Nischenverkleidung im Arbeitsplatten-Design

Uta

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So, jetzt muß ich mal explizit nachfragen, in dem anderen Thread gehen meine Fragen leider oft unter. Sind wohl auch zu viele.

Wie berechnet man die Nischenhöhe für die Bestellung der Nischenverkleidung und bestellt man diese bevor die Küche da ist, oder wird die Küche erst montiert und dann die Nischenverkleidung bestellt? Es handelt sich um eine Laminat-APL und auch Laminat-Nischenverkleidungen von Lechner (Modell: Ceramo Stone).

Beim ersten Küchenaufbau haben die Monteure die Küche von unten nach oben aufgebaut, also Unterschränke, APL, Nischenverkleidung, Hängeschränke. Da beim ersten Mal die Nischenverkleidungen in falscher Größe bestellt wurden, wurden fast alle geschnitten und zwar schief.

Beim zweiten Küchenaufbau haben sie erst alle Schränke aufgebaut, auch die Hängeschränke und dann die Nischenverkleidungen dazwischen gesetzt. Wobei sie an der einen Seite leider nicht von rechts nach links gearbeitet haben, also nicht vom Hochschrank weg, sondern erst die Glasnischenrückwand über der Spüle unter den Hängeschrank über der Spüle geklebt haben. Dabei war man allerdings nicht besonders sorgfältig und hat die Glasrückwand ein wenig zu weit nach rechts geschoben. :-(

Glasrückwandanschluß Nischenrückwand.JPG


Auch nach dem zweiten Aufbau haben wir zwischen Oberkante der Nischenverkleidung und Unterkante der Hängeschränke ca. 2 mm Abstand zu den Oberschränken, aber auch nicht überall gleich groß, sondern variierend. Immerhin kann ich teilweise eine geknickte leere Toilettenpapierrolle in den Schlitz stecken, problemlos.

Schlitz1.JPG
Schlitz2.JPG


Teilweise aber auch nicht, so wie hier:

Schlitz5.JPG


Nach meiner Berechnung müßte die Nische 48 cm hoch sein (Maße Hochschrank abzgl. APL-Dicke, abzgl. Höhe Unterschrank , abzgl. Höhe Hängeschrank). Bestellt wurden aber nur 47,8 mm hohe Nischenverkleidungen, weswegen da immer noch dieser blöde, hässliche Schlitz ist, den ich z.B. beim Möbelhaus um die Ecke bei keiner der Musterküchen in der Ausstellung gefunden habe und den ich bereits beim ersten Aufbau bemängelt habe. Lt. Firma Lechner soll da auch kein Schlitz sein. Und sogar der Verkauf des Händlers bei dem ich gekauft habe, sagte, daß da kein Schlitz sein soll und die Musterküche die wir ihm zeigten falsch aufgebaut sei.

Und nun sind sogar wieder seitliche Schlitze, weil man die Nischenverkleidung nicht richtig an die Hochschränke angeschlossen hat:

Schlitz3.JPG


Also kann man es offensichtlich hinbekommen. Oder ist das nur was für die 10 besten Küchenbauer in Deutschland und alle anderen Monteure sind damit überfordert?
 

martin

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Insbesondere bei Glasnischenwänden sollte man einen kleinen Abstand zu den Oberschränken lassen. Die Schränke können sich durch Belastung im Laufe der Zeit absenken. Sitzt die Glas-NV "knirsch" darunter, kann sie durch das Senken (Total-) Schaden nehmen. Dass der Abstand etwas unterschiedlich ist liegt einerseits an den Fertigungstoleranzen der Möbel und andererseits daran, dass Küchenmonteure keine Werkzeugmacher sind.

In der Austellung werden die Küchen im 1- maximal 2-Jahresrythmus gewechselt, was Langzeitschäden ausschließt. Hinzu kommt, dass in der Ausstellung Oberschränke üblicherweise nur gering belastet werden. Das verringert die Gefahr des Absenkens natürlich ganz erheblich.
 

Uta

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Könnte es vielleicht auch daran liegen, daß die Hängeschränke nicht ganz in Waage sind?

Für mich ist das schief:
Waagerecht1.JPG


Und das hier auch:
Waagerecht2.JPG


Nein, es liegt auch nicht an der Wasserwaage, das ist ja einfach zu prüfen, einfach umdrehen und wenn dann wieder hinten höher angezeigt wird, ist sie gerade.

Beim 2. Bild handelt es sich übrigens um den Hängeschrank, der offenbar hinten höher hängt als vorne, weswegen der vorne wohl auch fast auf der Nischenverkleidung an der Seitenwand aufliegt und man hinten die Klorolle zwischen schieben kann.

Kann man das überhaupt noch richten, wenn die Kranzblende schon angeschraubt ist? So ganz gerade ist die nämlich auch nicht, also mal steht sie etwas weiter vor, mal etwas zurück. Für mich sieht das alles zusammengepfuscht aus.

Ich kriege da Augenkrebs von...
 

bibbi

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Das Standardnischenmass ist 48cm.Eine 4 cm Arbeitsplatte ist in Wirklichkeit zwischen 38 und 39mm stark . Etwas Toleranz braucht man um die Nischenwände überhaupt montieren zu können.Hier wurden sicherheitshalber (vermutlich)noch mal 2 mm abgezogen damit die Platten ohne nachzuschneiden montiert werden können.
Denn die nachträglichen Schnitte sind (wie bei dir schon bemängelt)nicht 100 % sauber auszuführen und kosten vermeidbare Zeit.
Zum Thema Glasnischenwände /Absenkung der Oberschränke hat Martin bereits geschrieben.
100 % fugenlos ist nun mal nicht machbar.
Gewisse Fertigungstoleranzen bei einem industriell gefertigten Produkt sind einfach gegeben.
Ein 60er Schrank,kann durchaus 599,5 mm breit sein ,eine 90er Wandesse 899 mm,ein Geschirrspüler 599mm
Stellst du 10 Schränke nebeneinander kann es ein halber oder ganzer Zentimeter werden.
 

Uta

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Ok, aber sollten die Schränke nicht trotzdem in Waage hängen? Ich sehe das ja schon mit meiner einfachen normalen Wasserwaage, daß das nicht der Fall ist und die Monteure hatten eine Wasserwaage die in der Mitte ein Display hatte, da hätten die das doch noch einfacher sehen können. Es sind ja auch nicht alle Hängeschränke schief.

Oder kann man das nachträglich noch richten, auch, wenn schon die Kranzblende drauf ist?

Man hat mir gesagt, wenn ich Geschirr drin hätte, würde sich das eh noch verziehen und dann würden sie nochmal kommen und alles neu ausrichten. Bei meiner alten Küche hat sich da auch nach 16 Jahren nichts verzogen. Die wurde aufgebaut, war gerade und das war sie auch nach 16 Jahren noch. Ich hätte das gemerkt, wenn da was schief geworden wäre.

Sorry, wenn ich so viele Fragen stelle, aber ich habe das Vertrauen in diese Firma total verloren und glaube denen gar nichts mehr. Dazu hat man mir schon zuviel Blödsinn erzählt.

Danke für eine Antwort.
 

martin

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Man hat mir gesagt, wenn ich Geschirr drin hätte, würde sich das eh noch verziehen und dann würden sie nochmal kommen und alles neu ausrichten. Bei meiner alten Küche hat sich da auch nach 16 Jahren nichts verzogen. Die wurde aufgebaut, war gerade und das war sie auch nach 16 Jahren noch. Ich hätte das gemerkt, wenn da was schief geworden wäre.
Das wäre die erste Küche, die sich unter Belastung nicht verzieht. Da dieser Vorgang relativ langsam fortschreitet, bemerkst Du das nur nicht.

Wenn man eine Küche auf lot- und waagerechte Montage überprüft, macht man das an den Korpuskanten. Konstruktionsböden haben relativ hohe Toleranzen und sind für das Messergebnis nicht repräsantativ.
 

Uta

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Das obere Wasserwaagefoto ist an die Korpuskante angelegt. Das untere auf den untersten Boden (also nicht den Einlegeboden).
Aber stimmt, wenn ich die WW an die Korpuskante anlege, dann sieht das Ergebnis besser aus.

Aber an der Herdseite der Küche ergibt sich leider immer noch, daß die Schränke nicht in Waage sind.

Und nun habe ich auch dabei gleich noch den nächsten Mangel entdeckt, den schreibe ich aber in den anderen Thread. Danke aber für den Hinweis. hätte nicht gedacht, daß das so einen Unterschied macht.
 

martin

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Nun weißt Du wenigstens, was wir mit "Ferigungstoleranzen" meinen.
 

Uta

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Schon, aber gerade ist das deswegen im oberen Bild immer noch nicht. ;-)
Und kann man das noch richten, wenn die Kranzblende schon dran ist?
 
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