Induktionsfelder - Unterschiede

MoonKid

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Ich nutze seit etwas 4 Jahren mein erstes und günstiges Induktionsfeld von OBI (ca 300 €). Nix besonderes - is klar.
Jetzt steht eine neue Küche an und da tauchen ein paar Fragen auf.

  1. Worin bestehen die Qualitätsunterschiede eigentlich? Was unterscheidet ein 1000,- € Miele Gerät von dem billigen OBI-Teil?
  2. Ich lese hier im Forum Wörter wie "Flexzone" und "Bräterzone". Ich dachte, dass wäre das Gleiche. Wo ist der Unterschied? Ich stelle mir ein Feld vor, wo ich den Topf nicht mehr genau positionieren muss, sondern das Feld selbst erkennt, wo der Topf steht und nur dort auch die Spule anmacht.
Mir sind mit dem aktuell günstigen Feld auch ein paar merkwürdige Dinge aufgefallen.

  1. Problem ist, dass die Energie/Stufe nicht stabil ist. D.h. wenn man Wasser damit kocht (egal welche Stufe), kann man beobachten, wie es einige Sekunden blubbert, dann geht das Feld für 2-3 Sekunden aus (man hört das Ausschalten der Spule und das Blubbern hört auf), dann gehts wieder weiter. So immer hin und her - impulsartig. Das nervt und macht kontrolliertes Kochen schwierig.
  2. Nächstes Problem ist, dass selbst die niedrigste (von 10 Stufen) zu hoch ist. Wasser fängt da bereits an zu kochen. Sollte IMO nicht sein. Und bei hohen Stufen geht die Leistungs insgesamt nach einigen Minuten runter. z.B. auf Stufe 7 scharf anbraten: Nach ca 2 Minuten geht sinkt die Leistung merklich - so als würde das Feld auf 2 stehen - dabei ist es in Wirklichkeit auf 7.
Kommt euch das bekannt vor?
 

cliffideo

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Hallo und willkommen im Küchenforum!
Vielleicht stellst Du Dir die Regelung des Induktionsfeldes anders vor. Die Wärmeerzeugung entspricht nicht einer Glühbirne, die man über einen Dimmer(Regler) auf heller(wärmer) oder dunkler(kälter) dreht.
Die meisten Induktionsfelder können nur die beiden Stufen NIX und Volle Pulle. Über Pulsweitensteuerung wird da nun eine Stufe draus gemacht. 10 heißt dann die ganze Zeit volle Pulle, Stufe 1 bedeutet 5 Sekunden volle Leistung, dann 50 Sekunden NIX.
Stufe 2 könnte dann 10 s volle Leistung sein mit weniger Pause dazwischen und dann wieder 10 s volle Leistung, etc. pp
Diese Beispiele sind jetzt willkürlich gewählt und sollen nur der Erläuterung dienen.

Auf wikipedia findest Du mehr zur Funktionsweise dieser Geräte:
Induktionskochfeld
 

MoonKid

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Lässt sich dadurch auch das gefühlte Absinken der Stufe nach einigen Minuten Kochzeit erklären?
 

martin

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Ich tippe drauf, dass Dein Kochgeschirr einen recht dicken sog. Sandwichboden hat. Der heizt natürlich nach. Das kann ein Kochfeld natürlich nicht erkennen, da ja kein Temperaturfühler im Topf ist.
 

isabella

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Ich würde eher sagen, dass die Steuerung vielleicht nicht so die modernste ist in dem günstigen Kochfeld und daher auch den gefühlten Leistungsabfall während des Kochens. Die Pulsmodulation ist halt vielleicht nicht so fein.
Bei einem modernen, gut funktionierenden Induktionskochfeld, ist die Regelung sehr fein und präzise, man kann Schokolade schmelzen ohne Wasserbad, oder auch Speisen Warmhalten.
Ich habe ein gutes Neff-Gerät, kein high-end-Miele, und kann das oben beschriebene nicht beobachten.
 

Tux

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Bei dem Kochverhalten waren auch 300 € zu viel. Bei meinem Kochfeld, und so dürfte auch auch bei anderen Markengeräten sein, taktet in den oberen Leistungsstufen nichts. Die Leistung wird dann über die Frequenz geregelt.
 

MoonKid

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Erst mal danke für eure Hinweise. Das klingt ja vielversprechend.
Und scheinbar brauchen wir gar kein Miele, sondern es "reicht" auch ein Neff. Schoko schmelzen ohne Wasser - ist so ein Kriterium. ;-)

Beim rumschauen fällt mir auf, dass man Kochfelder in autark und herdgebunden unterscheidet.

Welche Konsequenz hat herdgebunden genau? Das Feld wird an den Herdofen (also da wo die Pizza reinkommt - nur um über die Begrifflichkeit klar zu sein) angeschlossen und der Ofen dann erst an die Wand? Die Verbindung zwischen Ofen und Kochfeld: Ist die propritär/herstellerspezifisch oder standardisiert? Könnte ich ein Neff-Feld an ein Siemens-Herd anschließen?

Haben autarke Felder Nachteile?

Wir wollten unseren alten Herd (auch von Obi) eigentlich mitnehmen. Der hatte sogar einen simplen Schuko-Stecker als Anschluss. :-)
 

martin

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"herdgebunden" bedeutet: das Kochfeld wird über Bedienelemente am Backofen gesteuert, also die klassische Kombination Kochfeld in der Arbeitsplatte, Backofen darunter.

Wenn Du einen hochgebauten Backofen haben möchtest, ist ein autarkes Kochfeld erforderlich. Das hat eigene Bedienelemente.
 

isabella

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Autark ist vom Backofen losgelöst, man kann dann den Backofen aussuchen, den man will und den auch z.B. in einem Hochschrank einbauen.
Ein Set ist halt am Stück, und der Backofen ist zwangsläufig unter dem Kochfeld.
Alle autarke Backöfen haben ein simplen Schuko-Stecker.
 

Wolfgang 01

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Manche haben nur ein Anschlusskabel ohne Stecker, andere überhaupt nichts. Weder Kabel mit noch ohne Stecker:-)
 

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