplettküche incl. Geräte kann man nur mit einem Gegenangebot abklopfen. Die Bepreisung der Geräte allein sagt über den Gesamtpreis erstmal nichts aus.
VG,
Jens
 

KerstinB

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Bei IKEA ist es übrigens überhaupt kein Problem, mit deutlich individuelleren Lösungen im Budget zu bleiben
Aber nur, wenn man selbst sehr versiert ist und alles anpassen kann oder eben doch wieder Geld in die Hand nimmt, um einen Fachmann zu bezahlen. Und dann bewegen wir uns auf üblichem Küchenpreisniveau.
 

Kekse

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Oder wenn das Küchenstudio nix anderes als „große Schublade - große Schublade - kleine Schublade“ kann. Oder zumindest nix anderes vorschlägt. Dann ist Ikea individueller. Und mag ja sein, dass ihr das ganz anders handhabt, aber so sind nunmal meine Erfahrungen.
Natürlich ist nicht der Preis für die Geräte allein ausschlaggebend, deshalb habe ich ja den Komplettpreis verglichen. Heraus kamen eben über 20000 in beiden Küchenstudios und irgendwas um die 12000 bei Ikea, also nur wenig mehr als die Hälfte. Geräte aus dem Internet, Einbau inklusive. Aufbau ebenfalls (und da ist Ikea wirklich teuer! Und das werde ich auch real natürlich nicht da beauftragen, ich wollte nur fair vergleichen) Das ist einfach völlig plemplem!
Ich muss allerdings gerade ein bisschen schmunzeln. Jetzt schimpft ihr darüber, dass Ikea bei mieser Qualität* genauso teuer ist wie kleines Studio (wenn nicht teurer), vor wenigen Beiträgen war noch Thema, mit welchen verwerflichen Taktiken sie es schaffen, so unglaublich billig zu sein. Das kann man natürlich beides argumentieren, aber doch nicht beides gleichzeitig, das passt einfach nicht zusammen.

*Ich kenne übrigens einige Leute mit Ikea-Küchen und afaik sind alle auch nach Jahren noch zufrieden damit. Ich will gar nicht bestreiten, dass es stabilere, exakter gefertigte und haltbarere Küchen gibt, aber Qualität ist die Übereinstimmung der Eigenschaften mit den Erwartungen. Wenn der Nutzer zufrieden ist, ist alles schick.
 

Michael

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aber Qualität ist die Übereinstimmung der Eigenschaften mit den Erwartungen. Wenn der Nutzer zufrieden ist, ist alles schick.

:top:

Da die Montageunternehmen (Es sind regelmäßig Subunternehmer, die für IKEA arbeiten) nicht den vollen Satz bekommen und einen Teil Ikea einbehält, zusätzlich noch Steuern auf ihre verdienten Kröten zahlen müssen (im Gegensatz zu Ikea) und sämtliche zerlegten Möbel erst einmal zusammenbauen müssen, ist die Montage gar nicht so teuer.

Von den 200,-/Meter behält Ikea 25% und es bleiben 150,- übrig. Abzüglich der MwSt. sind das rund 125,-/Meter netto. Das ist ein normaler Preis für vernünftige Handwerker, die schließlich davon leben müssen.

Wem die Ikea Qualität reicht dem sei es gegönnt, dass er ein paar Euro spart. Von mir aus auch ein paar tausend. Gleiches gilt fürs Shoppen bei Amazon, Zalando, XXL-Lutz oder sonstigen Steuervermeidern. Die gesparte Kohle geht dann in Zukunft für höhere Kindergartengebühren und was weiß ich nicht alles drauf. Wenn Kommunen die Gewerbesteuer fehlt müssen sie sich das benötigte Geld vom Bürger holen. Da regen sich dann alle auf und die mittleren Einkommen werden auch immer höher besteuert. Pech gehabt.

Das ist zwar auch ein politisches Problem, das hoffentlich mal angepackt wird, aber am Ende entscheidet der Verbraucher selbst ob er sein Geld in einem Laden mit so einem asozialen Verhalten lässt oder nicht.
 

isabella

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@Kekse, auch hier im Forum sind viele Beispiele von schönen, individuellen Ikea -Küchen zu sehen. Dennoch sind die Schrankbreiten bei Metod begrenzt und max 80 cm, die Füße wackelig und fix 8 cm, Fronten und Griffe laufen jede paar Jahre aus dem Sortiment und bei jeder Überarbeitung wird die Qualität ein wenig schlechter (bei allen Möbeln, Pax war mal besser, sogar Ivar war anders). Wenn man gerne bastelt ist Ikea unschlagbar, auch weil es im Portmonnaie nicht so weh tut, wenn mal die Stichsäge ausrutscht. Aber ansonsten muss man schon mehr Kompromisse als anderswo eingehen.
 

Melanie 75

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Der Monteur haftet nur für den ordnungsgemäßen Einbau der Fremdgeräte. Mit mehr hat er nichts zu tun.
Ist ein Gerät defekt, und wird der Monteur herbeigerufen dieses zu tauschen, muß der Verursacher (Hersteller/Händler) die entstehenden Kosten übernehmen, und nicht der "Endkunde".
Entschuldigt bitte, dass ich diesen alten Thread wieder aufmache, aber diese Aussage fand ich schon interessant. Ich habe sowohl Geräte als auch Küchenmöbel beim selben Händler eingekauft und einbauen lassen.
Nun ist nach einem Jahr ein flächenbündiges Kochfeld (AEG ) kaputt geworden und dieses wurde vom AEG Kundendienst repariert. Allerdings nicht mehr eingebaut, da der AEG Kundendienst nur für das Gerät verantwortlich ist.
Die Organisation und Bezahlung des Einbaus des reparierten Kochfeldes habe ich selbst übernommen. Wer hätte das bezahlen und machen müssen? Der Händler??
 

Melanie 75

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Die Topferkennung in einem der Kochfelder hat nicht funktioniert. Es konnte zum Glück repariert werden.
Ich hatte auch Bauchweh, flächenbündig, 12 mm Keramikarbeitsplatte, war aber kein Problem. Der örtliche Steinmetz hat es am nächsten Tag ausgerichtet und sehr schön silikoniert.
 

racer

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Hallo Melanie,

ja spannende Frage, hast Du denn dem Händler den Schaden gemeldet ? Wer zahlt denn den AEG Einsatz ? Was war der Fehler und wie sehen die AEG Garantiebedingungen denn aus ?

Hat der Fehler von vornherein bestanden, ist das ein Fall für die Gewährleitung des Händlers, ergo hat der Händler innerhalb der ersten 2 Jahre das Kochfeld komplett wieder in Stand zu setzen und einzubauen..

Hat der Fehler nicht von vornherein bestanden, sondern ist erst nach einem halben Jahr aufgetreten, müsstest Du anhand der Fehlerquelle dem Händler nachweisen, dass der Fehler in dem Feld schon vorher bestanden hat, wenn Du das beweisen kannst, gilt das gleiche wie oben..

Ist das Kochfeld im Rahmen der AEG Garantie repariert worden, weil es vorher eindeutig komplett heile war, dann gelten die Garantiebedingungen von AEG und wenn die, die Montage nicht mit vorsehen, dann ist es in der Tat spannend, dennoch würde ich da mal den Vertragspartner kontaktieren und ihm die Situation schildern.

mfg
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