Kanten der Küchenfront aufgequollen

Dieses Thema im Forum "Mängel und Lösungen" wurde erstellt von TheHirsch, 30. Juli 2008.

  1. TheHirsch

    TheHirsch Mitglied

    Seit:
    29. Juli 2008
    Beiträge:
    3

    Hallo,

    ich habe folgendes Problem.
    Unsere 1 Jahr neue Küche ist komplett vom Schreiner. Die Fronten bestehen aus mit einem HPL-Schichstoff versehene Spanplatten mit Eiche-Echtholzkanten.
    Inzwischen sind an ALLEN unten liegenden Kanten Aufquellungen sichtbar, die wohl auf beim Putzen herunterlaufende Flüssigkeit zurückzuführen sind (ich vermute mal meine bessere Hälfte wischt nicht alle Tropfen, die an der Unterkante hängen bleiben ab, was aber alle Vorgängerküchen klaglos überstanden). Andere Ursachen, wie z.B. mangelhafter Leim sind ausgeschlossen. Unser Schreiner argumentiert nun, dass sämtliche beim Putzen enstehende Flüssigkeit komplett abzuwischen wäre, ergo wir eine erhebliche Teilschuld hätten. Einen ensprechenden Hinweis gab es natütlich bei Inbetriebnahme nicht.
    Inwieweit muss eine Front das aushalten ? Gibt es einschlägige Vorschriften oder Präzedenzfälle ?

    Vielen Dank
    Roger
     
  2. mozart

    mozart Spezialist

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    1.943
    Ort:
    Wiesbaden
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo Roger,
    präzisier das doch noch etwas:
    -sind es wirklich ALLE Fronten, oder nur Oberschrankfronten im Herdbereich?
    -Ist die Eiche-Kante eingeleimt (also unter dem Schichtstoff) oder seitlich angeleimt?
    -Ist das wirklich Schichtstoff, um 0,6...0,9mm stark, oder eine sog. direktbeschichtete Melaminharz-Platte?

    M.E. kann man seine Küchenfronten kaum derartig fluten, daß sie (in dieser Technik gefertigt) nach 1 Jahr aufquellen.

    Grüße,

    Jens
     
  3. TheHirsch

    TheHirsch Mitglied

    Seit:
    29. Juli 2008
    Beiträge:
    3
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo Jens,
    1. also es sind tatsächlich alle, manche mehr manche weniger. Die "Dellen" haben eine Dicke bis so ca. 1,5mm und sind 1-2cm breit
    2. Hier wirds schwierig, ich versuch's mal mit einem "Bild":

    /----\ <- Das soll die Eichenkante sein (Ränder dünner als die Mitte)
    !____!
    !......!
    !......! <- Das hier die Platte mit dem Schichstoff

    Ich vermute mal das ist mit angeleimt gemeint

    3. Es ist tatsächlich Schichtstoff (wir hatten diverse Muster, auch das dann verbaute, vorab in der Hand)



    Danke für die schnelle Reaktion

    Roger
     
  4. martin

    martin Moderator

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    Barsinghausen
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo Roger,

    kannst Du ein Foto machen und das hier einstellen?

    Zunächst einmal hört sich das für mich nach einem Verarbeitungsfehler an: unsauber gefertigte Leisten und/oder ungeeignete oder unzureichende Verleimung.

    Da es sich ja um einen erheblichen Schaden zu handeln scheint, solltest Du ggf. einen Gutachter einschalten. Der kostet nicht die Welt.
     
  5. KurtHelmut

    KurtHelmut Spezialist

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    629
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo Roger, Hallo Maritn,

    das sehe ich auch so. An der Nahtstelle Massivholz/Schichstoff können sich winzige Risse gebildet haben, wo dann beim feuchten (oder nassen) Abwischen Wasser eingedrungen ist. Selbst kleinste Mengen reichen, um den Spalt zu weiten und dann isses passiert. Wasser macht, dass Holz arbeitet.

    Vielleciht läßt sich das ja auch 'Nachbessern' im und die Kanten neu belegen. Evtl. müssen da die Fronten um einige mm gekürzt werden. Damit könnte man leben.

    Das nur mal so als Vorschlag.

    Gruß Kuhea
     
  6. TheHirsch

    TheHirsch Mitglied

    Seit:
    29. Juli 2008
    Beiträge:
    3
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo,
    ich hab mich mal mit 2 Photos versucht.
    Kürzen der Fronten kommt nicht in Frage, weil bis zu 1,5 cm abgesägt werden müssten. Klar ist, dass das Putzzeugs entweder am Stoss Kante- HPL (hier sind teilweise wirkliche kleinste Risse sichtbar) eindringt oder durch die Eicheleiste durchdiffundiert. Mein Schreiner hat sich wohl beim IFT Rosenheim (oder so ähnlich) rückversichert das HPL, Leim und Platte i.O sind. Bleibt also nur die Verarbeitung.
    Mir stellt sich eher die Frage nach der Gewährleistung. Ich habe einen Mangel angezeigt, der vom Lieferanten zumindest teilweise abgestritten wird, mit dem Hinweis auf "Fehlbenutzung". Mir stellt sich nun die Frage kann er das oder gibt es Vorschriften, Normen etc. die die Sache regulieren ? .
     

    Anhänge:

  7. Küchen Klaus

    Küchen Klaus Spezialist

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    1.309
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo Hirsch,

    da gibst nur eins :

    Gutachter kommen lassen.
    Ich würde auf Verarbeitungsfehler tippen.
     
  8. martin

    martin Moderator

    Seit:
    23. Jan. 2006
    Beiträge:
    9.402
    Ort:
    Barsinghausen
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Derart gravierende Schäden binnen 1 Jahr kann man m.E. nur mit einem Dampfreiniger verursachen. Selbst bei täglichem nass (nicht feucht) Abwischen ohne Nachtrocknen halte ich ein solches Schadensbild für unwahrscheinlich. Ich schließe mich Klaus an: investiere in einen Gutachter. Adressen nennt dir die IHK oder die Handwerkskammer.
     
  9. slahrmann

    slahrmann Spezialist

    Seit:
    25. Mai 2007
    Beiträge:
    81
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo, das mit dem Gutachter ist schon ein guten Tip, nur handelt es sich hierbei um ein einseitiges Parteigutachten, welches von der anderen Partei nicht anerkannt werden muss. Ich empfehle grundsätzlich ein Schiedsgutachten oder ein Beweisverfahren bei Gericht. Das Beweisverfahren ist auch nicht schlimmes, sondern nur dann wird der Gutachten vom Gericht beauftragt. Und beim Schiedsgutachten müssen beide Parteien vorher schriftlich vereinbaren, dass sie sich der Entscheidung des Sachverständigen unterwerfen werden.
     
  10. mozart

    mozart Spezialist

    Seit:
    2. Apr. 2007
    Beiträge:
    1.943
    Ort:
    Wiesbaden
    AW: Kanten der Küchenfront aufgequollen

    Hallo,
    ich hab mir die Fotos mehrfach angesehen und werde nicht so ganz schlau daraus. Bei "richtigem" Schichtstoff, wie er im Schreinereibereich verarbeitet wird, mit Stärken von 0,7 bis knapp 1mm sähe eine aufgeqollene Stelle nicht so aus. Sie wäre "langwelliger", weil das Material steif ist.
    Ich tippe eher spekulativ auf irgendein direktbeschichtetes Material.
    Außerdem hat Martin völlig recht, das kriegt man so innerhalb eines Jahres ohne Tricks garnicht hin.
    Grüße,
    Jens
     
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