Folienfront als non-plus-ultra angeboten

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Hallo,

wir hatten gestern unseren ersten Termin bei einem Kuechenplaner und weil ich hier im Forum schon soviel gelesen habe zu den Fronten, habe ich voller inbrunst gesgt, dass nur lackierte fronten in frage kommen.

Im verlaufe des gespraeches kam ein zweiter mitarbeiter dazu (wir waren bestimmt schon seit 30 minuten mit dem thema Fronten durch), zeigte auf die ausgewaehlte Front, gratulierte uns zu unserem Geschmack und fragte dann, warum wir ausgerechnet Lackierte Front wollten. Ich schaute etwas verunsichert, sagte, weil es die bessere wahl als lackierte Folie ist, und er schuettelte unglaeubig den Kopf. Es folgte eine Lobpreisung auf deren Lackfolienfronten inkl. Live-praesentation, die auch wirklich sehr glaubwuerdig wirkte. ABER: was kann ich davon glauben? Bin total verunsichert. Seine argumente:
lackierte folie ist viel pflegeleichter. Keine kratzer (hat er auch demonstriert mit nem kugelschreiber) und reinigung viel problemloser. Beim lack hingegen haette man total schnell kratzer. Er verglich das mit einem auto in der waschanlage. Da hat man ja auch oft diese oberflaechlichen Hologramm-kratzer. Das faende ich an meiner kueche tatsaechlich nicht toll. Noch dazu muss man also immer tierisch aufpassen, mit welchem material man reinigt (z.b. Absolut kein microfaser).

Er sagte auch, sie verwenden so eine tolle folie und Technik, dass sich da auch nach Jahren nichts abloest. Hat uns dann die fronten gezeigt, mit umlaufenden glasabschluss oder wahleise aluabschluss an den seitenkanten der fronten. Das sah auch tatsaechlichnoptisch wirklich top aus.

Hat er mit alledem recht?

wenn es tatsaechlich plegeleichter und strapazierfaehiger ist, aber trotzdem nicht so anfaellig wie die ueblichen folienfronten - warum ist es dann billiger?

Da wir unbedingt weiss glanz oder hochglanz wollen, haben wir uns dann breitschlagen lassen, die planung mit folienfronten durchzufuehren.

jetzt moechte ich nur wissen, ob er recht hatte mit seinen ausfuehrungen?

danke,
Tribune
 
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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

Ja klar, der *kfb* kann in die Zukunft schauen und weiß das sich die neuen Folien nicht mehr ablösen.:rolleyes:

Was du glauben sollst? Wenn du auf Russisch Roullette stehst dann glaub dem *kfb*. Naja, vielleicht hat er ja ne Kristallkugel und weiß deshalb schon mehr.

LG
Sabine
 
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Folienfronten hatten vor ca. 10 Jahren ab und zu Probleme. Aber halt nicht alle Fronten. Man sollte aber auch mal erwähnen, dass Lackfronten auch schonmal Probleme mit Absplitterungen hatten bzw, haben. Gerade ist ein Thread mit einer Noltefront hier aktuell.
Wie mit allen lernen (hoffentlich) Herstellern aus ihren Problemen und verbessern ihre Produkte.
Wie mit allen ist es immer eine Budgetfrage. Was nützt mir die tollste Lackfront, wenn nachher kein Geld mehr übrig bleibt für Geräte, Spüle etc.
Es wird die Folienfront sehr schlecht geredet, weil man nicht weiß was in ein paar Jahren mit den Fronten passiert. Ganz ehrlich - keiner weiß was die Zukunft bringt. Egal welche Front, welches Gerät etc. es ist.
 
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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

Spricht der TE hier tatsächlich von gezogener Folie oder doch eher von Kunststoff...???

mich machen die Begriffe wie Glasabschluß oder wahlweise Aluminiumkante so stutzig..

im klassischen Fall meinen wir hier immer gezogene Folie, die hat immer ihre eigene Kante...

Polygloss und Polymatt haben ebenfalls eine polymere Schicht, die sitzt hingegen zu den von uns bemängelten Fronten jedoch nicht auf "Zug" und kann sich somit nicht zurückbilden.... dafür haben diese Fronten klassische Anleimer, wie andere Kunststofffronten auch...

also, am besten der TE nennt hier mal Roß und Reiter... (Hersteller und Front) dann kann man definitive Aussagen machen...

mfg

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bibbi

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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

Hört sich für mich auch nach einer Front mit Anleimer an.
Da ist aus meiner Sicht eine Ablösung nicht möglich.
Der Schwachpunkt der Folienfronten,die herumgezogene Kante,
sollte nach wie vor vermieden werden.
Da können mir die Hersteller erzählen was sie wollen.
LG Bibbi
 
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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

@racer,

klar kann ich Namen nennen. Ich wusste nur nicht, dass das OK ist (es geht ja nicht um allgemeine Infos, sondern wirklich um Infos aus Beratungsgesprächen). Aber wenn das scheinbar OK ist hier: Es war Dassbach. Die bieten ihre Küchen ausschliesslich im "Werksverkauf" an. Da ich Laie bin, kann ich aber eben nicht sagen, ob die Fronten bei Dasbach eigene Namen haben, ob es sich somit um die gezogene Folie oder Kunststoff handelt (ich weiss auch nicht, was Anleimer sind)?

Der Verkäufer sprach jedoch explizit von Folie, die lackiert wird und dann auf das Trägermaterial aufgebracht wird. Mehr kann ich aus technischer Sicht echt nicht widergeben...
 

Nice-nofret

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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

... Dassbach.. das ist der 'Werksverkauf' ohne Werk?

Der Begriff 'Werksverkauf' ist nicht geschützt ... jedes Küchenstudio darf von sich behaupten, dass es ein Werksverkauf sei ... das beinhaltet aber nicht unbedingt das, was wir als Kunden mit dem Begriff assoziieren. Es scheint mir bei Dassbach einfach eine andere Methode zu sein, um den Hersteller zu verschleiern (den wollen sie nämlich nie nennen); letztendlich scheint mir Dassbach nichts anderes als eine Handelsmarke zu sein.

Ist die Küche mit 5er oder 6er-Raster geplant? Welche Korpushöhe?
 
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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

Stellt sich die Frage, wie die Front nun heißt oder ob Du Deine Front bei BauFormat findest... ?

dann sind wir schlauer, ob es sich um gezogene Folie handelt...

mfg

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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

Das mit Bauformat ist ja ein Ding. (Falls es denn so sein sollte).
Es ist ja klar, dass es Haendlerverbaende mit Eigenmarken gibt, die ihre HErsteller verschweigen oder ein Geheimnis draus machen. Aber ich denke, zu sagen, man ist selber Hersteller, wenn man aber doch nur Haendler ist, ist nochmal was anderes. (Nochmals: Falls dem so ist).

ICh habe mal bei Buformat nachgesehen und es koennte sich um folgende Fronten handeln:

Lack, von mir gewuenscht: PUR-Hochglanzlack, 5-fach lackiert und poliert
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(Dort das Datenblatt anklicken)
Front, wie nachher angepriesen und kalkuliert: Melaminharzbeschichtung, 2-fach Hochglanz lackiert und poliert, Dickkanten Alu oder Glas
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(siehe Datenblatt)

Wie gesagt, ich vermute, dass dies die beiden zur Auswahl stehenden Fronten sind. Was meint ihr zu denen?
 
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3....
Warum ist lackierte Folie unempfindlicher als Lack? Weil die lackierte Folie nicht aus Lack besteht?

Melaminharzbeschichtete Fronten zu lackieren scheint eine neue Mode zu sein, hat aber nix mit folienbeschichteten Fronten zu tun. Ablösungsprobleme wird man da nicht erwarten können. Man erspart sich mehr das Füllern und die Kantenbearbeitung, was die Fronten produktionstechnisch günstiger macht.

Mein Vorschlag: Lass Dir einfach eine händlergebundene 10 Jahres-Garantie geben, dann bist Du auf der sicheren Seite... soweit es den Händler dann noch gibt. :cool:
 
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melaminharzbeschichtete Fronten lackieren... ich habe noch nicht mitbekommen, dass das mehr werden würde... spannend ist dann ja nur, welche Farbe hat die Melaminbeschichtung und welche Farbe hat der Lack ? Wenn ich dagegen haue und der Lack ab ist, was sehe ich dann ? Desweiteren wie dick ist die Lackschicht in dem Fall ?

Muß man befürchten, dass man sich nach Jahren des intensiven Putzens durchgearbeitet hat, bis auf den Träger ?

mfg

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AW: Folienfront als non-plus-ultra angeboten

So rein interessehalber, fühlte sich der ursprüngliche Küchenberater nicht gestört, in seiner Beratung unterbrochen zu werden? Ich hätte mich auch als Kundin gestört gefühlt.
Wenn der Berater so sicher ist, spricht sicher nichts dagegen, im KV schriftlich festzuhalten, dass die Oberfläche 10 Jahre Garantie gegen Ablösen hat.

(Cookie, zwei Doofe - ein Gedanke ;- ))
 

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