Induktion oder Ceran?

MrPerfect

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Im Abenteuer "neue Küche" diskutieren meine Frau und ich noch das Für und Wider beider Heizarten. Ich würde Induktion nehmen, meine Frau traut der Sache aber nicht. Angetrieben von Beiträgen im Internet die Geräuschentwicklung, mögliche Gesundheitsrisiken durch die Strahlung, Störung von Haustieren (Katze), Störanfälligkeit usw. heraufbeschwören.

Wichtig für uns ist, wir haben ein 60er Kochfeld mit 4 Heizbereichen, 1x Erweiterbar im Radius und 1x Erweiterbar für Bräter und das soll/muss es auch wieder werden. Das ganze ist so aufgebaut:
hic64503tx_bk_beko_blitzkochfeld_fr_l.jpg


Jetzt finden wir bei Induktion z.B. fast nur 60er Felder wo ein Bräter hochkant gestellt werden kann, was aber total unergonomisch ist. Felder mit sog. "Freikochfläche" kann ich noch nicht einschätzen. Ist das dort wirklich so das überall in dem Rechteck die Energie gleich verteilt ist? Also wäre es echt egal wo in diesem Feld ein Topf positioniert wird und auch wieviele Töpfe und egal welche Durchmesser?

Worauf sollte man ggf. beim Kauf vom Induktionsfeld noch achten?
 

MrPerfect

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Danke. Nachdem ich mir gestern auch nochmal auf der Suche war ich eigentlich sowas bei rausgekommen: Miele KM 7667
Das hat eine echte "Vollflächeninduktion", zumindes laut Miele kann man vier Kochgeschirre dort "irgendwo" platzieren und sogar verschieben, obwohl ich persönlich es vermeiden würde volle Töpfe auf einer Glaskeramocoberfläche herumzuschieben... Hat leider seinen Preis, nämlich UVP 1.900€!
Ein "normales" Induktionsfeld kostet halt weniger als die Hälfte und Ceran...
Scheinbar hat das so in der Art nur Miele und Gaggenau (utopisch teuer, kostet über 3k€). Andere Herstellen haben hier keine durchgänge Fläche, sondern einzelne Sektoren. Preislich geht bei Miele auch fast nix, die Straßenpreise selbst im Internet sind nahe UVP.
 

thundersteele

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Wir haben vor Kurzem zu Induktion gewechselt. Es ist schon nochmal besser zum kochen, da man die Hitze sehr schnell regulieren kann, wie bei einem Gasherd. Gerade für Sachen die kurz aufkochen müssen (Bechamelsauce, Reis,...) kann man so viel genauer kochen und muss nicht die Trägheit des Kochfeldes mit einrechnen.
Schön ist auch das nichts mehr einbrennt, d.h. egal wieviel man rumsaut, einmal mit dem feuchten Lappen abwischen reicht. Also ich glaube man kann schon objektiv sagen das Induktion besser ist.

Zu den Dingen die im Internet stehen. Es gibt Geräusche bei Induktion, je nach Kochfeld und Geschirr mehr oder weniger. Beim Kochen stört das eigentlich nicht, weil es ja viele andere Geräusche gibt die das übertönen (z.B. Dunstabzug, bruzeln, zischen, ...). Wenn man jetzt natürlich einen Topf Wasser auf volle Pulle stellt, und dann nur auf das Geräusch achtet, merkt man es schon.
Falls man wirklich einen Herzschrittmacher hat würde ich mich einmal vom Arzt beraten lassen, alle anderen Bedenken halte ich für Blödsinn. Man kocht ja auch nicht den ganzen Tag, falls sich die Katze wirklich gestört fühlt dann ist sie halt mal ein paar Minuten nicht in der Küche.

Zur Modellauswahl: Flexinduktion ist halt nochmal mehr Komfort und flexibler, kostet halt auch. Kann man auch gut ohne leben. Es gibt unzählige Modelle im Mittelklassebereich (Neff , Siemens ,...), da gibt es sicher eines wo die Kochzonen passen (oder eine Seite Flexzone, eine Normal...).

Man muss noch kucken ob das vorhandene Kochgeschirr Induktionsgeeignet ist (Magnet dranhalten). Sonst muss man hier auch nochmal investieren.
 

martin

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Bei Herzschrittmachern können ältere Modelle ggf. reagieren. Die modernen Schrittmacher seit mindestens 5 Jahren machen keine Probleme, es sei denn derjenige legt sich direkt auf eine eingeschalttete Kochzone.
 

MrPerfect

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Ok. Das es beim kochen Vorteile hat ist mir klar und unbestritten. Mir ging es ja wirklich um die "Nebeneffekte". Induktionsgeeignetes Kochgeschirr ist logisch, auch das dieses meist etwas teurer ist. Zum Glück haben wir nur WMF und nicht AMC ;-))) da kann man auch mal was neu kaufen.
Und wie genau muss man den Topf positionieren? Hat jemand so eine Flexzone?
 

KerstinB

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Der Topf muss im Bereich der Mitte einer Zone stehen. Ich habe schon einen 14 cm Topf auf dem 21cm Kochplatz stehen gehabt, aber keinesfalls quasi genau mittig, sondern halt mit einem Teil über der Kochstellenmitte. Das funktioniert.
 

kuechentante

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Angetrieben von Beiträgen im Internet die Geräuschentwicklung, mögliche Gesundheitsrisiken durch die Strahlung, Störung von Haustieren (Katze), Störanfälligkeit usw. heraufbeschwören.
Ich koche seit mehr als 15 Jahren auf Induktion.
Meine Katze lebt immer noch .
Mein Hund ist letztes Jahr im Alter von 17 Jahren von mir gegangen.

Meine 86-jährige Schwiegermutter kocht auch seit mehr als 12 Jahren auf Induktion , trotz Schrittmacher.

Gefährlicher sind dagegen wohl noch einige (ältere) Diebstahlsicherungen an Kaufhausausgängen oder die Sicherheitsschleusen an Flughäfen
... wurde ihr gesagt.
 

Mewtu

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Unser Induktionskochfeld (Miele , Vollflächig) hat in der Tat etwas gebrummt, was mich auch manchmal etwas genervt hat. Trotzdem hat Induktion weit mehr Vorteile für mich: schneller, besser einzustellen, hinterher keine heiße Herdplatte... Auch das Topfargument zieht nicht so, finde ich. Fast alle Töpfe sind doch inzwischen für alles geeignet.
Vor dem Miele-Feld hatten wir ein Bosch , dass mir sogar besser gefallen hat. Bei Interesse suche ich es dir raus.
 

maria_kocht

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Ich finde manche Dinge auf Induktion auch nach einiger Gewöhnung noch schwierig bis unmöglich: Sehr scharfes Anbraten (Hackfleisch schneller anbraten, als es verwässert), Tortilla stocken lassen (ohne anbrennen von unten), „richtiges“ Spiegelei. Dafür wünsche ich mir gelegentlich Ceran zurück.. oder brauche ich einen Kochkurs? Wo habt ihr das Kochen auf Induktion „gelernt“? (Etwas off-topic, aber hilft vielleicht manchen auch bei der Entscheidung)
 

Snow

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@maria_kocht
Gerade das scharfe Anbraten macht Induktion wie ich finde leichter, kurz Powerfunktion, anbraten, Temperatur runter und Hackfleich köcheln lassen. Und angebrannt ist uns jetzt auch noch nie was. Kann aber durchaus auch sein, dass es an der Beschaffenheit von Töpfen und Pfannen liegt. :so-what:
 

isabella

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Ich habe das Kochen mit Gas gelernt und habe mich dann hier in Deutschland mit Elektro abfinden müssen - Induktion war für mich eine echte Befreiung. Ich gehe davon aus, dass die Umgewöhnung anders herum auch schwierig sein kann - Scharf anbraten geht schon, normalerweise steht in der Bedienungsanleitung, wie man die Kochgefäße am Besten auf Temperatur bringt - der Unterschied ist, dass es keine Restwärme gibt, runterschalten heißen runterschalten, also musst Du wahrscheinlich mehr wagen...
 

lovecooking

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Hallo liebe Küchenfreunde,
ich persönlich bin auf der Seite eines Induktionsherds. In einer halben Minute kocht das Wasser, es kann sofort angefangen werden zu braten und auch die Töpfe sind meiner Meinung nach ideal, aufgrund des sonst bemängelten überteuerten Preis, was sich meiner Meinung nach auch noch im guten Rahmen befindet.
Also wem das schnelle Kochen wichtig ist und nicht ewig auf die heißen Platten warten will, sollte nach Induktion greifen!
Liebe Grüße!
 

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