Lackfront matt oder hochglanz

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Bei der Küchenplanung konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen, welche von beiden Küchenfronten
matte Lackfront oder
eine Hochglanzlackfront
besser reinigen läßt und weniger Griffspuren zeigt. Wer hat Erfahrungen damit?
MfG
Küchengirl
 
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Hi Küchengirl,

nimm eine Glasscheibe glatt ( Lack hochglanz ) und eine rauhe ( Mattlack )....... und putze diese.


Dann ist die Frage beantwortet.
 

slahrmann

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Hallo, zum Thema Mattlack oder Hochglanzlack kann ich eindeutig nur die Präferenz zum Hochglanz geben. Der Effekt der Mattlacke wird durch sogenannte Mattierungsmittel erreicht die eine sehr unebene, rauhe Oberfläche erzeugen damit die starke Lichtbrechung erreicht wird. Diese unebene und rauhe Oberfläche ist aber im Gegensatz zur Hochglanzfläche um ein vielfaches schmutzempfindlicher, da feinste Staubpartikel mit Fettdunst sich in diesen Oberflächen ablegen und man eine Reinigung nur bei sofortiger Beseitigung erreicht. Bei längerer Einwirkdauer ist eine Reinigung fast unmöglich. Dies gilt auch für die matten Folienfronten die ja sehr beliebt sind.
Die Mindestanforderung für Küchen nach der DIN 68930, chemische Beständigkeit sieht nur eine maximale Einwirkdauer von 10 Minuten vor und das auch nur für wenige küchentypischen Flüssigkeiten. Auf diese Mindestanforderung beziehen sich viele Küchenmöbelhersteller. Im übrigen sieht man die Fingerspuren auf beiden Fronten, nur beim Hochglanz bekomme ich diese auch nach längerer Einwirkdauer noch entfernt.
 
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Slahrmann, dem kann ich mich nur anschließen...

zum Lack generell ist zu sagen, dass eine gewissen Schlagfestigkeit bei einer Küchenfront auch immer gewährleistet sein sollte. Und in mancher Küche gibt es große schwere Kochtöpfe 8)

da haut man schon mal wo gegen und dann ist der Lack ab ;D

Alternativen bei hochglanz : Acrylux oder von der Rückseite lackierte Glasfronten

Alternativen zum Mattlack: Abet Laminate... (haben fast keine Struktur mehr...)

mfg

Racer

P.S. auch mal den zeitgleichen Beitrag Lackfront matt oder hochglanz lesen...
 

slahrmann

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Hallo racer, bei den relativ neuen Acrylhochglanzfronten handelt es sich auch um Folien die mit einer speziellen Acryllack beschichtet sind. Sehen toll und brillant aus, aber schon mal die Pflegeanleitung angeschaut. Ich halte das für sehr speziell und anspruchsvoll.
 
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Alternativen bei hochglanz : Acrylux oder von der Rückseite lackierte Glasfronten
Einspruch Euer Ehren.

Habe der Industrie auch geglaubt und mir eine Musterküche in Acrylux reingestellt.
Nach Montage dann pinibelst nach Pflegeanleitung behandelt.

Ergebnis : Auch überall kleine Kratzer bei Beleuchtung von der Seite.
 
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Also Jungs... leichte Kratzer lassen sich mit Politur entfernen, dass versucht mal bei Hochglanz lack... wir verkaufen die nun seit über 2 Jahren, und das Zeug läuft wie geschnitten Brot (jeden Monat entweder die meistverkaufteste oder nach Lack die zweit meistverkaufteste Front ... und das jeden Monat... (bei übrigens fast keiner Reklamationsrate)

und das die Fronten schlagfester sind, möchte doch wohl niemand bestreiten...

a pro pro Folie... klassische Folienfronten werden gezogen !! und sitzen sozusagen auf Spannung, daher reagieren die auf Wärme auch so empfindlich...

Zumindest unsere Acryluxoberflächen werden jedoch wie Schichtstoff verpresst da sie im Schnitt eine Materialstärke von ca. 2-3 mm haben. Es sitzt somit nicht auf Spannung wie bei klassischen Folienfronten... und reagiert daher auch nicht wie klassische Folienfronten...

zudem ist der Glanzgrad hervorragend...

Das die Front nach dem Auspacken, ein wenig Zeit braucht um an der Luft entsprechend auszuhärten, hängt mit der Schutzfolie zusammen. In der Verpackungsfolie sind Weichmacher die sich auf die Front übertragen. Nach der Montage ca. 1 Tag in Ruhe lassen, dann ist die Front entsprechend ausgehärtet...

Nimmt mal ein Microfasertuch und geht mal über eine Lackfront, bin gespannt wer da keine Streifen im Licht sieht...

mfg

Racer

P.S. Wer es gerne absolut hart hat, für den bieten wir neuerdings 1cm Granitfronten an, die kann man auch in hochglanz poliert bekommen.... :-))
 
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Hallo Racer,

wenn Du so überzeugt von den Produkten bist, die ihr verkauft oder produziert, wird es nur eine Frage der Zeit sein bis irgendjemand genaueres wissen möchte.
Ich werde die Frage zwar nicht stellen, aber irgendjemand muss es mal tun. Das weisst Du doch ???
 

Küfo

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Hallo!

@racer: "Also Jungs... leichte Kratzer lassen sich mit Politur entfernen, dass versucht mal bei Hochglanz lack... "

Gut verarbeiteter hochglanz Lack ist ohne Probleme mit Politur zu behandeln! :-) Schließlich handelt es sich dabei um Lacke und Lackqualität, wie sie aus der Automobilbranche bekannt ist...! Also einfach bisschen Autopolitur kaufen und ab gehts... ;-)

MfG Küfo
 
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Hallo Michael,

was wäre ich für ein Verkäufer, wenn ich nicht überzeugt wäre...

Erinnere mich immer wieder gerne an den Phillips Vertreter, der früher zu mir kam und mich immer mit den Worten begrüßte: " Ich weiß unsere Produkte sind mist, aber irgendeiner muß sie ja verkaufen... oder so ähnlich ;D

Also den Standard an Acryluxfronten wie wir Sie bieten, bieten auch andere Hersteller an, z.b. Häcker und Miele... sollte ich mit meinen Informationen total falsch liegen, lasse ich mich hier und jetzt gerne belehren... ;D

mfg

Racer
 

slahrmann

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Hallo Forumsteilnehmer, das Thema Lack, Schichtstoff, Acryl, Folie ist sehr interessant jedoch auch mit vielen unterschiedlichen Meinungen und Behauptungen versehen die man nicht so stehen lassen kann.
Im Grunde ist keine Front so schlagfest, dass ein Topf keine Schäden verursacht, nicht mal Edelstahl. Acryllux ist überhaupt nicht schlagfest und von der Kratzfestigkeit angesiedelt im Bereich Lackiert, Furniert.
HPL und KF-Platte sindt wesentlich kratzfester.
Diese Mikrokratzer sind bei Hochglanz vielfach sichtbar und sind abhängig von der Bearbeitung. Eine Begutachtung gegen die Lichtquelle ist auch nicht üblich.
Eine Reinigung mit einem Mikrofasertuch ist generell nicht zu empfehlen.
Lackierte Glasfronten sind ebenfalls schlagempfindlich, bei ESG-Glas kann es zu sogenannten Spontanbrüchen kommen.
Und Acryloberflächen haben im Möbelbereich keine Materialstärke von 2-3 mm. Viele Hersteller verwenden Material mit max 0,9 mm bis runter zu 0,4 mm.
Die normalen PVC-Folien reagieren auf Wärme empfindlich, weil es sich um ein Thermoplast handelt, die Wärmestandsfestigkeit wird erreicht bei maximal 75-85°C. Deshalb sind diese tiefgezogenen klassischen Folienfronten auch nur so herstellbar.

Zu den Acrylfronten möchte ich noch anmerken, dass die Aushärtung beim Kunden sehr differenziert betrachtet werden muss. Das Produkt ist meines Erachtens noch nicht ausgereift. Denn man muss diese noch beim Endverbraucher nachträglich behandeln. Und wenn es der Käufer selbst machen musst, macht er es richtig? Hat er eine Pflegeanleitung? Ich frage mich wer klärt den Käufer vor Kaufvertragsabschluss darüber auf?

mfg lahrmann
 

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