Handwerker kontrollieren - gewusst wie

Michael

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Handwerker kann man nicht alleine lassen. Sie müssen kontinuierlich beaufsichtigt werden und das nervt natürlich beide Seiten: Den Handwerker, der sich beobachtet fühlt und auch den Kunden, der den Handwerker unter Kontrolle haben möchte, aber möglichst unauffällig. :so-what:

Da liegt das Problem - den ganzen Tag während der Küchenmontage im Türrahmen stehen ist eine Option, aber eben eine schlechte. Gleiches gilt für das Sitzen in der Küche auf einem Stuhl oder ansonsten geeignetem Möbel. Kommt nicht gut an. :trost:

Kreativität ist also gefragt und zwar im Sinne von: Wie kann ich mich so oft wie möglich den Monteuren nähern ohne ihnen auf den Sack zu gehen?
In dem Zusammenhang kennt sicher jeder den Klemptner, bei dessen Besuch man mit halbwegs ausgeprägtem Geruchssinn genötigt wird mindestens ein Zimmerfenster zu öffnen und bei dem man hofft, er würde nicht auch noch die Arme heben. Das ist keine schlechte Hygiene - das ist eine Abwehrreaktion. Der Kumpel wird bei der Arbeit in Ruhe gelassen. :cool:

Falls der Handwerker gut riecht kann man den Geruch im Raum auch hiermit noch verbessern:

Handwerkerfrühstück Kaffee.jpg

Klingt überraschend? Ist es aber nicht. In Handwerkerkreisen gibt es den Begriff der sogenannten "trockenen Baustelle". Ein jeder sollte sich davor hüten in Zusammenhang mit diesem Insider-Begriff gegebracht zu werden. Das ist der Mega-Gau und eigentlich nur noch mit einer Steigerung halbwegs zu kompensieren:

Handwerkerfrühstück.jpg

Damit hätten Sie den Kollegen wieder in der Spur und ein wenig Hoffnung sämtliche vorherigen Verhaltensweisen vergessen zu machen. Das abgebildete Phänomen nennt sich übrigens Frühstück und wird bei Handwerkern eigentlich zu jeder Tageszeit bewältigt.

Auch wenn die Jungs sich ungern zwischendurch hinsetzen kann man es auch mal damit versuchen:

Handwerkerfrühstück besser.jpg

Evtl. mit dem vorsichtigen Hinweis, man könne sich ja auch ne Stulle mit in die Küche nehmen.

Wenn man es sich mit dem Handwerker türrahmentechnisch so richtig versaut hat oder sogar bei laufenden Sanitärarbeiten versuchte einen Blick in den Spülschrank zu werfen, hilft eigentlich nur noch das:

Handwerkerfrühstück noch besser.jpg

Das nennt sich Frühstück, Mittag und Abendessen in einem Rutsch. Entgegen früherer Zeiten können Sie die Kanne Bier im Kühlschrank lassen - die nimmt keiner. :obacht:

Das Positive ist: Man kann beliebig oft die Küche betreten und ist ein gern gesehener Gast. :2daumenhoch:
 

mozart

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...nach dem 3. Foto könnte ich vielleicht noch ein paar Fronten einstellen....
 

isabella

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Den Trick habe ich drauf - aber schön zu wissen, dass es auch geschätzt wird. Eine „trockene Baustelle“ in einem (halb-)italienischen Haushalt wäre undenkbar:drinks:
 

menorca

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Aber warum stellst du das jetzt ein, Michael?
Waren die letzten Baustellen zu trocken?? :rofl:
 

Michael

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Einige schon. Tatsächlich habe ich gestern Bilder sortiert und die Schätze gefunden.
 

russini

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Wobei das Essen auf dem Tablett dir mehr Energie liefern wird und die anderen eher träge danach machen ;-)

Aber trockene Baustelle ist echt nix.. Bei uns wird auch eher gemestet in der Verwandschaft, könnte ja jemand verhungern bei der Arbeit.
 

kuechentante

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Trockene Baustelle....
Das kannte ich nich nicht.
Muss ich mir merken und weitersagen .
Die trockensten Baustellen, sind meistens die , wo die Küche teuer
Und anspruchsvoll ist.
Also bei den Leuten mit dem größten Portmonaie .
Na irgendwoher muss die Kohle ja kommen , man spart gerne bei anderen.
Bei Omma umme
Ecke ist die Bauststelle feucht .
 

martin

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Einmal hatte ich die reinste Gourmet-Baustelle bei einem Arzt: alle Vorarbeiten (allein dafür 8 Werktage eingeplant), Küche der 40k€-Klasse montieren (geplant 4 Werktage).

Es gab Getränke nach Wunsch und Bedarf, zum Frühstück belegte Brötchen, mittags ein frisch gekochtes (ja, die Tendenz geht zur Zweitküche) immer sehr leckeres 4-Gänge-Menue, nachmittags Torte und Gebäck und abends noch mal belegte Brötchen.

Erfolg: 2 Tage mehr als geplant gebraucht und 2kg mehr auf den Rippen.

Als ich mit der Kundin den Nachmontage-Termin (max. 2Std.) vereinbaren wollte, sagte sie: kommen sie bitte so, dass wir gemeinsam zu Mittag essen können. Es gab wieder 4 Gänge.

Die Verpflegung war fürstlich, das Trinkgeld ebenso.
 

Snow

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Als unsere Küche montiert wurde, hat meine Frau die Monteure auch mit Essen und Getränken verwöhnt. Das Ergebnis war, dass die Küche schon nahezu steril gereinigt übergeben wurde.
Letzten Herbst wurde die Fassade gemacht. Die Handwerker staunten nicht schlecht als draussen für sie aufgetischt wurde.
Ich finde, dass gehört sich einfach.
 

marcohh

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Ist das euer Ernst? Wir haben hier ständig Menschen die Dinge für uns tun (Gärtner, Poolpflege, Maler, Schreiner, div. Wartungsarbeiter, Haushaltshilfe, Nanny, etc.) - die sollten wir alle mit großer Getränke Auswahl und Essen bei Laune halten?
Klar frag ich ob jemand einen Kaffee will, oder stelle ein Wasser hin - aber das war`s dann auch. Und das hat nichts mit Geiz zu tun.
Ich bekomme bei meinen Kunden auch keine Bewirtung - würde ich auch ziemlich merkwürdig finden.
 

Wolfgang 01

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Ist das euer Ernst?

Wer weiß....:rofl: gemeint ist sicherlich der "Bestechungsobolus" um den vermeintlichen Montageort mehrmals betreten zu dürfen ohne das es als nervig eingestuft wird.

Bei uns ist fast jede "Baustelle" eine trockene. Da gibt es mal nen Kaffee. Irgendetwas machen wir wohl falsch wenn ich mir die Bilder von Michael so anschaue....
 

Snow

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Wir haben hier ständig Menschen die Dinge für uns tun (Gärtner, Poolpflege, Maler, Schreiner, div. Wartungsarbeiter, Haushaltshilfe, Nanny, etc.
Und da geizest du rum, bei dem Personal das du beschäftigst? :so-what::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl:

Spaß beiseite, sagt ja auch niemand, dass es ganze Menues sein müssen, was zu trinken anzubieten oder auch mal ne Tüte Brezeln tuts ganz sicher auch. Eine kleine Aufmerksamkeit motiviert ungemein. ;-)
 

isabella

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Ist mein Ernst, wenn Handwerker hier längere Zeit am Werkeln sind, gibt es immer Kaffee, Getränke und hin und wieder was zum Essen, und zwar so, dass die Handwerker sich das selbständig holen können.

Und bei der Arbeit sorge ich in regelmäßigen Abständen, dass meine Leute mal ein Eis, mal Süßigkeiten bekommen - es sind kleine Gesten, die aber auch zeigen sollen, dass man die Menschen wertschätzt. Man wird i.d.R. auch so behandelt, wie man sich gibt...

Ich habe allerdings kein Poolboy, was jetzt gerade bei mir in Zusammenhang mit dem Threadthema den totalen Kopfkino ausgelöst hat... :rofl::rofl::rofl:
 

Nice-nofret

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.. unser Poolboy - ist nen roboter - den muss man nur nach getaner Arbeit putzen ... - man verschiebt das putzen also nur Zeitlich nach hinten. ;-)
 

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