Küchenplanung Neue Küche nach 37 Jahren

Evelin

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@MeisterPropper,
yup, genau deswegen sollte man größere Aktion nicht auf die lange Bank schieben. Meine Argumente sind, ich weiß nicht, welche Gesundheitsplobleme morgen auf mich oder meinen Mann zukommen, und b, möchte ich meine neue Küche doch möglichst noch ein paar Jahre genießen, bevor man mich ins Altersheim steckt. Wir haben ein swimspa seit ein paar Jahren wegen meiner Wirbelsäule. Die ersten ca zwei Jahre war ich noch in der Lage mit einem Tritt die schweren Abdeckungen zu öffnen. Jetzt geht das nicht mehr. Ich hab meinem Mann gesagt, wenn er morgen ins Gras beißt, ist das Spa, das erste, was ich verkaufen muss.
 

pari79

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Zu deiner Frage bez. der raumhohen Hochschränke (=HS). Hier ein Bild eines HS von Ikea :
METOD Korpus Hochschrank, weiß, 60x60x200 cm - IKEA Deutschland

Ein HS besteht quasi immer aus Boden, Deckel, festen Boden in der Mitte zur Stabilisierung, Rückwand zur Stabilisierung und last but not least Seitenwänden. Und da auch ein Schreiner das Rad nicht neu erfindet, besteht auch ein maßgefertigter Korpus genau aus diesen Elementen, bloß schneidet er die Seitenwände eben passend auf die Raumhöhe zu.

Das könnte man im Prinzip selbst, sogar mit Elementen von Ikea, tricky wird dann nur die Front: Willst du da eine einzige Tür von Boden bis Decke musst du entsprechend Holz zuschneiden und dann lackieren lassen. Und das macht die Sache dann teuer, also nicht das Material, sondern die Arbeitszeit, die drin steckt.

Ansonsten, was mir noch auffiel:

Ich persönlich würde ohne zwingende Not niemals Kochen und frische Wäsche in einem Raum haben wollen. Und schon gar nicht das Bügelbrett neben dem Herd. Frische Hemden riechen besser nach Waschmittel als nach dem letzten Abendessen ;-)

Auch ich habe etwas den Eindruck, dass ihr nach der eierlegenden Wollmilchsau sucht. Die gibt es nicht! Jedes Tun X, das auf der einen Seite Vorteile bringt, hat unter anderem Aspekt gesehen auch seinen Nachteil.

Ihr solltet für euch festlegen, was eure Prioritäten sind, also was muss die neue Küche auf jeden Fall können, was darf sie gerne können, und worauf könnt ihr verzichten.
 

bibbi

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Ich hab jetzt nicht jedes Detail gelesen.
Aber die bisherige Aufteilung in HWR Raum und Küche finde ich schon sinnvoll.
Für beide Arbeitsbereiche ist aus meiner Sicht genug Platz.
Der Wäschekorb kann mal stehen bleiben,die Bügelwäsche und die Nähmaschine auch.
Bei grösseren Brataktionen wird die Schiebetür geschlossen.

Bei einer Zusammenlegung entsteht ein riesiger Raum,der nur dann attraktiv ist, wenn alles weggeräumt ist.

Ich glaube nicht das das Leben dadurch einfacher wird.
Da würde ich lieber den gesparten Aufwand in schöne Fronten oder gute Geräte investieren.
 

pari79

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Volle Zustimmung @bibbi

Wenn Ziel ist, Wohnen und Kochen zusammenzulegen, dann sollte die Wand zum Wohnzimmer (bzw. Essbereich) raus und die zum HWR bleiben.

Ist Ziel, durch Abbruch der Wand zum HWR eine große Wohnküche mit Tisch zu schaffen, dann sollte der HWR anderswo im Haus landen, z. Bsp. in einem alten Kinderzimmer.

Und noch was ganz anderes:

Bei Ansicht Gesamtplan Haus sind mir noch mal die Keyfacts aus der Eröffnung aufgefallen: Küche und HWR neu möbliert, APL aus Keramik oder Holz, Geräte von Miele ... und das Ganze für 15.000€. Schlicht und ergreifend: Keine Chance.
 
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Ich lese zwar noch mit, sag aber nichts mehr. Die Planung dreht sich im Kreis ohne nennenswerte Fortschritte. Ich sehe keinen Sinn darin teuere HS für Bügelbrett und co. anzuschaffen, damit sie statt im HWR in der Küche stehen. Davon wird doch der Stauraum in der Küche nicht größer, wenn das ganze HWR Zeugs drin landet. Die einzig sinnvolle Lösung wäre die Öffnung zum Wohnzimmer. Da dies kategorisch abgelehnt wird, würde ich bei der kleinen Küche bleiben und gut ist. Anders kann man nicht im Budget bleiben.
 

schwabenzorro

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Hallo zusammen,

da ging ja heute die Post ab solange wir in der Küchenabteilung eines großen Möbelhauses waren. Zunächst mal vielen herzlichen Dank euch allen für eure Beiträge.
Ich habe mich über jeden einzelnen gefreut und möchte deshalb auch auf möglichst viele eurer Aussagen antworten.

Ich versuch es einfach mal der Reihe nach:

Evelin, also deine Aussage, wir suchen nach Gründen um die Küche nicht zu erneuern, ist absolut unzutreffend. Seit Wochen stecke ich jede freie Minute in die Planung auf der Suche nach der perfekten Küche.

Und ich muss MeisterPropper und pari79 zustimmen: ich suche die perfekte Küche, aber Perfektionismus ist zuweilen sehr sehr hinderlich. Und ich habe auch erkannt, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Also versuch ich halt so nahe wie möglich da dran zu kommen.

Und auch meine Einstellung, die ich mit Melanie teile, hat, neben der wirklich tollen Qualität unserer alten Küche, zum 37-jährigen zufriedenen Gebrauch derselben geführt: unsere Wegwerfgesellschaft entspricht einfach nicht unserer Vorstellung von vernünftigem Umgang mit Geld und Ressourcen.

Aber, jetzt kommt was Neues und obwohl eure Aussagen stimmen, dass man sich im „fortgeschrittenen Alter“ schwerer tut was zu verändern, werden wir ziemlich viel verändern:

Die Küche im bisherigen Grundriss wird so definitiv nicht bleiben. Entweder wird es eine „Doppelzimmerlösung“ bei der die Tür zum HWR versetzt und durch eine in der Wand laufende Glasschiebetür ersetzt wird oder es gibt eine große Küche mit Abriss der Zwischenwand. In beiden Fällen kommt ein neuer Fußboden rein, eine neue Decke in der bisherigen Küche (HWR ist schon gemacht) und auch neue Heizkörper, so wie es ausschaut verbunden mit einer Verlegung derselben.
 

schwabenzorro

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@ Pari79 und Traumküchegesucht:

Der Gedanke Kochen und Bügeln in einem Raum war eigentlich ziemlich schnell vom Tisch, den Zahn hat mir meine Frau sofort gezogen, was blieb war „nur“ noch die sinnvolle Aufbewahrung und Unterbringung der Bügelutensilien. Die kommen sicher nicht in die Küche wenn es ein großer Raum wird, anders sähe es bei einem „Doppelzimmer“ aus, das dann für beides genutzt werden könnte.

Die Budgetvorstellung bezog sich nur auf die „kleine“ Lösung (Erneuerung der Küche ohne Umbaumaßnahmen), dass unter den jetzigen Vorstellungen die 15.000,- illusorisch sind, ist mir auch klar. Es wäre schön, sagen zu können „Geld spielt keine Rolle“, aber auch wenn dem leider nicht so ist, sind wir wenigstens in der glücklichen Lage da noch einiges drauflegen zu können. ;-)



Und last but not least zu bibbi:

Du triffst mit deiner Aussage gerade voll unseren Nerv, siehst dieselben Vorteile einer Trennung und dieselben Nachteile eines großen Raums.
Insbesondere deine Aussage, dass das Leben dadurch nicht einfacher wird, gibt mir zu denken. Denn das ist ja u.a. mit das Ziel der ganzen Aktion.

Wobei die von dir erwähnte Ersparnis leider nicht ins Gewicht fallen wird: Fußboden, Decke und Heizkörper werden sowieso gemacht und die Schiebetür in der Wand kommt deutlich teurer als der Totalabriss der Wand. Und die bei einer „Doppelzimmerlösung“ zu erreichende Stauraumvergrößerung bedingt zwangsläufig auch eine zusätzliche Möblierung.


Wie geht es jetzt weiter?

Ich habe heute unserem :kfb: unseres favorisierten Küchenstudios die Pläne des "Doppelzimmers" und der "Großküche" gebracht und ihn gebeten uns bei einem Termin am nächsten Dienstag Vorschläge dazu zu machen.
Ich bin gespannt was dabei rauskommt.

Bisher habe ich nämlich die Erfahrung gemacht, dass außer 08/15-Lösungen von den bisher aufgesuchten "Fachleuten" sehr sehr wenig Kreatives gekommen ist. Da waren die Lösungsansätze hier im KF um Welten besser. :danke:

Ich bilde mir wahrlich nicht ein in der Kürze der Zeit zum großen Küchenspezialisten geworden zu sein, aber ich wusste z.T. deutlich mehr als die Verkäufer. :hand-man:

 

Evelin

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@pari79
Ich kenne deine Wohnverhältnisse nicht, aber ich gehe davon, dass die, die keinen Keller haben oder großen HWR , ihr Wäsche im ALLRAUM bügeln.
IMG_20210612_115551.jpg
Gerade bei mir.
Ich koche nicht den ganzen Tag, es riecht nicht den ganzen Tag nach Essen usw. Für mich sind meine Nachbarn bez Wäsche im Winter ein Problem, wenn sie ihre stinkigen Holzöfen anwerfen. Ich renne dann raus und hole meine Wäsche rein. Winter ist hier nicht null Grad. Meine Katze stinkt danach wenn sie nachts heimkommt.
 

schwabenzorro

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Oh ja, das kennen wir nur allzugut. Unser direkter, ach so grüner Nachbar, hat in seiner Holzheizung wirklich alles mögliche verbrannt und vermutlich war die Heizung auch nie richtig eingestellt. Und auch andere Nachbarn verfahren in unserer ländlichen Umgebung oft noch nach dem Prinzip, Entsorgung geht vor allem über Verbrennen. Die Folgen davon hast du ja schon beschrieben. :stocksauer:

Jetzt wurde das Haus neben uns verkauft und das Problem hat sich auf ein Minimum reduziert. :2daumenhoch:

Und ich kenne die Situation wie du sie in deinem Bild darstellst recht gut, früher, als die Kinder noch im Haus und die Bügelmengen größer waren, hat meinen Frau auch oft im WZ gebügelt. Inzwischen bügelt sie kleine Mengen sofort weg und gerade dazu ist ein sofort einsatzbereites Bügelbrett ohne jeden Aufbauaufwand natürlich ideal.
Jetzt habe ich ja gelernt, dass der Idealzustand kaum zu erreichen ist, aber wenn man bzw. vor allem Frau sich zumindest in diesem Detail daran gewöhnt hat, ist es schwer diesen Idealzustand aufzugeben. Wie bibbi so treffend geschrieben hat:
Ich glaube nicht das das Leben dadurch einfacher wird.
 

bibbi

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Wenn es bei den beiden Bereichen bleibt,würde ich mir auch mehr Gedanken über den HWR machen.Die Einrichtung nicht nur zweckmäßig,sondern auch zum Wohlfühlen.
Das könnte auch ein TV Anschluss sein oder bessere Möglichkeiten zum Basteln und kreativem Werkeln .Die Planung sollte also beide Räume gleichzeitig berücksichtigen.
So könnte zum Beispiel Backofen und Gefrierschrank rüberwandern zugunsten mehr Arbeitsfläche im vorderen Bereich.
 

schwabenzorro

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Ich bin gerade echt verblüfft, unsere Ansichten sind sich offensichtlich in vielen Dingen sehr ähnlich. :-)
So hab ich bereits vor Jahren unseren Kabelanschluss für TV und Radio in den HWR verlegt und meine neueste Planung sieht KS und BO ebenfalls im HWR vor... (siehe Beitrag #68)

Leider hat sich eines meiner Planungskonto, in dem alle Varianten des "Doppelzimmers" gespeichert waren, ins Nirwana verabschiedet. Nur noch 10 leere Planungsvorlagen. :stocksauer:

Die ganze Arbeit nochmal, einfach nur :kotz:.
 

Daena

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Habe nur fast alles nachgelesen...
Ich finde deinen Ansatz aus #68 richtig gut.
HWR-Tür versetzen und die Hochschrankzeile mit BO und vllt auch großem Einbau-TK im HWR weiterlaufen lassen.

Allerdings würde ich das KF nach planlinks auf die Zeile versetzen und die Fläche neben dem KS frei lassen,weil es sonst rund ums KF etwas eng werden könnte.
Mit diesem Aufsatzschrank in der planlinken Ecke für Geräte gehe ich nicht konform, sieht irgendwie merkwürdig aus.

Zu überlegen wäre, ob ihr den GSP erhöht nehmt neben der Spüle.
 

schwabenzorro

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Danke Daena für deine Vorschläge.

Das mit dem etwas beengten Platz neben dem KF hatte ich auch schon gedacht und eine Variante ohne den KS dort in Erwägung gezogen.
Würde dann so aussehen:

1623488836467.jpg


Optisch schöner, ganz klar, aber wir finden den KS direkt beim Kochfeld eigentlich richtig super. So müsste er in den HWR direkt nach der Schiebetür planlinks, danach der BO. Geht auch, nur der Weg ist ein bisschen weiter. Dafür wäre er aber näher an der angedachten Kaffeecke, die direkt nach der Schiebetür rechts wäre.

GSP erhöht neben der Spüle geht leider wegen dem Fenster nicht.
 

Melanie 75

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Entschuldigt die Zwischenfrage, wie geht das mit dem #?
und zum letzten Bild von #Evelin ?? Du hast ja einen traumhaften Garten :kiss: welche Pflanzen wachsen da?

und die Idee mit Backofen und Gefrierschrank in den HWR finde ich auch super!
Hab’s gerade gesehen- Kühlschrank möchte ich nicht soweit weg haben..
Lg
 

Daena

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@Melanie 75
Den "Gartenzaun" # nimmst du, wenn du dich auf einen bestimmten Post beziehst. Hier die Nummer 68. Die Nummer siehst du ganz unten beim Beitrag.
 
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