Ökostrom - aber welcher?

Dieses Thema im Forum "Elektro" wurde erstellt von andreasM, 13. Jan. 2012.

  1. andreasM

    andreasM Mitglied

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    6. Dez. 2010
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    5

    Hallo liebe Küchen Forums Kollegen :-)

    Meine liebe Frau und ich haben vor, zukünftig auf |Link ist nur für Mitglieder sichtbar| zu setzen. Wir möchten damit ein Zeichen setzen, möglicherweise Freunde mit ins Boot holen und ja - auch ein wenig unser Gewissen beruhigen :cool:

    So, nach ersten Recherchen im Netz hab ich bereits rausgefunden, dass zum Beispiel Ökostrom nicht gleich Ökostrom oder tatsächlich "grünem Strom" ist. (spiele hier auf diese ganzen Zertifikate und so an)
    Außerdem gibts so viele unterschiedliche Anbieter, die ihren Strom zu doch sehr stark unterschiedlich hohen Preisen anbieten.

    Hat hier jemand bereits Erfahrungen mit Ökostrom gesammelt? Dann wäre ich über etwas Hilfe sehr, seeer glücklich! :-)

    So long, viele Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Jan. 2012
  2. Frankenbu

    Frankenbu Mitglied

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Ich würde momentan gar nicht mehr auf Ökostrom setzen. kleine Begründung warum.

    Da in D mittlerweile mehr Ökostrom verbraucht als produtziert wird kaufen wir Ökostrom aus Norwegen, Finnland usw. ein. Wenn die jetzt aufgrund der "verkauften" Menge Starommangel haben dann kaufen sie bei uns Atomstrom günster zu und lachen sich eins. Der Strom den du erhälst ist ja eh aus dem AKW um die Ecke, wird ja nur alles umgerechnet ;-). Übrigens die Finnen wollen jetzt ein AKW bauen, können sie mehr Ökostrom verkaufen ;-)
     
  3. Hemerocallis

    Hemerocallis Mitglied

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    180
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    die Strommixer haben wir jetzt schon 2 Jahre und alles bestens, bei Ökostrom gilt es genau die augen aufmachen, wenn EOn, RWE oder ähnliches so was anbieten,
    aber die Strommixer sind unabvon diesen Riesen. schau mal hier |Link ist nur für Mitglieder sichtbar| da ist alles schön erklärt
    hemerocallis grüßt
     
  4. Michael

    Michael Admin

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Ich sehe es eigentlich ähnlich mit dem Zusatz, daß der ökonomischste Strom immer noch der ist, der nicht verbraucht wird.

    Der Server des Küchen-Forum verbraucht übrigens knapp 40,-/Monat. *w00t*
    Das muss ich im Haushalt wieder einsparen. Es wird nicht mehr geföhnt, gekocht und nicht mehr mit dem Staubsauger durch die Bude gegangen. :cool:
     
  5. heiteck

    heiteck Mitglied

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    S-H
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallo Andreas,

    wir haben uns bei unserem Umstieg an die Empfehlungen der Umweltverbände orientiert: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    Wichtig war für uns, dass ein Teil der Einnahmen in neue Anlagen investiert wird und dass der Anbieter ausschließlich Ökostrom anbietet. Sonst geschieht, was Frankenbu beschreibt, oder im Falle von z.B. EON, RWE, Vattenvall etc.: Das was der Konzern an Einspeisevergütung an Photovoltaik-Anlagen-Besitzer bezahlt, legt er auf Ökostrom-Kunden um, um die Preise für Atomstrom-Kunden niedriger halten zu können.

    Gruß,
    Heiner.
     
  6. Bine22

    Bine22 Premium

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallo Andreas,

    seit vielen Jahren (8? 10? keine Ahnung) bin ich bei |Link ist nur für Mitglieder sichtbar| zufriedener Kunde. Der Wechsel damals von Vattenfall (damal noch HEW) zu Lichtblick war problemlos und einfach. Damals wechselte ich, da die AKWs Brunsbüttel *w00t* und Krümmel *w00t* immer wieder Störfälle hatten und die Bevölkerung nicht oder nur scheibchenweise informiert wurde.

    Nach meinem Umzug ist beim ersten Mal vergessen worden der Zähler abzulesen. (Die Frage ist/war wer welche Daten an wen gab / zu geben hatte). Ich habe dann selbst abgelesen, die Daten mitgeteilt und seit dem läuft alles seit 4 Jahren wieder reibungslos. Ich glaube nämlich, dass in meinem Fall Vattenfall abliest und die Daten an Lichtblick (oder anderen Anbieter weiter geben muß) (ich glaube!???)

    Meines wissens gehört Lichtbick zu den "echten" Ökostrom-Anbietern, anders als Eon, RWE und Vattenfall (siehe Frankenbu) mit ihrem "Ökostrom"

    Außerdem finde ich -neben dem Gewissen- sollte man auch Flagge zeigen und sich mit dem Wechsel zu echtem Ökostrom (bei wem auch immer, siehe Heiner) auch aktiv gegen Atomstrom und die Großkonzerne, die auf unsere Kosten Profit ohne Ende machen, zur Wehr setzen.

    Wenn jeder vor seiner Tür kehren würde, wäre alles sauber...

    P.S. nur meine private bescheidene Meinung ohne Anspruch auf irgendwas.

    LG Bine
     
  7. Bine22

    Bine22 Premium

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    lebt in der schönsten Stadt der Welt
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    in diesem Zusammenhang vielleicht noch ein interessanter Artikel vom |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|.
     
  8. Berde

    Berde Spezialist

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Wenn jeder so denkt ,wird sich nichts ändern.


    Es gibt vier "richtige" Ökostromanbieter

    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    Greenpeace-energy ist als Genossenschaft organisiert,dort kann man für 55€ einen Anteil an der Genossenschaft kaufen,nähere Infos findet man dort auf der HP
     
  9. Fiona12

    Fiona12 Mitglied

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallöchen Andreas!

    Ich habe nun auch endlich den Schritt gewagt und beziehe Ökoflex( eine Marke der Energiegesellschaft FlexStrom) .
    Das ist ein unabhänger Energieversorger, der günstigen Strom aus regenerativen Energie-Quellen bietet. Find ich super da so auch gleich der Umwelt geholfen wird.
    Falls dich das interessiert kannst du ja mal hier nachschauen:
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    Ich finde viel mehr Menschen sollten den Schritt zu Ökostrom wagen, damit sich unser Kohlendioxidausstoß deutlich verringert! und man darf nicht vergessen, es werden schließlich auch neue Arbeitsplätze geschaffen.

    grüße
    Fiona
     
  10. UweM

    UweM Mitglied

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallo,

    zum Thema FlexStrom empfehle ich, die zugehörige Seite bei Wikipedia zu lesen. Danach arbeitet dieser Anbieter mit Vorauszahlungen, und die genutzten Zertifikate werden von echten Ökostromanbietern abgelehnt. Wenn man also konsequent auf Ökostrom setzen möchte, sollte man sich die Seite |Link ist nur für Mitglieder sichtbar| näher ansehen.

    Viele Grüße

    Uwe
     
  11. ulla

    ulla Premium

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Wenn das stimmt, was Frankenbu sagt, dann ist es doch egal, welcher Hersteller, dann ist alles nur Humbug. Verstehe ich das richtig? Kann das Jemand verifizieren?

    Michael, Du hast recht mit dem Verzicht auf Stromverbrauch, deswegen habe ich auch auf ein Bio-Fresh-Fach im Kühlschrank verzichtet ;D Nein, Spass beiseite, natürlich nicht deswegen, aber generell muss man sich im Haushalt schon mal überlegen, ob wir da so alles brauchen, was angeboten wird.
     
  12. heiteck

    heiteck Mitglied

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallo Ulla,

    Wenn man bei nur an der Energiebörse gehandelten Ökostrom kauft oder Ökostrom, der innerhalb der Großkonzerne lediglich umverteilt wird, kann das sicher passieren. Deshalb ja auch der Link-Tipp von Uwe und mir zu den Empfehlungen der Umweltverbände. Dort übrigens auch etwas zu den Plänen für ein neues EON-AKW in Finnland.

    Wichtig ist, dass ein Teil der Einnahmen zur Förderung neuer Ökostrom-Anlagen verwendet wird, z.B.: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|.

    Gruß,
    Heiner.

    PS: Wenn die Finnen in Ökostrom statt AKW investieren würden, könnten sie noch viel mehr ökostrom verkaufen ...
     
  13. Frankenbu

    Frankenbu Mitglied

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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Ich hatte acht jahre Ökostrom, also zu zeiten wo keiner nur nen Gedanken dran verschwendet hat, aber in genossenschaften einkaufen oder nen Umbenannten Atomstrom? Sorry da hört es auf, ich warte jetzt drauf das wieder genug regulärer Ökostrom bei uns produziert wird, anstatt die Nachbarländer aus geldgier zum Bau neuer Atomkraftwerke zu animieren. Man sollte nicht immer blind allem hinterherrennen sondern einfach mal das eigene Gehirn einschalten. Wo nehmen denn die von Dir aufgeführten Anbieter den Strom her wenn auf einmal 10% der Bevölkerung zu denen wechseln würde? Herzaubern? So schnell können die auch keine Windmühlen stellen und Solarparks auf Agrarflächen knallen (wobei ich das nicht Ökologisch und nachhaltig finde :rolleyes:) Aber soll jeder machen wie er meint, nur wer mich kennt weiß das ich jede von mir gemachte Aussage auch (zumindest für mich schlüssig) begründen kann. Da brauch ich dann kein wenn jeder so denken würde ändert sich nichts :rolleyes:. Wir leben in einem sparsamen Haus mit allen technischen Hilfsmitteln zum Energiesparen, das bringt der Umwelt mehr als einem Ökostromanbieter Strom abzukaufen und Brennstoffe zu verballern ;-).
     
  14. Berde

    Berde Spezialist

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    Am Fuß der Schwäbischen Alb
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallo Frankenbu


    Diese vier Anbieter verkaufen eben keinen umbennanten Atomstrom.
     
  15. Frankenbu

    Frankenbu Mitglied

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    17. März 2010
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    665
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Schön und woher nehmen bei dem momentanen Ansturm auf verifizierten Ökostrom? Doch aus Skandinavien? Wie gesagt die können sich das alle nicht leisten was anderes zu verkaufen als Ökostrom wenn dieser von der Kundschaft gefordert wird, nur es bringt der Umwelt nichts wenn die die bisher aus Mangel an anderem Strom nur Ökostrom hatten diesen nun verkaufen. Es kann definitiv nicht mehr von jetzt auf gleich produziert werden, als die letzten Jahre schon im Strommix vorhanden war, es bekommen jetzt nur die normal Kunden im Mix weniger "regenerativen" Strom als bisher. Hast du Dir schonmal gedanken gemacht wo der ganze Strom herkommt wenn es dunkel und Windstill ist? Jetzt sag nicht aus Biogasaanlagen, deren Ökobilanz ist alles andere als grün ;-). Übrigens Strom ist bis heute nicht in nennenswerten Mengen und vor allem nicht ohne riesige verluste Speicherbar. Ich bin deswegen immer noch der meinung sich selber Gedanken darüber zu machen als sich hinter nem Zertifikat von nem Stromlieferanten zu verstecken. Und sorry mehr kam von dir nicht als ne olle Floskel "wenn alle so denken würden", denn ich denke tatsächlich und bilde mir eine eigene Meinung ;-)
     
  16. karlabauer92

    karlabauer92 Mitglied

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    27. Jan. 2012
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    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Diese Informationen liefert die EcoTopTen-Marktübersicht zu Ökostrom, die das Öko-Institut jetzt auf den neuesten Stand gebracht hat. 15 bundesweit verfügbare Angebote gehören dazu, genauso wie 121 lokale und regionale Angebote. Die Wissenschaftler haben festgestellt: Die jährlichen Preise für Ökostrom sind gegenüber 2009 gestiegen, und zwar um 77 Euro für einen Zwei-Personen-Haushalt. Doch auch konventioneller Strom hat sich verteuert, im Durchschnitt um 69 Euro im Jahr. Ein Hoffnungsschimmer: Drei Anbieter aus der EcoTopTen-Liste haben ihre Preise seit 2009 nicht erhöht.

    „Für die Umwelt ist der beste Ökostrom der Strom, der gar nicht verbraucht wird“, sagt Dr. Quack.
    Leider geht diese Rechnung in den letzten Jahren nicht auf, wie aktuelle Zahlen des „Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft“ zeigen: Im Vergleich zu 2007 hat der durchschnittliche Stromverbrauch in deutschen Haushalten zugenommen. Ein Ein-Personen-Haushalt hat 2009 2050 Kilowattstunden (kWh) verbraucht (2007: 1970 kWh), und ein Zwei-Personen-Haushalt kam auf 3.440 kWh (2007: 3.210 kWh).
     
  17. heiteck

    heiteck Mitglied

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    13. Juli 2011
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    S-H
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallo,

    irgendwie haben ja alle Recht und es gibt - wie im Leben und beim Küchenkauf - auch beim Ökostrom keine einfachen Antworten. Und ob "wenn alle so denken" ein schwererer Vorwurf ist als "einfach mal das eigene Gehirn einschalten" ... ?

    Derzeit stammt 20 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. (Quelle: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|). Laut Öko-Institut bezogen im Jahr 2010 etwa 5 Prozent der Haushalte Strom nach einem Ökostrom-Tarif (Quelle: E-Mail von Verbraucherzentrale NRW). Mein Energieversorger teilte mir telefonisch mit, dass nach Fukushima der Anteil der Stromkunden (hier inkl. Industrie, Handel, etc.) mit Ökostromtarif nun bei ca. 11 Prozent liege (nur Haushalte: 9 Prozent, siehe |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|). Aber: auch wenn in Deutschland mehr Ökostrom erzeugt wird als direkt nachgefragt, wird trotzdem noch importiert (und sicher auch exportiert).

    Man kann, finde ich, schon grob zwischen "echtem" Ökostrom und "umbenanntem Atomstrom" unterscheiden.
    Unecht: Händler kaufen sog. RECS-Zertifikate von Ökostrom-Produzenten (z.B. im Ausland); Strom und Zertifikat werden entkoppelt; die Händler kaufen Billigstrom an der Börse und fügen das Zertifikat hinzu; fertig ist der Ökostrom.
    Echt: Die Händler (oben sind ja einige genannt) kaufen den Strom direkt vom Erzeuger. Bei meinem Anbieter "Naturstrom" stehen alle diese Anlagen in Deutschland. Bei "Lichtblick" kommt Strom aus Norwegen, Finnland und Österreich (Quelle: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|). Manche Anbieter investieren außerdem einen Teil der Einnahmen in neue Anlagen.
    Ganz doll echt: Strom vom eigenen Dach oder aus dem eigenen Mikro-Blockheizkraftwerk.

    Nun ist Europa ja schon ein offener Markt, so dass Finnland - wie alle anderen Länder - sicherlich Strom exportiert UND importiert. Und ich glaube, dass man auch woanders schlau genug ist, bei zu erwartender steigender Nachfrage nach erneuerbaren Energie auch in diese zu investieren. Ein AKW ist auch nicht so schnell gebaut und ist volkswirtschaftlich sehr viel teurer. Und wenn man's patriotisch sehen will: Investitionen in Ökostrom im Ausland helfen Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen, denn in diesem Bereich ist die deutsche Industrie mit führend.

    Im Bereich Stromspeicherung gibt es interessante Entwicklungen. Z.B. kann man (zugegeben unter Verlusten) mit Hilfe von Strom gewonnenen Wasserstoff methanisieren und so im Gasnetz speichern. Ein interessanter Ansatz von Audi nennt sich "balanced mobility", und Greenpeace steigt mit "Windgas" ins Geschäft ein.

    Mein Fazit jedenfalls:
    1) Wie schon Michael und Dr. Quack sagten: „Für die Umwelt ist der beste Ökostrom der Strom, der gar nicht verbraucht wird."
    2) Als Kunde von Naturstrom finde ich mich nicht über den Tisch gezogen und für dumm verkauft. Mein Gehirn war bei der Entscheidung für Ökostrom nicht abgeschaltet.
    3) Wenn man Ökostrom kauft, leistet man tatsächlich einen Beitrag zur Förderung erneuerbarer Energien.

    Gruß,
    Heiner.
     
  18. Michael

    Michael Admin

    Seit:
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    Lindhorst
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Hallo Heiner,

    so detailiert und aufschlussreich macht das Lesen Spaß und neugierig auf mehr. *top*

    Das sollte nicht lachsig klingen, ist aber für mich immer der erste Ansatz. Statt sich die Benzinpreise um die Ohren zu hauen kann man auch mal das Rad nehmen. Soll ja auch noch gesund sein. ;D
    Bis auf den Server werden die PCs abends ausgeschaltet und Standby ist was für Weicheier.

    Irgendwann ist dann Schluss und man kann sich über regenerative Energien Gedanken machen. Meine beim Bau ursprünglich geplante PV-Anlage hat sich wegen der Reduzierung der Einspeisevergütung auf ein, wie ich finde, zu geringes Maß erübrigt. Wenn man 30-35K investiert möchte man das nicht nur der Ideologie wegen teuer bezahlen.
    Damit währen wir beim Teufelskreis. Wenn ich Ökostrom kaufe und die Einspeisevergütungen immer weiter gesenkt werden, wer bekommt dann den Überschuß? Der PV-Anlagen-Besitzer sicher nicht in dem Umfang, wie er vorhanden wäre.

    Momentan bin ich da nicht so im Thema, habe mir allerdings damals sehr viele Gedanken darüber gemacht.
    Evtl. ist bald ein Neuanfang dran. :cool:
     
  19. Berde

    Berde Spezialist

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    Am Fuß der Schwäbischen Alb
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|Hier steht unter Pkt 2"Anteil" das gleiche wie bei heiteck`s Link vom BMU

    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|Leider funktioniert der Link zu Greenpeace nicht ( Kraftwersbau-unsere Kraftwerke)Eine Deutschlandkarte mit den Standorten

    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar| Hier anklicken Vorurteile

    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    Es hat niemand behauptet ,das der ganze Strom aus Deutschland kommt,warum auch,wenn andere Länder mehr produzieren als sie brauchen, kaufen wir ihn halt.
    Deutschland exportiert auch Strom -|Link ist nur für Mitglieder sichtbar| -2010 haben wir also 19,6% mehr exportiert als importiert.
    Wir kaufen doch auch nicht nur Deutsche Autos ( habe einen Franzosen gekauft,der in Tschechien produziert wird:-[)

    Besser wäre natürlich wenn der Strom dort produziert wird wo er auch verbraucht wird,in meiner Heimatstadt produziert eine große Fabrik rechnerisch den Strombedarf der Stadt zu 100% aus Erneuerbaren??? (stand so jedenfalls diesertage in der Zeitung,leider kein Link)

    Und diese von mir und anderen genannten vier Anbieter verkaufen Strom nur aus 6-12 Jahre alten Anlagen,und stecken einen Anteil des Preises in den Bau von Neuanlagen.

    Hier noch ein Link in dem das Kapitel Prognose sehr interessant ist
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    Ich bin kein Experte in Sachen Strom(eigentlich nirgends:-[) und wollte Dich auch nicht angreifen mit der Floskel.
    Aber nur wenn möglichst viele Menschen Druck machen und erneuerbaren Strom kaufen wird sich was ändern.(Wie man an den Prognosen oben sehen kann ,ändert sich manches sehr schnell.)
    Das es auch hier Auswüchse gibt (z.B Biogasanlagen) ist leider auch ein Thema.



    @Frankenbu:Ich bitte Dich hiermit um Entschuldigung,wollte nicht sagen daß Du nichts denkst.
     
  20. Frankenbu

    Frankenbu Mitglied

    Seit:
    17. März 2010
    Beiträge:
    665
    AW: Ökostrom - aber welcher?

    Ist ja auch kein Problem, ich mag es nur nicht als Ignorant in eine Ecke gestellt zu werden ;-)

    Es ist ja in jedem normalen Strommix bis zu 20% erneuerbarer drinnen, und Investiert in diesen wird ja nicht erst seit Fukushima, das war davor schon massiv der Fall, nur weil jetzt auch die Regierung darüber redet und die genehmigungsverfahren schneller gehen und mehr genehmigt wird geht es schneller voran, aber das war ja alles davor schon in Planung. Das jetzt alle Zuschüsse gedeckelt werden war auch klar, der Netzausbau muß normalerweise vor dem Aufstocken der dezentralen Stromerzeugung kommen, wenn das jetzt rapide ansteigt haben wir ein ganz andere Problem, denkt nur mal so acht Jahre zurück was da in Italien war, sowas kann uns auch blühen durch den ungeeigneten Netzaufbau ;-). Also immer schön voran, aber durchdacht und mit plan. Überstürzt hatten wir in den 70ern und das was da rauskam ist heute so böse. Ich mag die Windräder nicht sonderlich, hier stehen sie die meiste Zeit und wenn dann mal Wind geht dann schalten sie sich ab weil es zu stark weht, oder Rotorblätter knicken ab (diese Woche hier um die Ecke eins). Trotzdem wachsen sie hier aus dem Boden wie pilze und verschandeln alles :rolleyes:. frei nach dem Motto Windgutachten waren Früher jetzt bauen wir sie einfach so :rolleyes: Bürgerpark schimpft sich das und die Bürger bezahlen die zeche schon *2daumenhoch*
     
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