Küchenplanung Kleine Familienküche in 70er-Jahre-Haus

fragolapopolare

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Kleine Familienküche in 70er-Jahre-Haus

Vorab: Dieser Post wird länger, ich werde versuchen, soviel wie möglich so knapp wie nötig zu beschreiben...

Wir werden ein Haus aus den 70er Jahren sanieren und umbauen. Derzeit tüftele ich an der Küche - die ist gut gelegen, aber klein.

Seit ein paar Wochen sauge ich hier alles auf und habe schon viele Informationen und Anregungen gesammelt (tote Ecken, MUPL , Stauraumplanung , etc.), ich bin total begeistert. Chapeau!

Nun möchte ich gerne unsere Planung vorstellen und hoffe auf viel positiven Input und Verbesserungsvorschläge.

Meine aktuelle Planung:
Planlinks
von unten nach oben: US 50 cm mit Auszügen, Standherd 90 cm, US 50 cm mit Auszügen, tote Ecke; Oberschränke (nur für nicht täglich genutztes - ohne Hocker komme ich nur an die unterste Ebene), der Bereich über dem Herd kann entgegen der Zeichnung tiefer werden, damit ein Lüfterbaustein (Abluft) eingebaut werden kann;
Planoben von links nach rechts (Zeile übertief): Tote Ecke, US 30 cm mit Auszügen, SpüMa, MUPL 30 cm, US 60 cm mit Spüle und Auszügen, US 60 cm mit Auszügen;
Planrechts von oben nach unten: Hochschrank 100 cm / offenes Regal (Kaffee- / Teenische - hier soll auch Platz für Wasserkocher und Kaffeemaschine sein), Hochschrank 60 cm mit Einbaukühlschrank. Die Rückseite des Regals soll ein vom Esszimmer aus zugänglicher Geschirrschrank werden.

Weitere Eckpunkte:
- Unter der Küche ist voll unterkellert - alle Leitungen lassen sich mit geringem Aufwand an der Kellerdecke an genau die Stelle verlegen, an der sie benötigt werden.
- Der Kamin planrechts muss bleiben.
- Derzeit befindet sich der Heizkörper unterm Fenster. Wir würden ihn gerne verlegen. Variante 1: Deckenheizung; Variante 2: neuer flacher, hoher Heizkörper planrechts am Kamin. Variante 1 kommt nur zum Zug, falls wir die abgehängte Decke auch aus anderen Gründen rausschmeißen müssen, die ist nämlich eigentlich schön.
- Es gibt einen sehr großen, zur Lagerung von Lebensmitteln bestens eingerichteten und geeigneten Keller. Das Gros der Vorräte kann also im Keller aufbewahrt werden. Dort ist auch Platz für einen Gefrier- und einen zweiten Kühl-Schrank.
- Wir möchten die (winzige) Speisekammer gerne erhalten. Ich könnte mir vorstellen, dass der Schreiner uns dort eine Art Space Tower für Vorräte einpassen kann.

Ich habe natürlich so meine Vorstellungen von Oberflächen, Farben, Materialien, aber zunächst möchte ich das Layout festlegen. Was wir jetzt schon sagen können: An die Unter- und Hochschränke sollen Griffe. Als Budget schätze ich ca. 8-10 TSD für die Geräte und 15-20 TSD für die Möbel / Arbeitsplatte als realistisch ein. Luxus brauchen wir nicht, aber solide soll es schon sein, und ein bisschen Anspruch an schöne Gestaltung habe ich auch.

Mein großer Wunsch (trotz geringem Platz) wäre ein breiter Standherd. Ich kann das nur teilweise rational begründen, vielleicht habe ich auch zuviel in britischen und italienischen Interiormagazinen gelesen... :-[

Herzlichen Dank schon mal an alle, die bis hierhin durchgehalten haben!

Ganz konkret habe ich momentan folgende Fragen:
- Funktioniert die Anordnung MUPL-Spüle-Spülmaschine oder gibt es hier Verbesserungsvorschläge? Den 30er US neben der toten Ecke (also nicht den mit dem MUPL) finde ich nicht optimal. Aber wenn die Spüma noch weiter nach planunten rutscht, kollidiert sie mit dem Herd...
- Ich handle mir durch den breiten Herd eher schmale US ein... Sieht jemand (ohne die Range Cooker-Brille), wie man ein autarkes 80-90 cm-Kochfeld und einen autarken Einbaubackofen (60 cm) und möglichst breite Auszüge ansprechend in der Zeile planunten platzieren kann? Das ist die einzige Ansicht, die man jemals in voller Pracht frontal sieht.
- Andersherum: Kann jemand ein leidenschaftliches Plädoyer für einen 90 cm breiten Backofen halten?
- Wo und wie bringen wir eine Mikrowelle unter? Ggf. sogar so, dass ältere Kinder drankommen, um sich ein Essen aufzuwärmen?

Danke + beste Grüße, Fragola

Checkliste zur Kuechenplanung

Personenkriterien und Ergonomie
Anzahl Personen im Haushalt: 4
Davon Kinder: 2
Körpergrößen aller Hauptbenutzer in cm (wegen Arbeitshoehe): 158, 176
Welche Arbeitshöhe ist angedacht (in cm)?: 88 cm

Gebäudekriterien
Art des Gebäudes: Bestandsbau > (kleinere) Umbauten möglich, Eigentum
Bruestungshöhe des Fensters (in cm): 92 cm (OK Fensterbank: 95,5 cm)
Fensterhöhe (in cm): 130 cm
Raumhöhe in cm: 255 cm
Heizung: N. a.
Sanitäranschlüsse: vollkommen variabel

Einbaugerätekriterien
Ausführung Kühlgerät: Integriert im Hochschrank (60cm)
Einbaukühlgerät Größe: 140cm
Ausführung Tiefkühl (TK)-Gerät: Im Kühlschrank als kleines Fach oben
Dunstabzugshaube: Abluft
Hochgebauter Backofen: nein
Geplante Heißgeräte: Standmikrowelle, Backofen
Hochgebauter Geschirrspüler: nein
Art des Kochfeldes: Induktionskochfeld
Kochfeldbreite (ca. in cm): 80-90 cm

Sitzmöglichkeiten
Sitzmöglichkeit in der Küche / im Küchenbereich: Keine
Sitzmöglichkeit: Für wieviel Personen?: N. a.
Sitzmöglichkeit: Tisch - wenn gesonderter Tisch oder offene Küche: N. a.
Gewünschte oder vorhandene Tischgröße: N. a.
Wofür soll der Sitzplatz in der Küche genutzt werden und wie häufig: N. a.

Stauraum-Planung
Was steht auf der Arbeitsplatte oder soll dort stehen?: Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster, Obstschale
Welche weiteren Küchenmaschinen müssen in der Küche untergebracht werden: Pürierstab
Was soll in der Küche außer den Standards untergebracht werden: N. a.
Welchen Stauraum gibt es sonst noch: Geschirr/Gläserschrank im Wohn-/Esszimmer, Speisekammer, Keller

Kochgewohnheiten
Was/wie wird gekocht? (Alltagsküche, Menüs, Snacks usw): Alltagsküche, in zukunft wieder mehr für Gäste.
Wie häufig wird gekocht: (fast) täglich 1x warm
Wird alleine gekocht? Oder auch gemeinsam? Mit und für Gäste?: meistens alleine, manchmal zu zweit (mit Kind oder Partner)

Spülen und Müll
Spülenform: 1 Becken ohne Abtropffläche
Welche Mülltrennung soll in der Küche vorgehalten werden: Biomüll, Gelber Sack Müll, Restmüll

Sonstiges
Steht schon ein Küchenhersteller fest oder wird bevorzugt: Schreiner
Steht schon ein Gerätehersteller fest oder wird bevorzugt: N. a.
Küchenstil: Klassisch
Was stört an der bisherigen Küche und was soll die neue Küche unbedingt können? Warum?: UNSERE bisherige Küche:
Bessere Stauraumplanung (alles steht auf der Arbeitsplatte rum...),
Kochfeld (60 cm) zu klein für zwei große Töpfe / Pfannen gleichzeitig,
Apothekerschrank (unpraktisch und schwer)

Die bisherige Küche in DIESEM Haus:
Viel zu wenig Arbeits- und Bewegungsfläche. Kochen ist nur alleine möglich.

Preisvorstellung (Budget): 25.000

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Okay - Ansich finde ich Deine Planung für Deine Wünsche gar nicht verkehrt.

Aber Einiges bleibt für mich unklar.

Im Plan gibt es einen Einbauschrank - soll dieser wegfallen?
Soll die Küche trotzdem ein in sich geschlossener Raum bleiben?
Den Wunsch nach solch einem Herd kann ich verstehen - bekomme auch immer Herzchen in die Augen … aber macht er (besonders der Backofen) bei Euch wirklich Sinn? … nimmt einfach Stauraum und Arbeitsfläche ein.

Zu mehrt kochen: ich sehe in Deiner Planung höchstens zwei Personen in der Küche kochen - für mehr fehlt die Arbeitsfläche.
 
Hallo, sehr viele kleine Auszüge bieten nicht so viel Stauraum.
Brauchst du einen 90 cm breiten Backofen? Je nach Modell haut der Standherd schon mal kräftig aufs Budget, aber das hast du sicher schon alles bedacht.
Insgesamt wären ein paar Fotos der Küche im Ist- Zustand und der weiteren Räume evtl. hilfreich um einen Gesamteindruck zu bekommen. Wie wollt ihr grob den Wohn/ Essbereich einrichten?
 
Hallo Maria-Christina,
hallo Sabina,

mit Fotos kann ich leider nicht dienen, da das Haus noch von älteren Verwandten bewohnt ist, die ihre Küche nicht auf Fotos im Internet sehen wollen. Das muss man respektieren - ich habe dafür mal einen Grundriss der Bestandssituation eingefügt, evtl. hilft das auch.

Die angegebenen Maße sind gemessene, lichte Maße von Putz zu Putz bzw. zwischen Türzargen.

Wie man sieht, ist da sehr wenig Arbeitsfläche. Die wird durch einen Küchentisch kompensiert. Dadurch wird aber alles noch enger, schon zu zweit braucht man eine ausgefeilte Choreographie, um zu kochen.

Im Plan gibt es einen Einbauschrank - soll dieser wegfallen?
Soll die Küche trotzdem ein in sich geschlossener Raum bleiben?
Es gibt schon einen Einbauschrank im Bestand. Das ist ein reiner, raumhoher Geschirrschrank, der im Prinzip aus drei nebeneinander aufgestellten Hochschränken besteht, die jeweils 55 cm breit sind. Ein Stauraumwunder - im Gegensatz zur restlichen Küche.

Man könnte die Küche baulich relativ einfach weiter zum Esszimmer nebenan öffnen, wenn man den Einbauschrank weglassen würde. Aber ich muss in der Küche auch einfach mal die Tür zumachen können (ich bin ziemlich geräuschempfindlich, phasenweise stresst es mich tierisch, wenn dauernd jemand nebenher was von mir will oder es viele Hintergrundgeräusche gibt, und ich entspanne in der Küche). Und um eine einigermaßen funktionale Halbinsel zu stellen, sind die Platzverhältnisse nicht gegeben. 1,50 m sind dafür einfach zu wenig...

Daher würden wir den alten Einbauschrank ausbauen und durch einen neuen ersetzen, der unseren Bedürfnissen mehr entspricht. Vielleicht kann man den in richtung Esszimmer auch noch 10 cm tiefer machen...
Hallo, sehr viele kleine Auszüge bieten nicht so viel Stauraum.
Brauchst du einen 90 cm breiten Backofen? Je nach Modell haut der Standherd schon mal kräftig aufs Budget, aber das hast du sicher schon alles bedacht.
Insgesamt wären ein paar Fotos der Küche im Ist- Zustand und der weiteren Räume evtl. hilfreich um einen Gesamteindruck zu bekommen. Wie wollt ihr grob den Wohn/ Essbereich einrichten?

Ja, ich würde mir wünschen, irgendwo wenigstens einen US mit 80cm und Auszügen unterzubringen. Funktionieren 120 cm breite Auszüge? Dafür hätte ich eine Idee (US mit Backofen 60 cm planunten links, dann ein 120 cm US mit Kochfeld planlinks, dann die tote Ecke).

Oder ist es möglich, ein Kochfeld auch über drei Unterschränken anzuordnen? Ich meine, dass ich hier gelesen hatte, dass man das eher nur über zwei Schränken unterbringen sollte.

BRAUCHEN würden wir einen 90 cm breiten Backofen vermutlich höchst selten. Ich bin keine leidenschaftliche Kuchenbäckerin. Er würde sicher an Pizzaabenden mit Freunden und Familie gerne genutzt und zum Plätzchenbacken vor Weihnachten, aber ansonsten ist er wahrscheinlich überdimensioniert. Die schmalen Standherde haben meistens nur drei Induktionszonen im Kochfeld, aber ich brauche ein breites Kochfeld. Unser derzeitiges 60 cm- Ceran-Einbau-Kochfeld kommt regelmäßig an seine Grenzen...

Ich hänge mal noch eine Variante mit SpüMa weiter nach planlinks gerückt und autarkem Kochfeld / Backofen an. Aber ich bin unzufrieden. Funktioniert die SpüMa so weit in die Ecke gerückt? Hm...
 

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Dann wäre der Geschirrspüler besser planrechts, mittig die Spüle, dann der Mupl .
Wie würdest du Geschirr, Besteck, Küchenhelfer, Gewürze, Öl, Vorräte einräumen? Reicht dir der Stauraum im Alltag?
 

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Die Hochschrankwand ist ja auf den ersten Blick ganz nett, aber der Nutzen??
 

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Sabina, danke! Das ist genau der Grund, warum ich die Küche hier eingestellt habe. Ich war an dem Punkt, wo ich dachte: Besser wird's nicht mehr, mit dem Plan lauf' ich zum Schreiner. Aber da war so ein Magengrummeln...

Der Geschirrspüler
Hm... Ja! Das macht Sinn. Teller, Schüsseln, Schalen und Besteck könnten in den US links des MUPL . Wenn ich richtig rechne, wäre das dann ein 80er bis 90er. Das wäre ein Gewinn. Und mehr Stauraum dafür als in unserer derzeitigen Küche. Für Gläser, Tassen, Müslischüsseln war die Regal-Hochschrank -Ecke planrechts vorgesehen (das wäre dann etwas unkomfortabler...). Nicht täglich genutztes Geschirr dann in den Hochschrankteil, der von der Esszimmerseite aus andienbar ist.

Aber: Die Hochschrankwand
Du hast recht. Diese Verschränkung (in Deiner Skizze lila markiert) ist ein Notbehelf... Die Küche müsste meiner Ansicht nach 30 - 40 cm breiter sein. Dann könnte man das so schön lösen. Ist sie aber nicht, weil der Architekt (verwandt und verschwägert), so, wie er es an der Uni gelernt hat (und ich auch, ich bin auch Architektin - finde den Fehler...), in seiner Ursprungsplanung von 1969 für alle Schränke ganz sauber ein 60er-Raster verwendet hat. Das geht halt nur nicht auf, wenn man an der einen Seite auch eine Tür mit normaler Durchgangsbreite braucht. Grrrr. Ich bin gerade geneigt, das Ding zu streichen. Kill your darlings!

[Fällt mir hier übrigens bei vielen Architektenplänen auf, die in den Anfangsposts so eingestellt werden. Ich glaube, die kochen alle nicht. Mehr Frauen in technische Berufe!]

Ich muss mal ein bisschen skizzieren gehen.
 
Ich hab noch eine Idee: das Schrankwandungetüm ganz entfernen incl. der Tür. Statt dessen wird die Küche transparent mit einer raumhohen Glaswand abgeteilt. Licht und Sichtkontakt, aber akustisch etwas abgeschirmt, Zugang wäre durch eine Schiebe- oder Flügeltür. Der Eingang zur Küche von der Diele wird geschlossen. An dieser Wand bleibt Platz für mind. 3 Hochschränke incl. einem ordentlich grossen Kühlschrank , ggf. ein Standgerät. An der kurzen Seite der Rangecooker, oder ein autarkes Kochfeld, auf der Fensterseite eine breite Vorbereitungsfläche, Mupl, Spüle und GS. Einzig diese seltsame Minikammernische bleibt. Evtl. versteckst du da drin misslungene Erstentwürfe von verrückten Bauherren.....oder....anderes
Und ein paar Schritte mehr vom Hauseingang ( planlinks?) kämen hinzu.
 

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Schnieke!

Ich hatte noch eine Anregung und fast die gleiche Idee :-D , auch wenn ich stärker am Bestand festhalte :-[
Ein raumhoher Schrank für Einbaukühlschrank planrechts oben, ein weiterer planrechts unten als Space Tower für Geschirr. Der Space Tower mit Auszugsfronten, dann kommt man auch vom Esszimmer aus einfach ans Geschirr.

Nicht eingezeichnet habe ich jetzt, dass man eine zweiflügelige Schiebetür zum Esszimmer vorsehen kann, deren Flügel sich jeweils vollständig vor einen Schrankturm schieben lassen. Dann kann man beide Welten haben...

Die Schiebetüren passen gestalterisch ganz gut, vor dem Esszimmerfenster liegt ein japanisch inspirierter Garten mit Goldfischbecken :kiss:

Die Zeile unterm Fenster habe ich etwas aufgeräumt (60er US für die Architekten) und den MUPL um die Ecke in die Zeile planlinks verschoben.
 

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So, wir waren gestern noch mal da und haben einiges ausprobiert und simuliert.
Außerdem haben wir mal versucht, mit vier Erwachsenen Abendessen zu machen und den Tisch zu decken, während zwei Kleinkinder zwischen unseren Beinen herumwuselten (der Noch-Küchenbesitzer steht nämlich immer alleine in der Küche...). Das war ein Hindernisparcours!

Erkenntnisse:
- Der Einbauschrank muss raus.
- Küchenlayout wird grob so wie hier zuletzt gezeichnet (von Sabina und mir)
- Die Tür zur Diele bleibt. Bei Regen mit einem Großeinkauf mit nassen Schuhen den langen Weg durchs Esszimmer machen, mag ich nicht. Morgens im Halbschlaf den direkten Weg von der Treppe in die Küche nehmen zu können, findet mein Mann wichtig.
- Die Speisekammer bleibt auch. Der tatsächliche Raumgewinn, den man hätte, wenn man die Küche u-förmig weiterziehen würde, wäre durch die tote Ecke marginal, es gäbe wieder einen problematischen Eckanschluss, und die größere Bewegungsfläche beim L gegenüber einem U finden wir mit zwei Wuselkindern besser.
-Trennwand zwischen Esszimmer und Küche wird ein Blockrahmen-Türelement über die gesamte Raumbreite. Links und recht zwei feststehende Elemente mit opaken Füllungen, in der Mitte Flügeltür, verglast. Die konstruktiven Voraussetzungen im Bestand sind dafür geeignet, die Position ist aufgrund der Deckenunterkonstruktion fix.

Ich hänge mal Skizzen an.

Planlinks: 80er US mit Auszügen, 60er US mit Einbaubackofen (80er Kochfeld asymmetrisch über beide US verteilt), 40er MUPL, tote Ecke.
Variante mit Standherd: 50er US mit Auszügen, 90er Standherd, 40er MUPL, tote Ecke (ein 30er MUPL macht eher wenig Sinn, oder?)
Planoben: Tote Ecke, 2x 80er US übertief mit Auszügen, davon einer mit Spüle, 60er GSP, 75er US mit Auszügen (für Alltagsgeschirr, dort stehen dann auch Wasserkocher und Müsli, damit's morgens einfach und schnell läuft).

Die Variante mit dem Standherd finden wir schöner, aber man kann auch mit dem Einbauofen leben.

Der Entwurf für die Trennwand ist noch in arbeit, das wird auch noch etwas dauern, denn das soll ein Hingucker werden. Mal sehen. Die hier vorgeschlagene Richtung war jedenfalls goldrichtig. Danke!

Bitte ignoriert die Oberschränke auf den Skizzen. Da soll was hin, aber das ist noch nicht wirklich durchdacht (ich komme bequem eh nur an die unterste Ebene, daher kann das bloß Stauraum für seltener benutzte Dinge werden).

Bitte ignoriert die Farben auf den Skizzen. Es ging mir mehr um die Hell-Dunkel-Verteilung. Die Küche wird NICHT pink :-)
 

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Bei Regen mit einem Großeinkauf mit nassen Schuhen den langen Weg durchs Esszimmer machen, mag ich nicht.
Ich komme rein, legen den Großeinkauf ab, ziehe die Schuhe, Jacke, Mantel aus, lege die Schlüssel ab, wasche mir die Hände und dann verteile und verstaue ich die Einkäufe, die übrigens nicht alle in die Küche kommen. Es gibt in meinen Augen kein Grund dafür, die Einkäufe sofort in die Küche zu bringen. Oder übersehe ich was?
(ein 30er MUPL macht eher wenig Sinn, oder?)
Bei mir funktioniert es mit dem 30er MUPL sehr gut, ich horte aber den Müll ungern mehr als 2 Tage in der Küche. Allerdings gehört der MUPL dort, wo man den (Bio–)Müll produziert, also eher auf der Spülenseite.
Planoben: Tote Ecke, 2x 80er US übertief mit Auszügen, davon einer mit Spüle, 60er GSP, 75er US mit Auszügen
80 übertief für die Spüle ist ein bisschen Schade. Dann lieber 90-60(Spüle)-80mit Auszügen, 5 muss mann für die Tote Ecke dazurechnen und 75er US gibt es nicht bzw. wäre eine Sonderanfertigung.

Die Wandschränke müssen nicht die gleichen Breiten wie die US haben und sehen besser aus wenn gleichmäßig verteilt.
 
Wieso ein 80 Spüleunterschrank (mit 3 Auszügen recht schwierig umzusetzen)?

Das Minimalistische Deiner Planung gefällt mir sehr gut, aber irgendwie ist es mir zu wenig Küche (nicht optisch, sondern in der Funktion).

Wieviel Platz (der auch gut genutzt werden kann und nicht immer mit Leiter erklettert werden muss) ist denn in der Kammer?

Wohin soll denn hier noch Mikrowelle und Kaffeemaschine?
Ich würde bei dieser Planung befürchten, dass dann wieder viel auf der Arbeitsplatte steht und wenig Fläche zum arbeiten bleibt.

Ich würde mir an Deiner Stelle doch überlegen, ob nicht zwei 45cm Geräte in einem Hochschrank sinnvoll wären (Kombigeräte: Dampfgarer, Backofen, Mikrowelle und evtl. Heißluftfritteuse) - dadurch reduzierst Du das Risiko auf zugestellte Arbeitsfläche.

Tür - wäre eine Schiebetüre umsetzbar?

Da Du Geschirr und Gläser teilweise im Esszimmer hast, wirst Du häufiger hin und her laufen … da würden mich auf Dauer die im Raum stehenden Flügel eventuell stören.

Das waren jetzt nur erstmal meine Gedanken.
 
Danke für Euren Input!

@isabella: Ich glaube, bei Abläufen nach Einkäufen etc. hat jeder andere Gewohnheiten und Vorlieben.

@Maria-Christina: Das "zuwenig Küche" musst Du mir erklären ;-) Ich schätze, ich bin eher eine "Maximalistin", deswegen finde ich gerade ganz spannend, wie Du das meinst.
Die Kaffeemaschine soll übrigens auf den Geschirrschrank, planoben rechts, zum Wasserkocher.

Ja, der 80er Spülen-US ist Quark. Ich war einfach so baff, wieviele breite Auszüge dahin passen würden. Von der allerersten Lösung mit eher zuvielen schmalen Schränken bin ich dann ins andere Extrem umgeschlagen. Und dachte, da wird's schon Speziallösungen geben! Gibt es, aber die sind bestimmt teuer, und praktisch sind sie auch nicht. Also: der Spülenschrank wird wieder 20 cm schmaler, die werden den anderen Auszügen zugeschlagen. Der MUPL wandert gerade auch hin und her.

Wir werden die Küche sehr wahrscheinlich vom Schreiner bauen lassen, daher wären Sondermaße kein Problem. Der Geschirrschrank planoben rechts ist die Verfügungsmasse für Anpassungen, je nachdem wird der gerade 5 cm breiter oder schmaler.

Die Mikrowelle. Die schieben wir noch munter hin und her... Grübel. Aber (platt ausgedrückt) nur für die Mikrowelle die Tür zur Diele schließen, würde ich nicht.
 
Backofen mit integrierter Mikrowelle ist keine Option?
 
Der Raum ist schön, aber nicht sehr groß … deshalb würde ich mich fragen was ist mir in der Küche wichtig - außer Optik.

Wenn Du Plan oben rechts Kaffeemaschine, Wasserkocher, Mikrowelle und irgendwann vielleicht eine Küchenmaschine stehen hast, dann …
- sieht es doch wieder voll und krustig aus
- hast Du sehr wenig Arbeitsfläche um vielleicht mal zusammen zu kochen oder z.B. Teig auszurollen.
Also würde ich nach Lösungen suchen um da nichts stehen zu haben - Kaffeemaschine ins Eck und eventuell: Backofen mit Mikrowelle, Quooker , Induktion mit Wasserkessel, …

Statt einem überdimensionierten Standherd (den ich in einer großen Küche auch toll finde) würde ich ein großes Induktionsfeld wählen und versuchen einen Hochschrank mit Backofen-Mikrowellen-Kombination und Dampfbackofen/ Dampfgarer unterzubringen.

Ich bin gerade nicht sicher, ob ich es nicht finde (bin wirklich müde) oder es einfach keinen Plan mit Maßen gibt - welche Größe hat denn die Kammer?
Du musst ja kein U planen … aber ohne die Wand könntest Du die Zeile Plan links verlängern und dadurch eventuell Platz für Backofen-Hochschrank schaffen.

Mit wenig Küche meinte ich:
Für mich ist die Küche in erster Linie ein Arbeitsraum - diesen habe ich gerne schön, aber oberste Priorität hat gutes „Werkzeug“ (Geräte), Arbeitsfläche und guter Stauraum.
Bei Dir scheinen die Prioritäten etwas anders zu liegen - sie wird sicher wunderschön, aber für praktische Küche fehlt mir ein bisschen was.
 
Hallo,
Für mich ist die Küche in erster Linie ein Arbeitsraum - diesen habe ich gerne schön, aber oberste Priorität hat gutes „Werkzeug“ (Geräte), Arbeitsfläche und guter Stauraum.
Bei Dir scheinen die Prioritäten etwas anders zu liegen - sie wird sicher wunderschön, aber für praktische Küche fehlt mir ein bisschen was.
Danke - ich sehe das im Grunde ähnlich. Die schönste Küche bringt mir nichts, wenn ich darin nicht gut "werkeln" kann. Deswegen bin ich ja hier. Wir wollten nicht mit Unterschränken mit einem, evtl. zwei Auszügen und ggf. noch Innenauszügen, einem Apothekerschrank , Arbeitsplatte aus Carrara-Marmor (auf der die Zitronen und ein schickes Messer nur dekoriert sind) enden. Und dann noch in die Arbeitsplatte unsichtbar integrierte Induktion .
:cool:

Im Grunde trifft es das Wort Werkstatt ganz gut. Eine Werkstatt, in der man sich wohlfühlt.

Wir hatten (und haben) bisher deutlich weniger Stauraum und Arbeitsfläche. Im Vergleich zur aktuellen Planung sind es momentan minus 2 qm Staufläche (also alle Auszugsflächen und Schrankböden verglichen) und minus 3,30 lfm Meter Arbeitsfläche (Spüle und Kochfeld bereits abgezogen). Daher bin ich dahingehend einigermaßen entspannt.

Den Vorschlag mit Kessel auf Induktion finde ich gut. Klar, die Induktion ist schneller als unser bisheriges Ceranfeld, daran hab ich gar nicht gedacht. Hat was heimeliges, wie der Kessel auf dem AGA im Cottage (und nein, einen AGA wollen wir nicht. Ein Cottage schon
:-[).

Gegen eine Änderung bei der Speisekammer will ich mich ja gar nicht pauschal stemmen. Optimal geht anders. Daher habe ich einige Varianten skizziert. Aber wie man es dreht und wendet: Es bleibt schwierig. Ich finde nicht, dass es eine Super-duper-oberoptimier-ohne-Zwangspunkte-Lösung gibt. Irgendeine Kröte muss man immer schlucken. Daher ist es m.E. eine Abwägung: Was gewinne ich, was muss ich dafür investieren bzw. worauf muss ich verzichten?

[Edit: Varianten folgen in jeweils separaten Posts]
 
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