Explosion!!! Siemens Kochfeld EH800FFB1E/01 nach 2,5 Jahren!

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Massive Explosion (!) des Siemens Kochfeldes EH800FFB1E/01 nach 2,5 Jahren. BSH schließt pauschal Material- oder Herstellungsfehler ohne jegliche Prüfung/Begutachtung vor Ort aus, bietet keinerlei Schadensersatz! Kunde wird abgespeist.



Zum Sachverhalt:

Ich bin seit Jahren treuer Bosch /Siemens Kunde, habe die Produkte seither immer voller Überzeugung genutzt und gekauft. Ich befürchte, dass ich mich hiermit daher gezwungen sehe, andere Kunden nicht nur über den Sachverhalt einer möglichen Explosion sondern auch über ein solch inakzeptables Unternehmens-Verhalten zu informieren.

Am 27.12.19 ist unser Siemens Kochfeld mit einem unglaublich lauten Knall explodiert und mir sind plötzlich lauter scharfkantige Splitter um die Ohren geflogen!!!

Das Siemens Kochfeld ist bei normalem Gebrauch plötzlich explodiert und in lauter Stücke zerplatzt! Wir sind geschockt! Wir sind einfach nur geschockt!

Ehrlich gesagt war ich sehr sehr dankbar, dass nur ich in der Küche mit dem Rücken zum Herd stand und einfach Glück hatte und auch sonst keiner von uns verletzt wurde! Zu unsrem großen Glück war unsere kleine Tochter nicht direkt in der Nähe sondern gerade ums Eck - nicht auszudenken was da noch schlimmes hätte passieren können wenn Sie in der Nähe gewesen und frontal getroffen worden wäre, überall sind Splitterteile durch die Küche geschossen!!!

Sowas habe ich noch nie erlebt - wir sind sprachlos und geschockt!!! Der Schock steckt uns immer noch in den Knochen!

Anbei Fotos, um klar zu machen, dass es sich hier nicht nur um einen Riss sondern um eine massive Situation handelte. Schauen Sie sich die Glassplitter auf den Fotos an. Das ist wirklich kein Spaß, das Produkt ist lebensgefährlich! Mit einem Kind zuhause - unvorstellbar was da noch hätte passieren können!

Das soll Sicherheit und Qualität sein? Offensichtlich sind das ganz gravierende Sicherheitsmängel! Was für minderwertige Qualität wurde da verbaut? Ich muss zur Vorsicht aufrufen - Das ist eine echte Zeitbombe!

Zu den Fakten:

  • Es handelt sich um das Siemens Kochfeld EH800FFB1E/01
  • Das Kochfeld ist erst 2,5 Jahre alt - die Explosion des Kochfeldes ereignete sich kurz nach Ablauf der Garantiezeit
  • Auf dem rechten unteren Kochfeld stand ein Topf mit Suppe auf Stufe 5 von 9.
  • Die linke Seite der Kochzone war nicht im Betrieb. Es stand kein Topf darauf.
  • Nach ca 5 Minuten des Erwärmvorgangs ist die linke Seite des Kochfeldes mit einem extrem lauten Knall explodiert und mir sind diverse sehr scharfkantige Splitter um die Ohren geflogen.
  • Zu dem Zeitpunkt waren alle anderen Kochzonen weder angeschaltet noch standen Töpfe darauf.
Wir gehen grundsätzlich sehr pfleglich mit der Platte um und grundsätzlich werden nur geeignete Töpfe und Pfannen verwendet.

So etwas darf auch nach 10 Jahren nicht vorkommen, schon gar nicht nach so kurzer Nutzungsdauer! Plus: innerhalb der kurzen Nutzungsdauer von nur 2,5 Jahren war auch eine sehr geringe Nutzung (jedes Jahr waren wir für 2-4 Monate im Ausland).

Ich informierte umgehend noch am selben Abend BSH Hausgeräte Service GmbH. Was dann folgte schockierte uns erneut zutiefst.

BSH Hausgeräte Service GmbH teilt mir Email mit, dass Material- oder Herstellungsfehler grundsätzlich ausgeschlossen sind , vielmehr wird mir als Kunde pauschal vorgeworfen, ich soll bitte keine ungeeigneten Töpfe verwenden und den Betrieb der Kochzone mit leeren Töpfen und Pfannen. vermeiden.

BSH Hausgeräte Service GmbH übernimmt zudem keinerlei Verantwortung geschweige denn Kulanz. Besonders dreist: wenn ich das reparieren möchte, wäre die Reparatur kostenpflichtig und ich müsse mind. 749 + x EUR (650,00 EUR Reparatur + mind. 99,00 EUR Kundendienst) zahlen... das schockierte uns sehr - das ist die absolute Höhe! Ohne Worte!

Genau das ist, was mich als langjähriger Kunde besonders verärgert! Anstatt sich mit den realen Kundenproblemen zu befassen und als deutsches Markenunternehmen zum eigenen Qualitätsversprechen zu stehen, wird sogar noch eine Frechheit oben drauf legt und so einen massiven Fall nicht ordentlich und kundenorientiert abwickelt!

In solch einer Situation Kunden per Email abzuspeisen und pauschal zu behaupten, dass alle Siemens Produkte frei von Mängeln sind und Material- und Herstellungsfehler pauschal ausgeschlossen sind, wow, ich bin sprachlos. Die Vorgehensweise seitens BSGH verwundert mich ernsthaft und wirkt leider äußerst unseriös.

Äußerst unseriös ist, dass niemand von BSGH hier war, um die Platte mal fachmännisch auf Mängel und Fehler zu prüfen. Wie um alles in der Welt kann BSGH also ernsthaft feststellen und per Email felsenfest mehrfach gegenüber einen schwer geschädigten Kunden behaupten, dass es, wohlgemerkt ohne jegliche Prüfung/Begutachtung vor Ort, kein Material- oder Herstellungsfehler ist?!

Als Kunde erwarte ich von BSGH, dass ich grundsätzlich ein einwandfreies Produkt ohne Sachmängel, Qualitätsmängel oder sonstigen Herstellungsfehlern erhalte und dass das Unternehmen alles daran setzt, den marktüblichen Mindest-Anforderungen und Qualitätsstandards gerecht zu werden. Wir sind schockiert!

Es ist die Verantwortung und Aufgabe als Unternehmen einwandfreie Qualität abzuliefern und in Fällen, in denen es zu solchen gravierenden Schäden kommt, die eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler einzuräumen und diese zeitnah dem Kunden gegenüber einzugestehen, dem Kunden gegenüber professionell und mit höchster Kundenorientierung zu begegnen und mindestens dem Kunden Abhilfe durch Ersatz und Entschädigung anzubieten!

Ich finde es äußerst bedenklich und höchst unprofessionell Material- oder Herstellungsfehler von vorn herein pauschal ohne Prüfung und Gutachten auszuschließen und stattdessen mit derartig allgemeinen Mutmaßungen und Unterstellungen den Fall abzutun und Kunden abzuspeisen.

Das Mindeste, das zu erwarten wäre, ist, dass BSGH, wie es viele Service-orientierte Konkurrenten längst bereits vormachen, alles daran setzen, diesen Fall professionell abzuwickeln und eigene Unzulänglichkeiten und Fehler dem Kunden gegenüber sofort und ohne jeglichen Zweifel einzuräumen und ihm darüber hinaus für die entstandenen Unkosten und Unannehmlichkeiten eine adäquate Entschädigung anbieten - und das erst Recht jetzt, wo ich als Ihr Kunde so einen Schock erlitten habe und jetzt noch solch einen Frust und eine Enttäuschung erleben muss und der unglaublich schlechter Service uns unzumutbar viel Zeit, Geld und Nerven kostet!

Ich habe mich informiert, der Fall eines Spannungsbruches scheint wohl häufiger bei Siemens aufzutreten vor allem kurz nach der Garantiezeit, was extrem ärgerlich ist.

Der Verlauf dieses Themas ist erschreckend und äußerst besorgniserregend! Ich als Kunde habe das Gefühl, dass dieser Fall nicht ernst genommen wird. Das habe ich noch nie erlebt! Das hätte ich nie erwartet. Es stimmt mich traurig zu sehen, wie wenig BSGH an Ihren Kunden liegt und wie wenig sie sich für die Qualität und den Service persönlich verantwortlich fühlen.

Hiermit möchte ich andere (potentielle) Kunden über die lebensbedrohliche Gefahr einer Explosion des Siemens Produktes Kochfeld EH800FFB1E/01 sowie über das äußerst schockierende Unternehmens-Verhalten informieren.
 

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Berde

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Hast du einen Gutachter oder Rechtsanwalt eingeschaltet???
 

Michael

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Habe gerade 45 Min das Netz durchsucht und nichts gefunden, was ähnliche Auswirkungen gehabt oder den Begriff "Explosion" gerechtfertigt hätte.

Dennoch muss ich zustimmen. Als Hersteller sollte ich ein hohes Interesse daran haben der Ursache auf den Grund zu gehen. Und zwar unabhängig von der Schuldfrage. Selbst bei Kundenverschulden muss es in meinem Interesse sein zukünftig auf mögliches Fehlverhalten mit derartigen Folgen hinweisen zu können.
 

Snow

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Ich hab im Netz auch nichts gefunden. Man sollte das unschöne Ereignis tatsächlich nicht so stehen lassen. Wie @Berde schon erwähnte, solte ein Gutachter hinzugezogen werden, IHK od. HWK können Adressen nennen.
 

Michael

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Wenn man die Dramatik etwas herausnehmen würde wäre es ja nicht so schlimm. Shit happens und wie oft hat man Glück im Unglück.

In der Google Bildersuche findet man unter "massive Explosion" verstörendere Bilder. :so-what:

Aber ich will es auch nicht bagatellisieren.

Mein zusammengetragenes Wissen:

Kochfelder sind noch nie explodiert weil man sonst darüber lesen könnte.
Induktionsspulen können überhitzen, schalten sich dann aber ab. Können quasi auch nicht explodieren.
Glaskeramik erzeugt keine Spannungen im Glas durch Erwärmung. Da das Kochfeld flächenbündig eingebaut und dauerelastisch versiegelt wurde sehe ich da auch keine Fehlerquelle.

Was könnte also ursächlich sein?
 

mozart

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Hi,
ich nehme an, daß die bsh tagtäglich Reklamationen bez. gebrochener Glaskeramikplatten erhält.
In den meisten Fällen dürfte unsanfte Behandlung die Ursache sein und eine Gewährleistung deshalb nicht eintreten.
Es ist natürlich ungewöhnlich, daß sich eine solche Platte "explosionsartig" verabschiedet-tatsächlich explodiert ist da sicher nichts.
Für unmöglich halten würde ich aber nicht, daß durch irgendwelche Dichtmassen im Innern des Gehäuses ein luftdichter Abschluß entsteht, der dann bei Wärmeentstehung zu einem starken Überdruck führt.
Möglich, daß die bsh den Fall erst mal unter der Rubrik "das Übliche" verbucht hat und Grund hätte, sich den Fall näher anzusehen.

by the way-das Modell war im Grunde bereits bei seiner Einführung vor etwa 10 Jahren veraltet.
Das layout stammt noch von einem Kochfeld mit konventioneller Beheizung. Die 4 äußeren Kochzonen wurden dann induktiv beheizt, die sinnlose, reine Wärmezone in der Mitte blieb immer konventionell beheizt und deshalb schlecht regulierbar-bei Induktion braucht sowas kein Mensch, da kann man auf jeder Kochzone warmhalten.
Da wir schon dabei sind, der bsh Vorwürfe zu machen-wer ein echtes Vollflächen-Induktionskochfeld mit tft-display im Sortiment hat und sich auch sonst ziemlich high tech-mäßig präsentiert, sollte solche Leichen konsequent aus dem Sortiment nehmen.
 

martin

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Ich kann mich dunkel daran erinnern, das ähnliche explosionsähnliche Effekte bei den ersten auf dem deutschen Markt erhältlichen Ceranfeldern gelegentlich vorkamen. Dass muss so roundabout 40 Jahre her sein. Die Felder stammten damals von AEG .

Als Ursache wurde damals ein tiefer Kratzer in der Glaskeramik vermutet. Wirklich schlüssig ist die Ursache wohl nie gklärt worden.
 
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