Geflieste Arbeitsplatte oder Alternative

Pfefferminza

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Geflieste Arbeitsplatte oder Alternative

Guten Abend,

um unsere Küchenplanung abzuschließen, bin ich noch auf der Suche nach einer passenden Arbeitsplatte. Unsere Küche im Landhausstil (Fronten mit schlichten Rahmen und glatter Füllung) wird aus gebeizter Altholz-Fichte hergestellt.

Die "Halbinsel" unserer U-Küche wird 110 cm breit, wobei die hinteren 40 cm (Richtung Esstisch) der Arbeitsplatte aus Massivholz (Eiche) werden.

Bei den Granitplatten scheitert es am passenden Farbton; eine schwarze Arbeitsplatte gefällt mir nicht und die anderen "Granit-Farben" sagen mir auch nicht so zu. Jetzt reift die Idee die Arbeitsplatte zu fliesen; ich erhoffe mir folgende Vorteile:

-große Auswahl des "Designs"/Farbton
-glatte und trotzdem matte Oberfläche auf der man auch Teige ausrollen kann
- hitzebeständig, kratzfest, pflegeleicht
- kostengünstiger als eine Granitplatte

Das Problem mit den Fugen erhoffe ich mir mit XXL-Fliesen (=wenig Fugen) und Epoxy-Fugenmasse zu lösen?!

Soweit ich weiß, wäre bei einer Ausschnitt-Bearbeitung der Fliesen mit einem? Nassschneidegerät? beim Steinmetz auch ein flächenbündiger Einbau möglich?!

Als Unterbau müsste der Schreiner eine "wasserdichte" Platte einbauen, auf die dann gefliest wird?!

Als Kantenabschluss stelle ich mir einen massiven Eichen-Umleimer vor.

Könnt ihr mich in meinem Vorhaben bestärken? Welche Ratschläge sollten wir beachten? Gibt es jemand der Erfahrung mit einer gefliesten Arbeitsplatte mit XXL-Fliesen (vll. sogar mit flächenbündigem Kochfeld und Spüle) hat?

Ich freue mich über jede Anregung oder auch Alternative!

Checkliste zur Küchenplanung

Personenkriterien und Ergonomie
Anzahl Personen im Haushalt:
4
Davon Kinder: 2
Körpergrößen aller Hauptbenutzer in cm (wegen Arbeitshöhe): 165
Welche Arbeitshöhe ist angedacht (in cm)?: 91

Gebäudekriterien
Art des Gebäudes:
Neu-/Umbau > Planänderungen möglich
Brüstungshöhe des Fensters (in cm):
Fensterhöhe (in cm):
Raumhöhe in cm:
240
Heizung: Fußbodenheizung
Sanitäranschlüsse: vollkommen variabel

Einbaugerätekriterien
Ausführung Kühlgerät:
Integriert im Hochschrank (60cm)
Einbaukühlgerät Größe: 178cm
Ausführung Tiefkühl (TK)-Gerät: N. a.
Dunstabzugshaube: Abluft
Hochgebauter Backofen: ja
Geplante Heißgeräte: Backofen
Hochgebauter Geschirrspüler: ja
Art des Kochfeldes: Induktion
Kochfeldbreite (ca. in cm): 80

Sitzmöglichkeiten

Sitzmöglichkeit in der Küche / im Küchenbereich: Separater Tisch
Sitzmöglichkeit: Für wieviel Personen?: Für 8 Personen
Sitzmöglichkeit: Tisch - wenn gesonderter Tisch oder offene Küche: Wird nach Bedarf neu gekauft
Gewünschte oder vorhandene Tischgröße:

Wofür soll der Sitzplatz in der Küche genutzt werden und wie häufig: Essen 3x Tag, Hausaufgaben, Zeitung lesen etc.

Stauraumplanung

Was steht auf der Arbeitsplatte oder soll dort stehen?: Thermomix
Welche weiteren Küchenmaschinen müssen in der Küche untergebracht werden: N. a.
Was soll in der Küche außer den Standards untergebracht werden: Geschirr komplett (nichts in Ess-/Wohnzimmer)
Welchen Stauraum gibt es sonst noch: Speisekammer, Hauswirtschaftsraum

Kochgewohnheiten

Was/wie wird gekocht? (Alltagsküche, Menüs, Snacks usw): Alltagsküche
Wie häufig wird gekocht: (fast) täglich 1x warm
Wird alleine gekocht? Oder auch gemeinsam? Mit und für Gäste?: Allein

Spülen und Müll

Spülenform: 1 Becken mit Abtropffläche
Welche Mülltrennung soll in der Küche vorgehalten werden: Biomüll, Gelber Sack Müll, Restmüll

Sonstiges

Steht schon ein Küchenhersteller fest oder wird bevorzugt: Schreiner
Steht schon ein Gerätehersteller fest oder wird bevorzugt: Miele
Küchenstil: Landhausküche
Was stört an der bisherigen Küche und was soll die neue Küche unbedingt können? Warum?:

Preisvorstellung (Budget):

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Landmadl

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Hallo,
hier ist eine fertiggestellte Küche mit Fliesenarbeitsplatte. Da steht auch was zum Aufbau dabei.
 

KerstinB

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Hier aus dem Forum: Ein moderner Flugzeugträger ;-) - Album von Gatto1 - 0 Kommentare - Seite 1

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Was ich aber nicht verstehe:
Die "Halbinsel" unserer U-Küche wird 110 cm breit, wobei die hinteren 40 cm (Richtung Esstisch) der Arbeitsplatte aus Massivholz (Eiche) werden.
Du willst die 110 cm tiefe Arbeitsfläche, die das Kochfeld beinhaltet teilen? Das würde ich wohl eher nicht machen. Fände ich optisch nicht so gelungen und dann Eiche-APL zur Fichtefront?
 

Pfefferminza

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Guten Morgen,

Vielen Dank schon mal für die Links!

@ Kerstin: ich hab noch ein Foto angehängt mit einer "geteilten" Arbeitsplatte... Mir gefällt es gut, wenn das Holz wie ein Rahmen wirkt. Aber da ist natürlich Geschmackssache

Der Massivholzumleimer hat nb. der Kantenabschlussfunktion auch noch den Vorteil, dass es "weicher/wärmer" ist, wenn man sich beim Arbeiten dranlehnt. Dass das Holz an diesen Stellen mit drr Zeit eine Patina bekommt ist mir bewusst und nicht schlimm.

Die Eiche zur Fichte gefällt mir eigentlich auch, ist auch auf ein paar Fotos zu sehen, der Esstisch soll auch Eiche werden und dann wiederholt sich das in der Küche. Außerdem soll es ja für den Umleimer ein Hartholz sein. Der Sockel wird warsch auch aus Eiche.
 

KerstinB

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Ich habe ja auch eine Fichte-Küche. Dazu habe ich eine helle leicht beige mit olivbraunen Minisprenkeln Keramik-APL von Systemceram ... siehe Link in meiner Signatur "meine Küche".
Die Übergänge Eiche-APL zu gefliest finde ich gewöhnungsbedürftig. Ich habe damals auch lange wg. der Kochfeldzeile hin- und her überlegt, weil Systemceram max. 186 cm lange Arbeitsplatten (massive Keramik) fertigt. Und habe mich gegen den Mix entschieden. Weil es mir zu viel gewesen wäre. Und das finde ich für die Halbinsel bei dir auch - Fichtefront, Keramik-Fliesen als APL vermischt mit Eiche, Kochfeldoberfläche, Eichekante

Ich weiß auch nicht, wie gut sich eine Holzkante anarbeiten lässt. In dem von mir verlinktem Beispiel oben, ist die APL ja quasi auch rundum mit Fliese verkleidet. Was sagt denn dein Schreiner?
 

bibbi

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Arbeitsplatten mit Fliesenbett und Holzanleimern wurden Ende der 80er bis Mitte der 90er häufig verplant.Mit den heutigen Fertigungsmöglichkeiten der Arbeitsplattenkonvektionäre
ist dies aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäs.
Hier würde meine Wahl auf eine Keramikarbeitsplatte in 4cm Ausführung fallen.
Da gibt es zig matte pflegeleichte Dekore ,die hervorragend mit Massivholz harmonieren.

Keramik - Jetstone | Partner in worktops
 

mozart

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Hi,
immerhin funktioniert das mit Steinzeugfliesen problemlos.
Wichtig ist, daß man alle Fliesen nach dem Zuschnitt erst mal trocken einlegt und die Passungen kontrolliert.
Ausschnitte oder Ausklinkunegn immer von außen nach innen auf voller Stärke schneiden, nicht in mehreren Schritten schneiden, weil Steinzeug sonst gerne reißt.
Flächenbündiger Einbau wird m.E. nicht funktionieren, dazu bräuchtest Du eine CNC-Maschine.
Das Verfugen mit Epoxy sollte vorher an einem Übungsstück geübt werden. Das Material verhält sich anders, als normale Zementfugenmasse. Nach dem Einbringen gibt es aber kein Zurück mehr-also vorher ausprobieren.
Sehr sauber arbeiten! Getrocknete Fugenmasse auf dem Fußboden läßt sich praktisch nicht mehr entfernen! Der Holzanleimer sollte genau abgeklebt werden.
Ich würde eine ausreichend dicke Trägerplatte nehmen und mit einer (nach Trocknung) Gummi-artigen Dichtmasse aus dem Sanitärbereich mehrfach absperren.
Anbei eine Beispiel, schon etwas älter, ebenfalls mit Holzkante.
 

Snow

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Hier kann ich Fliesen empfehlen die rektifiziert und kalibriert sind, also die gerade Kanten haben und alle exakt gleich groß sind. Das hat den Voteil, dass schmale Fugen möglich sind. Als Trägerplatte empfiehlt sich wasserfest verleimte Platten zu nehmen. Zw. Trägerplatte und Fliesen eine Entkopplungsmatte legen die eine Rissbildung verhindert. Zum fliesen unbedingt einen hochflexiblen Kleber nehmen.

Flächenbündiger Einbau geht, erfordert aber sehr präzieses Arbeiten.
 
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Pfefferminza

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Vielen Dank für die Tips! Mit dem Schreiner habe ich nächste Woche einen Termin und ich habe jetzt mal bei einem Fliesenleger angefragt.

Der Holzumleimer ist vll. nicht mehr zeitgemäß, aber mir gefällt es trotzdem .

Wg. Der vielen verschiedenen Materialien hast du schon Recht Kerstin, dass muss ich mir noch gut überlegen. Wenn es doch eine Platte aus einem Guss wird für die Halbinsel (Es gibt ja theoretisch so große Fliesen 120x300m) und das Kochfeld flächenbündig eingebaut wird, kann ich es mir aber schon gut vorstellen.

Was ist denn eigentlich dann noch der Unterschied zwischen einer Keramikarbeitsplatte und einer 2x3m großen Fliese? Warsch. dass die KeramikArbeitsplatte keinen extra Unterbau braucht??!

Jetzt warte ich mal ab, was meine Handwerker sagen.
 

KerstinB

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Die großen Keramikarbeitsplatten bringen ihren Unterbau quasi mit. Das kannst du in dem Link von Bibbi aus Beitrag 8 ganz gut erkennen.
 

isabella

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Du hast nach Alternativen gefragt - eine Möglichkeit, das Kochfeld flächenbündig einzubauen und dennoch eine Holzarbeitsplatte zu haben, saubere Übergänge und einen ordentlichen Aussehen ohne zu viel Mischmasch wäre, unterschiedliche Arbeitszonen mit unterschiedlichen Arbeitsplatten zu versehen, wie in dieser Küche: Nach zwei Jahren Planung endlich fertig: Unsere LEICHT-Küche mit großer Arbeits- und Kochinsel| Küchenplanung einer Küche von Leicht
Dann wäre die Schwarze Farbe nicht so dominant.
In dieser Küche hier, wurde Muschelkalk verwendet, ist nicht so „Granit“-Mäßig: Große Schreinerküche mit massiver Arbeitsplatte aus Muschelkalk| Küchenplanung einer Küche von Schreinerküche

Wenn man Fliesen und aber wenige Fugen möchte: Es gibt heutzutage Fliesen die 1 oder 1,20 sind. Da geht aber der rustikale Charakter verloren. Dann lieber schönen Zementfliesen, das macht wenigstens was her. Solche Plattenanlagen sieht man in italienischen Landhausküchen aus den 80er, meistens mit Cotto-Fliesen. Da sind sie Küchen aber meistens gemauert, dann passt es.
 

Pfefferminza

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Die Variante mit 2 verschiedenen Materialien auf der Insel gefällt mir gut, aber bei uns wirds defintiv eine U-Küche und da wirds dann schon schwieriger, weil ich zwischen Spüle und Herd auf alle Fälle kein Holz will.

Vom Stil her wird es bei uns auch eine Landhausküche mit gemauerten Elementen, also schon ein bischen rustikaler.

Wenn ich 1x1 m Fliesen nehme, hätte ich 5 Fugen (und zusätzlich die Abschlüsse zur Massivholzkante)
3 Fugen/Stöße hätte ich bei einer Steinplatte auch...
Hab heute mit dem Fliesengeschäft telefoniert; flächenbündiger Einbau ist möglich.
Jetzt bin ich gespannt, was der Spaß kosten würde.
Die Fugen sind zwar optisch nicht der Hit, aber ich hab gehört dass es die Epoxy Fugenmasse in verschiedenen Farben gibt und bei hoffentlich schmalen Fugen fällts ja dann nicht so sehr auf...

Außerdem kann ich mich von der Vorstellung einer matten, glatten, pflegeleichten Oberfläche in einem schönen Braunton passend zum Holz und den gemauerten Elementen nicht mehr leicht lösen... Polierter Granit gefällt mir nicht und die geflammt und gebürsteten, getrommelten Varianten haben halt den Nachteil dass ich keine Teige darauf ausrollen kann, bzw. nicht so gut.

Über das Systemceram muss ich mich noch besser informieren.

Und eine Keramikarbeitsplatte ist halt leider eine der teuersten Varianten.
 

SH501

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Da ich mein Bad und meine Küche neu fliesen will, habe ich auch schon überlegt, mir die Arbeitsplatte aus Fliesen zu machen.

Vorteil wäre dann, dass Fussboden und Arbeitsplatte optisch identisch wären (Kann optisch natürlich auch ein Nachteil sein).

Große Fliesen sind eh fast immer kalibriert,so dass 2 mm Fugen möglich sind.
Ich hatte diese im Auge Boden- und Wandfliesen Ty02 Matt Volcanics 60 x 120 cm Feinsteinzeug - Porcela Bobo » DeineTür.de

(Falls das unter Werbung fällt,lösche ich den Link wieder).

Mit 5,8mm schön dünn, so dass man damit auch eine relativ dünne Arbeitsplatte hin bekommt inklusive der Unterbauplatte.

Leider habe ich nur Minimuster 10x10cm geschickt bekommen und eine 120x60cm Platte mit einem 10x10 Stück zu beurteilen ist fast unmöglich.

Ob da eine richtige Keramikplatte wirklich billiger kommt ,wie Wolfgang01 meint,wage ich jedoch
zu bezweifeln (kann mich aber auch täuschen).

5.76qm dieser Keramikfliesen kosten mich keine 250 Euro (jedoch + ca 80 Euro Speditionskosten).
Für das Geld bekomme ich bei den Keramik/Granitarbeitsplatten oftmals ja nichtmal 50cm*60cm Meter Arbeitsplatte oder einen Ausschnitt für den Herd.

Deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit einer selbstgebauten Arbeitsplatte auch nur auf 1/3 der Kosten kommt bei 5-6 Meter Arbeitsplattenlänge.

Wie gesagt, ist erstmal eine Überlegung von mir.
 

Singbegeistert

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Deine Bilder - Landhausküche mit gemauerten Elementen - gefallen mir sehr gut. Wir haben sowas auch überlegt, an ein paar Stellen wurden gemauerte Elemente angedacht, haben es aber aus praktischen Gründen dann gelassen. Weiße Wände werden so schnell schmutzig, ich hätte mich nur geärgert. Aber wie gesagt ich finds total schön, vielleicht magst du ein paar Bilder einstellen oder mehr zur Ausführung erzählen.

Eine APL mit Holzumleimer wäre allerdings nichts für mich, das hatten meine Eltern in ihrer Küche (aus Anfang der 90er) und gerade im Spülenbereich war das Holz schnell aufgeweicht.

Ich kenne das, wenn man sich einen Farbton als APL vorstellt, ich wollte unbedingt einen bestimmten Grauton zu unseren Eiche-Fronten und wurde deshalb bei Granit auch nicht fündig. In Keramik ist die Auswahl aber riesig und dort habe ich das passende gefunden, ich würde mir auf jeden Fall auch Keramik anbieten lassen. In unserem Fall war zB Keramik (untere Preisstufe) nicht soviel teurer als ein mittelpreisiger Granit.
 
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