Küche falsch geplant

Parodia

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Ja ich hätte auch gerne noch mehr Infos gehabt, alleine schon zum KV. Und es stimmt auch, dass sich einige Angaben widersprechen. Aber sei's drum. Hier muss @stg selber wissen, was er tut.

@kingofbigos vielleicht verdient stg keine Aufmerksamkeit, aber Leser, die ähnliche Themen haben und sich durch 11 Threadseiten durchquälen, schon.

Egal, wie dieser Streit ausgeht und für alle anderen, die es bis hierher geschafft haben - meine finalen Ratschläge:
1. Niemals nie und never ever einen Kaufvertrag unterschreiben, den man nicht vorher zu Hause genau Zeile für Zeile gelesen hat (inkl. aller Zeichnungen, Anlagen, Teilelisten, AGBs).

2. Niemals nie und never ever sich von einem KfB zur Unterschrift drängen lassen. Wer argumentiert, dass ein zusätzlicher Rabatt nur geht, wenn man sofort unterschreibt, hat den Abschluss bitter nötig und wartet daher auch ab, bis man den Vertrag gecheckt hat.

3. Niemals nie und never ever hat ein KS was zu verschenken - so schön können die blauen Augen des Käufers/der Käuferin gar nicht leuchten.
 

stg

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Leute, lasst Euch nicht weiter provozieren.

Infos, kommen keine und wenn dann scheibchenweise und missverständlich.

Ein User wie @stg verdient keine Aufmerksamkeit.

Grüße, Rüdiger
Steile These vor dem Hintergrund, dass in kurzer Zeit 11 Seiten gefüllt wurden. Wenn es dich nicht interessiert, dann zwingt dich keiner dies zu lesen oder dich zu äußern.

@Parodia: Deine Tipps unterschreibe ich (unbesehen) ;-)

Vielen Dank auch nochmal für deine Hilfestellungen. Das hat mich wirklich weitergebracht.

Besten Dank bis hierhin. Wenn es weitergeht werde ich berichten.
 

isabella

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Egal, wie dieser Streit ausgeht und für alle anderen, die es bis hierher geschafft haben - meine finalen Ratschläge:
1. Niemals nie und never ever einen Kaufvertrag unterschreiben, den man nicht vorher zu Hause genau Zeile für Zeile gelesen hat (inkl. aller Zeichnungen, Anlagen, Teilelisten, AGBs).

2. Niemals nie und never ever sich von einem KfB zur Unterschrift drängen lassen. Wer argumentiert, dass ein zusätzlicher Rabatt nur geht, wenn man sofort unterschreibt, hat den Abschluss bitter nötig und wartet daher auch ab, bis man den Vertrag gecheckt hat.

3. Niemals nie und never ever hat ein KS was zu verschenken - so schön können die blauen Augen des Käufers/der Käuferin gar nicht leuchten.
Diese Tipps sollte man einrahmen und irgendwo festanpinnen. Und für alle Rabattkäufer kopieren. Es gibt gerade so ein Parallelthread wo eine(r) gerade auch denkt ihr/sein Metervertrag wäre das totale Schnäppchen…
 

Matia

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Die ganze Art hier finde ich auch eher speziell, aber:
Solche Fälle hat sich die Küchenbranche mit ihrer Intransparenz auch selber zuzuschreiben.
1. Keine Pläne
Bei vielen gibt es keine schriftlichen Pläne vor Unterschrift. Das macht das überprüfen schwierig vor Vertragsabschluss schwierig. Und wir dürfen nicht mit den Usern hier vergleichen, welche sich die Küche schon 50mal überlegt haben, bevor sie in das Küchenstudio gehen. Natürlich wäre uns ein Meter aufgefallen. Ich habe mich aufgrund der Transparenz auch für die Schüller Küche entschieden obwohl ich eine Ballerina für einen ähnlichen Preis erhalten hätte. Mir haben bei der Ballerina bspw zu Hause mit dem was ich mir mitgeschrieben habe 10cm Schrank gefehlt. Nach hin und her per Mail, mit versuchter Erklärung, was ich genau meine, hat sich rausgestellt, dass eine AP 10cm tiefer ist. Hätte ich den Plan gehabt, hätte ich das sofort gesehen. Keine Unterlagen zu erhalten hat für mich am Ende einfach nicht gepasst.

2. Mangelnde Preistransparenz
Ich verstehe hier die Küchenstudios. Aber das funktioniert nur, solange das Vertrauen da ist. Ist es weg und es benötigt Anpassungen, ist man der Willkür des Studios völlig ausgeliefert. Beispielsweise würde mich die Aussage "Durch Blockverrechnung wird die Küche obwohl insgesamt 2m kürzer nicht günstiger. Aus Goodwill geben ich aber nochmals 200€ Rabatt." von gewissen Verkäufern, welche ich kennengelernt habe, überhaupt nicht wundern. Und dann finde ich "aber du hast unterschrieben" zu rufen, etwas schwach.

Wie gesagt, der sinnvolle Weg wäre sicherlich, sich mit dem KFB zusammen zusetzen und eine Lösung zu suchen, auch preislich. Aber wenn das Vertrauen bereits weg ist, ist das echt schwierig.
 

Parodia

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@Matia So ganz stimme ich dir nicht zu. Ich kann einfach nicht verstehen, warum Leute was unterschreiben, das sie nicht kennen. Ich würde doch nie auf die Idee kommen, einen Vertrag über 10.000 Euro und mehr zu unterschreiben, wenn ich nicht weiß, was ich dafür bekomme bzw. nix anderes habe als irgendwas auf dem Bildschirm. Und ich bin mir sicher, jedes einigermaßen seriöse KS wird alles vor Unterschrift rausrücken, wenn der Kunde das verlangt. Und ein KS, dass das nicht macht, verlässt man am besten ganz schnell wieder.

Ja, viele KS glänzen nicht mit Transparenz. Und ja, viele KS wollen Kunden zu schnellen Vertragsabschlüssen motivieren. Aber zu diesem Fehlverhalten tragen die Kunden mit ihrem unkritischen Verhalten maßgeblich bei. Auf der einen Seite mündige Bürger sein wollen und auf der anderen Seite blauäuig ohne zu lesen Verträge unterschreiben und dann laut "Hilfe, ich wurde betrogen, wie komm ich aus dem Vertrag" schreien. Das passt für mich nicht ganz zusammen. Sorry, wenn das hart klingt. Aber ein bisschen Eigenverantwortung haben wir wohl alle.
 

mozart

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Umgekehrt wird doch als selbstverständlich erachtet, daß der Händler nachträgliche Maßänderungen, kundenbedingten Lieferverzug, Änderungen allgemein klaglos akzeptiert.
Man stelle sich vor, daß der Händler nach dem Aufmaß den Vertrag kündigt, weil er die Küche mit Abweichungen vom Planstand bei Verkauf nicht mehr lukrativ findet.

Blockverrechnungen können im Einzelfall mal zu einer sinnlos-Preisabweichung führen. Da geht es aber um ein paar Euro, nie um größere Summen.

Und ich stimme Parodia zu-nie würde bei mir ein Kunde einen KV ohne ausführliche Dokumentation unterschreiben. Dazu gehören Grundriss, Wandansichten und Perspektiven zur eindeutigen Darstellung der Küche und eine vollständige Stückliste mit sämtlichen Detailausführungen der Küche. Bei den meisten etwas umfangreicheren Küchen hat er die zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung längst, er hat sie also in aller Ruhe prüfen können.

Erst unterschreiben und dann zum RA tingeln zeugt von mangelnder Geschäftsfähigkeit und fehlender Vertragstreue.
 

Matia

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Ich kenne mehrere Küchenstudios (alleine ich war in zwei davon), welche dir nichts ausser 2, 3 schlechte Screenshot vor Vertragsunterzeichnung mitgebeben würden. Die Planung ist ja das Werk des KFBs und so. Natürlich darfst du im Studio die Details vor Vertragsunterzeichnungs durchlesen...

@mozart Bezüglich Preis: Was würdest du den sagen, wenn der KFB nur einen kleinen Betrag vom Preis runter will? Du hast ja wie keine Handhabe. Wie gesagt, wenn das Vertrauen weg ist, ist es grundsätzlich schwierig, aber eigentlich für beide Seiten.
 

stg

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@mozart: Man soll also an einer grob fehlerhaften Planung festhalten müssen? Es geht hier nicht um unerhebliche Abweichungen von ein paar Zentimetern...

Wenn sich das Küchenstudio vertut und das Bora Kochfeld statt für 2500 für 250 anbietet und verkauft, dann soll das ks auch vertragstreu sein und für 250 liefern? Verstehe ich das so richtig?
 

Parodia

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@Matia ich glaube, man muss da 2 Sachen auseinanderhalten. 1. die Planungsphase und 2. die Vertragsphase.

Bei mir war's ähnlich wie bei dir. Ich war in mehreren KS, habe dort Screenshots oder SW-Ausdrucke der Planung (ohne Details erhalten). Da - und mit Hilfe des Forums hier - hat sich dann die finale Planung heraus entwickelt. Und mit dieser finalen Planung bin ich wieder zurück, hab mir die Angebote eingeholt und mich aus verschiedensten Gründen für das KS mit dem günstigsten Angebot entschieden (was ein Fehler war). Und DANN bin ich in die Vertragsverhandlung gegangen. Das fing an mit einem weiteren Rabatt, dann ging's um die Zahlungsmodalitäten und dann natürlich um einen Passus, der regelt, was passiert, wenn sich aufgrund des Aufmaßes was ändert. Ich hab dann alles ausgedruckt bekommen und konnte das zu Hause in Ruhe durchlesen. Gott sei Dank! Weil die Teileliste war in manchen Punkten falsch (falsche Armatur, falsches GS-Modell und noch andere Kleinigkeiten). Diese Punkte hätte ich doch nie im Leben gefunden, wenn ich das im KS mal so auf die Schnelle durchgelesen hätte.

Und ich breche jetzt mal ne Lanze für ein KS (weil ich nämlich keine einfache Kundin war und öfters mal Änderungen wollte). Da kommen ständig Leute, die nicht wissen, was sie wollen. Und dann muss der KfB ein sehr komplexes Projekt verständlich erklären. Der Kunde entscheidet sich dann für A, B und C, geht nach Hause, denkt noch mal nach, ruft an und sagt dann "Ich möchte doch gerne F, H und Y".

Ich wiederhole mich: Fehler können passieren, dann geht man partnerschaftlich miteinander um. Und wenn das nicht funktioniert (wie in meinem Fall), dann hat man hoffentlich vorher einen vernünftigen Vertrag abgeschlossen. :-)
 

stg

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Ich wiederhole mich: Fehler können passieren, dann geht man partnerschaftlich miteinander um. Und wenn das nicht funktioniert (wie in meinem Fall), dann hat man hoffentlich vorher einen vernünftigen Vertrag abgeschlossen. :-)
Das steht völlig außer Frage.

Und wenn das Küchenstudio einen groben Planungsfehler gemacht hat und - aus welchen Gründen auch immer - das Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit auf Seiten des Küchenkäufers nicht mehr da ist, dann gibt es grundsätzlich die Möglichkeit einen Irrtum durch Anfechtung zu beseitigen und den Vertrag aufzulösen.
Diese Information ist vielen offenbar nicht bewusst und daher durchaus einem eigenen Thread in einem Küchen-Forum würdig.

Die genaue Prüfung des Einzelfalls sollte in jedem Falle ein Rechtsanwalt übernehmen.
 

Parodia

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@stg Was du da gerade sagst, ist grober Unfug! Ich halte es für sehr bedenklich, als Nicht-Jurist hier eine juristische Stellungnahme abzugeben. Und du bist kein Jurist. Auch ist dein Fall mir - und vielen anderen hier - nicht klar. Daher finde ich es nicht fair, bei anderen Lesern ev. den Eindruck zu hinterlassen, sie könnten sich bei jeder Kleinigkeit mit Bezug auf "Irrtum" aus Verträgen rausmogeln.

Wenn du deinen Fall abgeschlossen hast, dann finde ich solltest du andere hier am Ausgang teilhaben lassen - mit genau geschildertem Sachverhalt und genau geschildertem Ergebnis. Alles andere ist unredlich.
 

stg

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@Parodia: Ich habe meinen Post ergänzt. Den Einzelfall muss ein Anwalt prüfen. Grundsätzlich gibt es aber die Möglichkeit sich durch Anfechtung vom Vertrag zu lösen.

Dies sollte unbestritten sein.
 

Parodia

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Grundsätzlich ist alles möglich. Auch Vertragsverletzung oder Feststellen einer Mitschuld des Kunden (aus verschiedensten Gründen). Und auch, dass mir morgen früh ein Ziegelstein auf den Kopf fällt oder Brad Pitt um meine Hand anhält.
 

SchallRauch125

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Je länger dieser Thread wird - umso mehr würde mich die Sichtweise des Küchenstudios interessieren. Speziell, wie es vor Aufmaß zur Äußerung kam, es könne nicht mehr umgeplant werden.
Freilich kann der Threadstarter aus dem Vertrag rauskommen, die Frage ist halt, zu welchen Kosten (pauschal, Schadensersatz - hier mit negativem oder positivem Interesse).
 

stg

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@SchallRauch125: Die Aussage diente ersichtlich dazu, sich nach Vertragsschluss keine zusätzliche Arbeit mehr aufzubürden. So habe ich es wahrgenommen.

Aus welcher Regelung sollte ich zum Schadensersatz verpflichtet sein? Nach Aussage des Anwalts hat das Küchenstudio gerade keinen Anspruch gegen mich. Wenn du eine Regelung hast die zum Schadensersatz verpflichtet - dann immer her damit.
 

Parodia

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Weißt du @stg - ich finde, du agierst hier nicht fair. Du sagst immer, was der Anwalt dir gesagt hat (was ja o.k. ist). Wenn man dich aber fragt, wie das KS auf den Anfechtungsbrief reagiert hat, verweist du darauf, dass du erst nach Abschluss irgendeiner Phase was dazu sagst.

Ich kann ja verstehen, wenn man in so einer Situation dazu neigt, alles für sich ins Positive zu deuten. Aber wenn es dann so einseitig wird wie in diesem Thread ("Das KS ist der Schuldig, ich bin das Opfer"), dann wirkt einiges einfach unglaubwürdig.
 

martin

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Die Ansicht des Anwaltes ist letztendlich ziemlich irrelevant. Was ein Gericht für Recht erklärt, hingegen schon.
 

menorca

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wenn ich nicht weiß, was ich dafür bekomme bzw. nix anderes habe als irgendwas auf dem Bildschirm.
widerspricht aber
Was genau hast du unterschrieben?
In meinen Küchenverträgen - inzwischen derer drei - standen mindestens Hersteller, Modellnamen, Farben, Gerätebezeichnungen und entweder eine Auflistung aller einzelnen Schränke oder aussagekräftige Zeichnungen mit Maßen, Zusatzleistungen wie Montage, und ein Gesamtpreis.
stgs Antwort darauf: "Sowas habe ich auch unterschrieben".
:so-what:
 

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