Kleiner Ratgeber für Firmen, die sich denunziert fühlen

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Liebe Unternehmer,

sind Sie neu hier? Im Internet meine ich, nicht im Küchen-Forum. Und das ist nicht das Gleiche. Das Küchen-Forum ist nur ein Bestandteil des Internets, aber einer, der das Netz am Leben hält.
Davon gibt es viele: Blogs, Communitys und Unmengen von privaten Websites halten das Netz lebendig und aktiv. Sie bereichern es und schaffen damit Veränderungen und Trends.

Aus diesem Grund möchte ich nochmals zur Eingangsfrage kommen: Sind Sie neu hier? Möchten Sie die Stärken des Internets für Ihre geschäftlichen Zwecke nutzen?

Dann sollten Sie einige Regeln beachten, die zwar nicht gesetzlich verankert sind, aber dennoch eine viel stärkere Wirkung haben als Gesetze. Entgegen den oben genannten Gruppierungen, die das Netz gestalten, sind Sie nämlich primär ein Gast in diesem Medium.
Gäste, auch wenn sie Gerngesehene sind, sollten sich den Gepflogenheiten der Gastgeber anpassen. Machen Sie nicht den Fehler, von der Netzgemeinde als Störer angesehen zu werden. Bleiben Sie dezent und unaufdringlich.

Gerade im Umfeld von sozialen Diensten sollten gewisse Empfindlichkeiten gegenüber kritischen Äußerungen, die das Unternehmen oder Produkte betreffen, etwas zurück gestellt und auf eine andere Weise angegangen werden. Das Internet ist zwar kein rechtsfreier Raum aber ein Ort des freien Meinungsaustausches, dies wird auch durch die User sehr stark verteidigt und hochgehalten. Einem User den Mund zu verbieten oder mit Abmahnungen und Unterlassungen zu arbeiten, sollte ein absolutes No Go sein.

Anders, als in der realen Welt passiert so etwas nicht im stillen Kämmerchen, sondern vor einem breiten Live-Publikum, welches die Macht hat eine gewisse Negativ-Stimmung gegenüber einem Unternehmen innerhalb kürzester Zeit im Internet zu verbreiten. Eine solche Verbreitung findet dann nicht nur in einer geschlossenen Plattform statt, sondern streut sich komplett im Netz aus.

Vorfälle in der Vergangenheit, gerade auch von größeren Firmen, haben gezeigt, dass z.B. innerhalb von nicht einmal einem Tag die komplette erste Ergebnis-Seite einer Suchmaschine über Wochen voll von negativen Beiträgen über das harsche Vorgehen einer Firma sein kann, also definitiv nicht das, was man einem potentiellen Kunden auf Informationssuche präsentieren will. So etwas rückgängig zu machen und sich wieder das wohl der User zu erarbeiten, ist ein enorm langer und aufwendiger Prozess.

Wenn Sie als Unternehmen jedoch eine saubere Arbeit machen und es sollte im Netz doch einmal ein Unruhestifter auftauchen, welcher gegen das Unternehmen oder einzelne Produkte negative Äußerungen verbreitet, wird dieser von der positiv zugeneigten Masse an Kunden belehrt und berichtigt, meist sogar unterbunden, so dass auf eine negative Äußerung, 10 positive Reaktionen folgen. Also eine natürliche Schadensregulierung durch die Community!

Oder kurz:
Lieber offen, fair und auf Augenhöhe miteinander umgehen, als gleich die Abrißbirne ausfahren. *top*

So funktioniert das.
 
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AW: Kleiner Ratgeber für Firmen, die sich denunziert fühlen

Michael schrieb "....Bleiben Sie dezent und unaufdringlich...."
...

*w00t**w00t**w00t*... Ach du grüne Neue....*w00t**w00t**w00t*

Samy ! Pfui Aus Sitz !

S
-Punkt
;-)
 
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