Plattenstoss quillt Montagefehler oder nicht ?

inwo

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Guten Morgen Zusammen

ich habe hier einen Kundenreklamation , der Stoss der Arbeitsplatte ist ein einigen Stellen gequollen
nach kurzer Zeit , innerhalb 4 Wochen . HINWEIS Kunde hat keine Abtropffläche am Becken
und beim Reklamationsbesuch standen Schüsseln zum Abtropfen auf der Fläche

Der Stoss ist mit Nolte Kleber verleimt , siehe Bild

Was kann man tun ?
Kunde verlangt Austausch - da Montagefehler


Wer Weiss Rat ?

Gruss Gregor
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Das ist kein Montagefehler sondern ein Schaden durch unsachgemäße Nutzung. Holzwerkstoffe müssen zwingend trocken gehalten werden. Die Verbindungen sind für temporäre Feuchtigkeit wasserfest verleimt oder verklebt. Einen Schutz vor permanenter Feuchtigkeit gibt es in diesen Bereichen nicht.
 
Michael, Du irrst. Verbindungen sind nicht wasserfest verleimt, auch nicht temporär. Die Verleimungen sind "hochfeuchtfest". Ich habe dann immer noch den Nachsatz gesgt: aber sie sind nicht Tiefsee tauglich, also stehendes Wasser ist zu vermeiden. Mit dieser Beschreibung konnten nahezu alle Kunden etwas anfangen.
 
Den nachfolgenden Zusatz hatte ich grundsätzlich bei den Küchenrechnungen als Abschlußsatz eingefügt:
Unbedingt auf die Arbeitsplatten -Verbindungsfugen achten.
Es darf keine Feuchtigkeit in die Fugen eindringen,
sonst ist mit größeren Schäden zu rechnen.
Stellen Sie daher bitte keine Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Eierkocher o.ä. auf diese
Stellen und lassen Sie dort keine feuchten Tücher liegen.
Diese Fugen müssen stets trocken gehalten werden,da eine Gewährleistung grundsätzlich
ausgeschlossen ist.
Nur mal so als Denkanstoß

Gruß Helmut
 
die Plattenanlage liegt 4 Wochen ?

unabhängig von obigen Ausführungen sollte man mal auf das deutsche Gewährleistungsgesetz schauen und demnach muss im ersten halben Jahr nicht der Kunde beweisen, dass er es nicht war, sondern der Händler.. und da wird die Sache nun schwierig..

der Kunde kann sich im ersten halben Jahr leider frank und frei hinstellen und sagen, dass war schon so.. die Beweislast liegt bei Euch. Ihr müsst nachweisen, dass der Endkunde die Platte unsachgemäß benutzt hat..

ist fies, ist aber wohl so..

mfg

Racer
 
Die Vorderkante ist, wie es aussieht, nicht richtig verschlossen. Da ist ja noch ein Spalt sichtbar, allerdings kein Quellschaden.

Wenn das von Anfang an so war, kann man sich wohl fragen oder der Rest von der Verbindung ebenfalls nachlässig ausgeführt wurde.

Aber wie racer es schon schrieb, im ersten halben Jahr gilt es, das der Händler beweisen muß, dass er daran keine schuld trägt.
 
Wenn @inwo davon ein Foto gemacht hat, sollte das als Beweis genug dienen?

nein, nur, wenn er auch nachweisen könnte, da vorher schriftlich drauf hingewiesen zu haben, so, wie Helmut es vorgeschlagen hat, dann und nur dann wäre er wohl fein rauß.. bzw. er müsste wahrscheinlich auch noch beweisen können, dass der Plattenstoßversatz vorne nicht von Anfang an so war..

in modernen Zeiten, wie heute, sollte jeder Monteur dazu verpflichtet werden, nach Erstellung einer solchen Plattenverbindung und vor dem Verlassen der Baustelle, den Plattenstoß zu fotografieren und zu archivieren. Kann später ungemein helfen.

Darüber hinaus, sollte das vor Gericht gehen, kann es passieren, dass trotz aller Beweise die Richter einfach für den wirtschaftlich Schwächeren entscheiden und das dürfte immer der Endkunde sein..

4 Wochen nach der Montage hat man bei einem solchen Fehler einfach mit Zitronen gehandelt.. ist nicht schön, aber es ist so..

vielleicht mal ein guter Thread um auch auf Verkäuferseite mal ein paar mehr Gründe zu haben, lieber auf ein Plattenmaterial zu beraten, welches am Ende vielleicht 100 € den laufenden Meter mehr kostet, aber diese Probleme halt nicht macht.. Natursteinplatten und auch einfache Quartz-Komposite-Platten kosten heute echt nicht mehr die Welt..

mfg

Racer
 
Servus

@racer :think:

wann hast Du zum letzten Mal einen Vergleich zwischen einer 39mm Schichtstoff Plattenanlage und einer
einfache Quartz-Komposite-Platten

gerechnet?

@inwo

auch wenns Dir nicht schmeckt, ich würd die Platte gleich austauschen. Ja, es ist ein unangenehmer Montageaufwand usw aber am Ende bleibt Dir wegen Beweislastumkehr wahrscheinlich nix anderes übrig, und bevor Du lang mit dem Kunden streitest machst Du das lieber gleich.

Im Forum bist Du ja schon lang angemeldet, das ist sicher auch nicht Deine erste Rekla auf eine Platte in sieben Jahren, oder?

Grüße

Rüdiger
 
Im Forum bist Du ja schon lang angemeldet,
Guter Hinweis:2daumenhoch:

Könnte ja auch sein dass der Leimauftrag nicht zu 100% die ganze Stoßfuge
"abdeckt" hat.
Ist mir in den Anfangsjahren mal mit Helmnipur passiert, nur
1-2 mm nicht abdeckt und wenige Zeit später kam die Rekla des Kunden.
Zunächst hab ich natürlich auch gesagt "Kann nicht sein", aber beim Ausbau
wurde natürlich nachgeprüft und mein Verschulden festgestellt:-[:-[

Ich würde die Anlage kostenlos austauschen, mit anschließendem schriftlichen
Hinweis aus Beitrag #4:top:
 
naja, bei den üblichen Konfektionären dürfte die Spanplatte pro laufendem Meter ca. 100 bis 150€ kosten, fertig konfektioniert !? Da bin ich in der Tat schon einige Jahre rauß und den eggersmann Listenpreis würde ich hier nun nicht ansetzen wollen..

bei Templer gab es 2019 eine 20 mm Komposite-Platte ab 331,00 € den laufenden Meter.. VK !
Naturstein in 30 mm ab 174,00 € den laufenden Meter... VK !

soviel dazu...

wir können davon ausgehen, dass der TE hier keine 10 Meter Platte liegen hat und daher der Mehrpreis darstellbar sein sollte..

ja, am Ende kosten die Ausschnitte auch noch ein wenig mehr, dafür wären die dann aber auch untergebaut und flächenbündig möglich... was ebenfalls Vorteile hätte..

mfg

Racer
 
@inwo
so wichtig scheint die Angelegenheit nicht zu sein, am Samstag um
8:13 Frage gestellt um 8:14 letzmals hier gesehen:think:
 
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