Status offen Ikea vs. Markenküche (Bora Pure, Mietwohnung)

Goleo

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Titel des Themas: Ikea vs. Markenküche (Bora Pure, Mietwohnung)

Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und habe die letzten Wochen bereits - meist als Gute-Nacht-Lektüre - fleißig mitgelesen.

Wir (junge Familie um die 30, erwarten in wenigen Wochen unser erstes Kind) ziehen im Herbst in eine größere Wohnung und da das Haus neu gebaut wird und keine Küche vorhanden ist sind wir nun auf der Suche.

Eine Küche in L-Form wäre möglich, aber ein U macht aus unserer Sicht mehr Sinn, da es einfach mehr in die Wohnung passt und wir auch schon gerechnet haben was wir gerade so an Schränken haben und was wir mit L und/oder U so ca. hätten. Da L wirkt dabei zu klein.
--> Ein U soll es sein!

Etwas schlau gemacht, in Möbelhausprospekten geblättert und mit - so dachten wir - gut informierten Verwandten gesprochen: Für 5.000 bis 8.000 Euro sollte es da ja schon was ganz tolles geben! Super, das ist schon drin! :-)
Das Aufwachen kam dann nach dem ersten Besuch im Möbelhaus und tieferer Recherche (unter anderem hier) und das Budget wurde schnell erhöht.

Grundsätzlich stellt sich für uns die Frage: IKEA vs. Markenküche und ich möchte hier kurz erklären welche Überlegungen uns hier bewegen:

PRO IKEA :
- Wir wohnen zur Miete! Zwar planen wir in der Wohnung sehr langfristig (Eigentum bei den Preisen im Alpenvorland bei uns noch sehr weit entfernt) und haben auch bei einem zweiten Kind immer noch genug Platz und sogar ein Gästezimmer "über". Dennoch weiß man nie was kommt und es fühlt sich komisch an eine fünfstellige Summe zu bezahlen. Wenn wir hier am Ende eine erhebliche Summe sparen könnten, dafür aber nicht das All-Inc Paket und ggf. etwas schlechtere Qualität bei den Fronten haben, dann wäre das eine Überlegung.

PRO MARKENKÜCHE:
- All Inclusive Paket. Der Geburtstermin unseres Babies und der Umzug fallen sehr nah aufeinander. Ich habe Berichte gelesen wie ein Paar eine ganz tolle IKEA Küche aufgebaut hat. Das Pakete sortieren hat einen halben Tag gedauert. Das Aufbauen der Schränke viele Tage. Zudem etliche Nerven wegen nicht passenden Teilen und vergessenen Lieferungen. Das wird bei uns zu dieser Zeit nicht drin sein und wir möchten die Zeit mit dem Baby genießen und da wird der übrige Umzug bereits herausfordernd genug. Wenn wir umziehen und die Küche schon steht... Das wäre perfekt.
- Sonderwünsche: Wir haben einige Dinge auf die wir nicht verzichten wollen oder bei denen wir gesagt hatten "darauf kommt es dann jetzt auch nicht mehr an". Bspw. auch der Muldenlüfter. Im Küchenstudio alles möglich bei Ikea müssten wir dies alles separat organisieren.

Status Quo der Planung:

Grundsätzliches & Design:

Der Boden in der Wohnung ist rustikales Eiche Natur (ACHTUNG, falsch in Nobilia Planung!).
Unsere Einrichtung besteht aus weißen Möbeln, gemischt mit modenen skandinavischen Akzenten (Vitra Stühle) und als Highlight ein großer Altholztisch in der Mitte des Raumes.
Daher ein Mix aus (altem) natürlichem Holz und modenen Designs, eher helle Farben.
-Arbeitsplatte: Wir wollten anfangs gerne auf Holz gehen. Passend zum Boden, sehr rustikaler, "kerniger", und echter Look. Jedoch wurde uns davon abgeraten, da es sonst zu viel Holz wird wo wir eh schon den Holzboden haben. Nun sind wir bei einer Platte in Steinoptik gelandet. Hierbei wäre uns wichtig dass die Optik eher ruhig und uni ist.
-Farbe: Matt weiß steht hier eigentlich. Bei Ikea hatten wir uns aber auch mal das grau von VEDDINGE angeschaut, aber das funktioniert aus unserer Sicht nicht so gut mit den Holzakzenten (siehe nächster Punkt).
-Holzakzente: Um etwas "Pep" hereinzubringen hatten wir die Idee die Hochschränke in Holzoptik einzufassen. Die Seitenteile könnten auch weiß bleiben.
-Hängeschänke: Ich würde am liebsten ganz auf Hängeschränke verzichten, da ich es moderner und cleaner finde. Meine Frau legt hier aber ein Veto ein, da sie Gläse und Tassen hoch lagern will.
-Wir sind noch auf der Suche nach einem passenden Standardgriff. Der Vernunft halber haben wir uns gegen Griffleisten entschieden (die ich ganz toll fand) da meine Frau manchmal die Nägel lakiert und ein Kind im Alter sicherlich auch öfter nicht die Leisten trifft beim Aufmachen. Auf ständiges putzen haben wir keine Lust.

Gibt es hier Designliebhaber und Experten die zu den Punkten gerne eine Meinung abgeben möchten? ;-)


IKEA:
Das genaue Design ist noch nicht entschieden, eben sowenig die genaue Aufgliederung der Schubladen (2 groß vs 1 groß und 2 kleine usw.). Jedoch haben wir mal alle Module im Planer geplant wie wir sie haben wollten um mal einen Preis zu kalkulieren. Zudem wollen wir die Küche etwas aufpeppen in dem wir ein paar Fronten austauschen gegen Fronten mit einem Furnier in Holzoptik und Struktur. Als IKEA Front haben wir die Veddinge in weiß gewählt, da hier sehr häufig empfohlen auch in Bezug auf P-L.

Bei Ikea komme ich auf folgende (sehr grobe Kalkulation!):
2800€ IKEA Schränke
1500 € E-Geräte (Neff Backofen mit Slide & Hide, Neff Kühlschrank, Bosch Geschirrspüler; "Standardklasse" zu aktuellen Web-Preisen)
500€ separate Fronten mit Holzfurnier vom Schreiner für Hochschränke und Hängeschränke (zB Küchenfront 24). Preis geschätzt, da nicht angefragt.
3000€ Bora Pure inkl. Einbau; Preis geschätzt
600€ Arbeitsplatte; Preis geschätzt
= 8.400€

Hinzu kommt noch die Montage. Wie oben beschrieben wird es für uns wohl nicht in Frage kommen selbst aufzubauen. Der Ikea Aufbauservice soll sehr schlecht sein, weshalb ich mich hier um einen Drittanbieter bemühen würde. Auch wieder Aufwand ggü. dem "All-Inc-Service".
Die Kosten schätze ich - nach einer ersten Anfrage - mal auf 1000 bis 2000 Euro, je nach dem was wir selbst machen.
Die Arbeitsplatte zB und den Einbau der E-Geräte möchte ich auf gar keinen Fall selbst machen. Ebenso wenig die finale Montage und das Ausrichten der Schränke. Ich könnte mir hier vorstellen mit Freunden und Helfen die Korpi vorzumontieren.

Dennoch glaube ich dass wir dann am Ende irgendwo zwischen 9.500€ und 10.500€ landen werden. Das ist dann nicht mehr so viel günstiger als die Markenküche, die zudem einen höheren Wiederverkaufswert hat und insgesamt uns dann eben am Ende nochmal viele Stunden - evtl. Tage - Arbeit spart, selbst wenn wir den Aufbauservice "voll" buchen.
Haltet ihr diese Kalkulation für realistisch / für zu hoch / zu niedrig?

Eine Alternative wäre natürlich die IKEA Küche abzuspecken. Daher Standard Kochfeld und Abzugshaube an die lange Wand und dann auch die "Halbinsel" etwas verschlanken. Ich rechne hier mit einer Ersparnis von ca. 2000€.
Das wäre es uns dann am Ende aber wieder Wert hier mehr zu investieren. Die Gründe sind dass der Raum an der Stelle vom Bora Kochfeld höher ist und die Küche gleich viel moderner wird. Zudem gewinnt die Küche deutlich an Wert, was dann natürlich wichtig ist wenn wir sie irgendwann bei Auszug verkaufen würden.

Unser Gedanken waren hierzu nur "abzuspecken" wenn wir dann am Ende eine echte, aber dennoch gute Low-Budget-Variante am Start haben. Daher eine sehr solide, große und nordisch-chice Ikea Küche für 5.000€. Das halte ich für unrealistisch. Was denkt ihr?

MARKENKÜCHEN:

Wir waren in einem sehr großen Möbelhaus und in einem kleinen Küchenstudio .
Beide Beratungen und Planungen waren sehr gut. Am Ende sind die Planungen auch fast identisch und unterscheiden sich nur durch die Hersteller: Nolte oder Häcker (noch nicht gerechnet) oder Nobilia.

Eine Planung der Nobilia Küche findet ihr anbei. Hierzu freuen wir uns über Verbesserungsvorschläge.

Preislich denken wir dass wir uns hier in etwa zwischen 12.000 und 13.500€ bewegen. Eine Planung ist noch komplett unverhandelt, daher die eher hohe Range. E-Geräte der Planungen haben wir noch nicht en-detail verglichen.

FAZIT:

Aufgrund der aufgeführten Gründe tendieren wir eher zur Markenküche mit "All-inc-Service" aus einer Hand, da ich den Preisunterschied - sofern das unverhandelte Angebot noch Spielraum nach unten hat - bei "nur" 2000€ sehe. Rechne ich dies mit dem Wiederverkaufswert einer Markenküche vs Ikea und auch der gewonnen Zeit gegen ist es uns das mehr als wert.

Vielen lieben Dank im voraus und Gruß,
Goleo

Checkliste zur Küchenplanung

Personenkriterien und Ergonomie
Anzahl Personen im Haushalt: 3
Davon Kinder: 1
Körpergrößen aller Hauptbenutzer in cm (wegen Arbeitshöhe): 1,87 und 1,70
Welche Arbeitshöhe ist angedacht (in cm)?: 88

Gebäudekriterien
Art des Gebäudes: Neu-/Umbau > Planänderungen nicht möglich
Brüstungshöhe des Fensters (in cm): 100
Fensterhöhe (in cm): 120
Raumhöhe in cm: 250 und teilweise wegen Gallerie noch höher zur Raummitte ansteigend
Heizung: Fußbodenheizung
Sanitäranschlüsse: fix

Einbaugerätekriterien
Ausführung Kühlgerät: Integriert im Hochschrank (60cm)
Einbaukühlgerät Größe: 178cm
Ausführung Tiefkühl (TK)-Gerät: Im Kühlschrank ab 3 Schubladen unten
Dunstabzugshaube: Umluft
Hochgebauter Backofen: ja
Geplante Heißgeräte: Standmikrowelle, Backofen
Hochgebauter Geschirrspüler: nein
Art des Kochfeldes: Induktion
Kochfeldbreite (ca. in cm): 78 (Bora Pure geplant)

Sitzmöglichkeiten
Sitzmöglichkeit in der Küche / im Küchenbereich: Separater Tisch
Sitzmöglichkeit: Für wieviel Personen?: Für 6 Personen
Sitzmöglichkeit: Tisch - wenn gesonderter Tisch oder offene Küche: Vorhandener Tisch
Gewünschte oder vorhandene Tischgröße:
Wofür soll der Sitzplatz in der Küche genutzt werden und wie häufig: Der Tisch im Wohn-Essbereich wird zum Essen benutzt. Er ist aus Altholz gefertigt und somit ein wenig "der Star des Raums" und recht zentral.

Überlegung war an der Kochinsel (Halbinsel) alternativ zu den Unterschränken auf der Rückseite einfach nur eine überstehende Platte zu machen und dort Hocker hinzustellen. Allerdings glauben wir dass wir das mit Baby nicht sehr häufig nutzen und zweitens das Ganze überladen wirken könnte.
Auf der anderen Seite haben wir keine Erfahrung mit Kocheninseln und stellen es uns passend vor wenn man dort vor dem Besuch kocht und gemeinsam schnippelt und der Besuch lässig an der Insel auf den Hockern sitzen kann...
Status Quo planen wir aber mit den Schränken und ohne Hocker. Meinungen?


Stauraumplanung
Was steht auf der Arbeitsplatte oder soll dort stehen?: Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster, Obstschale
Welche weiteren Küchenmaschinen müssen in der Küche untergebracht werden: Allesschneider (z.B. in Schublade), Mixer, Pürierstab
Was soll in der Küche außer den Standards untergebracht werden: ALLE Vorräte, Geschirr komplett (nichts in Ess-/Wohnzimmer)
Welchen Stauraum gibt es sonst noch: Keller

Kochgewohnheiten
Was/wie wird gekocht? (Alltagsküche, Menüs, Snacks usw): Alltagsküche
Wie häufig wird gekocht: (fast) täglich 1x warm
Wird alleine gekocht? Oder auch gemeinsam? Mit und für Gäste?: Meist alleine; 1x im Monat mit Gästen

Spülen und Müll
Spülenform: 1 Becken ohne Abtropffläche
Welche Mülltrennung soll in der Küche vorgehalten werden: Biomüll, Plastik, Restmüll

Sonstiges
Steht schon ein Küchenhersteller fest oder wird bevorzugt: Ikea, Nolte, Nobilia, Häcker haben wir uns angeschaut
Steht schon ein Gerätehersteller fest oder wird bevorzugt: Bora Pure Kochfeld, Rest Markengeräte ohne Präferenz
Küchenstil: Klassisch
Was stört an der bisherigen Küche und was soll die neue Küche unbedingt können? Warum?:
Preisvorstellung (Budget): 8000 - 12000

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@Goleo Sorry, dein Thread ist leider irgendwie untergegangen, was aufgrund der vielen Anfragen manchmal passiert.

Bei eurer Situation klingt Ikea einfach aufgrund des hohen persönlichen Einsatzes für euch unpassend. Grade eine U-Küche aufzustellen, ist eine größere Herausforderung, da auch im Neubau die Wände gerne mal nicht 100% grade sind und nicht exakt im 90 Grad Winkel zueinander stehen. Noch dazu muss man bei Ikea die nötigen Eckpassstücke selber basteln, da gibt es nichts Vorgefertigtes.

Beim Preis für die Markenküche könntest du beim Kochfeld mit Bora einsparen, in dem du den schmalen Hochschrank (Apotheker?) weglässt und ein "normales" Kochfeld mit Wand-DAH auf die Wandseite packst. Ich halte eine reine Arbeitshalbinsel sowieso für günstiger, weil
a) der Dunstabzug viel weniger mit Querströmungen zu kämpfen hat und besser funktioniert
b) der Besuch lässiger an der Insel auf den Hockern sitzen kann, wenn da keine Fettspritzer rumfliegen
c) man gar nicht so viel am Kochfeld steht. Schnibbeln und Vorbereiten braucht mehr Zeit.
d) die Halbinsel prima für größere Backaktionen, Buffets usw genutzt werden kann.

Oder seid ihr inzwischen auch ohne uns schon weiter gekommen?
 

KerstinB

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@Goleo ... und, was man hier nicht vergessen darf, ist das Gesamtraumkonzept. Denn leider ist der Raum mit 567 cm nicht besonders breit und da muss man schon überlegen wie Sofa/Tisch/Stühle etc. stehen können/sollen, damit auch ein Balkonzugang noch möglich ist.

Evtl. gibt es ja auch schon ein paar mehr Maße für den Raum, u. a. , wo die Balkontür genau ist. Die genaue Fenster- und auch Wasserposition usw.
 
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