Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

Dieses Thema im Forum "Elektro" wurde erstellt von Anna Almare, 17. Apr. 2011.

  1. Anna Almare

    Anna Almare Mitglied

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    144

    hallo allerseits,

    ich muss mal wieder mit einer wahrscheinlich dummen fragen nerven.

    habe in entsprechenden Threads gelesen hier, hier, hier und hier - aber wo die fragen der eingangsposter mir meist verständlich sind, sind die antworten der auskenner gespickt mit fachausdrücken wie ein-, zwei- und dreiphasig, Ampere, kW. L und N und diversen Zahlen-abkürzungen, wie zum beispiel 2x2,5er die ich schon gleich nicht decodieren kann :-\
    ausserdem scheinen sich die auskenner-poster auch nicht immer einig zu sein was nun sache ist....

    Lage: ich habe hier einen gasherd, will aber induktion oder ceran (v. a. wg. putzfreundlichkeit).

    Offensichtlich habe ich nur ganz normalen Strom hier.
    Kann ich trotzdem ein strombetriebenes Kochfeld hier haben?


    Ich weiß dass ein Herdanschluss normalerweise Drehstrom, bzw. Starkstrom, bzw. 3Phasen (sind wohl drei namen für das gleiche) hat.

    ABER:

    1. kann man, wenn man nur normalen Schuko-steckdosenstrom in der wohnung hat daran ein autarkes Kochfeld anschießen (wie manche oben verlinkten threads erahnen lassen)?

    2. wenn nein, kann man aus normalem haushaltsstrom dann drehstrom machen? (sorry für diese frage, aber ich konnte es echt nicht rauskriegen) oder

    3. muss dann eine extra-leitung mit solchenn strom in das haus bzw. die wohnung verlegt werden?

    4. oder gibt es - wie auch manche der oben verlinkten threads vermuten lassen - auch indu-felder die man an eine normale steckdose anschliessen kann? sind die dann schlechter?

    und schließlich
    5. wie weiss ich eigentlich ob ich wirklcih nur normalen strom hier habe? die tante von der hausverwneuung sagt sie weiss es nicht. würde ein blick in den sicherungskasten helfen? wonach müsste ich suchen?

    besten dank *rose*
    anna
     
  2. Michael

    Michael Admin

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Hallo Anna,

    u.U. kann ein Blick in den Sicherungskasten helfen. Wenn dort drei Sicherungen mit "E-Herd" oder ähnlich beschriftet sind, kannst du davon ausgehen, daß sich irgendwo in der Küche (Hinter den Schränken) eine Anschlussmöglichkeit befindet.

    Falls nicht, wird es kritisch und du solltest einen Elektriker zu Rate ziehen. Sonst kaufst du etwas und kannst es letztlich nicht betreiben.
     
  3. Anna Almare

    Anna Almare Mitglied

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    144
    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    danke michael,

    nein, leider steht kein einiges mal "herd" in meinem sicherungskasten :(

    ich bin hier aber im forum noch fündig geworden: "Der Elektroherd wird an eine Herdanschlussdose angeschlossen, die entgegen der weitläufigen Meinung nicht mit Stark- oder Kraftstrom versehen ist, sondern über drei Phasen a`220 Volt mit dem Herd verbunden wird. Jede dieser Phase ist mit 16 Ampere abgesichert."

    und ich habe über googeln nach "herdanschlussdose" weitere informationen (Elektrikerforum) gefunden die diese aussage stützen.

    im moment stelle ich mir vor, der elektriker könnte einfach drei normale kabel nehmen und daraus drei phasen machen - so ungefähr :nageln:

    ich ruf die woche mal einen an


    also: gute nachricht ist, dass kein starkstrom gebraucht wird. wenn das über verlängerungskabel kommt sind das doch immer so dicke und die stecker sind so kreisförmig - oops, das erinnert aber wieder an die bilder von herdanschlussdosen wo für die drei phasen 5 drähte gebraucht werden.... 3 phasen, eine nullung und nochwas.... was wiederum zu dem dicken verlängerungskabel passen würde.
    hm. aber vielleicht sagt man da auch fälschlicherweise "starkstrom" dazu. überhaupt ist strom vielleicht einfach strom....

    na mal sehen, ich werde über meinen erkenntnisfortschritt berichten.

    NACHTRAG: wiki sagt dazu jedoch: "Als Dreiphasenwechselstrom, je nach Bezug auch als Dreiphasenwechselspannung bezeichnet, wird in der Elektrotechnik eine Form von Drehstrom benannt, umgangssprachlich manchmal auch Kraftstrom oder Starkstrom genannt, die aus drei einzelnen Wechselströmen oder Wechselspannungen gleicher Frequenz besteht, welche zueinander eine feste Phasenverschiebung von 120° aufweisen."
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|
    also ist es doch das gleiche. das eine ist der fachausdruck, das andere die umgangssprache.
    hmpf
     
  4. J-A-U

    J-A-U Premium

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Ich verweise auch gleich zu Beginn meines Postings auf eine Elektriker, der sollte sich das vor Ort ansehen und entsprechend installieren. Nicht nur weil ich glaube das dir das nötige Grundwissen fehlt sondern auch weil es da ne Menge Vorschriften zu beachten gilt.


    Aber bevor du dir noch mehr zusammenreimst... :cool:

    Wechselspannung wird im einfachsten Fall erzeugt indem man einen Dauermagneten an einer Kupferspule dreht. Es ergibt sich dabei eine ständig wechselnde Spannung, die auch immer wieder die Polarität ändert. Siehe: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    Bei unserem Stromnetz beträgt die Amplitude ca. 340V, beziffert wird aber immer der Effektivwert von 240V - das wäre der Wert den eine Gleichspannung haben müsste um die selbe Leistung zu liefern.
    Entscheiden ist die Sinusform der Spannung, die ergibt sich aus der Drehbewegung des Magneten.
    Man setzt diese Wechselspannung ein weil sie sich ohne besonderen Aufwand transformieren und so über weite Strecken transportieren lässt.


    Moderne Generatoren sind natürlich etwas komplizierter aufgebaut (aber fürs Verständnis sollte es reichen). Deutlichster Unterschied zum Modell: Es gibt nicht nur eine Spule sondern 3, die mechanisch um 120° versetzt angeordnet sind. Der rotierende Kern bleibt dabei der gleiche. Da dessen Nordpol (bzw. Süd-) aber immer nur an einer Spule die Spitzenspannung erzeugen kann ergibt sich im zeitlichen Verlauf der 3 Spannung ebenfalls ein "120°"-Versatz. Bzw. bei unseren 50Hz ca. 6,66ms.

    Das tolle an dieser Verschiebung: Man kann einfache, günstige Motoren bauen die sicher und immer in die selbe Richtung anlaufen. *top*
    Nebenbei bekommt man den Effekt das die Effektivspannung von einer Phase zur anderen höher ist als der Spitzenwert der Wechselspannung. Bei uns sind das ca. 400V.

    Dazu wieder ein Link ausm Wiki: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|
    Das ist eine schematische Darstellung unseres Stromnetzes. Ganz links der Generator, vereinfacht dargestellt durch 3 Spulen, deren "Sternpunkt" zusammengefasst wurde. Dieser Sternpunkt ist der sog. Neutralleiter.
    Die Auftrennung des PEN zu PE und N geschieht dabei erst im Gebäude - deswegen sind Oberleitungen nur 4-adrig, Herdanschlüsse aber 5-adrig.
    Dem PE kommt dabei eine besondere Schutzfunktion zu gute. Weshalb er bei Neuinstallationen auch vom Fachmann gepüft werden muss!


    Soweit die Grundlagen, nun zu deinem Problem:
    Nur weil überall im Haus normale Steckdosen verbaut wurden heißt das noch lange nicht das kein Drehstrom vorhanden ist! Üblicherweise werden im Sicherungskasten die drei Phasen gleichmäßig auf alle Sicherungen aufgeteilt und am Neutralleiter als Sternpunkt wieder zusammengefasst.

    Es gibt mehrere Indizien die anzeigen ob am Hausanschluss (bzw. im Zäherlkasten) alle 3 Phasen vorhanden sind:
    1. Dreiphasige Sicherungen: Im Sicherungskasten ist ein normaler Leistungsschutzschalter (umgspr: Automat) ca. 18mm breit. Sind 3 dieser Automaten am Hebel verbunden handelt es sich um eine dreiphasigen Automaten für Drehstrom.
    2. Sicherungen bzw. Hauptschalter vor und nach dem Zähler: Direkt über und direkt unter dem Zähler sollten Sicherungen bzw. Schalter verbaut sein. Sind da z.B. 3 Schraubsicherungen direkt nebeneinander verbaut oder hat der Schalter 3 Hebel, lässt das auf 3 Phasen schließen
    3. Drehstromzähler: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|
      Zu erkenne an der Aufschrift 3x 230/400V und dem dreistrahligen Symbol mit den Knubbeln
    4. Oberleitung: 4-adrig und alle 4 Adern am Masten angeschlossen (heutzutage sind die anfälligen Oberleitungen glücklicherweise selten)

    Wie besagt genaueres vom konzessionierten Elektrofachmann, der ist im Zweifelsfall auch berechtigt die Plombierung zu öffnen und nachzusehen.


    mfg JAU


    Nachtrag: Ein Herd braucht nicht zwangsläufig die "Drehung" unseres Stroms. Der wird nur dreiphasig angeschlossen weil die Leistung so groß ist. Einphasiger Anschluss ist möglich, muss aber vom Gerät unterstützt und in der Elektroinstallation berücksichtigt werden!
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Apr. 2011
  5. Anna Almare

    Anna Almare Mitglied

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Hi JAU!

    du schreibts mehrere sachen die ich hören wollte *2daumenhoch*

    das technische ist schön erklärt, ich verstehs nicht ganz, aber besser als bisher (deswegen ist auch dein hinweis auf einen fachmann nicht so ganz nötig, aber ich glaube das ist so ein reflex den alle stromauskenner haben, wenn sie in dem bereich aufklärung leisten - weil es halt wirklich gefählich ist. aber keine sorge: ich bin gerade bei strom ein hasenfuss. ich tausche schon seit ewig z.b. ein kaputte fassung nicht aus :rolleyes:)

    fazit ist jedenfalls:

    das wichtigste:
    hat man das richtige kochfeld, kann man es auch an wechselstrom anschliessen.


    ich vermute wenn also auf einem gerät draufsteht: 220 - 400 V dann passt es, dann ist es für beides geeignet. (220 V ist das was jeder hat, 400 V wär eben drehstrom)


    die feinheiten:

    ob man drehstrom in er wohnung hat sieht man am wohnungssicherungskasten - wenn (zB?) drei schalter miteinander verbunden sind

    ob man drehstrom im haus hat sieht man (bzw. der fachmann!) in der nähe des zählerkastens (wo immer der auch ist...) bzw. am zähler selbst, denn da steht "drehstromzähler" drauf ;D

    hier mal die lage wie es bei mir im wohnungssicherungskasten aussieht:
    Thema: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom? - 133593 -  von Anna Almare - CIMG6352.jpg
    die plätze sind wie folgt belegt

    1 Geschirrspüler
    2 Küche
    3 Gastherme
    4 Wohnzimmer
    5 Flur + Schlafzimmer

    9 FI Bad -------------das blaue
    10 FI Bad -------------das weiße
    11 Waschmaschine Bad
    12 Licht Bad
    13 Vorsicherung-------das runde weiße unten

    wobei "FI" - Fehlerstromschutzschalter, also dass ich da 2 für das Bad habe mir nicht ganz klar ist... auch |Link ist nur für Mitglieder sichtbar| dazu hilft mir nicht weiter, aber egal.
    ich sehe auf jeden fall, dass ich wohl 7 extra stomkreise habe plus 2 FIs (im bad) plus eine Vorsicherung (wozu ich nicht mehr finde als |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|: "Im Stromkreisverteiler von Wohnungen dürfen für Beleuchtungs- und Steckdosen*stromkreise nur Leitungs*schutzschalter verwendet werden. Schmelzsicherungen sind nur noch zulässig für fest ange*schlossene Geräte (z.B. Durchlauf*erhitzer) oder als Vorsicherung für Unterverteilungen". naja, egal - offenbar ist es richtig, dass ich da so eine neuertümlichlich anmutende sicherung habe ;-)

    im übrigen sind alle schalter ca 18 cm breit.

    ich berichte weiter
    (leider haben die bisherigen threads nämlich die geschichte nicht zu ende erzählt - ich habe mir das jetzt vorgenommen *tounge*)

    lg
    anna
     
  6. martin

    martin Moderator

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Eine Vorsicherung bedeutet eine Phase 230V :(. Ob in der Verteilung hinter der Abdeckung schon weitere Phasen vorinstalliert sind, kann man natürlich nicht sehen. Ist allerdings seeeehr unwahrscheinlich.

    Der FI-Bad ist ein Bauteil, benötigt aber 2 Plätze in der Verteilung.
     
  7. taylor

    taylor Mitglied

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Wäre einen Versuch wert, anzufragen, ob der Eigentümer es nicht nur genehmigt, sondern auch (kostenmäßig) übernimmt, die Elektroinstallation auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Hat in einem meiner früheren Domizile argumentativ funktioniert (obwohl ich an sich gern auf Gas koche, aber nicht in der eigenen Wohnung - zu viel Angst vor explodierenden Leitungen :-[ ), Vermieter hat das übernommen. :cool:
     
  8. Cooki

    Cooki Team

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    3....
    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Als ich mal jung war :-), hatte ich auch eine Wohnung ohne Starkstrom, also 400V.

    Elektriker ( in der Familie ) hat den Sicherungskasten, es waren noch Porzellansicherungen drin, gegen Automaten getauscht, 3 neue Leitungen durch den Keller gezogen, vernünftig abgesichert, den Backofen gebrückt und ab ging die Lucie.

    Ok, ich hatte immer das Gefühl, er war ein wenig langsam. Danach an 400V angeschlossen wurde er auch nicht schneller. :rolleyes: ( Brücke wurde natürlich entfernt )

    Ich nenn jetzt keine Namen, wir haben ja nur einen Sponsor. ;D
     
  9. Bodybiene

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Cooki heißt das nicht: Als ich noch jung und schön war? ;-)

    Also ich würd mich ja mal bei einem Elektriker erkundigen was machbar ist. Was hast du schon zu verlieren? Mehr als nein sagen kann er nicht.

    LG
    Sabine
     
  10. Snow

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Sabine, was zu verlieren ist, ist möglicherweise das Dach überm Kopf...schlimmer noch Leib und Leben..

    Ich wiederhole mich ungern, aber eine Überprüfung des Machbaren ist immer (insbesonders Elektroinstallationen) peinlichst genau vorzunehmen, was u. U. mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist.

    Für mich persönlich ein unumgängliches MUß
     
  11. Bodybiene

    Bodybiene Premium

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    Kleines Kaff in Ostwestfalen
    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Sigi deswegen schrieb ich ja das sie einen Elektriker fragen soll was machbar ist. Denn Fragen kostet nichts.

    LG
    Sabine
     
  12. J-A-U

    J-A-U Premium

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Morgen,


    naja, in der Lehre hat man für die Grundlagen ein ganzes Jahr Zeit. Das übers Internet und in 5 Minuten in jemanden reinzuprügeln ist halt nicht ganz einfach. ;-)
    Das Problem beim Wiki ist halt das die Artikel von Leuten geschrieben werden die sich mit dem Zeug auskennen - hat man nicht genug Grundwissen kann man mit dem Artikel nix anfangen. :'(

    Nun denn, Martin hat ja das wichtigste schon geschrieben...

    • Ein FI (bzw. offizielle Bezeichnung: RCD) ist zweipolig (Phase + Neutralleiter) und braucht deswegen auch 2 Teileinheiten (2* 18mm) - das ist so ne Geschichte mit dem PE und seiner besonderen Sicherheitsfunktion (deswegen auch "Schutzleiter" genannt)
    • Die Schraubsicherung ist in Ordnung so. Da hängt auch keine Steckdose dran sondern alle anderen Sicherungen. Würdest du die rauschrauben wäre in der ganzen Wohnung dunkel.
      Siehe: |Link ist nur für Mitglieder sichtbar| in dem Bild wäre das die Sicherung mit 63A.
      (Anm.: Schraubsicherungen immer nur im stromlosen Zustand tauschen. D.h. die Automaten abstellen, dann erst an der Schraubsicherung drehen)
    • Installation eines E-Herds halt ich weiterhin für möglich. Dazu müsste im Sicherungskasten ein zusätzlicher Leitungsschutzschalter gesetzt und ein Kabel zur neuen Herdanschlussdose gezogen werden. Vom Aufwand her auch nicht mehr als würdest man einen Drehstromanschluß setzen. Ist zwar nicht mehr ganz zeitgemäß aber wenn die Zuleitung vom Zählerkasten wirklich nur 3-polig ist bleibt wohl nix anderes übrig (wenn man nicht das ganze Haus neu verkabeln möchte). :'(
      Wobei es vor Ort durchaus noch Einschränkungen geben kann die das Vorhaben unterbinden. bzw. es liegt auch im Ermessen des ausführenden Elektrikers - schließlich trägt er die Verantwortung für seine Arbeiten.


    @Cooki:
    Das liegt einfach daran das ein E-Herd nicht wirklich mit Drehstrom (400V) arbeitet sondern sein Strom einfach nur auf mehrere Phasen (230V) aufgeteilt wird. D.h. wenn man einen E-Herd auf 3*230V anklemmt wird dadurch die Leistung nicht höher sondern einfach nur die Belastung des Kabels reduziert (zumindest bei den Geräten die man "brücken" kann).


    Bzgl. Fachmann:
    • Macht man beim Tapezieren nen Fehler sitzt der Stoß nicht oder die Tapete kommt runter.
    • Macht man beim Fliesen einen Fehler ist die Fuge krumm oder die Platten liegen hohl.
    • Macht man bei Wasserinstallationen unter Putz einen Fehler beinträchtigt das die Bausubstanz -> Fachmann.
    • Macht man bei Elektroinstallationen ein Fehler bedeutet das schnell den eigenen oder den Tot anderer durch Stromschlag oder gar Brandt -> Fachmann.


    mfg JAU
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Apr. 2011
  13. enedwaith

    enedwaith Mitglied

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Hallo ihr, hallo Anna Almare,
    ich Schmuggel meine Frage mal zu deiner wenn du nichts dagegen hast.*tounge*

    Ihr macht mir Angst, also dieses Thema war mir schon immer ein Rotes Tuch. Für die neue Küche hatte ich dieses Autarke Kochfeld angedacht:
    |Link ist nur für Mitglieder sichtbar|

    Nur haben ich soweit ich das jetzt verstanden habe keinen Drehstrom. Ok habe ich in meiner Wohnung jetzt auch nicht, dafür aber drei Phasen je mit 16 Ampere abgesichert. Aber das gibt es in der neuen Wohnung auch nicht soll nur eine Sicherung sein mit 25 Ampere sein und ein Kabel, dieses hat wohl einen größeren Querschnitt wie viel weiß ich gerade leider nicht.
    Geht so etwas überhaupt und wenn ja, nur mit Großen Leistungseinbußen oder geht es recht gut?

    Mein Onkel ist Elektriker und er meinte es geht. Ich bin total verunsichert und würde gerne neu Verlegen, aber er meint das wäre nicht so ohne weiteres Möglich ich bräuchte dann auch einen neuen Zähler... :-X

    gruß enedwaith
     
  14. martin

    martin Moderator

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Kochen kannst Du schon, aber alles "volle Pulle" geht nicht. Dein Kochfeld hat eine (maximale) Leistungsaufnahme von 7200W, bei 25A stehen aber maximal nur 5750W zur Verfügung. Durch die Trägheit der Sicherung wirst Du kurzzeitig auch mal 6500W "ziehen" können.

    Du wirst das üben müssen, wie weit Du das Kochfeld ausreizen kannst, bis die Sicherung fliegt. Wenn es eine Schraubsicherung ist, leg Dir Ersatzsicherungen hin.
     
  15. enedwaith

    enedwaith Mitglied

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Uff, Sicherungen austauschen. :rolleyes:
    Danke die Michael für die Antwort. Ob es Schraubensicherungen sind weiß ich nicht auswendig. Mhm dann muss ich mir das gut Überlegen ob ich vielleicht nicht doch austausche, was ja nicht ohne Aufwand ist. Vielleicht kann ich meinen Onkel ja noch überreden, sonst muss es halt so gehen.

    Danke fürs beruhigen.*tounge*

    gruß enedwaith
     
  16. Anna Almare

    Anna Almare Mitglied

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    hi allerseits,

    danke michael für deine erklärungen, die ich jedoch nur halb verstehe ;-) aber egal: mir geht es ja nicht drum die elektrik zu verstehen, sondern lediglich was ich (an strom) brauche oder nicht um ein indu-feld (oder sonst stromkochen) zu installieren.

    nochmal zur beruhigung und klarstellung: ich mache nichts selbst, alles wird der fachmann machen etc etc.

    so, weiter mit der geschichte:
    habe heute mit dem elektriker gesprochen. der meinte im stadtraum gibt es keinen drehstrom. das bieten die versorger gar nicht an. das gebe es nur im einfamilienhausbereich. (ich wundere mich, aber naja, ich berichte einfach)

    im stadtraum werden e-herde generell mit wechselstrom betrieben, wenn man halt alles dauernd aufdreht auf volle pulle und den ofen dazu wird (ich hab vergessen was - die sicherung fliegen?). er hat mir was mit leistung erklärt, das ich nicht ganz verstanden habe, daher nicht wirklich wiedergeben kann, aber in die richtung, dass der herd für mehr leistung ausgelegt ist als die leitung - oder so...
    jedenfalls normales kochen sollte gehen - nicht gehen sollte: dauerkochen und alle platten und ofen gleichzeitig an.

    wenn ich von gas auf strom umsteigen will, muss ich das von der hausverwneuung genehmigen lassen, weil die stromleitung die ins haus kommt auf die zusätzliche leistung ausgelegt sein muss.

    ist das abgesegnet muss man ev. eine neue/zusätzliche steigleitung (ich glaube) in meine wohnung legen. wenn schon genug in meiner wohnung liegt, dann muss von meinem sicherungskasten in die küche oberputz (da die restlichen e-leitungen unterputz liegen, die könnten bei unterputzversuchen verletzt werden) zwei leitungen gelegt werden - eine für kochfeld, eine für backofen. er schätzt das auf 200,- euronen.
    anschauen will er es sich erst, wenn die Hausverwneuung ihr okay gegeben hat.

    soweit.

    fazit: die aussagen zu stromkochen mit wechselstrom bleiben ambivalent.

    es geht, es ist üblich, aber irgendwas mit der leistung ist, was genau das in der praxis heißt ist noch unklar....

    ich werde weiter berichten :-)
     
  17. enedwaith

    enedwaith Mitglied

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Hallo Anna Almare,

    das ist so eine Sache mit dem Strom. Man muss sich das überlegen und entscheiden, aber verstehen tut man es nicht. Dann unterscheiden sich auch noch die Aussagen der Spezialisten. Der eine würde es so machen der andere rät davon sofort ab. Wem vertraut man jetzt, wenn es doch eine so gefährliche Sache ist. :'(
    Ein schwieriges Thema.
    Danke an alle die versuchen einem dabei so gut es geht zu helfen*kiss* *rose*.

    gruß enedwaith
     
  18. Anna Almare

    Anna Almare Mitglied

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    hi enedwaith,

    jaa, das ist etwas mühsam, dass das immer so unterschiedliche aussagen sind ;-)
    aber irgendwann kommen wir sicher auf einen grünen zweig.

    ich denke man muss sich einfach genug verschiedene ansichten anhören und dann selbst nochmal nachdenken und dann entscheiden.

    lg
    anna
     
  19. Michael

    Michael Admin

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Die unterschiedlichen Aussagen zu dem (und auch anderen) Thema beruhen natürlich auf der Tatsache, daß keiner der Schreiber sich ein Bild vor Ort machen kann.
    Zudem ist das ganze Leben nicht schwarz oder weiß, sonst benötigten wir nicht zuletzt keine Diskussionsforen. ;-)
     
  20. J-A-U

    J-A-U Premium

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    AW: Kochfelder und "normaler" Haushaltsstrom?

    Bei der Elektrotechnik hängt halt alles irgendwie miteinander zusammen. Ich versuchs dennoch einfach zu erklären (nicht nur für dich, ev. ist der Beitrag für andere interessant):

    Leistung ist das Produkt aus Spannung und Strom (P=U*I). Die Spannung am Verbaucherende sind die üblichen 240V (bzw. 400V). Die Leistung bestimmt also den Strom der fließen wird (doppelte Leistung -> doppelter Strom).
    Der Stromfluss im Kabel führt zu Verlusten - in Form von Wärme. Diese Belastung des Kabels hängt von vielen Faktoren ab: Höhe des Stroms, Länge, Verlegeart, Querschnitt (Stärke) und Aufbau des Kabels. Um sicher zu stellen das die Belastbarkeit des Kabels nicht überschritten wird wählt man entsprechend den o.g. Kriterien eine Kombination von Leitungschutzschalter (Sicherung) und Kabel aus.
    Wobei diese Entscheidung nicht nach Bauchgefühl sondern festgeschriebenen Regeln (VDE) gefällt wird in denen auch berücksichtigt wird das die Sicherung innerhalb definierter Zeit sicher abschaltet.

    Kurzum: Je dicker das Kabel, desto größer die Sicherung, umso größer die Leistung die abgerufen werden kann.

    Beispiele Wechselstrom (240V):
    1,5mm² (Querschnitt) mit 16A abgesichert sind ca. 3800W
    2,5mm² mit 20A ca. 4800W
    4mm² mit 25A ca. 6000W

    Beispiele für Drehstrom (400V):
    1,5mm² mit 10A ca. 6900W
    2,5mm² mit 16A ca. 11000W
    4mm² mit 20A ca. 13800W

    Als besondere Einschränkung ist dabei zu beachten das je nach Endgerät Einschaltströme auftreten können die die Sicherung auslösen können obwohl die Leistung des Gerätes geringer ist. So kann z.b. ein Winkelschleifer mit ~2500W schonmal eine 16A Sicherung fallen lassen. Bei Ceran, Platten-Herden und Backöfen sind die Einschaltströme recht niedrig, bei Induktion fehlt mir die praktische Erfahrung - schätze sie aber eher hoch ein.
    Wobei du am Herd selten die volle Leistung abrufst (alle 4 Felder auf höchster Stufe).

    In bestehenden Installationen kann man Sicherung aber nicht beliebig verbauen sondern muss zusätzlich die Selektivität beachten. Den Begriff hab ich hier schon mal verwendet und steht dafür das immer nur der Schutzschalter fallen darf in dessen Stromkreise der Fehler aufgetreten ist.
    Z.B. schaltest du deinen (angenommen kaputten) Fernseher ein fällt die Sicherung im Fernseher, ist aber das Kabel oder die Steckdose fehlerhaft fällt die vom Wohnzimmer. Fällt die Vorsicherung in deinem Sicherungskasten sollten Fernseher und Steckdose ok sein und der Fehler liegt zwischen deiner Wohnzimmersicherung und der Vorsicherung!
    Um das sicherzustellen sind feste Stufen bei der Wahl der Sicherungen einzuhalten. Deine Vorsicherung könnte z.b. eine 35A sein. Das bedeutet das man (mit gutem Willen) in deiner Verteilung max. 20A Sicherungen verbauen darf. In Anbetracht des Alters der Installation könnte es aber auch ein 25A sein, dann sind mehr wie 16A-Automaten nicht möglich... :-\

    Deswegen sprach der Elektriker von neuer Steigleitung und Belastbarkeit des Hausanschlusses. Was er alles natürlich erst nach Besichtigung beurteilen kann...


    Was die Aufputzinstalltion betrifft möcht ich ihm jetzt mal zu Gute halten das er dir die günstigste Lösung angeboten hat.
    Denn natürlich kann man auch nachträglich Leitungen unter Putz installieren, nur kann man die Schlitze dafür nicht mit der Maschine fräsen sondern muss alles Vorsichtig von Hand stemmen - was Zeit und Geld kostet.
    Die Kosten für die Aufputzinstallation halte ich für ok, bei uns kostet die Stunde Elektriker ca. 50€+Steuer.


    mfg JAU
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Apr. 2011
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