Praktikabilität Kochinsel ohne Spüle auf der Insel

-hoschi-

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Hallo zusammen,

die Küche für die Schwiegermutter ist zwar fertig geplant, aber ich stelle hier die Frage trotzdem.
Wie sinnvoll/praktisch ist eine Kochinsel ohne Spüle auf der Insel?

Klar ist eine (Kochinsel) optisch sehr schön --> sonst würde man es ja auch nicht machen.

Wir waren in 2 Küchenfritzen und 2 Möbelhausketten, jeder hat uns davon abgeraten eine Kochstelle auf der Insel zu machen, wenn auf der Insel nicht die Spüle ist.
Grund war immer, wenn der "Wassertopf" ausläuft, muss man den Topf immer über den Küchenboden "heben", was ja auch einleuchtend ist...
Bei den fertigen Bilder hier, sehe ich ja doch sehr viele Kochinsel ohne Spüle auf der Insel. Wie sind denn da die Erfahrungswerte?

"Wir" haben uns dennoch gegen eine Koch, aber schon eine Insel, entschieden, weil:
- sie nicht so viel kocht
- ihr eine Haube mitten im "Raum" stört
- Kochstelle mit Muldenhaube teurer ist, wenn 1 Kaputt dann beides kaputt und man dadurch in der Insel weniger Staufläche hat.
- man hat auf der Insel keine "ebene" Fläche hat. Bündiger Kochstelle kam nicht in Frage, denn wenn es in 10 Jahren kaputt geht, bekommt man SEHR schwierig eine neue, die genau da rein passt, was bei einer "Steinarbeitsplatte" "schwierig" ist.
 

Nice-nofret

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Wenn Kochstelle & Spüle leicht versetzt zueinander liegen, ist das durchaus praktisch.

Ich weiss garnicht, was bei den Leuten immer so auf den Boden tropft??? Meine Töpfe sind dicht .. Kesselflicker brauchts schon lang nicht mehr - deshalb ist dieser Berufszweig auch ausgestorben.

Kochinseln sind so ne neumodische Idee welche durch die TV-Köche in Mode kamen; nötig, sinnvoll oder praktisch sind sie in den seltensten Fällen. Kochen besteht primär aus Vorbereiten und Aufräumen; und das findet rund um die Spüle statt.
 

-hoschi-

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Naja angenommen, dein Nudeltopf kocht über...und möchtest es in die Spüle stellen...dann kann es ja sein, dass es dann runter tropft...

Aber ja, die meiste Zeit verbringt man mitm vorbereiten und nicht Kochen...daher haben wir uns auch dagegen entschieden.
 

martin

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Eine Kochinsel braucht nur der Kameramann, um gute Bilder abzuliefern. Ich weiß, wovon ich spreche: unser Sohn ist Kameramann.
 

US68_KFB

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@-hoschi- lass dir nix einreden/ausreden. Es hängt natürlich auch stark von deinen persönlichen Vorlieben und Kochgewohnheiten ab. Wir Männer benötigen normalerweise keine Spüle zum vorbereiten. Das ist ausschließlich Frauensache ;-)...ohje. Hab ich das jetzt gesagt?

Kartoffeln werden auf der Insel geviertelt und kommen mit etwas Öl und Rosmarin in den Backofen. Dann brauchst du auf der Kochinsel ein großes Schneidbrett samt Schnitzelklopfer, 3 Teller mit Mehl, Ei und Semmelbrösel. Dazu noch Salz und Pfeffer. 15 min später sind die Schnitzel fertig. Das ganze unter Anteilnahme der Familie am Esstisch gegenüber und reger Unterhaltung .

Bei der ganzen Angelegenheit findet praktisch nichts an der Spüle statt. Die kann dann also ruhig hinten an die Wand und das schmutzige Geschirr kommt in die Spülmaschine. Auf die Art kann ich locker 2/3 des Jahres überleben. Das restliche Drittel findet beim Grillen im Garten statt.
 
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Ich glaube, dass es nicht die Anregungen aus den TV Shows sind, sondern schlicht und ergreifend die Tatsache, dass in 90 % der bestehenden Haushalte kein Abwasser und Zuwasser mitten aus dem Raum raus ragt. Und wenn es eine Mietwohnung und womöglich noch in einem Hochgaus ist, wird sich daran so schnell auch nichts ändern. Wenn also bei solchen Rahmenbedingungen der Wunsch nach einer Insel aufkommt, wird es in den meisten Fällen eine Kochinsel, weil ein Stromkabel mit Erneuerung des Bodenbelags einfacher verlegt werden kann. Daher bin ich überhaupt nicht der Meinung, dass alle Kochinselbesitzer einem neumodischen Trend hinterher laufen würden. Solche mag es zwar auch geben, aber das ist sicher nicht die breite Masse :-)
 
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Ich habe seit 18 Jahren das Kochfeld in der Insel und die Spüle hinter mir. Wüsste auch nicht wo dabei das Problem liegen soll. Das Argument mit dem überlaufenden Topf tritt meiner Meinung nach so selten ein, dass ich nicht allein danach meine Küche ausrichten würde. Wenn mir mal ein Topf überläuft, stelle ich diesen auf eine freie Kochstelle und wische das ausgetretene Wasser weg. Mit Induktion ist das Abwischen kein Problem, daher muss ich den Topf nicht in die Spüle umziehen. Ein normales Kochfeld (kein Induktion) ist sicherlich problematisch, weil es noch eine sehr hohe Resthitze hat, aber so ein Kochfeld würde man sich mit einer neuen Küche nicht anschaffen.
Ich würde dir empfehlen ein Beitrag im Planungsbereich zu erstellen und die gesamte Planung der Küche diskutieren zu lassen.
 

-hoschi-

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Ist ja nicht unsere Küche, sondern von Schwiegermutter...Da es generell teuer und oder ihr die Haube nicht gefällt ist es eh raus.
Habe mich nur gefragt wo die Vorteile bei der Kochinsel sind..denn wie "nice-fornet" schrieb, dauert das Vorbereiten deutlich länger wie das Kochen.

Klar es sieht jetzt moderner aus und man möchte ja schon mit der Zeit gehen.
 

isabella

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Kartoffeln werden auf der Insel geviertelt und kommen mit etwas Öl und Rosmarin in den Backofen. Dann brauchst du auf der Kochinsel ein großes Schneidbrett samt Schnitzelklopfer, 3 Teller mit Mehl, Ei und Semmelbrösel. Dazu noch Salz und Pfeffer. 15 min später sind die Schnitzel fertig. Das ganze unter Anteilnahme der Familie am Esstisch gegenüber und reger Unterhaltung.
mhmmm… leckere Rosmarinkartoffeln mit erdiger Note… und die Familie duftet dann auch gleich wie ‘ne Pommesbude… ein Träumchen… :rofl::rofl::rofl:
 

US68_KFB

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Na klar, das ist nichts für Weicheier oder Männer mit Dutt...;-)
 
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isabella

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Oder für Kartoffel-Feinschmecker, die den Terroir im wahrsten Sinne des Wortes schmecken möchten… :w00t:
 

paralyzed124

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Also mir ist auch nicht ganz klar, was für viele Zeit ich beim Kochen an der Spüle verbringen sollte. Ich brause da höchstens mal flott ein Teil Gemüse ab. Die längste Zeit, die ich an der Spüle verbringe, ist die Zeit, die ich darauf warte, dass genug Wasser in den Topf gezapft ist.

Und Vorbereiten? Was bereitet ihr denn bei einem normalen Essen (kein Festtagsmenü) groß vor? Bei mir geht das alles gleichzeitig. Was zuerst in den Topf oder in die Pfanne muss, wird zuerst geschnibbelt. Während das schon kocht / brät, schneide ich das nächste. Das möchte ich schon gerne direkt neben dem Herd machen, sonst artet das ja in absurde Rennerei aus.

Drapiert ihr euch erst alles schön fertig in kleine Schüsselchen wie im Kochfernsehen, bevor ihr loslegt?

Fazit: Eine Spülinsel wäre für mich unvorstellbar.
 

isabella

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Hab mal aus Spaß angefangen, die Use cases für die Spüle zusammen zu schreiben (Liste ist unvollständig und individuell):
  • Gemüse waschen:
    • Blattgemüse wie Mangold, Spinat, Blattsalat;
    • Alle Gemüse- und Ostsorten, die nicht geschält werden (Neue Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Kohlrabi, Zucchini, Gurken, Fenchelgemüse, Hokkaido-Kürbis, Äpfel, Zwetschgen, Pflaumen, Khaki, Erdbeeren, Kirschen)
  • Getrocknete Lebensmittel einweichen:
    • getrocknete Pilze
    • Hülsenfrüchte
  • Stark färbende Gemüsesorten putzen
    • Artischocken
    • Schwarzwurzeln
    • Rote Beete
  • Wasser Zapfen für
    • Kartoffeln, Reis, Nudeln, Klöße, Würstchen kochen
    • Zubereitung heißen Getränke wie Tee, Kaffee
    • Zubereitung von Suppen, Fleisch- oder Gemüsebrühe, Siedefleisch
    • Teige anrühren
    • Zubereitung von Zuckersyrup, Karamell, Glasuren
  • Abwaschen von nicht spülmaschinenfeste Gegenstände:
    • Gute Messer
    • Teflonbeschichtete Pfannen und Töpfe
    • Holzschneidebretter
    • Holzlöffel / -utensilien
  • Sonstiges:
    • Schwammtücher, Mikrofasertücher anfeuchten, auswringen
    • Dampfgarertank füllen
    • Hände waschen zwischendurch
    • Tiefgefrorene Lebensmitteln auftauen
    • Kochwasser abschütten
Weiterführende Links: Die Spüle: Ein multifunktionaler Hingucker in der Küche | BLANCO
 

KerstinB

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.. und, man darf eines nicht vergessen, in einer Küche werden nicht nur warme Mahlzeiten, die ein Kochfeld erfordern, zubereitet, sondern auch kalte Mahlzeiten. Und da braucht man doch relativ oft die Spüle zwischendurch .. Salatbuffet fürs Grillen, Brotzeit-Vorbereitung usw.
 

isabella

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Drapiert ihr euch erst alles schön fertig in kleine Schüsselchen wie im Kochfernsehen, bevor ihr loslegt?
Ja, dann ist man schneller, die Küche ist aufgeräumt, es gibt keine Tropfen auf dem Boden und es kommt keine Hektik auf.
Jetzt im Homeoffice ist es sogar so, dass ich zwischen Telkos die Zeiten nutze für die Vorbereitung und wenn die Mittagspause kommt muss ich nur nich das Zeug zusammenschmeißen.
Bei Profi-Köche, die dafür Sklaven haben, heißt der Vorgang „mise en place“.
 

kuechentante

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Wenn man gerne Kurzgebratenes isst und hauptsächlich Schnelles zubereitet,
dann ist die Kochinsel nicht übel.
Ich stelle mir vor , daß wenn noch Gäste in Thresenhöhe an der Insel sitzen und zuschauen , die lieber das Sabbern bekommen ,als den Blick auf die schmutzigen Koch-Utensilien , die da an der Spüle rumlungern.
 

KerstinB

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@kuechentante .. und wie bei der GSP .. ist es halt auch immer sehr subjektiv ;-) .. aber, die Diskussion regt doch immer wieder User an, ihr eigenes Nutzungsverhalten und ihre eigenen Nutzungswünsche mal zu durchdenken und zu überprüfen. Und das ist ja das Ziel all unserer Beiträge hier, dem User neue Perspektiven eröffnen.

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